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"Objektive Wahrheit” und “Parteilichkeit” in Hinsicht auf Propaganda und Presse in der DDR

Hatte die Partei "immer recht"?

Titel: "Objektive Wahrheit” und “Parteilichkeit” in Hinsicht auf Propaganda und Presse in der DDR

Essay , 2010 , 9 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sonja Kaupp (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Deutsche Demokratische Republik war die zweite Diktatur Deutschlands. Da sie im Gegensatz zu ihrem Namen nicht demokratisch aufgebaut war, gab es in ihr keinen Platz für freie Meinungsäußerung, da dies das ganze System in Frage gestellt und somit letztendlich zu Fall gebracht hätte. Damit die SED ihre Machtposition behalten konnte, musste sie sich selbst als unfehlbar darstellen und gleichzeitig Kritik unterbinden, d.h. von allen Bürgern Parteilichkeit fordern. So musste sie selbstverständlich die Massenmedien kontrollieren, sie mit Propaganda speisen und alles, was die Unzufriedenheit des DDR-Bürgers wecken könnte, durch Zensur ausmerzen. Somit hatte die SED ein Monopol auf die Wahrheit, die immer im Sinne der Partei zugerechtgestutzt wurde und die zu keinem Zeitpunkt objektiv vermittelt wurde. Wie sie dies bewerkstelligte, soll nachfolgend behandelt werden. Ich möchte dabei zusätzlich auf den Aspekt der Beeinflussung durch die Westmedien eingehen, die über die Mauer hinweg ein tatsächliches Bild der Wahrheit in die Wohnzimmer der DDR brachten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zensur

2.1 Zensur ohne Zensor

2.2 Gegenstand der Zensur

2.3 Das Paradoxon der Zensur

3. Propaganda

4. Die unzensierte Ersatzöffentlichkeit der Westmedien

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Mechanismen der Informationskontrolle in der DDR, insbesondere das Spannungsfeld zwischen dem propagierten Bild der „objektiven Wahrheit“ und der praktizierten „Parteilichkeit“ der Medien. Dabei wird analysiert, wie die SED durch subtile Zensur und gezielte Inszenierungen ihre Macht sicherte, während gleichzeitig der Einfluss westlicher Medien als alternative Informationsquelle beleuchtet wird.

  • Mechanismen der „Zensur ohne Zensor“ und die Rolle der Journalisten
  • Inhaltliche Beschränkungen der Berichterstattung in DDR-Medien
  • Die paradoxe Natur der Zensur innerhalb einer Diktatur
  • Instrumentalisierung von Medien zur Selbstdarstellung der SED
  • Wirkung und Bedeutung der westlichen Medien als Ersatzöffentlichkeit

Auszug aus dem Buch

2.3 Das Paradoxon der Zensur

Die Kontrolle der Öffentlichkeit ist unerlässlich für eine Diktatur. Jedoch untergrub die SED damit auch gleichzeitig ihre eigene Macht. Wenn sie die Staatsform der DDR als die einzig richtige betrachtete, warum war es dann nötig, Kritik daran zu unterbinden? Tatsächlich wusste man in der SED ja am besten über die Missstände Bescheid und Wolle behauptet sogar, „ein Apparat, dessen Funktionsträger die obrigkeitlich sanktionierten Lügen wirklich geglaubt hätten, wäre innerhalb weniger Tage zusammengebrochen.“ Auch hier handelte es sich um ein Paradoxon – die SED wollte einerseits, das auch ranghöhere Parteimitglieder an das System glaubten, auf der anderen Seite mussten sie die Missstände kennen, um gegen sie anzukämpfen.

Paradox ist ebenfalls, dass gerade die SED-Spitze meist weniger gut informiert war als ihre Informanten. Die Berichte, die sie erhielten, wurden stilistisch sowie inhaltlich beschönigt, um nicht zu niederschmetternd zu wirken.

