Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Ermittlung der risikobereinigten Performance

Funktion und Anwendung risikoadjustierter Performancekennzahlen in der Bankensteuerung

Title: Ermittlung der risikobereinigten Performance

Seminar Paper , 2009 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas Eble (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Bankenwesen hat sich in den letzten 30 Jahren stark gewandelt. So waren die 1970er Jahre bei den Banken durch das Oberziel „Wachstum“ gekennzeichnet. Der Fokus lag auf der schnellstmöglichen Ausdehnung des Geschäftes um jeden Preis, was noch heute an dem enormen Wachstum der damaligen Bilanzsummen ersichtlich ist. Aufgrund des zunehmenden (auch internationalen) Wettbewerbs und folglich sinkender Margen begann in der ersten Hälfte der 1980er Jahre dann ein Umdenkprozess mit stärkerer Beachtung der Rentabilität. Anstatt des „Volumendenkens“ stand fortan die Ertragsorientierung im Vordergrund und „Gewinn vor Wachstum“ wurde als neues Oberziel der Banken formuliert. Als Folge dessen wurden aussagefähigere Ergebnisinformationen (Kennzahlen) benötigt, wodurch schließlich Mitte der 1980er Jahre erste Schritte hin zu einem Bank-Controlling unternommen wurden.

Fortan waren Banken also gezwungen, ihre Performance zu verbessern, indem immer größere Risiken eingegangen wurden. Somit wurde das Risiko zu der Größe, die den Geschäftserfolg der Banken grundlegend beeinflusste, wodurch vor allem die Risikosteuerung im Kontext eines erfolgreichen Risikomanagements immens an Bedeutung gewann.

Zur Performancemessung eignen sich grundsätzlich die traditionellen ROC - Kennzahlen (Return on Capital), die den Ertrag ins Verhältnis zum eingesetzten Eigen- oder Gesamtkapital setzen. Genauer betrachtet sind das die Eigenkapitalrendite (ROE) sowie die Gesamtkapi-talrendite (ROA), welche als Ausprägungen allgemeiner ROI - Kennzahlen einzuordnen sind . Diese Kennzahlen vernachlässigen jedoch das eingegangene Risiko zum Erreichen des Ertra-ges komplett. Egal ob es dabei um Entscheidungen des Bankmanagements zur Kreditvergabe oder um die Entscheidung eines Shareholders, der für seine Eigenkapitalhergabe zwischen unterschiedlichen Investitionsmöglichkeiten wählen muss handelt, bleibt ein Vergleich nur eindimensional und vernachlässigt gerade gewichtige Unterschiede . Somit sind die her-kömmlichen ROC - Kennzahlen für eine risikofokussierte Steuerung, die im Bankenwesen erforderlich ist, grundsätzlich nicht geeignet.

Die ROC - Kennzahlen können allerdings so modifiziert werden, dass die Beziehung zwi-schen Ertrag und Risiko berücksichtigt wird. In Praxis und Wissenschaft wurden so in der Vergangenheit mehrere Methoden hervorgebracht, die allesamt unter dem Begriff „Risk Adjusted Performance Measurements“ (RAPM) zusammengefasst sind .

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Ermittlung der risikobereinigten Performance

1.1. Bedeutung und Entwicklung der risikoadjustierten Performancemaße

1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Funktion und Anwendung risikoadjustierter Performancekennzahlen in der Bankensteuerung

3. Aufbau der risikoadjustierten Performancemaße (RAPM)

3.1. Übersicht und Einordnung der verschiedenen RAPM – Kennzahlen

3.2. Value at Risk (VaR) und ökonomisches Kapital

3.3. RORAC (Return on Risk Adujsted Capital)

3.4. RAROC (Risk Adjusted Return on Capital)

4. Fallbeispiel: Erfolgsbeurteilung anhand der RAPM auf Gesamtbankebene

5. Zusammenfassung und Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit besteht darin, die risikoadjustierte Performance in Banken zu untersuchen und die Funktionsweise sowie Anwendung von Kennzahlen zur risikogerechten Leistungsbeurteilung darzustellen. Dabei wird analysiert, wie durch die Einbeziehung des Risikofaktors in die Rentabilitätsmessung eine fundierte Grundlage für die Kapitalallokation und Unternehmenssteuerung geschaffen werden kann.

  • Bedeutung und Entwicklung risikoadjustierter Performancemaße
  • Integration der Risikodimension in die Bankensteuerung
  • Aufbau und Systematik der RAPM-Konzepte (insb. RORAC und RAROC)
  • Verfahren zur Risikoquantifizierung mittels Value at Risk (VaR)
  • Fallbeispiel zur Erfolgsbeurteilung auf Gesamtbankebene

Auszug aus dem Buch

3.2. Value at Risk (VaR) und ökonomisches Kapital

Wie einleitend zu Kapitel 3 bereits erörtert wurde, wird das Kapital mit dem Risiken hinterlegt werden müssen nach unterschiedlichen internen Verfahren gemessen. Als häufigstes Verfahren kommt hier zur Risikoquantifizierung bzw. zur Bestimmung des Risikopotentials der sog. Value at Risk (VaR) als Risikomaß zum Einsatz. Der VaR zählt zu den Downside- Risikomaßen, welche definitionsgemäß nur Werte eines geeignet definierten unteren Teils einer Verteilung, also negative Abweichungen von einem erwarteten Wert (Mittelwert) einbeziehen. Ergänzend zu den Downside-Risikomaßen sind zudem die Lower Partial Moments (LPM) zu nennen sowie als symmetrische Risikomaße die Varianz und die Standardabweichung. Zur Ermittlung des Value at Risk sind verschiedene Verfahren, wie beispielsweise der Varianz-Kovarianz-Ansatz oder die Monte Carlo Simulation möglich. Als größte Stärke des VaR gilt, dass er die unterschiedlichen Risiken auf ein einheitliches Maß zurückführt, um sie dadurch vergleichbar zu machen. Dabei kann der VaR auf allen Ebenen von der Berechnung des Risikos einer einzelnen Position, bis hin zur Berechnung des Risikopotentials der Gesamtbank verwendet werden. Bei der Erfassung von Kreditrisiken wird dabei oft auch vom Value at Credit Risk (VaCR) gesprochen.

Definitionsgemäß ist der VaR „der geschätzte, maximale Wertverlust einer Einzelposition oder eines Portfolios, der unter üblichen Marktbedingungen, innerhalb eines festgelegten Zeitraums, mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit, eintreten kann.“ Der VaR versucht also das Risiko (als negative Abweichung von einem erwarteten Wert) in Geldeinheiten für einen bestimmten Zeitraum darzustellen. So könnte beispielsweise bei einem Bankgeschäft ein VaR von 10.000 Euro (als möglicher Verlust) für den Zeitraum eines Tages mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 % berechnet werden. Diese 10.000 Euro müssten also mindestens vorgehalten werden um 99% des möglichen Verlustes, der bei einem risikobehafteten Geschäft auftreten könnte, zu decken. Dabei wird die Wahrscheinlichkeit auch als Konfidenz-/ Sicherheitsniveau oder Vertrauensintervall bezeichnet. Konkret berechnet der VaR somit die mindestens zur Verlustdeckung vorzuhaltenden Risikodeckungsmassen und damit das ökonomische Kapital bzw. das Risikokapital.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Ermittlung der risikobereinigten Performance: Darstellung des historischen Wandels im Bankwesen hin zu einer stärkeren Ertrags- und Risikoorientierung.

2. Funktion und Anwendung risikoadjustierter Performancekennzahlen in der Bankensteuerung: Erläuterung der Bedeutung von RAPM als Instrument zur risikogerechten Steuerung und Kapitalallokation in Banken.

3. Aufbau der risikoadjustierten Performancemaße (RAPM): Detaillierte Analyse der Kennzahlen-Logik sowie Erläuterung von VaR, RORAC und RAROC.

