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Mit Gewalt zur Macht und die Macht der Gewalt

Wie konnte sich die organisierte Kriminalität in Russland zu einem Staat im Staate formen?

Title: Mit Gewalt zur Macht und die Macht der Gewalt

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 18 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Dimitrij Gede (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society

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Summary Excerpt Details

1.Einleitung
„Was macht Russland?“
„Stiehlt“.

Die folgende Hausarbeit zeigt den Zusammenhang zwischen Russlands historischer Entwicklung seit der Perestroika und der Machtergreifung organisierter Kriminalität in der Moderne und vergleicht Letztere mit einem Staat im Staate. Hierbei soll folgende Fragestellung einen Leitfaden bieten:
Mit Gewalt zur Macht und die Macht der Gewalt: Wie konnte sich die organisierte Kriminalität in Russland zu einem Staat im Staate formen?
Zunächst befasst sich der erste Abschnitt mit der Frage von kriminellen Organisationen, speziell den Dieben im Gesetz und ihrer Entstehung, die nach und nach kriminelle Strukturen in Politik und Wirtschaft während der Perestroika einführt und ihr handeln mitbestimmt. Es soll vor allem das Selbstverständnis dieser Gruppe nachvollziehbar aufgezeigt und ihr starker Zusammenhalt als eine Bruderschaft dargestellt werden.
Im zweiten Teil der Hausarbeit erfolgt eine historische Bestandsaufnahme Russlands ab dem Jahr 1985 um einen Einblick in den entstandenen politischen Umbruch und den Kampf um die Verteilung von Privateigentum während der Perestroika zu geben. Hier betraten einige diese sogenannte Tür die es möglich machte aus sozialen Ruinen einen Aufstieg zu schaffen und sich am Staat zu bereichern. Es wird aufgezeigt mit welchen Mitteln dies erreicht wurde.
Der dritte Teil befasst sich mit der Verflechtung zwischen den Mafiastrukturen der alten kommunistischen Partei und den neuen demokratischen Eliten. In diesem Schritt nistet sich das kriminelle Element im Staat ein. Es wird der russische Beamtenapparat vorgestellt und Gründe aufgezeigt weshalb es für Mitarbeiter des Staates von Vorteil ist, ihre Dienste an die Mafia zu verkaufen.
Der letzte Teil vergleicht die politische Theorie der Gewaltenteilung nach Montesquieu mit der realen Situation der Diebe im Gesetz und zeigt auf, dass die Mafia in Russland einem Staat im Staate gleicht. Wichtig ist hier zu klären wie die Diebe im Gesetz zu ihrer Stabilität kommen.
In einem abschließenden Fazit werden zentrale Aspekte noch einmal kurz wiederholt und ein Ausblick in die Zukunft eines beraubten und durch Kriminalität gebeuteten Russlands gegeben.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Geburt der organisierten Kriminalität

2.1 Bruderschaft der Diebe im Gesetz

2.2 Die Grundstruktur

2.3 Das Initiationsritual

3. Eine historische Bestandsaufnahme Russlands

3.1 Umbrüche in der Perestroika

3.2 Die Mafia als Nutznießer der Privatisierung

4. Die Diebe im Gesetz betreten die große Bühne

5. Ein Staat im Staat entsteht

5.1 Gewaltenteilung im „Mafiastaat“

5.1.1 Exekutive

5.1.2 Judikative

5.1.3 Legislative

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den engen Zusammenhang zwischen der historischen Transformationsphase Russlands seit der Perestroika und dem Aufstieg organisierter krimineller Strukturen. Dabei wird analysiert, wie sich diese Gruppierungen – insbesondere die „Diebe im Gesetz“ – als ein „Staat im Staate“ etablieren konnten und welche Mechanismen der Machtausübung sowie Gewaltenteilung innerhalb dieses kriminellen Systems wirksam sind.

  • Historische Genese der organisierten Kriminalität seit der Stalin-Ära
  • Die Rolle der „Diebe im Gesetz“ als kriminelle Elite
  • Auswirkungen der Perestroika und Privatisierung auf mafiöse Machtstrukturen
  • Vergleich der mafiösen Organisation mit dem staatlichen Gewaltenteilungsmodell

