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Spanien in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts

Title: Spanien in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Barbara Cisneros (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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In der historischen Fachliteratur haftet der Geschichte Spaniens die Aura des schwer Nachvollziehbaren, des irgendwie Anderen an. Man stand dem Geschehen jenseits der Pyrenäen eher befremdet gegenüber, und im 19. Jahrhundert wurde die Aussage Europa hört an den Pyrenäen auf! zum geflügelten Wort. Zunächst erscheint diese Haltung als Folge eines jener langlebigen und häufig unbegründeten Vorurteile, die nicht nur in der Geschichte manches Geschehen begleiten – je tiefer die Recherche zu diesem Thema jedoch in die Materie hineinführte, desto deutlicher traten die Ereignisse hervor, auf denen diese Beurteilung beruhte .
Das klassische Beispiel für die partikulare Genese der spanischen Nation ist der Begriff der zwei Spanien, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt wurde und eine Entwicklung bezeichnet, die zwar im Spanischen Bürgerkrieg 1936-39 ihren Kulmi-nationspunkt erreichte, aber lange davor ihren Anfang nahm. Je nach der Bewertung der beteiligten Umstände und Faktoren wird dieser Anfang mit verschiedenen Ereignissen verknüpft, etwa mit der Vertreibung der napoleonischen Truppen 1808 oder mit der Regierung der Katholischen Könige (1476 – 1504/06). In dieser Arbeit soll sowohl gezeigt werden, dass sich die Ausbildung zweier entgegensetzter Pole des spanischen Nationalcharakters viel früher, nämlich bereits während des Zweiten Punischen Krieges (218 - 201 a. C.) in der unterschiedlichen Unterstützung für Hannibal und die Scipionen manifestierte , als auch, in welcher Phase sich dieses Auseinanderdriften der gegensätzlichen Spanien in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts befand. Aus dieser Entwicklung ergibt sich die Bedeutung der spätantiken und mittelalterlichen Geschichte auch für das heutige Spanien, in dem die gesellschaftlichen, sozialen und politischen Folgen des Bruderzwistes im 20. Jahrhundert immer noch nicht überwunden sind. Weiterhin wird der Status der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Strukturen in
den christlichen und muslimischen Reichen Spaniens in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts beschrieben und die Frage aufgeworfen, inwiefern diese Prozesse zu einer Europäisierung oder Afrikanisierung der Iberischen Halbinsel führten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE ZWEI SPANIEN

2.1 Américo Castro

2.2 Claudio Sánchez Albornoz

2.3 Ignacio Olagüe

3. GESCHICHTE SPANIENS BIS ZUM 12. JAHRHUNDERT

4. ENTWICKLUNG DER CHRISTLICHEN REICHE

4.1 Die Entstehung Portugals

4.2 Alfons VII. von Kastilien-León (1126-1157)

5. ENTWICKLUNG DER ISLAMISCHEN REICHE

6. DIE EUROPÄISIERUNG SPANIENS

6.1 Kirche und Mönchtum

6.2 Kirche und Staat

6.2.1 Santiago de Compostela

6.2.2 Die Historia compostellana

6.3 Wirtschaft und Besiedlung: Der Jakobsweg

6.4 Reconquista und Kreuzzugsgedanke

7. DIE AFRIKANISIERUNG SPANIENS

8. SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Status Spaniens auf seinem Weg zur Staatswerdung in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts und hinterfragt das Konzept der zwei Spanien sowie die kulturellen Einflüsse von Europäisierung und Afrikanisierung auf die Iberische Halbinsel.

  • Genese des spanischen Nationalcharakters
  • Die Rolle der christlichen und islamischen Reiche
  • Kirchliche Reformen und die Bedeutung Santiagos de Compostela
  • Wirtschaftlicher Aufschwung durch den Jakobsweg
  • Reconquista und Kreuzzugsgedanke