4. Fallbeispiel: Erfolgsbeurteilung anhand der RAPM auf Gesamtbankebene: Praktische Anwendung der entwickelten Kennzahlen zur Bewertung der Performance verschiedener Geschäftsbereiche.

5. Zusammenfassung und Schlussbemerkung: Kritische Reflexion über die Aussagekraft von RAPM und die Notwendigkeit einer ergänzenden Steuerung.

Schlüsselwörter

Risikobereinigte Performance, Bankensteuerung, RAPM, Risikokapital, Value at Risk, RORAC, RAROC, Eigenkapital, Risikomanagement, Rentabilität, Kapitalallokation, Performancekennzahlen, Bankcontrolling, Risikosteuerung, Ertragsmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Ermittlung der risikobereinigten Performance in Banken und der Verwendung spezieller Kennzahlen, um den Erfolg von Bankgeschäften unter Berücksichtigung der Risikodimension messbar zu machen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Schwerpunkten zählen die Entwicklung der Banksteuerung, die Systematisierung von Performancekennzahlen, die Rolle des Risikokapitals sowie die praktische Anwendung von Steuerungsgrößen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Funktionsweise und Anwendung von risikoadjustierten Performancekennzahlen (RAPM) darzulegen und deren Bedeutung für die Unternehmenssteuerung im Bankwesen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und Systematisierung der gängigen Konzepte, ergänzt durch ein rechnerisches Fallbeispiel zur Veranschaulichung der Wirkungsweise von RAPM.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Kennzahlen, die Erläuterung des Value at Risk zur Risikoquantifizierung sowie die detaillierte Darstellung der Konzepte RORAC und RAROC.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Risikokapital, Value at Risk, RORAC, RAROC, Bankensteuerung und die Unterscheidung von erwarteten und unerwarteten Verlusten.

Warum reicht eine einfache Eigenkapitalrendite für Banken nicht aus?

Traditionelle Kennzahlen vernachlässigen das Risiko, das für die Erwirtschaftung der Erträge eingegangen wurde; eine risikofokussierte Steuerung ist daher im Bankgeschäft zwingend erforderlich.

Wie unterscheidet sich der RAROC vom RORAC?

Während der RORAC das Nettoergebnis ins Verhältnis zum Risikokapital setzt, nimmt der RAROC zusätzlich eine Adjustierung im Zähler vor, um Kapitalkosten oder eine Zielrisikoprämie zu berücksichtigen.

Welche Bedeutung hat der Value at Risk (VaR) in diesem Kontext?

Der VaR dient als Risikomaß zur Bestimmung des ökonomischen Kapitals, das als Puffer für unerwartete Verluste vorgehalten werden muss.

Welches Fazit zieht der Autor zur Aussagekraft von RAPM?

Der Autor betont, dass RAPM zwar notwendige Instrumente für das Bankcontrolling sind, aber nicht als alleiniges Wundermittel gelten dürfen, da ihre Qualität stark vom zugrunde liegenden Zahlenmaterial abhängt.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Ermittlung der risikobereinigten Performance
Subtitle
Funktion und Anwendung risikoadjustierter Performancekennzahlen in der Bankensteuerung
College
University of Applied Sciences Neu-Ulm
Course
Wirtschaftswissenschaftliches Seminar
Grade
1,3
Author
Thomas Eble (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V181245
ISBN (eBook)
9783656043881
ISBN (Book)
9783656043959
Language
German
Tags
RAPM RORAC RAROC VAR Value at Risk CAPM Risiko Performance Bankensteuerung Risk Adjusted Performance Measurements Return on Risk Adjusted Capital Risk Adjusted Return on Capital RARORAC Return on Risk Adjusted Assets RORAA Risk Adjusted Return on Assets RAROA Performancekennzahlen Risikokapital ROE Return on Equity Bankcontrolling ROA Return on Assets
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Eble (Author), 2009, Ermittlung der risikobereinigten Performance, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181245
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint