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Der Mensch als Gefangener eines gesellschaftlichen Überwachungssystems

Über ein Leben im "Panoptikon"

Title: Der Mensch als Gefangener eines gesellschaftlichen Überwachungssystems

Term Paper , 2009 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts Christina Klemke (Author)

Cultural Studies - Basics and Definitions

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Summary Excerpt Details

Ist die von Orwell konstruierte Zukunftsvision eines totalitären Überwachungsstaates nun tatsächlich Realität geworden? Im Verlauf der vorliegenden Arbeit soll diese Frage diskutiert werden. Das folgende Kapitel beschäftigt sich diesbezüglich mit Michel Foucaults Werk „Überwachen und Strafen. Die Ge-burt des Gefängnisses“, wobei hier der Fokus auf dem Konzept des „Panoptikons“ liegt. Zu-nächst soll geklärt werden, was der Begründer Jeremy Bentham unter einem Panoptikon ver-stand und welche Funktion es erfüllen sollte. Nachfolgend werde ich auf die Bedeutung des panoptischen Konzeptes eingehen, die Foucault in seinem Werk beschreibt. Anschließend nehme ich Bezug auf einen Text von Zygmunt Baumann, der sich mit den sogenannten „Panoptikonsängsten“ beschäftigt. Diese stellen den Ausgangspunkt für das dritte Kapitel dar,

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Mensch als Gefangener eines gesellschaftlichen Überwachungssystems

1.1. Orwells düstere Zukunftsvision

2. Totale Überwachung als gesellschaftliche Funktion

2.1. Zu Michel Foucaults Werk „Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses“

2.1.1. Das architektonische Konzept des „Panoptikons“

2.1.2. Das „Panoptikon“ als verallgemeinerungsfähiges Funktionsmodell

2.1.3. Die Bedeutung der „Panoptikonsängste“

3. Die Relevanz des panoptischen Funktionssystems im alltäglichen Leben

4. Die moderne Gesellschaft – eine glückliche Welt der Ordnung?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz des panoptischen Funktionsmodells in der modernen Gesellschaft und analysiert, inwieweit das Streben nach Sicherheit und Ordnung durch totale Überwachung die Privatsphäre des Einzelnen einschränkt und gesellschaftliche Machtverhältnisse transformiert.

  • Totalitäre Überwachung nach George Orwell
  • Foucaults Analyse der Disziplinargesellschaft
  • Das architektonische Konzept des Panoptikons
  • Postmoderne „Panoptikonsängste“ nach Zygmunt Baumann
  • Technologische Überwachung im modernen Alltag

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Das architektonische Konzept des „Panoptikons“

Der Begriff des Panoptikons wurde im 18. Jahrhundert von dem englischen Philosophen und Juristen Jeremy Bentham (1748-1832) geprägt. Es bezeichnet ein architektonisches Konzept zum Bau von Gefängnissen und ähnlichen Kontrollinstanzen. Die Konstruktion besteht aus einem ringförmigen Gebäude, in dessen Mitte ein Wachturm positioniert ist. Das umgrenzende Gebäude ist in Zellen unterteilt, an denen jeweils zwei Fenster angebracht sind. Eines dieser Fenster ist zur Innenseite des Ringgebäudes gerichtet, sodass einem Aufseher vom Turm aus freie Sicht in die Zelleninnenräume gewährt wird. Das andere der beiden Fenster ist nach außen gerichtet. Diese Konstruktion sorgt dafür, dass die Gefangenen in ihren Zellen permanent sichtbar sind und unter ständiger Beobachtung der Aufseher stehen. Ihr Verhalten kann damit zu jeder Zeit kontrolliert werden. Da die Mauern, die die einzelnen Zellen voneinander abtrennen, den Kontakt zu anderen Mithäftlingen unterbinden, sind die Gefangenen vollkommen individualisiert. Die Aufseher selbst sind für die Zelleninsassen nicht sichtbar. Der Gefangene „ist Objekt einer Information, niemals Subjekt in einer Kommunikation.“

Die Kontrollmacht, die durch das Panoptikon garantiert wird, soll den geordneten Zustand unter den Gefangenen sicherstellen. Das Konzept des Panoptikons weist dem Beobachter einen enormen Machtanspruch zu und zwingt den Überwachten zu Disziplin und Einsamkeit. Jede seiner Bewegungen wird kontrolliert, jede Auffälligkeit registriert. Der Gefangene ist einem Leben in Freiheit in jeglicher Hinsicht beraubt worden und gezwungen, sich der Kontrollgewalt zu unterwerfen.

