Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung……………………………………………………….S.1
2. Das Theorieelement……………………………………….….S.2-8
2.1 Zu Fowlers Stufen des Glaubens………………………… S.2-6
2.2 Kritische Würdigung des Theorieelements……………….S.7-8
3. Die Praxiserkundung……….………………………………...S.8-18
3.1 Beschreibung der Probandin……………………………....S.9
3.2 Beschreibung der Malsituation…………………………….S.10
3.3 Der Malprozess………………………………………………S.10-12
3.4 Das Interview…………………………………………………S.13-15
3.4 Ein Interpretationsversuch…………………………………..S.16-18
4. Literaturverzeichnis…………………………………………...S.19
Einleitung
In dieser Hausarbeit möchte ich als Grundlage zunächst mein Theorieelement »Glaubensentwicklung nach Fowler« darstellen. Dies wird den ersten Teil meiner Seminararbeit ausmachen. In Bezug auf die theoretische Einführung beginnt der zweite Teil meiner Hausarbeit mit der Vorstellung meiner Forschungsfrage. Es schließt sich eine explizite Darstellung meiner Probandin, sowie die Beschreibung der Malsituation und ein anschließendes Interview an, sowie der Versuch der Interpretation der kindliches Gottesverständnis und der Symbolbildung anhand des von der Probandin angefertigten Bildes und des Interviews. In diesem Teil versuche ich auch mit Hilfe der eingangs erläuterten Theoriegrundlagen meine Forschungsfrage zu beantworten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Theorieelement
2.1. Zu Fowlers Stufen des Glaubens
2.2. Kritische Würdigung des Theorieelements
3 Die Praxiserkundung
3.1. Beschreibung der Probandin
3.2. Beschreibung der Malsituation
3.3. Der Malprozess
3.4. Das Interview
3.5. Ein Interpretationsversuch
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit untersucht die Gottesvorstellung und die religiöse Beziehung eines elfjährigen Mädchens, indem sie theoretische Ansätze der Glaubensentwicklung nach James W. Fowler mit einer praktischen Einzelfallanalyse kombiniert. Ziel ist es zu ergründen, wie das Kind das Konzept Gottes visualisiert, welche Rolle Symbole spielen und wie diese individuelle Glaubenspraxis in den entwicklungspsychologischen Kontext eingeordnet werden kann.
- Darstellung der Fowlerschen Stufentheorie der Glaubensentwicklung
- Empirische Untersuchung der Gottesvorstellung mittels Bildanalyse
- Durchführung eines problemzentrierten Interviews zur Glaubenshaltung
- Verknüpfung von kognitionspsychologischen Ansätzen mit kindlicher Symbolbildung
- Reflexion über den Einfluss familiärer Prägung auf die Religiosität
Auszug aus dem Buch
3.3. Der Malprozess
D. malt zuerst mit Bleistift die Umrisse einer Wolke und beginnt dann die Wolke blau auszumalen. Dabei erklärt sie mir, dass sie wisse, dass Wolken nicht blau seinen, aber sie diese jetzt der Einfachheit halber blau gefärbt hätte, denn sie wolle nicht den ganzen Himmel blau malen, denn »dort sollen ja noch ein paar andere Sachen hin und die können ja sonst nicht mehr gemalt werden und das ist jetzt auch zu viel Arbeit«. Als D. die Wolke ausgemalt hat, beginnt sie den Oberkörper einer männlichen Person mit langem Bart (Gott) zu malen. In die rechte Hand Gottes malt sie einen Dreizack. Darüber schreibt sie die Worte: »Zepter« und »Wuhaha«. Danach beginnt sie auf der Unterseite des Papiers eine grüne Wiese mit drei roten Blümchen zu malen, auf der sie eine Person platziert, welche mit offenen Armen nach oben zu Gott gerichtet steht.
D. malt diese Person aus, erklärt mir, dass das sie selbst sein soll und mal daraufhin über die Person eine Gedankenblase. Innerhalb dieser malt sie erneut Gott, der wie bereits oben im Bild auf einer Wolke platziert ist. D. zeichnet wie schon zuvor nur den Oberkörper. Diesmal malt sie keinen Dreizack in die Hand der männlichen Gestalt. Zuletzt zeichnet sie zwischen sich und Gott auf einer Linie vier pinkfarbene Herzen. Anschließend malt sie rechts oben im Bild eine Sonne und links und rechts von der »bewohnten« Wolke noch zwei Blaue Wolken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des gewählten Theorieansatzes zur Glaubensentwicklung und Definition der Forschungsfrage sowie des methodischen Vorgehens für den Praxisteil.
2 Das Theorieelement: Theoretische Herleitung der Glaubensstufen nach James W. Fowler sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Einteilung menschlicher Sinnorientierungen in hierarchische Modelle.
3 Die Praxiserkundung: Praktische Durchführung einer Einzelfallanalyse bestehend aus der Beschreibung der Probandin, einer Malsituation, der Dokumentation des Malprozesses, einem Interview und einem abschließenden Interpretationsversuch.
Schlüsselwörter
Glaubensentwicklung, James W. Fowler, Gottesvorstellung, Kinderzeichnung, Anthropomorphismus, religiöse Sozialisation, Symbolbildung, Glaubensstufen, Kindheit, Religiosität, empirische Untersuchung, Gottesbeziehung, Identitätsfindung, Gebetspraxis, Symbolik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Gottesvorstellung eines elfjährigen Kindes und setzt diese in Bezug zu entwicklungspsychologischen Theorien der Glaubensentwicklung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Glaubensstufen nach Fowler, die psychologische Einordnung kindlicher Gottesbilder sowie die Bedeutung familiärer Einflüsse auf die Religiosität.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Gottesvorstellung die Probandin besitzt und wie ihre spezifische Beziehung zu Gott geartet ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine qualitative methodische Vorgehensweise, bestehend aus einem angeleiteten Malprozess (projektive Methode) und einem anschließenden leitfadengestützten Interview.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Fowlers Modell und die detaillierte Praxiserkundung, welche die Auswertung von Zeichnungen und Interviewtranskripten beinhaltet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Glaubensentwicklung, Gottesvorstellung, Symbolbildung und religiöse Sozialisation charakterisiert.
Warum wählt das Kind ein anthropomorphes Gottesbild?
Dies entspricht laut der Arbeit dem altersgemäßen Trend, bei dem Kinder Gott vermenschlicht als allmächtige Vaterfigur darstellen, um ihn fassbarer zu machen.
Welchen Einfluss haben die Eltern auf den Glauben der Probandin?
Die Mutter prägt das religiöse Verhalten, insbesondere durch das gemeinsame abendliche Gebet, während der distanzierte Vater durch eine ablehnende Haltung gegenüber der Bibel das kritische Hinterfragen des Kindes beeinflusst.
- Quote paper
- Alina Müller (Author), 2009, Religiöse Sozialisation bei Kindern , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180506