Beim X. Schriftstellerkongress der DDR vom 24.-26. November 1987 konstatiert Christoph Hein Folgendes in seiner Rede:

„Die Zensur ist überlebt. Sie hatte ihre Berechtigung in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg, […] als die geistige Schlacht um Deutschland […] noch nicht entschieden war. […] Die Zensur ist nutzlos, denn sich kann Literatur nicht verhindern, allenfalls ihre Verbreitung verzögern. […] Die Zensur ist paradox, denn sie bewirkt stets das Gegenteil ihrer erklärten Absicht. Das zensierte Objekt verschwindet nicht, sondern wird unübersehbar, wird selbst dann zum Politikum aufgeblasen, wenn Buch und Autor dafür untauglich sind […].“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Diktatur der DDR ein und stellt die zentrale Frage nach dem Wahrheitsanspruch der SED sowie dem Umgang mit Zensur und Propaganda.

2. Zensur: Dieses Kapitel erläutert die subtile Form der „Zensur ohne Zensor“, die inhaltlichen Grenzen der Berichterstattung und das Paradoxon, dass die Informationskontrolle die SED letztlich schwächte.

3. Propaganda: Hier wird dargelegt, wie die SED durch Inszenierungen und die Steuerung der Massenmedien versuchte, ihre Macht sowohl nach innen als auch nach außen zu festigen.

4. Die unzensierte Ersatzöffentlichkeit der Westmedien: Dieses Kapitel behandelt den Einfluss von westlichem Radio und Fernsehen, die eine nicht kontrollierbare Informationsquelle für die DDR-Bevölkerung darstellten.

5. Fazit: Die Zusammenfassung bilanziert, dass die mediale Kontrolle und der Versuch der Wahrheitsmanipulation ein wesentlicher Bestandteil der gescheiterten Strategie zur Erhaltung des DDR-Systems waren.

Schlüsselwörter

DDR, SED, Zensur, Propaganda, Presse, Parteilichkeit, objektive Wahrheit, Medienkontrolle, Westmedien, Informationsdiktatur, Schere im Kopf, Ersatzöffentlichkeit, DDR-Verfassung, Systemkritik, Machtinszenierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Struktur und Praxis der Medienkontrolle in der DDR sowie der Frage, wie die SED versuchte, ihre Deutungshoheit über die „Wahrheit“ aufrechtzuerhalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Mechanismen der Zensur, der propagandistischen Inszenierung staatlicher Macht und dem Einfluss unzensierter Westmedien auf die DDR-Bürger.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem offiziellen Wahrheitsanspruch der Partei und der tatsächlichen Praxis der Zensur und Unterdrückung von Kritik aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine medienhistorische Analyse, die auf einer Auswertung von Fachliteratur und Zeitzeugnissen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung subtiler Zensurmethoden, der propagandistischen Selbstdarstellung der SED und der Rolle der Westmedien als Informationsventil.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind DDR-Diktatur, Zensur, SED-Propaganda, Parteilichkeit und Medienkontrolle.

Warum bezeichnet die Autorin die Zensur in der DDR als „Paradoxon“?

Sie beschreibt es als Paradoxon, weil die SED durch die Unterdrückung von Kritik den Kontakt zur Realität verlor und ihre eigenen Funktionäre mit den „sanktionierten Lügen“ in eine ineffektive Position brachte.

Welche Rolle spielte die „Schere im Kopf“ bei DDR-Journalisten?

Sie führte dazu, dass Journalisten aus Angst um ihre berufliche Existenz eine Vorzensur ausübten, was eine offizielle Behörde für die Zensur in vielen Fällen überflüssig machte.

Wie wirkten sich die Westmedien auf die DDR-Bevölkerung aus?

Sie wirkten laut der Arbeit stabilisierend, da sie als Ventil für die Unzufriedenheit dienten und den Bürgern das Gefühl gaben, besser informiert zu sein, ohne dass die SED den direkten Zugriff darauf verlor.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Objektive Wahrheit” und “Parteilichkeit” in Hinsicht auf Propaganda und Presse in der DDR
Untertitel
Hatte die Partei "immer recht"?
Hochschule
University of Sheffield  (German Department)
Veranstaltung
Geschichte und Gesellschaft der DDR
Note
1,0
Autor
Sonja Kaupp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
9
Katalognummer
V180018
ISBN (eBook)
9783656029809
ISBN (Buch)
9783656383444
Sprache
Deutsch
Schlagworte
objektive wahrheit” parteilichkeit” hinsicht propaganda presse hatte partei
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sonja Kaupp (Autor:in), 2010, "Objektive Wahrheit” und “Parteilichkeit” in Hinsicht auf Propaganda und Presse in der DDR, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180018
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Leseprobe aus  9  Seiten
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