Auszug aus dem Buch

2.1 Bruderschaft der Diebe im Gesetz

Die Vory v zakone sind eine kriminelle Elite die zur Konsolidierung und Stabilisierung der kriminellen Welt beiträgt. Doch was macht sie so Außergewöhnlich? Ihre Vorteile liegen im Verständnis der Bande. Es ist nicht nur wie bei vielen anderen, eine bloße Zweckgemeinschaft, sondern vielmehr eine Bruderschaft in der sich jeder zu wechselseitiger Hilfe verpflichtet ist. Diese Pflicht ist nur eine von vielen, die fest in einem Ehrenkodex, gleich einem Gesetz, verankert ist (daher auch der Name Diebe im Gesetz oder gesetzestreue Diebe). Bei einem Bruch gegen dieses werden harte Sanktionen in Form von Gewalt bist zum Tode legitimiert durchgeführt. Wir lernen also, dass eine eigene Judikative Gewalt existiert. Ebenfalls verfügt diese Gruppe über einen eigenen Verhaltenskode, der nur Mitgliedern bestimmt ist und durch andere kaum zu durchschauen ist. Man kleidet sich relativ unauffällig. Äußerliche Charakteristiken sind nur unterschwellig zu erkennen und ihre Bedeutung nur für das geübte Auge zu sehen, wie zum Beispiel bei Tattoos oder Halsketten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema in der russischen Geschichte seit 1917 und definiert die Forschungsfrage nach der Transformation der organisierten Kriminalität zu einem „Staat im Staate“.

2. Geburt der organisierten Kriminalität: Dieses Kapitel zeichnet den Ursprung der kriminellen Strukturen in den sowjetischen Straflagern (GULags) nach und beleuchtet die Entstehung der „Diebe im Gesetz“.

3. Eine historische Bestandsaufnahme Russlands: Hier werden die wirtschaftlichen Umbrüche der Perestroika-Ära und die daraus resultierenden Chancen für kriminelle Akteure durch die Privatisierung analysiert.

4. Die Diebe im Gesetz betreten die große Bühne: Das Kapitel untersucht die zunehmende Verflechtung von kriminellen Organisationen mit Politik, Wirtschaft und Beamtenapparat während des gesellschaftlichen Wandels.

5. Ein Staat im Staat entsteht: Hier erfolgt eine theoretische Analyse der Mafiastrukturen als autonomer Machtapparat unter Anwendung des Modells der Gewaltenteilung nach Montesquieu.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Notwendigkeit einer glaubwürdigen staatlichen Alternative, um dem Einfluss krimineller Organisationen entgegenzuwirken.

Schlüsselwörter

Russland, organisierte Kriminalität, Diebe im Gesetz, Vory v zakone, Perestroika, Transformationsprozess, Privatisierung, Mafiastaat, Gewaltenteilung, Ehrenkodex, GULag, Korruption, Staat im Staate, Schattenwirtschaft, Machtvakuum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Aufstieg der organisierten Kriminalität in Russland und der Hypothese, dass sich diese Strukturen seit der Ära Gorbatschows zu einer Art „Staat im Staate“ entwickelt haben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Entstehung der „Diebe im Gesetz“, die Auswirkungen der ökonomischen Transformation in den 1980er und 1990er Jahren sowie die Interdependenz zwischen kriminellen Akteuren und dem staatlichen Sektor.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Mechanismus zu ergründen, durch den organisierte Kriminalität in Russland Macht akquirieren konnte, um schließlich ein quasi-staatliches Gebilde mit eigener Exekutive, Judikative und Legislative zu formen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, welche historische Entwicklungen mit soziologischen Theorien (insbesondere dem Gewaltenteilungsmodell von Montesquieu) verknüpft.

Welche Inhalte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der kriminellen Wurzeln (GULag), die Analyse der politischen und ökonomischen Umbrüche der Perestroika sowie eine detaillierte Untersuchung der „mafiösen Gewaltenteilung“.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind „Diebe im Gesetz“, „Transformationskrise“, „Privatisierung“, „Korruption“ und „Mafiastaat“.

Was ist die „Shodka“ innerhalb der Mafiastruktur?

Die „Shodka“ ist eine Versammlung der „Diebe im Gesetz“, die sowohl als Initiationsritual für neue Mitglieder als auch als judikative Instanz zur Lösung interner Konflikte und zur Bestrafung bei Regelverstößen dient.

Welche Rolle spielte die Privatisierung für die Mafia?

Die Privatisierung von Staatsvermögen bot ein massives Einfallstor für Korruption; durch den Ankauf von Vouchern gegen Bargeld konnten sich kriminelle Netzwerke in den entstehenden privaten Wirtschaftssektor einkaufen und dort maßgeblichen Einfluss sichern.

Warum wird die Mafia als „Tochter des Mangels“ bezeichnet?

Diese Metapher beschreibt, dass die Schwächen und Versorgungsengpässe des sowjetischen Kommandosystems erst den Nährboden für illegale Schattenwirtschaften und die daraus resultierende Macht der organisierten Kriminalität schufen.

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Details

Title
Mit Gewalt zur Macht und die Macht der Gewalt
Subtitle
Wie konnte sich die organisierte Kriminalität in Russland zu einem Staat im Staate formen?
College
University of Trier
Grade
2.0
Author
Dimitrij Gede (Author)
Publication Year
2011
Pages
18
Catalog Number
V181722
ISBN (eBook)
9783656050926
ISBN (Book)
9783656051213
Language
German
Tags
gewalt macht kriminalität russland staat Mafia
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dimitrij Gede (Author), 2011, Mit Gewalt zur Macht und die Macht der Gewalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181722
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