Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › World History - Early and Ancient History

Die Bedeutung der Ephebengeißelung im Heiligtum der Artemis Orthia von Sparta

Title: Die Bedeutung der Ephebengeißelung im Heiligtum der Artemis Orthia von Sparta

Term Paper , 2007 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts Andrej Wolf de Oliveira (Author)

World History - Early and Ancient History

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Zeremonie der Ephebengeißelung, wobei es sich um eine Auspeitschung minderjährige Knaben am Altar der Göttin Orthia handelt, erregt auch heute noch das Aufsehen der Medien, die das antike (hartegesonnene) Sparta darstellen. Nicht zu letzt in der Comic-Verfilmung "300" zeigte der berümte Alternativregisseur Frank Miller, wie Leonidas bei seinem harten Initiationstraining am Altar der Orthia ausgepeitscht wurde. Was in dem Film der "Manneswerdung" des Helden diente, untersucht diese Hausarbeit aus einer anderen Sichtweise, die sich eher in psychoanalythische Richtung bewegt und dem Leser ersteinmal die Göttin Orthia und anschließend die Darstellung des Rituals der Ephebengeißelung anhand von historischen Quellen aufzeigt. Anschließend analysieren wir objektiv die Authentiziät der Darstellung des Rituals und widmen uns dann dem Rital als solches, welches ahand der Zuhilfenahme des berümten Buches von Bruno Bettelheim (Psychoanalytiker), "Symbolische Wunden...", eine ganz andere Bedeutung, als im Spielfilm 300, für die spartanische Kultur erhällt. Das Ergebniss der Untersuchung wird dann nochmals belegt und zwar nicht nur historisch, sondern auch antropologisch bestätigt. Dabei unternhemen wir dann zum Schluss eine kurze kulturantropologischen Weltreise durch die verschieden Volkskulturen, die bis heute ähnliche (spartanische anmutenden) Rituale aufführen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Artemis im antiken Griechenland

2.1. Etymologie und Herkunftsmythos

2.2. Das Wesen und die Funktionen der Göttin

3. Heiligtum und Kult der Artemis Orthia

3.1. Entstehungsgeschichte des Artemis Orthia Heiligtums

3.2. Die Geißelung der Epheben

3.2.1. Die Legende des Artemis Orthia Kultes bei Pausanias

3.2.2. Ritual als sportlicher Agon

3.2.3. Geißelung als Teil der hellenistischen Agoge

3.2.3. Ergebnis der Quellenuntersuchung

4. Anthropologische und psychoanalytische Erklärung der Geißelung

4.1. Der Ursprung eines jeden religiösen Rituals

4.2. Fruchtbarkeitsverehrung

4.3. Neid, Schmerz und Geburt

4.4. Vergleich: Schizophrene Kinder - Kunapipi – Kakian – Artemis Orthia Kult

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und den Ursprung des rituellen Auspeitschens spartanischer Knaben im Heiligtum der Artemis Orthia. Dabei wird analysiert, wie sich das Ritual in den sozio-politischen Kontext der griechischen Antike einfügt und welche anthropologischen sowie psychoanalytischen Erklärungsmodelle – insbesondere unter Rückgriff auf die Thesen Bruno Bettelheims – zum Verständnis dieses Initiationsritus beitragen können.

  • Historische Entwicklung und Bedeutung des Kultes der Artemis Orthia.
  • Die verschiedenen Facetten der Göttin Artemis als ambivalente Naturgottheit.
  • Strukturelle Analyse der Geißelung als Initiations- und Erziehungsmaßnahme.
  • Vergleichende Untersuchung von Pubertätsriten bei Naturvölkern und in der Antike.
  • Interpretation des Rituals als Mittel zur Bewältigung geschlechtsspezifischer Ängste.

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Geißelung der Epheben

In diesem Kapitel geht die Hausarbeit auf ein sehr berühmtes und blutrünstiges Ritual aus dem Artemis Orthia Kult ein. Es handelt sich hierbei um eine rituelle Auspeitschung der spartanischen Knaben am Altar der Artemis Orthia. Auffällig sind hier die verschiedenen Arten von Darstellungen, die belegen, dass der Artemis Orthia Kult seit dem 10./ 9. Jh. v. Chr. einen dynamischen Wandlungsprozess durchlief und mehrmals reformiert wurde.