Dieser architektonische Entwurf gewährleistet jedoch nicht nur die permanente Überwachung von Verbrechern, sondern ist prinzipiell als wirksame Kontrollmaßnahme anwendbar. Handelt es sich bei den Gefangenen um Kranke, so wird durch den Einschluss in die Zellen und die damit verhinderte Kontaktaufnahme zu anderen, eine Ansteckungsgefahr vermieden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Mensch als Gefangener eines gesellschaftlichen Überwachungssystems: Einleitung in die Thematik durch George Orwells Zukunftsvision und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage zur panoptischen Überwachung.

2. Totale Überwachung als gesellschaftliche Funktion: Detaillierte Auseinandersetzung mit Foucaults Machttheorie, dem architektonischen Panoptikon-Konzept und Zygmunt Baumanns Analyse postmoderner Ängste.

3. Die Relevanz des panoptischen Funktionssystems im alltäglichen Leben: Analyse der Ausweitung von Überwachungstechnologien wie Videoüberwachung, biometrischen Reisepässen und Gentests auf sämtliche Lebensbereiche.

4. Die moderne Gesellschaft – eine glückliche Welt der Ordnung?: Kritische Diskussion über das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Sicherheit und dem Eingriff in die Privatsphäre sowie der drohenden Gefahr einer schleichenden Tyrannei.

Schlüsselwörter

Panoptikon, Michel Foucault, Überwachung, Disziplinargesellschaft, Zygmunt Baumann, totale Kontrolle, Privatsphäre, Sicherheit, Machtverhältnisse, Panoptikonsängste, Ordnung, moderne Gesellschaft, Überwachungsstaat, Disziplin, Information.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept des Panoptikons und dessen Bedeutung als Funktionsmodell für die Überwachung und Disziplinierung innerhalb der modernen Gesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Herleitung von Macht und Disziplin bei Foucault, die Analyse postmoderner Ängste durch Baumann sowie die praktische Umsetzung technischer Überwachung im heutigen Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu erörtern, ob die moderne Gesellschaft Orwells Vision eines Überwachungsstaates ähnelt und ob die totale Kontrolle tatsächlich für die notwendige Sicherheit sorgt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich auf eine literaturtheoretische Analyse, indem sie primäre Fachliteratur (Foucault, Baumann, Orwell) auswertet und auf aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen bezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des architektonischen Panoptikons, die Verallgemeinerung des Modells auf soziale Institutionen und eine kritische Auseinandersetzung mit modernen Kontrollinstrumenten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Panoptikon, Überwachung, Disziplinargesellschaft, Privatsphäre und das Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Freiheit.

Inwiefern hat sich das Panoptikon laut der Autorin verändert?

Während das ursprüngliche Panoptikon auf geschlossene Institutionen wie Gefängnisse beschränkt war, durchdringt das heutige "moderne Panoptikon" als unsichtbares System den gesamten Gesellschaftskörper.

Warum wird die Sicherheit durch Überwachung als zweifelhaft dargestellt?

Die Autorin argumentiert, dass totale Überwachung keine absolute Sicherheit garantieren kann, da sie Risiken nicht vollständig eliminiert, gleichzeitig aber die Privatsphäre und Freiheit der Bürger massiv einschränkt.

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Details

Title
Der Mensch als Gefangener eines gesellschaftlichen Überwachungssystems
Subtitle
Über ein Leben im "Panoptikon"
College
University of Bremen
Course
Lektürekurs: Der gemachte Mensch
Grade
1,0
Author
Bachelor of Arts Christina Klemke (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V181571
ISBN (eBook)
9783656046806
ISBN (Book)
9783656046837
Language
German
Tags
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Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Christina Klemke (Author), 2009, Der Mensch als Gefangener eines gesellschaftlichen Überwachungssystems, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181571
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