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Die Reformation im welfischen Territorium

Verlauf der Reformation in den Fürstentümern Lüneburg, Wolfenbüttel, Calenberg und Grubenhagen

Title: Die Reformation im welfischen Territorium

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 18 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Johannes Kaiser (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History

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„Arzt bist du, Leichenbestatter zugleich, und Särge verkaufst du und für die Verstorbenen singst Messen du, wenn man dir´s zahlt. Nimmt´s denn Wunder, dass du noch niemals einen Kranken geheilt hast? Nur mit einem Verdienst gibst du zufrieden dich nicht.“1 Dieses Gedicht Euricius Cordus´ zeigt sehr deutlich welches Bild man zu Beginn des 16. Jahrhunderts von der Geistlichkeit hatte. Die Missstände in der Kirche breiteten sich immer weiter aus, während sie das Verlangen des Volkes nach Seelenheil ausnutzte, um sich zu bereichern. Es überrascht nicht, dass dieser Zustand früher oder später auf Widerstand stoßen musste. Martin Luther war es schließlich, der jenes Verlangen des Volkes zu stillen vermochte und das niedergekommene Kirchenwesen auf eine neue Ebene erhob.
Der Verlauf der Reformation innerhalb der welfischen Länder, dem heutigen Niedersachsen, soll in dieser Arbeit dargestellt werden. Dabei muss zunächst geklärt werden, welche Gebiete den Welfen gehörten. Dazu soll durch einen kurzer Abriss über die Geschichte dieses Gebietes ein Überblick verschafft werden. Anschließend wird auf die je eigentümliche Reformation innerhalb der bedeutendsten und mächtigsten Städte der Welfen eingegangen. Den eigentlichen Kern der Arbeit bildet dabei die Darstellung über den Hergang der Reformation in den einzelnen Fürstentümern. So soll insbesondere geklärt werden, in welchem Verhältnis der Landesherr der Lutherischen Lehre gegenüberstand und welche Maßnahmen er zur Einführung der Reformation ergriff. Den Abschluss bildet dann die Frage, wer eigentlich der „Motor“ der Reformation war, der Landesherr oder das Volk.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das welfische Territorium von 1235 bis zum Vorabend der Reformation

3. Die Reformation in den welfischen Städten

3.1 Die Stadt Braunschweig

3.2 Die Stadt Lüneburg

3.3 Die Stadt Göttingen

3.4 Die Stadt Einbeck

4. Die Reformation in den welfischen Fürstentümern

4.1 Das Fürstentum Braunschweig-Lüneburg

4.2 Das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel

4.3 Das Fürstentum Calenberg-Göttingen

4.4 Das Fürstentum Grubenhagen

5. Resümee

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Verlauf und die Ausbreitung der Reformation innerhalb der welfischen Territorien im heutigen Niedersachsen. Dabei wird analysiert, wie sich der Prozess in den bedeutenden Städten im Vergleich zu den einzelnen Fürstentümern gestaltete und in welchem Spannungsverhältnis das Engagement des Volkes zu den Maßnahmen der jeweiligen Landesherren stand.

  • Historische Einordnung des welfischen Territoriums seit 1235
  • Reformatorische Prozesse in den Städten Braunschweig, Lüneburg, Göttingen und Einbeck
  • Einführung und Durchsetzung der lutherischen Lehre in den Fürstentümern
  • Die Rolle der Landesherren bei der kirchlichen Umgestaltung
  • Das Verhältnis von obrigkeitlichem Handeln und dem Verlangen der Bevölkerung nach Seelenheil

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Stadt Braunschweig

Da die großen und mächtigen Städte bereits im 14. Jahrhundert in der Lage waren ihre Unabhängigkeit zu erwirken, ging die Reformation hier meist eigene Wege. Die Stadt Braunschweig galt als welfischer Gemeinbesitz, ebenso wie Lüneburg und war damit faktisch unabhängig. Schon 1514 war ein größeres Interesse in der Bevölkerung an religiösen Fragen nachzuweisen. Im Jahr 1518 wurde dann bereits Luthers Schrift „Eyn Sermon von dem Ablas und gnade“ von dem Braunschweiger Buchdrucker Hans Dorn herausgegeben. Doch der ausschlaggebende Faktor für die Verbreitung des Luthertums im Volk waren die Praedikanten. Sie erreichten die große Mehrheit der Bevölkerung, die des Lesens unkundig war.

Zwischen 1521 und 1522 begann der Benediktinermönch Gottschalk Kruse evangelische Vorlesungen über das Matthäusevangelium in der Stadt zu halten. Er musste allerdings fliehen, als Heinrich d. J. bei einer Predigt einen Anschlag auf ihn verüben ließ. Dennoch traten nun immer häufiger lutherisch gesinnte Praedikanten auf, so dass die Pfarrer gezwungen waren alle Praedikanten nur noch für ein halbes Jahr befristet anzunehmen. Trotz allem gelang es ihnen zwischen 1525 und 1526 immer häufiger, ihre Anstellung zu halten, obwohl sie offen evangelisch predigten. Doch schon 1527 erreichten die Anhänger der neuen Lehre, dass der Rat der Altewiek sich im Namen der Bürgerschaft gegen die Predigtweise der Altgläubigen wendete.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die kirchlichen Missstände zu Beginn des 16. Jahrhunderts und umreißt die Zielsetzung, den Verlauf der Reformation in den welfischen Städten und Fürstentümern zu untersuchen.

2. Das welfische Territorium von 1235 bis zum Vorabend der Reformation: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über die politische Fragmentierung der welfischen Lande und deren Entwicklung bis zum frühen 16. Jahrhundert.

3. Die Reformation in den welfischen Städten: Hier wird der eigenständige und oft von der landesherrlichen Politik abweichende Reformationsprozess in den Städten Braunschweig, Lüneburg, Göttingen und Einbeck detailliert dargestellt.

4. Die Reformation in den welfischen Fürstentümern: Dieses Kapitel behandelt die spezifischen Wege zur Einführung der lutherischen Lehre in Braunschweig-Lüneburg, Braunschweig-Wolfenbüttel, Calenberg-Göttingen und Grubenhagen unter Berücksichtigung der jeweiligen Landesherren.

5. Resümee: Das Resümee führt die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die zentrale Bedeutung des Volkes als treibende Kraft der Reformation, die oft stärker war als das Handeln der Landesfürsten.

Schlüsselwörter

Reformation, Welfen, Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, Luthertum, Landesherr, Kirchenordnung, Bürgerschaft, Stifter, Klöster, Glaubensfreiheit, Praedikanten, Kirchenvisitation, Braunschweig, Lüneburg, Göttingen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Einführung und Verbreitung der Reformation in den welfischen Territorien, also den verschiedenen Fürstentümern und Städten im Bereich des heutigen Niedersachsens im 16. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die religiöse Neuordnung, das politische Spannungsfeld zwischen Landesherren und Städten sowie die Rolle der Bevölkerung bei der Durchsetzung der evangelischen Lehre.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Hergang der Reformation in den einzelnen Gebieten darzustellen und zu klären, ob der Landesherr oder das Verlangen des Volkes als „Motor“ der Reformation zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse, die sich auf zeitgenössische Kirchenordnungen, Berichte und wissenschaftliche Sekundärliteratur zur Kirchengeschichte stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der städtischen Reformationen, die oft unabhängig verliefen, und eine detaillierte Betrachtung der unterschiedlichen reformatorischen Ansätze in den Fürstentümern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Reformation, Welfen, Landesherr, Kirchenordnung und Bürgerschaft charakterisiert.

Wie unterschied sich die Reformation in den Städten von den Fürstentümern?

In den Städten ging die Reformation meist eigene Wege und vollzog sich oft durch den Druck der Bürgerschaft, während sie in den Fürstentümern stärker von der Religionspolitik und dem Willen des jeweiligen Landesherrn abhing.

Welche Rolle spielte Herzog Heinrich der Jüngere?

Heinrich der Jüngere gilt als einer der entschiedensten Gegner der Reformation, der in seinem Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel den katholischen Glauben mit Zwang zu bewahren versuchte, wenngleich er das Luthertum letztlich nicht aufhalten konnte.

Welchen Einfluss hatte Elisabeth von Calenberg-Göttingen?

Elisabeth von Calenberg-Göttingen setzte als Vormund für ihren Sohn trotz erheblicher Widerstände und einer schwierigen Rechtslage innerhalb kurzer Zeit die evangelische Kirchenordnung in ihrem Herrschaftsgebiet durch.

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Details

Title
Die Reformation im welfischen Territorium
Subtitle
Verlauf der Reformation in den Fürstentümern Lüneburg, Wolfenbüttel, Calenberg und Grubenhagen
College
University of Leipzig  (Institut für Kirchengeschichte)
Course
HS: Reformationsfürsten
Grade
3,0
Author
Johannes Kaiser (Author)
Publication Year
2011
Pages
18
Catalog Number
V181013
ISBN (eBook)
9783656037286
ISBN (Book)
9783656037736
Language
German
Tags
reformation territorium verlauf fürstentümern lüneburg wolfenbüttel calenberg grubenhagen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Kaiser (Author), 2011, Die Reformation im welfischen Territorium, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181013
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