Die Bestimmung der optimalen Losgröße ist in der heutigen, aber auch in der damaligen Wirtschaft von großer Bedeutung und aus diesem Grund befasse ich mich auf den folgenden Seiten näher mit diesem Thema. Die zentralen Ansätze stammen von Ford W. Harris und Kurt Andler, dennoch sind dies nur zwei Namen in der Geschichte der optimalen Losgrößenbestimmung, die jedoch in diesem Rahmen ausreichen sollten. Besonderes Augenmerk soll hier auf die Methode von Ford Whitman Harris eingegegangen werden, dessen Lebenslauf im Folgenden ebenfalls kurz beschrieben wird, um eine grobe Vorstellung seines Lebenswerkes zu erhalten und seine persönliche Methode zur Bestimmung der optimalen Losgröße besser einordnen zu können.
Erstmals präsentierte Ford W. Harris sein Economic Order Quanitity Modell (EOQ-Modell) im Jahre 1913. Obwohl seine Arbeit in den Anfängen des zwanzigsten Jahrhunderts veröffentlicht wurde und in relativ großer Auflage gedruckt wurde, fand es in den Folgejahren eher wenig Anerkennung, bis es etliche Zeit später im Jahre 1988 wieder entdeckt wurde. In dieser langen Zeit gab es viele Uneinigkeiten, da sich niemand im Klaren über den Ursprung von Harris Annahmen seines EOQ-Modells war. Es existierte eine Vielzahl an Rezensionen und Diskussionen frühzeitiger Modelle zur Bestimmung der optimalen Produktionsmenge, aber dennoch blieb die große Verbreitung der Formeln und Methoden in der geschichtlichen Entwicklung aus.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1. Hintergründe und Geschichte der Losgrößenbestimmung
1.2. Lebenslauf von Ford W. Harris
2. Problemdarstellung
3. Ermittlung der optimalen Produktionsmenge nach Harris
3.1. Zu berücksichtigende Faktoren zur Ermittlung der optimalen Produktionsmenge
3.2. Aufstellen der Formel der optimalen Losgröße nach Ford W. Harris
3.3. Anwendungsbeispiele und grafische Darstellung des Problems
4. Vergleich der Lösungsansätze von Ford W. Harris und Kurt Andler
5. Kritische Würdigung der bekannten Ansätze von Harris und Andler
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die historische Entwicklung der optimalen Losgrößenbestimmung, mit besonderem Fokus auf das klassische Modell von Ford W. Harris sowie die weiterführenden Ansätze von Kurt Andler. Ziel ist es, die ökonomischen Determinanten hinter der Bestimmung von Produktionsmengen zu verdeutlichen und die Anwendbarkeit sowie die Limitationen der mathematischen Modelle kritisch zu hinterfragen.
- Historische Einordnung des "Economic Order Quantity" (EOQ) Modells.
- Analyse der Einflussfaktoren wie Rüstkosten, Stückkosten und Lagerhaltungskosten.
- Herleitung und mathematische Aufbereitung der optimalen Losgrößenformel.
- Vergleichende Gegenüberstellung der Ansätze von Ford W. Harris und Kurt Andler.
- Kritische Reflexion der Annahmen hinsichtlich Realitätsnähe und Anwendbarkeit.
Auszug aus dem Buch
1.1. Hintergründe und Geschichte der Losgrößenbestimmung
Die Bestimmung der optimalen Losgröße ist in der heutigen, aber auch in der damaligen Wirtschaft von großer Bedeutung und aus diesem Grund befasse ich mich auf den folgenden Seiten näher mit diesem Thema. Die zentralen Ansätze stammen von Ford W. Harris und Kurt Andler, dennoch sind dies nur zwei Namen in der Geschichte der optimalen Losgrößenbestimmung, die jedoch in diesem Rahmen ausreichen sollten. Besonderes Augenmerk soll hier auf die Methode von Ford Whitman Harris eingegegangen werden, dessen Lebenslauf im Folgenden ebenfalls kurz beschrieben wird, um eine grobe Vorstellung seines Lebenswerkes zu erhalten und seine persönliche Methode zur Bestimmung der optimalen Losgröße besser einordnen zu können.
