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Die Eisenbahn als strategisches Element bei Helmuth von Moltke in den „Einigungskriegen“

Titel: Die Eisenbahn als strategisches Element bei Helmuth von Moltke in den „Einigungskriegen“

Seminararbeit , 2010 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Stefan Rudolf (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in zwei große Themenkomplexe, die die Kohärenz zwi-schen der Moltkeschen Kriegsstrategie und der Nutzung moderner Transportmittel für die Truppenmobilmachung mit Hilfe der Eisenbahn während der „Einigungskriege“ analysiert. Der Zeitrahmen des Hauptteils liegt hierbei zwischen 1864 und 1871, wobei anfangs die Ge-schichte der militärischen Nutzung der Bahn in Preußen vor dem Krieg gegen Dänemark dar-gestellt wird. Hinzu kommt ein kurzer Überblick über das strategische Konzept Helmuth von Moltkes des Älteren (1800-1891), der in seiner Funktion als Chef des preußischen General-stabs maßgeblichen Einfluss auf die Art und Form der Mobilmachung hatte.
Im darauffolgenden Teil wird die Rolle der Eisenbahn in den Kriegen gegen Dänemark, Habsburg bzw. die deutschen Mittelstaaten und Frankreich hinsichtlich ihrer Bedeutung für den schnellen Transport der Armeen an die Front, die Versorgung der selbigen und kriegsent-scheidenden Einfluss untersucht. Die Arbeit beabsichtigt dabei einen groben Überblick und keine erschöpfenden Schilderungen sämtlicher Aktionen der Bahn im Verlaufe der Feldzüge zu geben.
Im Folgenden soll bewiesen werden, dass Moltke bewusst die Eisenbahn als Ergänzung für den herkömmlichen Truppenaufmarsch auf Chausseen nutzte, in seine Strategie einband und auf das moderne Kommunikationsmittel der Telegrafie zurückgriff, um den preußischen Ar-meen eine relativ große Flexibilität zu geben, die sich kriegsentscheidend auswirkte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Eisenbahn als strategisches Element

2.1 Eisenbahn und Militär in Preußen vor den „Einigungskriegen“

2.2 Die Rolle der Eisenbahn in der Moltkeschen Strategie

3. Die „Einigungskriege“ als Katalysator des Eisenbahntransports

3.1 Der Krieg gegen Dänemark 1864 als erste große Bewährungsprobe

3.2 Die Feldzüge in Böhmen und Mitteldeutschland 1866

3.3 Der durchgeplante Eisenbahnaufmarsch gegen Frankreich

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die strategische Bedeutung und die operative Nutzung der Eisenbahn für die Truppenmobilmachung der preußischen Armee während der sogenannten „Einigungskriege“ zwischen 1864 und 1871 sowie deren Einfluss auf die Kriegsführung unter Helmuth von Moltke dem Älteren.

  • Historische Entwicklung der militärischen Nutzung des Eisenbahnwesens in Preußen.
  • Moltkes operatives Konzept der Schwerpunktbildung und die Rolle technischer Errungenschaften.
  • Die Eisenbahn als strategisches Instrument in den Kriegen gegen Dänemark, Österreich und Frankreich.
  • Logistische Herausforderungen und die Verzahnung von Eisenbahnfahrplänen mit der Operationsführung.
  • Vergleich der preußischen Strategie mit der habsburgischen und französischen Eisenbahnnutzung.

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Rolle der Eisenbahn in der Moltkeschen Strategie

Das Konzept Moltkes bestand vereinfacht darin, dass die preußische Armee in kleine Einheiten geteilt wurde, die an benötigten Stellen schnell eingesetzt bzw. verschoben werden konnten. Erst auf dem Schlachtfeld sollten die einzelnen Truppenteile zusammengeführt werden, um den entscheidenden Schlag durchführen zu können. Der Vorteil dieser Strategie lag in einer verminderten logistischen Belastung von engen Landstraßen und eingleisigen Bahnlinien, wodurch Rückstaus und Verkehrsengpässe vermieden wurden.

Die Moltkesche Strategie zielte vorrangig auf eine Schwerpunktbildung ab, d.h. der Gegner sollte zu einer Entscheidungsschlacht gezwungen werden, in der dieser umfasst und eingeschlossen werden sollte, was sogar zweimal gelang, nämlich bei Königgrätz und Sedan. Dieses Konzept wurde zwar nicht von Moltke selbst erfunden, jedoch war er laut Roland G. Foerster ein „Meister“ der Schwerpunktbildung.