Auszug aus dem Buch

6.2.1 Santiago de Compostela

Eine besondere Rolle spielt im Verhältnis von Kirche und Staat die Stadt Santiago de Compostela. Ihr Name leitet sich von Sanctus Iacobus ab, der gemäss der Legende nach Christi Himmelfahrt als Missionar in die römische Provinz Hispania zog. Da ihm wenig Erfolg beschieden war, ging er zurück nach Palästina, wo er den Märtyrertod starb. Seine Anhänger legten seinen Leichnam in ein Boot, das an die spanische Küste in die Nähe seiner ehemaligen Wirkungsstätte trieb. Dort wurde er auf dem Gebiet der heutigen Stadt Santiago de Compostela beigesetzt, das Grab allerdings vergessen. Erst im 9. Jahrhundert wurde es wieder entdeckt und damit die Legende aus der späten westgotischen Zeit wiederbelebt. Der älteste Hinweis auf den Tod des Heiligen Jakobus ist im Breviarium Apostolorum (um 600) zu finden. König Alfons II. von Asturien (791-842) ließ am Fundort eine Kirche errichten, um die sich ein Dorf bildete und später die Stadt Santiago de Compostela entwickelte. Die Kirche wurde mehrfach erweitert und zerstört (so 997 von Almansor, dem Heerführer des Kalifen von Córdoba). Ihr Wiederaufbau wurde Ende des 11. Jahrhunderts unter Alfons VI. begonnen, die neue Basilika 1211 geweiht. Zu dieser Zeit stand Santiago de Compostela zwar als christlicher Wallfahrtsort ranggleich neben Rom und Jerusalem, der Weg zu dieser Position war aber langwierig gewesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in das Problem der zwei Spanien und die Bedeutung der spätantiken und mittelalterlichen Geschichte für das heutige Spanien.

2. DIE ZWEI SPANIEN: Darstellung der historiographischen Debatte um den spanischen Nationalcharakter anhand der Theorien von Américo Castro, Claudio Sánchez Albornoz und Ignacio Olagüe.

3. GESCHICHTE SPANIENS BIS ZUM 12. JAHRHUNDERT: Überblick über die prähistorische Besiedlung der Iberischen Halbinsel bis zur Eroberung durch die Muslime im Jahr 711.

4. ENTWICKLUNG DER CHRISTLICHEN REICHE: Analyse der politischen Konsolidierung und der Eheschließungen in den christlichen Königreichen unter besonderer Berücksichtigung der Herrschaft von Alfons VII.

5. ENTWICKLUNG DER ISLAMISCHEN REICHE: Untersuchung der Dynastien von Omayaden, Almoraviden und Almohaden sowie deren Einfluss auf al-Andalus.

6. DIE EUROPÄISIERUNG SPANIENS: Analyse der Einflüsse europäischer Rechtsformen, kirchlicher Reformen und der Bedeutung des Jakobsweges für Wirtschaft und Politik.

7. DIE AFRIKANISIERUNG SPANIENS: Erörterung der nordafrikanischen Einflüsse auf das muslimische Spanien durch die Dynastien der Almoraviden und Almohaden.

8. SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassende Betrachtung Spaniens als nicht-homogenes Konglomerat und Diskussion neuerer Ansätze zur Transkulturalität.

Schlüsselwörter

Spanien, Reconquista, Jakobsweg, Europäisierung, Afrikanisierung, Américo Castro, Santiago de Compostela, Mittelalter, Nationalcharakter, Al-Andalus, Almoraviden, Almohaden, Transkulturalität, Kirche und Staat, Historia compostellana.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die politische und kulturelle Entwicklung der Iberischen Halbinsel in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Genese des spanischen Nationalcharakters, die Reconquista, kirchliche Reformen sowie die Prozesse der Europäisierung und Afrikanisierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Status Spaniens auf seinem Weg zur Staatswerdung in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts zu beschreiben und die historische Dialektik der Integration und Desintegration zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur sowie mittelalterlichen Dokumenten und Chroniken basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der christlichen und islamischen Reiche, der Rolle der Kirche und des Pilgerwesens sowie den prägenden Einflüssen auf die spanische Identität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Reconquista, Europäisierung, Afrikanisierung, Santiago de Compostela und die zwei Spanien.

Welche Rolle spielte Santiago de Compostela für die Kirchenpolitik?

Santiago wurde durch die Verehrung des Apostels und strategische Aufwertungen zu einem bedeutenden geistigen Zentrum und Erzbistum, das eng mit dem Papsttum und den Expansionsbestrebungen verknüpft war.

Warum wird der Begriff "zwei Spanien" kritisch hinterfragt?

Der Begriff wird als Konstrukt betrachtet, das die komplexe, oft uneinheitliche und von vielfältigen kulturellen Einflüssen geprägte Realität Spaniens vereinfacht darstellt.

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Details

Title
Spanien in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts
College
University of Heidelberg  (Historisches Seminar)
Course
HS: Eine Wende m 1100? Neue Ordnungsentwürfe im Reich und in Europa
Grade
1,0
Author
Barbara Cisneros (Author)
Publication Year
2010
Pages
27
Catalog Number
V181419
ISBN (eBook)
9783656046493
ISBN (Book)
9783656057338
Language
German
Tags
spanien häfe jahrhunderts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Barbara Cisneros (Author), 2010, Spanien in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181419
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