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Libationsröhren in römischen Grabbezirken

Untersuchungen zur Typologie, Funktion und Chronologie

Titel: Libationsröhren in römischen Grabbezirken

Bachelorarbeit , 2011 , 70 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Jana Sperling (Autor:in)

Archäologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In vielen römischen Nekropolen fanden die Archäologen spezielle Vorrichtungen an den Grablegungen, die sie in Zusammenhang mit Libationen, Trankopfer, bringen. Allerdings haben die Forscher diese Libationsvorrichtungen bisher lediglich im Rahmen der Beschreibungen der Nekropolen genannt, ihnen vielleicht ein paar Zeilen in den allgemeinen Beschreibungen zu den Totenritualen gewidmet .
Es gibt bisher noch kein (mir bekanntes) Werk, das sich genauer mit dem Phänomen der Libationsröhren auseinandersetzt. Dier hier vorliegende Arbeit soll einen ersten Beitrag dazu geben, folgende Fragen aufzuwerfen, wenn möglich auch annähernd zu beantworten: Welche Formen der Libationsvorrichtungen gibt es? Waren solche Vorrichtungen bestimmten Grabtypen und damit einer bestimmten gesellschaftlichen Klasse vorbehalten, oder waren sie eine allgemeine Erscheinung? Kann man das Auftreten der Libationsvorrichtungen chronologisch fassen? Welchen speziellen Nutzen hatten sie?
Um mich diesen Fragen zu nähern, werde ich folgendermaßen vorgehen: Zunächst mache ich einen Versuch der typologischen Einordnung der verschiedenen Libationsvorrichtungen. Danach werde ich untersuchen, wie diese Vorrichtungen in die Gräber integriert waren und ob es eventuell Zusammenhänge mit anderen Installationen gab, die dem Grabkult dienten. Die Frage nach dem „wann“ könnte man sicherlich in einem Satz beantworten, doch um zu klären, warum die Libationsvorrichtungen in einem bestimmten Zeitraum auftraten und in einem anderen nicht, erachte ich es für sinnvoll, einen Blick auf die Tradition des Trankopfers zu werfen und diesen Kult in der griechischen und etruskischen Kultur zu untersuchen. Anschließend soll die Funktion der Libationsvorrichtungen näher beleuchtet werden. In einem Fazit werde ich die Ergebnisse zusammenfassen.
Der erste Schritt, um mich diesem Thema zu nähern, war die Durchsicht diverser Beschreibungen verschiedener Nekropolen auf das Vorhandensein von Libationsröhren oder -öffnungen. Die Ergebnisse habe ich in einem Katalog zusammengestellt und an die vorliegende Arbeit angehängt. Wenn ich mich in meinen Ausführungen auf einen dieser Katalogeinträge beziehe, so werde ich diesen mit seiner Kennnummer (A1 – A60) nennen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Typologie der Libationsvorrichtungen

A. Libationsröhren

B. Libationsöffnungen

III. Der architektonische Zusammenhang von Grab, Libationsvorrichtung und weiteren dem Grabkult dienenden Einbauten

A. Die Installation der Libationsvorrichtungen im Grab

B. Die Verbindung der Libationsvorrichtungen mit den architektonischen Einbauten für das Convivium funebre

C. Weitere kultische Einbauten in Gräbern mit Libationsvorrichtungen

D. Kultausübung an Gräbern ohne nachweisbare Libationsvorrichtungen am Beispiel der Nekropolen im Vatikan

IV. Chronologie

A. Der Libationskult in Griechenland und Etrurien

B. Die chronologische Verteilung der Libationsvorrichtungen in römischen Nekropolen

V. Funktion der Libationsvorrichtungen im Rahmen der Kultausübung

A. Funktion der Libation innerhalb der Kultausübung

1. Libation im Rahmen öffentlicher Gedenktage

2. Libation beim persönlichen Totengedenken

B. Funktion der Libationsvorrichtungen

VI. Fazit

VII. Anhang A: Katalog der Gräber mit nachweisbaren Libationsvorrichtungen

A. Nekropolen im Vatikan

1. Nekropole unter dem Petersdom

2. Nekropolen an der Via Triumphalis

B. Nekropolen in Ostia

1. Nekropole an der Porta Romana

2. Nekropole an der Via Laurentina

C. Nekropole in Portus - Die Isola Sacra

D. Nekropolen in Pompeji

1. Nekropole an der Porta Ercolano

2. Nekropole an der Porta Nocera

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das archäologische Phänomen von Libationsvorrichtungen in römischen Gräbern. Das primäre Ziel ist es, diese Vorrichtungen typologisch zu klassifizieren, ihren architektonischen Kontext zu bestimmen, ihre chronologische Einordnung zu prüfen und ihre spezifische Funktion innerhalb des römischen Totenkults zu klären.

  • Typologische Einordnung von Libationsröhren und -öffnungen.
  • Analyse der Integration dieser Vorrichtungen in Grabarchitekturen.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Libationsriten und dem Convivium funebre.
  • Chronologische Verortung der Libationspraxis im Übergang von der späten Republik zur Kaiserzeit.
  • Soziale und funktionale Deutung der Libationsvorrichtungen als Ermöglichung des Totengedenkens.

Auszug aus dem Buch

II. Typologie der Libationsvorrichtungen

Beim Lesen der Beschreibungen der verschiedenen Grabstätten ist mir sofort eines aufgefallen: Es war entweder die Rede von „Röhren“, die in die jeweilige Grablegung führen, oder von „Öffnungen“ (in einigen Fällen von „Löchern“2) in Böden bzw. Platten oberhalb der Grablegungen, durch welche die Trankopfer gegossen wurden. Man kann also die Vorrichtungen, die in die Gräber zum Zwecke der Libationsdarbringung installiert worden sind, in zwei Kategorien einteilen: zum einen die Libationsröhren, zum anderen die Libationsöffnungen.

A. Libationsröhren

Die Libationsröhren können zum einen einfache Tonröhren sein, die in den meisten Fällen direkt in die Urnen bzw. Körpergräber führen3. Ein eindrucksvolles Beispiel für eine solche Libationsröhre ist A16, ein Körpergrab aus der Nekropole unter dem Autoparco im Vatikan, wo gleich drei ineinandergesteckte Röhren dafür sorgen sollen, dass die Trankopfer den Bestatteten erreichen. Die „griechische“ Urne aus A19 zeigt sehr schön die Verbindung einer Libationsröhre mit einer Urne.

Besonders häufig werden Amphoren (ganze oder nur die Hälse) als Libationsröhren verwendet. Dies geschieht vor allem bei den einfachen Erdbestattungen der Armen, wo die Röhren auch gleichzeitig die Grabstelle markieren (z.B. A35, A46). Doch auch in Grabbauten wurden Amphoren als Röhren verwendet, wie A43 zeigt. In einem Fall (A14) diente eine Urne als Libationsröhre.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Diese Einleitung stellt das bisher vernachlässigte Phänomen der Libationsvorrichtungen in römischen Nekropolen vor und definiert die leitenden Forschungsfragen zur Typologie, Chronologie und Funktion.

II. Typologie der Libationsvorrichtungen: Das Kapitel kategorisiert die gefundenen Vorrichtungen in Libationsröhren und Libationsöffnungen und gibt Beispiele für deren materielle Ausführung.

III. Der architektonische Zusammenhang von Grab, Libationsvorrichtung und weiteren dem Grabkult dienenden Einbauten: Hier wird untersucht, wie die Vorrichtungen in die Grabarchitektur integriert wurden und in welchem Verhältnis sie zu anderen Kultobjekten wie Triklinien, Altären oder Ädikulen stehen.

IV. Chronologie: Dieses Kapitel vergleicht die römische Libationspraxis mit griechischen und etruskischen Vorbildern und bestimmt den zeitlichen Rahmen ihres Auftretens in den untersuchten römischen Nekropolen.

V. Funktion der Libationsvorrichtungen im Rahmen der Kultausübung: Das Kapitel analysiert die Bedeutung der Libation als rituelles Handeln für die Hinterbliebenen und folgert, dass die Vorrichtungen primär dazu dienten, einen direkten Zugang zu den Grablegungen für Trankopfer zu schaffen.

VI. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die soziale Komponente sowie die zeitliche Übereinstimmung mit anderen sepulkralen Banketteinrichtungen hervor.

Schlüsselwörter

Libationsvorrichtungen, Libationsröhren, Libationsöffnungen, römische Nekropolen, Totenkult, Trankopfer, Convivium funebre, Grabarchitektur, Bestattungsriten, Vatikan, Porta Nocera, Antike, Archäologie, Libation, Grabkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht archäologische Vorrichtungen in römischen Gräbern, die dazu dienten, Trankopfer (Libationen) direkt an die Verstorbenen heranzuführen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?

Die Hauptfelder umfassen die typologische Einordnung der Vorrichtungen, ihren architektonischen Einbau in unterschiedliche Grabtypen sowie die Analyse ihrer Funktion im Kontext römischer Totenrituale.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Ziel ist es, die bisher in der Forschung wenig beachteten Libationsvorrichtungen systematisch zu erfassen, ihren Nutzen zu klären und ihren chronologischen sowie sozialen Kontext in römischen Nekropolen zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf der Durchsicht und Katalogisierung von Grabungsberichten verschiedener Nekropolen, insbesondere im Vatikan, in Ostia, Portus und Pompeji, kombiniert mit einer vergleichenden Analyse der Grabarchitektur.

Was genau wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine typologische Bestimmung, eine Untersuchung der Integration in Grabbauten sowie eine chronologische und funktionale Deutung, inklusive eines umfangreichen Katalogteils.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Libationsvorrichtungen, Totenkult, Convivium funebre, römische Grabarchitektur und archäologische Funde aus Nekropolen sind die zentralen Begriffe.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Libationsvorrichtungen und dem Convivium funebre?

Die Autorin stellt fest, dass beide Einrichtungen in der römischen Kaiserzeit gleichzeitig auftreten, was auf einen ideellen Zusammenhang in der Kultausübung hindeutet, auch wenn sie sich nicht in jedem einzelnen Grab gegenseitig bedingen.

Warum spielt die Nekropole unter dem Vatikan eine so große Rolle in der Untersuchung?

Aufgrund von Erdrutschen und späteren Überbauungen weist diese Nekropole einen außergewöhnlich guten Erhaltungszustand auf, wobei viele Befunde "in situ" dokumentiert wurden, was sie zu einem idealen Beispiel für die Analyse macht.

Ende der Leseprobe aus 70 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Libationsröhren in römischen Grabbezirken
Untertitel
Untersuchungen zur Typologie, Funktion und Chronologie
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Klassische Archäologie)
Note
2,0
Autor
Jana Sperling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
70
Katalognummer
V179794
ISBN (Buch)
9783656022978
ISBN (eBook)
9783656023234
Sprache
Deutsch
Schlagworte
libationsröhren grabbezirken untersuchungen typologie funktion chronologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jana Sperling (Autor:in), 2011, Libationsröhren in römischen Grabbezirken, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179794
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