Erstmals präsentierte Ford W. Harris sein Economic Order Quanitity Modell (EOQ-Modell) im Jahre 1913. Obwohl seine Arbeit in den Anfängen des zwanzigsten Jahrhunderts veröffentlicht wurde und in relativ großer Auflage gedruckt wurde, fand es in den Folgejahren eher wenig Anerkennung, bis es etliche Zeit später im Jahre 1988 wieder entdeckt wurde. In dieser langen Zeit gab es viele Uneinigkeiten, da sich niemand im Klaren über den Ursprung von Harris Annahmen seines EOQ Modells war. Es existierte eine Vielzahl an Rezensionen und Diskussionen frühzeitiger Modelle zur Bestimmung der optimalen Produktionsmenge, aber dennoch blieb die große Verbreitung der Formeln und Methoden in der geschichtlichen Entwicklung aus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel liefert eine historische Einordnung der Losgrößenbestimmung und gibt einen kurzen biografischen Abriss zu Ford W. Harris, dem Begründer des EOQ-Modells.
2. Problemdarstellung: Hier wird das Spannungsfeld zwischen Lagerhaltungskosten und Rüstkosten beleuchtet sowie die Notwendigkeit aufgezeigt, eine ökonomisch sinnvolle Bestellmenge zu ermitteln.
3. Ermittlung der optimalen Produktionsmenge nach Harris: Dieses Kapitel widmet sich der Definition der einflussnehmenden Faktoren, der Herleitung der mathematischen Formel und der Veranschaulichung durch Anwendungsbeispiele.
4. Vergleich der Lösungsansätze von Ford W. Harris und Kurt Andler: Der Abschnitt stellt Andlers erweiterte Modelle den Ansätzen von Harris gegenüber und zeigt Unterschiede in der Modellierung der Lagerhaltung auf.
5. Kritische Würdigung der bekannten Ansätze von Harris und Andler: Das Fazit kritisiert die realitätsfernen, starren Annahmen der Modelle wie die konstante Lagerentnahme und verdeutlicht die begrenzte praktische Anwendung.
Schlüsselwörter
Losgrößenbestimmung, Economic Order Quantity, EOQ-Modell, Ford W. Harris, Kurt Andler, Produktionsmenge, Rüstkosten, Lagerhaltungskosten, Bestandsmanagement, Optimierung, Betriebswirtschaftslehre, Logistik, Gesamtkosten, Stückkosten, Herstellungsintervall.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und mathematische Herleitung von Modellen zur Bestimmung optimaler Losgrößen in der Produktion und Beschaffung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des EOQ-Modells, der Analyse von Kostenfaktoren wie Rüst- und Lagerhaltungskosten sowie dem Vergleich verschiedener wissenschaftlicher Ansätze.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die mathematische Fundierung der optimalen Produktionsmenge nach Harris und Andler verständlich aufzubereiten und deren Anwendbarkeit in der Praxis kritisch zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der mathematischen Rekonstruktion sowie Veranschaulichung der klassischen Losgrößenformeln.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der Harris-Formel, Anwendungsbeispiele, eine grafische Darstellung sowie einen direkten Vergleich zu den Ergänzungen von Kurt Andler.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Losgrößenbestimmung, EOQ-Modell, Rüstkosten und Lagerhaltungskosten charakterisiert.
Wie unterscheidet sich der Ansatz von Andler zu dem von Harris?
Während Harris von einem durchschnittlichen Lagerbestand in Höhe eines halben Monatsbedarfs ausgeht, kalkuliert Andler mit einem vollständigen Monatsbedarf, was zu unterschiedlichen Kostenfunktionen führt.
Warum wird die Praxistauglichkeit der Modelle kritisch bewertet?
Die Modelle basieren auf der unrealistischen Annahme eines konstanten, linearen Verbrauchs ohne Produktionsunterbrechungen, was in realen Wirtschaftsszenarien selten zutrifft.
- Arbeit zitieren
- Oliver Brux (Autor:in), 2010, How Many Parts To Make At Once, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180079