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Dramatische Literatur der Refomationszeit

„Eckius dedolatus“

Titel: Dramatische Literatur der Refomationszeit

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna Wertenbruch (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Nichts wird langsamer vergessen als eine Beleidigung und nichts eher als eine Wohltat.“ . Dieses Zitat von dem Reformator Martin Luther trifft auf die Satire 'Eckius dedolatus' (1520) zu, da dieser bis heute eine große Bedeutung in der dramatischen Literatur der Reformationszeit zukommt. In dem Werk wird der katholische Theologe Jo-hann Eck mit scharfen Worten verspottet. Die Spottschrift erscheint anonym, wobei dem Humanisten Willibald Pirckheimer oft unterstellt wird, diese verfasst zu haben.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Satire Eckius dedolatus und setzt diese in den zeitgeschichtlichen Kontext der Reformation. Nach einer Definition der Gattung wird das Leben des Ingolstädter Professors- Johann Eck – näher betrachtet. Im Weiteren werden die Eigenschaften der Hauptfigur Eckius mit den bekannten Charakteristika Johann Ecks verglichen.

Leseprobe


Inhaltsübersicht

1 Reformation

1.1 Martin Luther

1.2 Willibald Pirckheimer

2 Eckius dedolatus

2.1 Entstehungsgeschichte

2.2 Inhalt

2.3 Autor(en)

3 Eckius dedolatus als Satire

3.1 Satire

3.2 Johann Eck

3.3 Eckius und Johann Eck

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die satirische Spottschrift "Eckius dedolatus" aus dem Jahr 1520, setzt diese in den zeitgeschichtlichen Kontext der Reformation und analysiert die Verbindung zwischen dem Werk und den historischen Akteuren, insbesondere Martin Luther und Johann Eck.

  • Zeitgeschichtlicher Kontext der Reformation im 16. Jahrhundert
  • Analyse des Werks "Eckius dedolatus" und seiner Entstehungsgeschichte
  • Untersuchung der Autorschaft unter Einbeziehung von Willibald Pirckheimer
  • Gattungsbestimmung und satirische Funktion des Textes
  • Biografische und charakterliche Gegenüberstellung von Johann Eck und seiner satirischen Figur

Auszug aus dem Buch

2.2 Inhalt

In der Satire Eckius dedolatus ist die Hauptperson Eck schwer krank und wird als eine Person, die trinksüchtig ist, nur wenige bzw. keine wahren Freunde hat, Ablasshandel betreibt und rüpelhaft und jähzornig ist, charakterisiert. Des Weiteren scheint es, als ob sich der Kleriker Eck in der Literatur und Mystik besser auskennt als in der Theologie. Durch das unmäßige Weintrinken versucht Eck seinen inneren Durst zu löschen. Unter heftigen Schmerzen leidend bittet er seinen Famulus seine Freunde herbeizuholen. Da sich nur wenige Freunde dazu bereit erklären ihn zu besuchen, wird Ecks Unbeliebtheit bereits zu Beginn der Satire deutlich. Viele seiner vorher wohl gesonnenen Freunde haben sich aufgrund der Leipziger Disputation von ihm abgewendet. Die anwesenden Freunde mit denen Eck sich berät, reden ihn als echte Dunkelmänner mit „magister noster“ an. Die Kameraden kommen zu dem Entschluss, dass Eck dringend einen Arzt brauche. Da Eck jedoch in Ingolstadt keinem Mediziner traut, muss jemand von auswärts kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Reformation: Dieses Kapitel erläutert den zeitgeschichtlichen Rahmen der Reformation und die Rolle Martin Luthers als Initiator der kirchlichen Erneuerungsbewegung.

1.1 Martin Luther: Hier wird der Lebensweg Martin Luthers bis zum Thesenanschlag 1517 und sein theologisches Ringen gegen den Ablasshandel beschrieben.

1.2 Willibald Pirckheimer: Der Abschnitt widmet sich der Biografie des Humanisten Pirckheimer und beleuchtet dessen ambivalente Rolle zwischen katholischer Treue und Unterstützung für Luther.

2 Eckius dedolatus: Dieses Kapitel führt in die 1520 erschienene Spottschrift ein, die als scharfe Satire gegen den Theologen Johann Eck gerichtet ist.

2.1 Entstehungsgeschichte: Der Text analysiert die Anlässe für die Entstehung der Satire, insbesondere Ecks Rolle als Hauptgegner Luthers und die persönlichen Konflikte.

2.2 Inhalt: Dieses Kapitel beschreibt die Handlung der Satire, in der der kranke Eck einer gewaltsamen, symbolischen "Enteckung" durch einen Chirurgen unterzogen wird.

2.3 Autor(en): Hier werden die wissenschaftlichen Debatten um die Identität des Autors dargestellt, wobei der Fokus auf Willibald Pirckheimer und dessen Mitarbeitern liegt.

3 Eckius dedolatus als Satire: In diesem Kapitel wird das Werk literaturwissenschaftlich als Satire eingeordnet.

3.1 Satire: Dieser Abschnitt definiert den Begriff der Satire als Instrument scharfer Kritik und Parodie gegen lasterhaftes Verhalten.

3.2 Johann Eck: Die Biografie des Ingolstädter Professors und Theologen wird hier chronologisch nachgezeichnet.

3.3 Eckius und Johann Eck: Dieses Kapitel vergleicht die in der Satire gezeichnete Figur Eckius mit der historischen Person Johann Eck und hinterfragt die Dämonisierung des Theologen.

Schlüsselwörter

Reformation, Eckius dedolatus, Willibald Pirckheimer, Johann Eck, Martin Luther, Satire, Humanismus, Ablasshandel, Leipziger Disputation, Literaturgeschichte, Spottschrift, Kirchenkritik, Reformationstheologie, Dämonisierung, Ingolstadt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der anonymen satirischen Spottschrift "Eckius dedolatus" aus dem Jahr 1520 und ihrem zeitgeschichtlichen Kontext während der Reformation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Reformation, das Leben und Wirken von Martin Luther und Johann Eck sowie die literarische Auseinandersetzung mittels satirischer Mittel durch Humanisten wie Willibald Pirckheimer.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das satirische Werk in seinen historischen Entstehungskontext einzuordnen, die Autorschaft zu erörtern und die Darstellung der Hauptfigur im Vergleich zur historischen Person Johann Eck zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-kritische sowie literaturwissenschaftliche Analyse, gestützt auf zeitgenössische Quellen und Sekundärliteratur zur Reformationsgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Reformation, die detaillierte Analyse von "Eckius dedolatus" (Inhalt und Entstehungsgeschichte), die Autorendiskussion sowie eine theoretische Einordnung als Satire.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Reformation, Humanismus, Eckius dedolatus, Satire, Willibald Pirckheimer und Johann Eck.

Warum wird Johann Eck in der Satire als "trinksüchtig" dargestellt?

Die Trinksucht dient als satirisches Mittel, um Eck als lasterhaft und moralisch unzulänglich zu diffamieren, obwohl historische Belege darauf hindeuten, dass dies primär eine von Gegnern konstruierte negative Eigenschaft war.

Was bedeutet der Begriff "Dedolatio" im Kontext der Satire?

Der Begriff bedeutet "Enteckung" oder "Hobeln" und beschreibt den im Werk zentralen Akt, bei dem Eck durch Gewalt und eine operative Prozedur von seinen falschen Ansichten und Lastern befreit werden soll.

Welche Rolle spielt Willibald Pirckheimer bei der Entstehung des Werks?

Pirckheimer gilt als wahrscheinlicher Autor oder zumindest maßgeblich an der Abfassung Beteiligter, da sein Umfeld und lokale Anspielungen im Text stark auf seine Person und seinen Kreis verweisen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Dramatische Literatur der Refomationszeit
Untertitel
„Eckius dedolatus“
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Germanistisches Institut)
Veranstaltung
Dramatische Literatur der Reformationszeit
Note
1,3
Autor
Anna Wertenbruch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V180014
ISBN (eBook)
9783656025696
ISBN (Buch)
9783656026211
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eckius dedolatus Pirckheimer Luther Satire Johann Eck
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Wertenbruch (Autor:in), 2009, Dramatische Literatur der Refomationszeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180014
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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