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Deutschlands Außenpolitik. Der Wandel von einer Zivilmacht zur Großmacht

Title: Deutschlands Außenpolitik. Der Wandel von einer Zivilmacht zur Großmacht

Term Paper , 2011 , 23 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Adeel Arshad (Author)

Politics - Political Systems - Germany

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„Was ich hier formuliere, ist das Selbstbewusstsein einer erwachsenen Nation, die sich niemandem über-, aber auch niemandem unterlegen muss…“ Dieser Satz des Altbundeskanzlers Gerhard Schröder in seiner Regierungserklärung vom 10. November 1998 erscheint im heutigen Kontext der Zeit möglicherweise in einem ganz anderen Licht als damals.

Deutschland ist Vorreiter im Umweltbewusstsein. Die Klimaschutz-Verpflichtungen gemäß Kyoto wurden jährlich weitestgehend eingehalten. Außerdem ist es das erste Industrieland, welches den kompletten Atomausstieg beschlossen hat. Zudem ist Deutschland ein Staat, welches zu seinen demokratischen und rechtstaatlichen Prinzipien steht und darüber hinaus weltweit für die Menschenrechte einsteht. Hierfür gibt es sogar einen eigenen Ausschuss („Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe“) im Bundestag.

Trotz dieser scheinbar sozialen und vorbildlichen Eigenschaften wird Deutschlands Rolle in der Welt heute als unberechenbarer denn je angesehen.

Nach der Wiedervereinigung 1990 ist die Bundesrepublik zunehmend in militärischen Auseinandersetzungen involviert oder lehnt diese klar ab. Vielen dürften noch die Kontroversen um den Jugoslawien-Einsatz Ende der 1990er bekannt sein oder jüngstes die klare Ablehnung von Bundeskanzlerin Angela Merkel bezüglich einer deutschen Beteiligung am Militäreinsatz in Libyen. Hinzu kommt, dass die Bundesrepublik Deutschland seit ihrer Gründung 1949 Führungsanspruch in der stetig wachsenden Europäischen Union signalisiert und stets den europäischen Integrationsprozess unterstützt und vorantreibt. Ein weiterer Punkt ist, dass Deutschland vermehrtes Mitspracherecht in internationalen Organisationen hegt und sich ebenfalls dafür einsetzt. Als Beispiel sei hier der Anspruch auf einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen angebracht. Deshalb lautet die Leitfrage meiner Ausarbeitung, ob sich Deutschland von einer Zivilmacht weg hin zu einer Großmacht entwickelt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen zum Analyserahmen der Außenpolitik Deutschlands

2.1 Definition „Außenpolitik“

2.2 Akteure der Außenpolitik

2.3 Definition der „Zivilmacht“ im Grundgesetz

2.4 Alternativer Anspruch gegenüber Zivilmacht

3. Geschichtliche Entwicklung der deutschen Außenpolitik

3.1 Die „Stunde-Null“

3.2 Deutschland im Kalten Krieg

3.3 Wandel deutscher Außenpolitik nach 1990

4. Deutschland von einer Zivilmacht zu einer Großmacht?

4.1 Anspruch eines ständigen Sitzes im UN-Sicherheitsrat

4.2 Verstärkte Fortsetzung der europäischen Integration

4.3 Zunehmende Verflechtung der Außenpolitik mit der Sicherheitspolitik

4.4 Die weltweite Wirtschaftsmacht Deutschland

4.5 Weltweite Entwicklungshilfe

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit sich die Bundesrepublik Deutschland von ihrer ursprünglichen Rolle als Zivilmacht hin zu einer global agierenden Großmacht entwickelt hat, wobei insbesondere die außenpolitische Transformation seit der Wiedervereinigung 1990 im Fokus steht.

  • Analyserahmen und begriffliche Definitionen von Außenpolitik und Zivilmacht
  • Historische Entwicklung der deutschen Außenpolitik von 1945 bis zur Gegenwart
  • Status und Ambitionen im Kontext der Vereinten Nationen und der Europäischen Union
  • Verflechtung von Außen- und Sicherheitspolitik sowie militärische Transformation
  • Ökonomische Rolle als Exportweltmeister und entwicklungspolitische Ambitionen

Auszug aus dem Buch

2.4 Alternativer Anspruch gegenüber Zivilmacht

Die Ausgangsfrage dieser Hausarbeit befasst sich mit der möglichen Transformation Deutschland von einer Zivilmacht zur Großmacht. Doch was ist eine Großmacht? Es ist sehr schwierig, eine allgemein gültige Definition hierfür zu finden. In der Literatur findet man jedoch einige Attribute, die eine Großmacht innehaben sollte, um sie als diese zu definieren.