3.2.1. Die Legende des Artemis Orthia Kultes bei Pausanias

Pausanias schreibt, dass Orestes und Iphigene das Xoanon (Schnitzbild) der Orthia aus dem Land der Taurier (heute Iran) raubten und es anschließend nach Sparta brachten. Amphisthenes und Amphikles, die Söhne des Ibos, fanden das Xoanon in einem Keuschlammstrauch und wurden beide sofort wahnsinnig. Andere Spartaner wollten dem Xoanon der Orthia ein Opfer darbringen, zerstritten sich aber während des Rituals und fingen an, sich gegenseitig umzubringen. Die Überlebenden wurden von einer seltsamen Krankheit befallen und starben ebenfalls kurze Zeit danach. Die verängstigten Spartaner befragten ein Orakel, welches ihnen riet, der Orthia Menschenopfer darzubringen. Man benutzte ein einfaches Losverfahren, um denjenigen oder diejenige für das Opfer auszuwählen. Dieses blutrünstige Ritual blieb bestehen, bis es von Lykurg durch die Geißelung der Epheben ersetzt wurde. Bei dieser Zeremonie stand eine Priesterin neben dem Altar und hielt das Xoanon der Orthia fest, um das spritzende Blut der Knaben aufzufangen. Sie passte streng darauf auf, dass keiner der Knaben von den Peitschenschlägern verschont wurde, um die Blutgier der Orthia zu befriedigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den religiösen Kontext antiker Naturgötter ein und stellt die Fragestellung zur Funktion der Auspeitschung im Artemis-Kult vor.

2. Artemis im antiken Griechenland: Dieses Kapitel erläutert die etymologischen Wurzeln, den Herkunftsmythos sowie das ambivalente Wesen der Göttin Artemis.

3. Heiligtum und Kult der Artemis Orthia: Hier werden die Entstehungsgeschichte der Kultstätte und die unterschiedlichen Ausprägungen des Geißelungsrituals vom mythischen Menschenopfer zum sportlichen Agon detailliert behandelt.

4. Anthropologische und psychoanalytische Erklärung der Geißelung: In diesem Hauptteil wird das Ritual mittels psychologischer Theorien zur Fruchtbarkeitsverehrung, Initiationsriten und dem Neid auf weibliche Gebärfunktionen gedeutet.

5. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die Geißelung als ein komplexes, erzieherisches Initiationsmittel fungierte, das soziale und psychologische Spannungen zwischen den Geschlechtern spiegelte.

Schlüsselwörter

Artemis Orthia, Sparta, Ephebengeißelung, Initiationsritus, griechische Mythologie, Fruchtbarkeitskult, psychoanalytische Interpretation, Pubertätsriten, Bruno Bettelheim, Agoge, Menschenopfer, Geschlechterrollen, Xoanon, Auspeitschung, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das rituelle Auspeitschen junger Spartaner im Heiligtum der Artemis Orthia, um dessen Ursprünge und Zweck in der antiken Gesellschaft zu ergründen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der griechischen Mythologie, der Entwicklungsgeschichte des Kultes, spartanischen Erziehungsmethoden sowie anthropologischen Theorien zu Initiationsriten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Gründe für das rituelle Auspeitschen zu identifizieren, wobei insbesondere die Verbindung zwischen religiösem Kult und pädagogischer Funktion im Vordergrund steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Analyse historischer Texte sowie eine psychologisch-anthropologische Interpretation, primär basierend auf den Thesen Bruno Bettelheims.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Quellen zur Geißelung und wendet anthropologische Deutungsmuster an, um das Ritual als Wachstums- und Initiationszeremonie zu verstehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Artemis Orthia, Sparta, Initiation, Geißelung, Fruchtbarkeitskult und psychoanalytische Deutung.

Warum stand das Xoanon der Orthia bei dem Ritual im Mittelpunkt?

Das Kultbild (Xoanon) repräsentierte die Göttin und ihre weibliche Gebärfähigkeit; das bei der Geißelung fließende Blut sollte die männlichen Jugendlichen symbolisch an diese weibliche Kraft teilhaben lassen.

Welche Bedeutung hatte der "Agon" beim Käsestehlen?

Das Käsestehlen war Teil eines sportlichen Wettbewerbs, bei dem die Knaben ihre Widerstandsfähigkeit gegen Schmerz beweisen mussten, was als Vorbereitung auf das Erwachsensein und den Kriegerdienst diente.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Die Bedeutung der Ephebengeißelung im Heiligtum der Artemis Orthia von Sparta
College
University of Kassel
Course
Das Antike Sparta
Grade
1,0
Author
Bachelor of Arts Andrej Wolf de Oliveira (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V180262
ISBN (eBook)
9783656028321
ISBN (Book)
9783656028598
Language
German
Tags
Sparta Artemis Artemis Orthia Orthia Platon Pausanias Ritual Initiation Bruno Bettelheim Psychoanalyse und Geschichte Volkskunde 300 Frank Miller Naturgöttin griechische Mythologie Xenophon Agon Olymp Kanapipi Kakain Epheben Heiligtum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Andrej Wolf de Oliveira (Author), 2007, Die Bedeutung der Ephebengeißelung im Heiligtum der Artemis Orthia von Sparta, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180262
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint