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Studien zur schwankhaften Versnovelle am Beispiel von Texten Hans Rosenplüts

Title: Studien zur schwankhaften Versnovelle am Beispiel von Texten Hans Rosenplüts

Examination Thesis , 2010 , 96 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Katarina Rebbe (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit ist ein Versuch, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb der Gattung der schwankhaften Versnovelle aufzuzeigen. Zu diesem Zweck wurden vier ausgewählte Texte von Hans Rosenplüt untersucht. Mit Hilfe dieser Erzählungen soll die Frage geklärt werden: Wie funktionieren Rosenplüts Schwänke? Um diese Frage so genau wie möglich im Verlauf dieser Arbeit zu beantworten, ist die Gliederung wie folgt aufgebaut: Zunächst soll dem Leser der Begriff der schwankhaften Versnovelle, der besonders in den Aufsätzen von Joachim Heinzle thematisiert wird, nähergebracht werden. Im Anschluss daran wird jede einzelne Interpretation derart aufgebaut, dass zunächst die handschriftliche Überlieferung beleuchtet wird. Anschließend ist eine Inhaltsangabe verfasst, die dem Leser eine kurze Einführung in das Thema der jeweiligen Versnovelle bieten soll. In der darauf folgenden Erzähllogik werden Aspekte der Handlung wie das Personal, das Handlungsthema und -schema untersucht, mit denen verdeutlicht werden soll, ob die Erzählung einem schlüssigen Verlauf folgt oder ob sie einige logische Brüche beinhaltet. Bei jeder Interpretation wird der historische Kontext der einzelnen Figuren mitberücksichtigt. Mit Hilfe von diesem Kontext und mit Blick auf ihre Rollen in den Versnovellen, soll Rosenplüts verfolgte Intention dargestellt werden. Zu den Figuren findet man in Ralph Tanner, Sex, Sünde, Seelenheil, 2005 einige Interpretationsversuche, die mitberücksichtigt wurden. Die Komik, die in den Versnovellen eine zentrale Rolle spielt, wird mit Hilfe von Werner Röcke, Lachgemeinschaften aus dem Jahre 2005, näher untersucht. Jede Interpretation schließt mit einem kurzen Fazit, um die wesentlichen Elemente der Erzählung hervorzuheben.
Ein Blick auf die Anmerkungen sowie auf das Literaturverzeichnis zeigt, dass die ausgesuchten Texte Rosenplüts in der Forschung nur wenig Beachtung gefunden haben. Generell gibt es zahlreiche Ansichten und Sekundärquellen zum Thema der schwankhaften Versnovelle, jedoch verfügt die Forschung über nichts Näheres zu Rosenplüts Versnovellen, wobei diese ein breites Spektrum an Möglichkeiten für tiefgreifende Analysen bieten, die ein wenig Hilfestellung, bei der heutigen Deutung des Begriffes ‚schwankhafte Versnovelle des Mittelalters’ leisten sollen. Da im Folgenden nur vier der insgesamt elf Versnovellen Rosenplüts interpretiert werden, bieten die übrigen sieben Erzählungen die Möglichkeit, die Thesen dieser Arbeit zu ergänzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rahmenbedingungen

2.1 Einführung in den Autor Hans Rosenplüt

2.2 Klärung der Gattungsfrage: Märe-Versnovelle

2.3 Was ist unter Schwank zu verstehen?

3. Interpretation der Versnovelle ‚Die Disputation’

3.1 Handschriftliche Überlieferung

3.2 Inhaltsangabe

3.3 Erzähllogik-Sprache

3.4 Bedeutung der Gesten

3.5 Das Judenproblem in ‚Die Disputation’

3.6 Motive des Lachens

3.7 Fazit

4. Interpretation der Versnovelle ‚Der fünfmal getötete Pfarrer’

4.1 Handschriftliche Überlieferung

4.2 Inhaltsangabe

4.3 Erzähllogik-Sprache

4.4 Die Rolle der listigen Frau

4.4.1 Soziale und rechtliche Stellung der Frau im Mittelalter und in der Versnovelle

4.5 Komik des mehrfachen Todes

4.6 Die Rolle des Pfarrers im Spätmittelalter und in der Versnovelle

4.7 Die Rolle des Bauern im Spätmittelalter und in der Versnovelle

4.8 Fazit

5. Interpretation der Versnovelle ‚Die Tinte’

5.1 Handschriftliche Überlieferung

5.2 Inhaltsangabe

5.3 Erzähllogik-Sprache

5.4 Sexualität des Mönches in der Versnovelle

5.5 Die Rolle der Prostituierten im Mittelalter und in der Versnovelle

5.6 Requisiten als Motive für Komik

5.7 Fazit

6. Interpretation der Versnovelle ‚Der fahrende Schüler’

6.1 Handschriftliche Überlieferung

6.2 Inhaltsangabe

6.3 Erzähllogik-Sprache

6.4 Die Rolle des Schülers in der Versnovelle

6.5 Der geplante Ehebruch zwischen der Frau und dem Pfarrer

6.6 Komik in der Versnovelle

6.7 Fazit

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Funktion und Wirkungsweise schwankhafter Versnovellen von Hans Rosenplüt. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Gattung anhand von vier exemplarischen Texten aufzuzeigen und dabei insbesondere die Rolle von Komik, sozialen Konflikten und moralischen Reflexionen im spätmittelalterlichen Kontext zu erörtern.

  • Strukturelle Analyse der schwankhaften Versnovelle nach Hans Rosenplüt.
  • Untersuchung der gesellschaftlichen Rollenbilder (Frau, Klerus, Bauer) im Schwankmilieu.
  • Analyse komischer Motive, Gesten und sprachlicher Mittel.
  • Erörterung der zeitgenössischen Kritik an Klerus und sozialer Ordnung.
  • Vergleich von Überlieferungsgeschichte und Interpretationsansätzen.

Auszug aus dem Buch

3.4 Bedeutung der Gesten

Disputationen waren seit dem Hochmittelalter Bestandteil einer intellektuellen Kommunikationskultur. In der mediävalen Gesellschaft dienten die geistigen Wettkämpfe dazu, die Grenzen der Auslegung bestimmter Sachverhalte argumentativ aufzuzeigen und möglichst zu überschreiten. „Die Mehrdeutigkeit der Gesten und die zwingende Notwendigkeit der Bedeutungszuweisung lässt die symbolische Kommunikation zum Thema mittelalterlicher Dichter werden.“

‚Die Disputation’ ist in Rosenplüts Oeuvre ein zentraler Text, der das Erzählmotiv der Gestendisputation aufgreift. „Hans Rosenplüt zielt mit diesem Schwank auf den wunden Punkt von Kommunikationen mittels Gesten, die als Zeichen intentional im Sinne einer sprachlichen Auseinandersetzung genutzt werden sollen.“ In einem Text, in dem mit Gesten gearbeitet wird, bestehen mehrere Deutungsdifferenzen. Diese liegen in der Art der Zeichenverwendung, in der Intention der Zeichenbenutzer, in der Bedeutungszuweisung und in der Rezeptionsweise.

Alle diese Differenzen lassen sich in der ‚Disputation’ wiederfinden. Die Art der Zeichenverwendung besteht in Gesten mittels Händen und Fingern; die Intentionen der beiden Kontrahenten sind deutlich unterschiedlich, ebenso die Bedeutungszuweisung und die Rezeption der Zeichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Zielsetzung ein, die Funktionalität der Rosenplüt-Schwänke anhand von vier ausgewählten Versnovellen zu untersuchen.

2. Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel behandelt das Leben und Werk von Hans Rosenplüt sowie die theoretische Problematik der Gattungsbegriffe ‚Märe’ und ‚Schwank’.

3. Interpretation der Versnovelle ‚Die Disputation’: Die Analyse befasst sich mit der Gestendisputation zwischen einem Gelehrten und einem Laien und untersucht die religiösen und sozialen Implikationen sowie das Lachen der Rezipienten.

4. Interpretation der Versnovelle ‚Der fünfmal getötete Pfarrer’: Dieses Kapitel beleuchtet das makabre Motiv des wiederholten Todes eines Geistlichen und die Rolle der Frau als listige Ratgeberin in einer absurden Dorfgemeinschaft.

5. Interpretation der Versnovelle ‚Die Tinte’: Die Untersuchung konzentriert sich auf die tabubrechende Sexualität im Kloster und die Verwendung von Requisiten und Symbolen als komische Mittel.

6. Interpretation der Versnovelle ‚Der fahrende Schüler’: Die Analyse fokussiert auf die Rolle des klugen Schülers, der als Komikverursacher in ein Ehebruchsszenario eingreift und den Geistlichen als Personifikation des Bösen entlarvt.

7. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, wie Rosenplüt durch Humor indirekt gesellschaftliche Normen und Missstände kritisiert.

Schlüsselwörter

Hans Rosenplüt, schwankhafte Versnovelle, Märe, Schwank, Mittelalter, Gestendisputation, Klerus, Sozialkritik, Komik, Ehebruch, Frauenbild, literarische Tradition, Spätmittelalter, Erzähltechnik, Interpretation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Examensarbeit widmet sich einer literaturwissenschaftlichen Untersuchung von vier ausgewählten Versnovellen des spätmittelalterlichen Autors Hans Rosenplüt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Struktur des Schwanks, die Darstellung sozialer Stände, die Rolle von Geistlichen, Frauen und Bauern sowie die Analyse komischer Mechanismen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: „Wie funktionieren Rosenplüts Schwänke?“ Es soll untersucht werden, wie der Autor Gattungskonventionen nutzt, um Unterhaltung zu generieren und zeitgenössische Themen zu verhandeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert literaturhistorische Analysen mit der Untersuchung von Handschriftenüberlieferungen und interpretativen Ansätzen zur Märe- und Schwankforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Einzelinterpretationen der vier Versnovellen ‚Die Disputation’, ‚Der fünfmal getötete Pfarrer’, ‚Die Tinte’ und ‚Der fahrende Schüler’.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Rosenplüt, Schwank, Märe, Komik, Ehebruch, Kleruskritik und die Analyse von Rollenbildern im Mittelalter aus.

Warum spielt die Interpretation von Gesten in ‚Die Disputation’ eine so große Rolle?

Gesten dienen hier als Karikatur eines Religionsgesprächs, bei dem die unterschiedliche Deutungskompetenz von Akteuren die Machtverhältnisse ironisch aufdeckt.

Wie unterscheidet sich ‚Der fünfmal getötete Pfarrer’ von vergleichbaren französischen Fabliaux?

Im Gegensatz zu den französischen Vorbildern, die oft erotische Motive enthalten, fokussiert sich Rosenplüt stärker auf das Groteske und die makabren Abläufe des wiederholten Todes.

Welche Funktion hat das Erscheinen der Frau als ‚Teufel’ in der Versnovelle ‚Die Tinte’?

Die schwarze Gesichtsfarbe durch Tinte führt zu einem Missverständnis bei den Mönchen, was der Frau die unentdeckte Flucht ermöglicht und die Groteske des Klosterlebens unterstreicht.

Wie trägt der Schüler in ‚Der fahrende Schüler’ zur Komik bei?

Als überlegene Intelligenzfigur initiiert er das Chaos und führt den Pfarrer durch die Demütigung des Teufelskostüms vor, während er gleichzeitig den Ehebruch verhindert.

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Details

Title
Studien zur schwankhaften Versnovelle am Beispiel von Texten Hans Rosenplüts
College
University of Münster  (Germanistik)
Course
Examensarbeit Lehramt
Grade
3,0
Author
Katarina Rebbe (Author)
Publication Year
2010
Pages
96
Catalog Number
V180227
ISBN (eBook)
9783656029557
ISBN (Book)
9783656029960
Language
German
Tags
Examensarbeit Lehramt Versnovelle Hans Rosenplüt Schwank Mittelalter Disputation Der fahrende Schüler Die Tinte Interpratation Der fünfmal getötete Pfarrer Gesten Komik Joachim Heinzle Hans Fischer Märendichtung Klaus Grubmüller Das Märe Erzählung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katarina Rebbe (Author), 2010, Studien zur schwankhaften Versnovelle am Beispiel von Texten Hans Rosenplüts, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180227
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