So heißt es in einer Definition zur Weltmacht: „Eine Weltmacht ist ein Staat, der im internationalen Staatensystem aufgrund seiner wirtschaftlichen, politischen und militärischen Macht eine Vormachtstellung einnimmt und globalen Einfluss üben kann.“19

Eine weitere Definition besagt: „Für die Definition der Großmacht sind entsprechend dem realistischen Machtbegriff letztlich militärische Ressourcen ausschlaggebend. Großmächte verfügen also im Vergleich zu anderen Staaten über deutlich überlegene Machtressourcen.“20

Eine etwas andere Erklärung zu der Begrifflichkeit besagt, dass eine „gewisse Größe, Volksmenge und Kulturhöhe“ erforderlich seien, um als entsprechende Macht zu gelten. 21Außerdem scheint eine Großmacht über die Fähigkeit zu besitzen, an globalen Machtprojekten mitzuwirken.22

Zusammenfassend kann man also sagen, dass eine Großmacht über große militärische, wirtschaftliche und politische Ressourcen besitzen sollte. Außerdem sollte es eine gewisse Vormachtstellung durch seine territoriale Größe einnehmen und als globaler Spieler auftreten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach der Transformation Deutschlands von einer Zivilmacht zu einer Großmacht vor und erläutert den Aufbau der Arbeit.

2. Grundlagen zum Analyserahmen der Außenpolitik Deutschlands: Hier werden zentrale Begriffe wie Außenpolitik und Zivilmacht definiert sowie die maßgeblichen Akteure der deutschen Außenpolitik identifiziert.

3. Geschichtliche Entwicklung der deutschen Außenpolitik: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Weg der westdeutschen Außenpolitik von der unmittelbaren Nachkriegszeit über den Kalten Krieg bis zum Wandel nach der Wiedervereinigung nach.

4. Deutschland von einer Zivilmacht zu einer Großmacht?: Das Kapitel analysiert spezifische Indikatoren wie den Sicherheitsrats-Anspruch, die europäische Integration, die Sicherheitspolitik, die Wirtschaftsmacht und die Entwicklungshilfe im Kontext der Transformation.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Deutschland aufgrund fehlender militärischer Machtressourcen bisher keine weltweite Großmacht ist.

Schlüsselwörter

Außenpolitik, Zivilmacht, Großmacht, Bundesrepublik Deutschland, Europäische Integration, UN-Sicherheitsrat, Sicherheitspolitik, Transformation, Wirtschaftsmacht, Wiedervereinigung, Entwicklungshilfe, Machtressourcen, Souveränität, Global Players, Exportweltmeister

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Deutschland seine traditionelle Rolle als Zivilmacht aufgegeben hat und sich zu einer Großmacht entwickelt hat.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Außenpolitik, die Rolle Deutschlands in der EU und den Vereinten Nationen sowie die wirtschaftliche und sicherheitspolitische Ausrichtung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, welche Indikatoren für eine Transformation zur Großmacht sprechen und ob diese den Kriterien für den Status einer Großmacht standhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die den historischen Kontext sowie aktuelle außen- und sicherheitspolitische Ereignisse und Definitionen aus der Fachliteratur vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die geschichtliche Aufarbeitung seit 1945 und die spezifische Analyse von Indikatoren wie Wirtschaft, EU-Integration und militärischem Engagement.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Außenpolitik, Zivilmacht, Großmacht, europäische Integration und Sicherheitspolitik.

Was bedeutet der „Anspruch auf einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat“ für die Argumentation?

Dieser Anspruch dient als Indikator für den deutschen Willen, überregionalen politischen Einfluss auszuüben, was für eine Großmachtrolle sprechen würde.

Warum wird im Fazit die Rolle als weltweite Großmacht verneint?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Deutschland zwar wirtschaftliche und politische Stärke besitzt, jedoch der entscheidende militärische Standard für eine weltweite Großmacht fehlt.

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Details

Title
Deutschlands Außenpolitik. Der Wandel von einer Zivilmacht zur Großmacht
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Sozialwissenschaftliches Institut)
Course
Politisches System Deutschland
Grade
2,7
Author
Adeel Arshad (Author)
Publication Year
2011
Pages
23
Catalog Number
V180312
ISBN (eBook)
9783656029304
ISBN (Book)
9783656029311
Language
German
Tags
Deutschland Außenpolitik Militärmacht Großmacht Zivilmacht Wandel Bundeswehr Afghanistan Veränderung Krieg deutsche Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adeel Arshad (Author), 2011, Deutschlands Außenpolitik. Der Wandel von einer Zivilmacht zur Großmacht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180312
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