Das höchste Ziel jeder Strategie war laut Moltke die operative Umfassung. Daher sollte, falls dies in der Schlacht nicht möglich wäre, die Einkreisung des Gegners bereits vor dem Aufeinandertreffen der Truppen durch konzentrische Märsche vollzogen werden.

Moltke stellte keine allgemeinen Regeln für den Krieg bzw. universelle Strategien auf. Für ihn bestand die Kriegskunst vielmehr aus einem System von Improvisation und Aushilfen, welches durch rationale Überlegungen gelenkt werden sollte. Da jeder Kriegsfall für sich genommen ein Einzelfall ist, muss demzufolge auch eine individuelle neue Strategie jeweils entworfen werden. In den beiden folgenden Zitaten wird Moltkes Einstellung zu allgemeinen Kriegsregeln recht deutlich:

„Sollen die Regeln für den Krieg unter allen Umständen gültig bleiben, so schrumpfen sie zu Axiomen zusammen, wie in der Mathematik: Daß Gleiches zu Gleichem Gleiches giebt; sollen sie mehr bedeuten, so bildet jedes neue Verhältniß eine neue Ausnahme.“

„Für die Strategie können allgemeine Lehrsätze, aus ihnen abgeleitete Regeln und auf diese aufgebaute Systeme unmöglich einen praktischen Wert haben.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den zeitlichen Rahmen von 1864 bis 1871 und erläutert die Absicht, die Kohärenz zwischen Moltkes Strategie und der Nutzung der Eisenbahn für die Mobilmachung zu untersuchen.

2. Die Eisenbahn als strategisches Element: Dieses Kapitel behandelt die frühe skeptische Haltung des Militärs gegenüber der Bahn sowie die Etablierung des Eisenbahnwesens als integralen Bestandteil der Moltkeschen operativen Planung.

3. Die „Einigungskriege“ als Katalysator des Eisenbahntransports: Hier wird der praktische Einsatz der Bahn in den drei Kriegen analysiert, wobei die Lernprozesse von der Bewährungsprobe 1864 bis zur hochpräzisen Planung 1870/71 dargelegt werden.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die Entwicklung vom anfänglichen Misstrauen gegenüber der Technik hin zur bewussten Integration der Eisenbahn als kriegsentscheidendem Element in Moltkes moderner Kriegsführung.

Schlüsselwörter

Eisenbahn, Mobilmachung, Helmuth von Moltke, Einigungskriege, Strategie, Truppentransport, Kriegsführung, Preußen, Logistik, Schwerpunktbildung, operative Umfassung, Telegrafie, Militärgeschichte, Feldzug, Transportinfrastruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die strategische und operative Bedeutung der Eisenbahn für die preußische Kriegsführung während der Einigungskriege zwischen 1864 und 1871.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der technologische Wandel im Militärwesen, die Entwicklung von Mobilmachungsplänen und die Kooperation zwischen zivilen Bahnverwaltungen und militärischen Stäben.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie Helmuth von Moltke die Eisenbahn als strategisches Mittel in seine Planungen integrierte, um die Flexibilität der Armee zu erhöhen und kriegsentscheidende Vorteile zu erzielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine militärhistorische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung zeitgenössischer Dokumente und Strategiekonzepte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Transporte in den Kriegen gegen Dänemark, Österreich und Frankreich sowie die logistischen Herausforderungen und operativen Fortschritte bei der Bahnnutzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Eisenbahn, Moltke, Mobilmachung, operative Umfassung, Logistik und Einigungskriege.

Warum war der Aufmarsch von 1870 ein besonderer Meilenstein?

Er zeichnete sich durch eine zuvor unbekannte Präzision aus, da die militärischen Planungen erstmals unter vollständigem Ausschluss des privaten Verkehrs und mit langjähriger Vorlaufzeit durchgeführt wurden.

Welche logistischen Probleme traten bei der Bahnnutzung auf?

Die größten Hindernisse waren eingleisige Strecken, blockierte Hauptlinien durch uneroberte Festungen und die klaffende Lücke zwischen den Entladebahnhöfen und dem tatsächlichen Aufenthaltsort der kämpfenden Einheiten.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Eisenbahn als strategisches Element bei Helmuth von Moltke in den „Einigungskriegen“
Hochschule
Universität Potsdam
Note
2,0
Autor
Stefan Rudolf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V180828
ISBN (eBook)
9783656039921
ISBN (Buch)
9783656040521
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Moltke Eisenbahn Einigungskriege Strategie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Rudolf (Autor:in), 2010, Die Eisenbahn als strategisches Element bei Helmuth von Moltke in den „Einigungskriegen“, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180828
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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