Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Theology - Systematic Theology

Theologie nach Auschwitz

Der Gottesbegriff nach Hans Jonas

Title: Theologie nach Auschwitz

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lisa Brand (Author)

Theology - Systematic Theology

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Mit der Theodizeeproblematik beschäftigte er sich erst sehr spät, kurz vor seinem Tod. In der Einleitung einer Festrede anlässlich der Verleihung des Leopold-Lucas-Preises der Evangelisch-Theologischen Fakultät Tübingen 1984 erklärte er, warum er sich dazu entschlossen hatte, seinen Vortrag unter das Thema „Der Gottesbegriff nach Auschwitz. Eine jüdische Stimme“ zu stellen: Dorothea Lucas, die Frau Leopold Lucas’, wurde „nach Auschwitz weiterverschickt […], wo sie das Schicksal auch meiner Mutter teilte, da drängte sich mir unwiderstehlich dies Thema auf“ (7) . Hans Jonas bekam sehr spät Kenntnis vom Tod seiner Mutter, erst nach dem Krieg kehrte er als Mitglied der briti-schen Armee für einen kurzen Aufenthalt nach Deutsch¬land zurück. Zu diesem Zeit-punkt erfuhr er, dass auch seine Mutter nach Auschwitz deportiert und dort ermordet worden war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Hans Jonas’ Beschäftigung mit der Theologie nach Auschwitz

2. Hans Jonas’ Gottesbegriff nach Auschwitz

2.1. Jüdische Theodizee

2.1.1. Das Leid der Juden

2.1.2. Die Problematik der jüdischen Theodizee

2.2. Der selbsterdachte Mythos

2.2.1. Die Selbstentäußerung Gottes

2.2.2. Gottesattribute

2.3. Konsequenzen

2.3.1. Absprache der Allmacht Gottes

2.3.2. Machtposition des Menschen

3. Kritische Anfragen an Hans Jonas

3.1. Gottes Handeln im Alten Testament

3.2. Christliche Annahme der göttlichen Allmacht

3.3. Kritik an „Gottes Ohnmacht“

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert Hans Jonas’ theologischen Entwurf eines Gottesbegriffs nach Auschwitz, der die traditionelle Vorstellung göttlicher Allmacht zugunsten einer Machtentsagung Gottes aufgibt, um die Existenz des radikalen Bösen mit der Güte Gottes zu vereinbaren.

  • Biographische und philosophische Einordnung von Hans Jonas nach 1945.
  • Die Problematik der traditionellen jüdischen Theodizee vor dem Hintergrund des Holocaust.
  • Entwicklung des "selbsterdachten Mythos" als Neuinterpretation der Gottesbeziehung.
  • Die Konzepte der Selbstentäußerung, der Freiheit des Menschen und der veränderten Gottesattribute.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Konsequenz einer nicht-allmächtigen Gottheit.

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Die Selbstentäußerung Gottes

Für Jonas ist die Vorstellung einer pantheistischen Immanenz Gottes nicht möglich, wären doch „Gott und Welt einfach identisch.“ (16) Dies wäre mit Blick auf Auschwitz nicht vorstellbar. Jonas geht also davon aus, dass Gott sich von der Welt zurückgezogen hat. „Damit Welt sei, und für sich selbst sei, entsagte Gott seinem eigenen Sein; er entkleidete sich seiner Gottheit.“ (16 f.) Die Vorstellung des Rückzugs Gottes aus der Welt, um so einen leeren Raum zu schaffen für den Kosmos und somit auch für die Menschheit, basiert auf der lurianisch-kabbalistischen Vorstellung des Zimzum (vgl. 45 f.). Durch die Selbstentäußerung lässt Gott dem „Weltzufall“ (18) freien Lauf, der Mensch kann durch die erhaltene Freiheit nach seinem Willen über die Welt herrschen.

Diese Freiheit ist beispielsweise auch in der Schöpfungsgeschichte erkennbar, fordert Gott doch Adam auf, alles nach seinem Belieben mit Namen zu versehen. Adam hat als erster Mensch die Macht bekommen, frei nach seinem Willen zu entscheiden.

Der Rückzug Gottes ist jedoch kein unendlicher Zustand, er dauert bis zum Ende der „Äonen“ (17) an, um dann aufgehoben zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hans Jonas’ Beschäftigung mit der Theologie nach Auschwitz: Dieses Kapitel führt in die Person Hans Jonas ein und beleuchtet seinen biographischen sowie philosophischen Zugang zur Theodizeeproblematik nach den Ereignissen des Holocaust.

2. Hans Jonas’ Gottesbegriff nach Auschwitz: Hier wird Jonas’ zentraler Entwurf eines neuen Gottesbildes dargelegt, welches durch den Rückzug Gottes und die Freiheit des Menschen geprägt ist.

3. Kritische Anfragen an Hans Jonas: Dieser Abschnitt unterzieht das Konzept der Machtentsagung Gottes einer theologischen und kritischen Prüfung durch den Vergleich mit biblischen Quellen und anderen philosophischen Positionen.

Schlüsselwörter

Hans Jonas, Theodizee, Auschwitz, Holocaust, Gottesbegriff, Machtentsagung, Allmacht, Freiheit, Selbstentäußerung, Schöpfung, Leid, Ethik, Anthropodizee, Mythos, jüdische Theologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Hans Jonas’ theologischer Antwort auf das Leid im Holocaust und der damit verbundenen Abkehr vom klassischen Allmachtsbegriff Gottes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Theodizee, der philosophischen Neubestimmung Gottes nach Auschwitz, dem Konzept der menschlichen Freiheit und der Kritik an traditionellen Gottesvorstellungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den "selbsterdachten Mythos" von Hans Jonas verständlich darzustellen und die Konsequenzen seines Modells der "Gottesohnmacht" kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische textanalytische Untersuchung, die primär auf Jonas’ Werk "Der Gottesbegriff nach Auschwitz" sowie auf ergänzende theologische Fachliteratur zurückgreift.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entäußerung Gottes, die Eigenschaften Gottes als leidender und werdender Gott sowie die daraus resultierende Verschiebung der Macht auf den Menschen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Gottesentäußerung, Leidensgeschichte, Freiheit, Verantwortung, Theodizee und Machtverlust stehen im Zentrum der Arbeit.

Wie unterscheidet sich Jonas' Gottesbild von der christlichen Auffassung?

Während Jonas eine dauerhafte Machtentsagung Gottes zugunsten der menschlichen Freiheit postuliert, betont das Christentum oft die Bedeutung von Erlösung und das Eingreifen Gottes in der Geschichte.

Was ist der Kernpunkt der Kritik an Jonas?

Die Kritiker werfen Jonas unter anderem vor, dass sein Modell Gott der Möglichkeit beraube, angeklagt zu werden, und den Leidenden keine ausreichende Verheißung biete.

Excerpt out of 12 pages  - scroll top

Details

Title
Theologie nach Auschwitz
Subtitle
Der Gottesbegriff nach Hans Jonas
College
University of Bamberg
Grade
1,0
Author
Lisa Brand (Author)
Publication Year
2008
Pages
12
Catalog Number
V181164
ISBN (eBook)
9783656039402
ISBN (Book)
9783656039600
Language
German
Tags
theologie auschwitz gottesbegriff hans jonas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Brand (Author), 2008, Theologie nach Auschwitz, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181164
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  12  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint