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Restaurant und Bruchmuseum "Flieger-Heim Franz Tolinksi" - Geschichten um und über das erste Aviatische Museum in Deutschland

Heft 2 aus der Dokumentenreihe über den Flugplatz Berlin-Johannisthal 1909-1914

Titel: Restaurant und Bruchmuseum "Flieger-Heim Franz Tolinksi" - Geschichten um und über das erste Aviatische Museum in Deutschland

Fachbuch , 2011 , 59 Seiten

Autor:in: Alexander Kauther (Autor:in), Paul Wirtz (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Geschichte über die Fliegergaststätte Franz Tolinski ist Heft 2 aus der Dokumentenreihe über den ersten deutschen zivilen Motorflugplatz Berlin-Johannisthal 1909-1914.
1912 errichtete der Wirt Franz Tolinski in seiner Gaststätte "Flieger-Heim" ein Avistisches Museum. Es ware die umfangreichste Privatsammlung der damaligen Anfänge der Luftfahrt in Deutschland, in Berlin-Johannisthal.
Interessante Episoden und Fotos berichten aus dieser Zeit.

www.johflug.de
info@johflug.de

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Anmerkungen der Autoren

Entstehung des „Flieger-Heims“ Franz Tolinski

Die damaligen Innenräume des Flieger-Heims und des Aviatiker-Museums

Lage des Flieger-Heims in Johannisthal

Franz Tolinski und die Freiwillige Feuerwehr Johannisthal

Franz Tolinski und der Flugplatz Johannisthal

Wie kamen die Wrackteile ins Tolinski Museum

Franz Tolinski und die Sportfreunde Johannisthal

Bedeutung der damaligen und heutigen Straßennamen um das Restaurant

Fotos vom Flieger-Heim vor 1990

Reste des Flieger-Heims im Deutschen Technik Museum Berlin

Bilder von der Winckelmannstraße / Haeckelstraße

Der ehemalige Bunker hinter der Winckelmannstraße

Ende der traditionsreichen Stätte der Luftfahrt

Anlage 1

Fotos vom Großneffen Bernd Tolinski

Anlage 2

Die Brüder Paul und Otto Timm – Freunde von Franz Tolinski

Zielsetzung & Themen der Publikation

Diese Arbeit dokumentiert die historische Bedeutung des „Flieger-Heims“ in Berlin-Johannisthal, das als Treffpunkt der frühen Luftfahrtpioniere und Standort des ersten Aviatischen Museums in Deutschland fungierte, und beleuchtet das Leben seines Wirts Franz Tolinski sowie die Entwicklung des Standortes vom Beginn der Motorfliegerei bis zur heutigen Zeit.

  • Die Entstehung und soziale Bedeutung des „Flieger-Heims“ als historischer Luftfahrt-Treffpunkt.
  • Die Dokumentation der weltweit einzigartigen Sammlung von Flugzeugwrackteilen durch Franz Tolinski.
  • Die enge Verknüpfung des Gastwirts mit dem lokalen Flugplatz und der Freiwilligen Feuerwehr.
  • Die städtebauliche Entwicklung und die historische Bedeutung der umliegenden Straßennamen.
  • Biografische Einblicke in das Leben von Franz Tolinski und seine Freunde, die Gebrüder Timm.

Auszug aus dem Buch

Eine zeitgenössische Quelle aus dem Jahre 1913 berichtet darüber:

„Wenn man eintritt, bemerkt man, dass diese Destille ein Museum ist. Die Wände und die Decke des Hauptraumes sind mit Trümmern von Aeroplanen bedeckt. Teile von Tragflächen, zerrissene Segelleinwand, zersplitterte Bambusstangen, verbogene Steuer hängen herum. In einer Ecke stehen zwei riesige alte Stiefel. Und an jedem Objekt klebt ein Zettel: „Vom Sturz dieses Aeroplans….Vom Absturz jenes Aviatikers….“

In einem Glase voll Spiritus prangt eine Hundeschnauze. Der Hund2 ist einmal in einen startenden Aeroplan geraten; zum ewigen Andenken steht jetzt seine Schnauze da, und es ist sehr appetitlich, sie anzusehen und eine Stulle mit Schlackwurst dazu zu essen…“

... Der Wirt bedient. Seine Gäste plaudern freundlich mit ihm, aber eigentlich müssten sie ihn hassen. Der Mann ist ein Sammler. Wenn er hört, dass drüben auf dem Flugplatz wieder jemand tot liegen geblieben ist, vielleicht einer, dem er gestern ein Glas Milch gebracht hat, dann tut das dem Wirt sicher leid. Aber in irgendeinem Winkel seines Kopfes wartet er doch auf die schöne gruselige Reliquie, die er jetzt wieder bekommen kann.

Er wird den armen Flieger warm bedauern und glücklich sein, dass das Stück Tragfläche einen großen Blutflecken hat. Und die Kameraden des Fliegers werden sich am Abend an die Wand setzen, an der das Stück Leinwand prangt und werden ruhig ihre Milch trinken. Ganz gleichgültig sitzen sie da und ihnen gegenüber sagt, schreit, dröhnt ein schmieriger kleiner Zettel: „vom Todessturz des Kapitäns Engelhardt3... Todessturz blau unterstrichen; der Wirt ist stolz darauf.

So müssen im alten Rom die Gladiatorenkneipen ausgesehen haben ...Es kommt die Zeit, wo ein Flieger sein Leben nicht mehr bei jedem Flug riskieren wird. Dann wird es auch solche Gladiatorenkneipen nicht mehr geben, und es wird schade sein."

Zusammenfassung der Kapitel

Anmerkungen der Autoren: Einleitende Worte zur Motivation der Autoren, die Geschichte des ersten Motorflugplatzes Deutschlands und des dazugehörigen „Flieger-Heims“ zu dokumentieren.

Entstehung des „Flieger-Heims“ Franz Tolinski: Überblick über die Gründung und Entwicklung der Gaststätte und ihre Rolle als Treffpunkt der Aviatiker.

Die damaligen Innenräume des Flieger-Heims und des Aviatiker-Museums: Beschreibung der musealen Gestaltung und der Sammlung von Wrackteilen in den Räumlichkeiten.

Lage des Flieger-Heims in Johannisthal: Analyse der geografischen Position in Bezug auf das Flugfeld und die umliegende Infrastruktur.

Franz Tolinski und die Freiwillige Feuerwehr Johannisthal: Beleuchtung des ehrenamtlichen Engagements von Franz Tolinski als Brandmeister.

Franz Tolinski und der Flugplatz Johannisthal: Bericht über die Verbindung des Wirts zu Flugpionieren und Kunstfliegern wie Adolphe Pegoud.

Wie kamen die Wrackteile ins Tolinski Museum: Erläuterung der Sammelmethoden und des Umgangs mit Absturzstellen auf dem Flugplatz.

Franz Tolinski und die Sportfreunde Johannisthal: Darstellung der Rolle Tolinskis bei der Gründung des örtlichen Sportvereins.

Bedeutung der damaligen und heutigen Straßennamen um das Restaurant: Historischer Rückblick auf die Straßenbenennungen und ihre Verbindung zu Flugpionieren.

Fotos vom Flieger-Heim vor 1990: Visuelle Dokumentation des baulichen Zustands des Objekts vor der Wende.

Reste des Flieger-Heims im Deutschen Technik Museum Berlin: Nachverfolgung des Verbleibs der Exponate aus der Tolinski-Sammlung.

Bilder von der Winckelmannstraße / Haeckelstraße: Fotodokumentation der straßenbaulichen Veränderungen über das letzte Jahrhundert.

Der ehemalige Bunker hinter der Winckelmannstraße: Historische Einordnung des Bunkers und seiner Sprengung.

Ende der traditionsreichen Stätte der Luftfahrt: Zusammenfassung der Bemühungen des „Bewahrungsvereins“ zur Erhaltung der historischen Substanz vor dem Abriss.

Schlüsselwörter

Flieger-Heim, Franz Tolinski, Flugplatz Johannisthal, Aviatisches Museum, Luftfahrtgeschichte, Motorflugplatz, Wrackteile, Flugpioniere, Berlin-Johannisthal, Dokumentation, Freiwillige Feuerwehr, Deutsche Luftfahrt-Sammlung, Sportfreunde Johannisthal, Luftschiffahrt, Historie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Dokumentation grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Geschichte des „Flieger-Heims“ in Johannisthal, das als Gaststätte und erstes Aviatisches Museum Deutschlands ein zentraler Treffpunkt für Luftfahrtpioniere war.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Biografie von Franz Tolinski, seine umfangreiche Sammlung von Flugzeugwrackteilen und die historische Entwicklung des Flugplatzgeländes Johannisthal.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Sicherung und Dokumentation der Fliegergeschichte in Berlin-Johannisthal, um das Andenken an eine bedeutende Stätte der frühen Luftfahrt zu bewahren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autoren nutzen eine Kombination aus Zeitzeugenberichten, historischen Archivunterlagen, zeitgenössischen Zeitungsartikeln und einer umfangreichen Fotodokumentation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Gaststätte, Tolinskis ehrenamtliche Arbeit, seine Sammlerleidenschaft sowie die städtebauliche Bedeutung des Areals.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Luftfahrtgeschichte, Johannisthal, Flugplatz, Franz Tolinski und Aviatisches Museum beschreiben.

Wie war die Reaktion der Flieger auf die "Bruchmuseum"-Ausstellung?

Die Flieger verkehrten im Flieger-Heim und tauschten sich aus; der Wirt konnte seine Sammlung durch den Austausch von Ersatzteilen gegen Getränke ständig vergrößern.

Warum wurde das Gebäude des Flieger-Heims trotz Denkmalschutz abgerissen?

Nach der Wende führten ungeklärte Eigentumsverhältnisse und mangelndes Interesse der damaligen Behörden trotz Denkmalschutzes letztlich zum Abriss des Gebäudes im Jahr 1996.

Ende der Leseprobe aus 59 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Restaurant und Bruchmuseum "Flieger-Heim Franz Tolinksi" - Geschichten um und über das erste Aviatische Museum in Deutschland
Untertitel
Heft 2 aus der Dokumentenreihe über den Flugplatz Berlin-Johannisthal 1909-1914
Autoren
Alexander Kauther (Autor:in), Paul Wirtz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
59
Katalognummer
V179874
ISBN (eBook)
9783656025269
ISBN (Buch)
9783656025337
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Johannisthal Adlershof Flugplatz Aviatiker Museum Tolinski Luftfahrtgeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Kauther (Autor:in), Paul Wirtz (Autor:in), 2011, Restaurant und Bruchmuseum "Flieger-Heim Franz Tolinksi" - Geschichten um und über das erste Aviatische Museum in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179874
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Leseprobe aus  59  Seiten
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