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Intention versus Konvention

Title: Intention versus Konvention

Term Paper , 2010 , 26 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Svea Weinhold (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

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Wie kann die Bedeutung sprachlicher Ausdrücke definiert werden? Wie funktioniert Bedeutung? Dies sind Fragen, die die Sprachphilosophie spätestens seit Anfang des letzten Jahrhunderts bewegen und zu immer neuen Definitionen führen.
Eine Antwort auf diese Frage führt uns zum leitenden Prinzip des Pragmatismus: „Die Bedeutung sprachlicher Ausdrücke wird nicht durch eine Zuordnung von Entitäten festgelegt, sondern ist durch den Gebrauch bestimmt, den wir von ihnen machen.“ Bedeutung wird dieser Definition nach alleine über die besondere Verwendungsweise definiert und nicht, wie bei der realistischen Bedeutungstheorie, durch die Annahme, sprachliche Ausdrücke stünden für reale Gegenstände oder wie in der strukturalen Bedeutungstheorie, in der Bedeutung im Rahmen eines Sprachsystems, beispielsweise über Lexeme erfasst wird. Innerhalb der Gruppe der gebrauchstheoretischen Bedeutungstheorien lassen sich zwei Richtungen herausarbeiten. Die eine bezieht sich auf den Gebrauch eines Zeichens, der durch eine Regel, sprich eine Konvention vorgegeben ist. Die zweite Gruppierung legt ihren Schwerpunkt auf die kommunikative Intension mit welcher das Zeichen gebraucht wird.
Konventionen und Intentionen stehen sich hier also konträr gegenüber. Welches dieser zwei Elemente ist das entscheidende und wichtige hinsichtlich der Bedeutung eines Zeichens?
Viele Sprachphilosophen haben sich mit diesen Begrifflichkeiten auseinandergesetzt. In dieser Arbeit sollen nun die unterschiedlichen Positionen der Hauptvertreter des Intentionalismuses sowie des Konventionalismus dargestellt und kritisch begutachtet werden.
Letztendlich soll die Frage aufgegriffen werden, ob eine eindeutige Abgrenzung überhaupt von Nöten ist oder ob durchaus auch eine Mischform des intentionalistischen mit dem konventionalistischen Ansatz denkbar ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der Intentionalismus

III. Grice

IV. Kritik an Grice

V. Meggle

VI. Kritik an Meggle

VII. Zusammenfasssung: Kritik am Intentionalismus

VIII. Der Konventionalismus

IX. Wittgenstein

X. Austin

XI. Kritik an Austin

XII. Zusammenfassung: Kritik am Konventionalismus

XIII. Fazit - Ist eine Mischform denkbar?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die sprachphilosophische Debatte zwischen Intentionalismus und Konventionalismus, um zu ergründen, ob Bedeutung primär durch die Sprecherabsicht oder durch gesellschaftliche Konventionen konstituiert wird. Dabei werden zentrale Modelle kritisch gegenübergestellt, um zu prüfen, ob eine eindeutige Abgrenzung sinnvoll ist oder eine Mischform beider Ansätze theoretisch plausibel erscheint.

  • Grundlagen des Intentionalismus (Grice, Meggle)
  • Kritische Analyse intentionalistischer Bedeutungstheorien
  • Konventionalismus als alternative Perspektive (Wittgenstein, Austin)
  • Die Rolle von Regeln und Sprechakten in der Kommunikation
  • Diskussion einer möglichen intentionalistisch-konventionalistischen Mischform

Auszug aus dem Buch

III. Grice

In seinem Aufsatz Meaning aus dem Jahr 1957 stellt Grice dar, was seiner Auffassung nach „Meinen“ bedeutet. Weitere Philosophen, wie Meggle, Schiffer, Benett und Lewis sind auf Grices intentionalistischen Ansatz eingegangen, haben diesen überarbeitet und erweitert.

Zunächst trifft Grice eine Unterscheidung zwischen einer natürlichen und nicht-natürlichen Bedeutung bezüglich der Verwendungsweise von meaning. Ein Beispiel für die natürliche Bedeutung ist der Satz: „Diese Flecken bedeuten (bedeuteten) Masern“. In diesem Fall besteht zwischen dem Zeichen, also den Masern und der Bedeutung, ein naturwissenschaftlicher, empirisch nachweisbarer Zusammenhang. Anders stellt sich das bei Grices zweitem Beispiel dar: „Dieses dreimalige Läuten der Klingel (im Bus) bedeutet, daß der Bus voll ist.“

In diesem Fall besteht, wie leicht zu erkennen ist, kein kausaler und empirischer Zusammenhang zwischen dem Läuten und dem vollen Bus. So ist das Läuten nicht gleichsam Ursache der Überfüllung (so wie die Flecken Ursache der Masern-Erkrankung sind), sondern vielmehr des Drückens des Fahrers, der aber auch aus anderen Gründen den Knopf hätte betätigen können. Mit diesem Beispiel wird verdeutlicht, dass es sich um einen anderen Typus von Bedeutung handeln muss. Grice nennt dies die nicht-natürliche Bedeutung meaningnn.

Ein anderes Beispiel bringt uns noch näher an die Unterscheidung heran. Eine Person steht auf dem Petersplatz in Rom und sieht weißen Rauch aufsteigen. Dieser weiße Rauch ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass ein neuer Papst gewählt wurde. Diese Relation, es ist ein Zeichen für etwas ist eine nicht-natürliche und gleichsam eine konventionelle Relation – so ist es über die Jahre zur Konvention geworden, dass bei einer erfolgreichen Papstwahl durch das Verbrennen von trockenem Stroh angezeigt wird, das ein neues Kirchenoberhaupt bestimmt wurde. Das heißt Konventionen spielen scheinbar auch bei nicht-natürlichen Bedeutungen eine Rolle, aber auch eine wichtige? Diese Frage gilt es zu klären.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die sprachphilosophische Fragestellung ein, wie Bedeutung entsteht, und stellt den Kontrast zwischen Intentionalismus und Konventionalismus dar.

II. Der Intentionalismus: Dieses Kapitel definiert den Intentionalismus als eine sprecherbezogene Bedeutungstheorie, in der die Absicht hinter einer Handlung das zentrale Kriterium für deren Bedeutung bildet.

III. Grice: Hier wird Grices 1957 formulierte Theorie des „Meinens“ und seine Unterscheidung zwischen natürlicher und nicht-natürlicher Bedeutung erläutert.

IV. Kritik an Grice: Dieses Kapitel beleuchtet Einwände gegen Grices Modell, insbesondere durch Searle und Black, die die Hinlänglichkeit und Notwendigkeit der Griceschen Bedingungen infrage stellen.

V. Meggle: Es wird Meggles Versuch vorgestellt, Kommunikation als Handlungstyp und -vorkommnis zu definieren, und seine „Reflexivitäts-Bedingung“ erläutert.

VI. Kritik an Meggle: Die Kritik fokussiert sich darauf, dass Meggle zwar das Ziel der Kommunikation betrachtet, das tatsächliche Erreichen des Verstehens jedoch vernachlässigt.

VII. Zusammenfasssung: Kritik am Intentionalismus: Das Kapitel fasst zusammen, dass eine rein intentionalistische Perspektive zu kurz greift, da sie die Rolle von Konventionen bei sprachlichen Handlungen unterschätzt.

VIII. Der Konventionalismus: Der Konventionalismus wird als Theorie eingeführt, die Bedeutung über Regeln und Konventionen definiert, welche intersubjektiv und beobachtbar sind.

IX. Wittgenstein: Wittgenstein wird als Wegbereiter betrachtet, dessen Gebrauchstheorie der Bedeutung und Schachspielanalogie wichtige Bezugspunkte für Konventionalisten liefern.

X. Austin: Austins Sprechakttheorie wird dargestellt, wobei insbesondere die Rolle von Konventionen bei performativen und illokutionären Akten im Vordergrund steht.

XI. Kritik an Austin: Hier wird Kemmerlings Kritik an Austin diskutiert, die bestreitet, dass illokutionäre Akte notwendigerweise an konventionelle Verfahren gebunden sind.

XII. Zusammenfassung: Kritik am Konventionalismus: Das Kapitel schließt, dass der Konventionalismus zwar wichtige Aspekte beschreibt, aber nicht als alleinige Erklärung für Bedeutung ausreicht.

XIII. Fazit - Ist eine Mischform denkbar?: Abschließend wird die Möglichkeit einer intentionalistisch-konventionalistischen Mischform evaluiert, wobei festgestellt wird, dass eine solche bisher theoretisch kaum explizit vertreten wird.

Schlüsselwörter

Sprachphilosophie, Bedeutungstheorie, Intentionalismus, Konventionalismus, Grice, Meggle, Wittgenstein, Austin, Sprechakttheorie, Sprecherabsicht, Konvention, Kommunikation, Pragmatismus, Bedeutung, illokutionärer Akt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die spannungsreiche Debatte zwischen dem Intentionalismus, der Bedeutung auf die Sprecherabsicht zurückführt, und dem Konventionalismus, der Bedeutung durch soziale Regeln und Konventionen erklärt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Sprechakttheorie, die Definition von Bedeutung, das Verhältnis von Intention zu Konvention sowie die kritische Auseinandersetzung mit den Modellen bedeutender Sprachphilosophen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Stärken und Schwächen beider Theorierichtungen herauszuarbeiten und zu hinterfragen, ob eine eindeutige Abgrenzung notwendig ist oder eine theoretische Synthese möglich sein könnte.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und eine vergleichende, kritische Betrachtung der Theorien sowie deren spezifischer Gegenbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Positionen von Vertretern wie Grice, Meggle, Wittgenstein und Austin sowie die jeweils geäußerte Kritik an diesen Modellen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Intentionalismus, Konventionalismus, Sprechakt, Bedeutung, Intention, Konvention, Kommunikation und Sprachphilosophie.

Inwiefern spielt der Begriff „normalerweise“ bei Grice eine wichtige Rolle?

Der Begriff dient als Chiffre für die von Grice nicht explizit ausgearbeiteten Konventionen, die für das Verständnis von Äußerungen grundlegend sind, obwohl Grice primär die Intention hervorhebt.

Warum hält Kemmerling die „normativen Konventionen“ bei Austin für unecht?

Kemmerling argumentiert, dass für die Rechte und Pflichten, die aus einem Akt (wie einem Versprechen) resultieren, keine rationale Alternative existiert, was für ihn das Kriterium einer echten Konvention verletzt.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Intention versus Konvention
College
University of Constance
Grade
1,5
Author
Svea Weinhold (Author)
Publication Year
2010
Pages
26
Catalog Number
V180339
ISBN (Book)
9783656029366
ISBN (eBook)
9783656029441
Language
German
Tags
intention konvention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Svea Weinhold (Author), 2010, Intention versus Konvention, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180339
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