Diese Arbeit wird sich genau mit diesen Fragen auseinandersetzen. Unter der Fragestellung: „Was bedeutet die geplante Rüstungszusammenarbeit von Frankreich und Russland bezüglich der Mistral-Hubschrauberträger für die Integration rüstungspolitischer Ebene in der EU? Was sind die Motive für diesen französischen Alleingang und kann man dieses Verhalten mit einer Theorie zur europäischen Integration erklären?“ soll erarbeitet werden, welche Ziele die französische Regierung mit dem geplanten Verkauf verfolgt, was die Konsequenzen eines solchen Verkaufs wären und was dies für die sicherheitspolitische Kooperation innerhalb der EU und NATO bedeuten könnte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Mistral-Hubschrauberträger und die Verhandlungen zwischen Frankreich und Russland
2.1. Der Mistral-Hubschrauberträger
2.2. Die Verhandlungen zwischen Frankreich und Russland
3. Der Intergouvernementalismus
4. Europäische Rüstungsexportpolitik
4.1. Gibt es eine europäische Rüstungsexportpolitik?
4.1.2. Der „Code of Conduct“ in der europäischen Rüstungsexportpolitik
4.2. Das rüstungs-(export)politische Verhältnis der EU zu Russland
5. Frankreichs Motivation für den Waffendeal und Hoffmanns Intergouvernementalismus
5.1. Bewegründe Frankreichs für den Verkauf der Mistral-Hubschrauberträger nach Russland
5.2. Der Waffendeal aus intergouvernementalistischer Sicht
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das geplante Rüstungsgeschäft zwischen Frankreich und Russland über den Verkauf von Mistral-Hubschrauberträgern. Dabei wird analysiert, inwiefern dieses Verhalten mit der Theorie des Intergouvernementalismus erklärt werden kann und welche Auswirkungen es auf die rüstungspolitische Integration innerhalb der EU hat.
- Analyse der strategischen Fähigkeiten des Mistral-Hubschrauberträgers
- Untersuchung des Verhandlungsverlaufs zwischen Frankreich und Russland
- Anwendung des Intergouvernementalismus als theoretischer Erklärungsansatz
- Bewertung der europäischen Rüstungsexportpolitik und des „Code of Conduct“
- Reflektion französischer Motive vor dem Hintergrund nationaler Interessen
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Ende 2009 verdichteten sich die Informationen über ein großes Waffengeschäft zwischen Frankreich und Russland, als ein französisches Kriegsschiff der Mistral-Klasse zu Besuch im Hafen von St. Petersburg lag. Hierbei handelt es sich um den anvisierten Verkauf von vier Hubschrauberträgern der Mistral-Klasse an Russland. Der russischen Marine würde hierdurch ein strategisches Element von unglaublicher Wichtigkeit und Schlagkraft an die Hand gegeben, über das sie in dieser Form noch nicht verfügt.
Welche Ziele verfolgt Frankreich mit diesem Schritt? Will es ein Signal an die EU und die NATO senden, um seine nationale Stärke zu demonstrieren? Möchte es durch diesen geplanten Verkauf Russland enger an Organisationen wie die EU und die NATO binden, indem es das Signal aussendet Russland als gleichberechtigten und vor allem als Partner, von dem keine Gefahr mehr ausgeht, anzuerkennen? Oder steht nur die Stabilisierung der eigenen kränkelnden Schiffbauindustrie im Fokus der Regierung Sarkozy?
Diese Arbeit wird sich genau mit diesen Fragen auseinandersetzen. Unter der Fragestellung: „Was bedeutet die geplante Rüstungszusammenarbeit von Frankreich und Russland bezüglich der Mistral-Hubschrauberträger für die Integration rüstungspolitischer Ebene in der EU? Was sind die Motive für diesen französischen Alleingang und kann man dieses Verhalten mit einer Theorie zur europäischen Integration erklären?“ soll erarbeitet werden, welche Ziele die französische Regierung mit dem geplanten Verkauf verfolgt, was die Konsequenzen eines solchen Verkaufs wären und was dies für die sicherheitspolitische Kooperation innerhalb der EU und NATO bedeuten könnte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Waffengeschäft zwischen Frankreich und Russland sowie Definition der zentralen Fragestellung und methodischen Vorgehensweise.
2. Der Mistral-Hubschrauberträger und die Verhandlungen zwischen Frankreich und Russland: Darstellung der technischen Spezifikationen des Schiffstyps und Analyse des Fortschritts der bilateralen Verkaufsverhandlungen.
3. Der Intergouvernementalismus: Theoretische Herleitung des Intergouvernementalismus nach Stanley Hoffmann als Analysetool für die europäische Integration.
4. Europäische Rüstungsexportpolitik: Untersuchung der Rüstungsexportpolitik der EU, insbesondere des „Code of Conduct“, sowie der allgemeinen Beziehungen zwischen der EU und Russland.
5. Frankreichs Motivation für den Waffendeal und Hoffmanns Intergouvernementalismus: Analyse der französischen Beweggründe für den Rüstungsdeal und Reflektion dieser unter dem Aspekt des Intergouvernementalismus.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Bewertung der Erklärungskraft des Intergouvernementalismus im Kontext europäischer Rüstungspolitik.
Schlüsselwörter
Frankreich, Russland, Mistral-Hubschrauberträger, Rüstungspolitik, Rüstungsexportpolitik, Intergouvernementalismus, Stanley Hoffmann, Europäische Integration, Waffenverkauf, Sicherheitspolitik, NATO, EU, Kooperation, Souveränität, Verteidigungsindustrie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das geplante Waffengeschäft zwischen Frankreich und Russland, bei dem es um den Verkauf von Mistral-Hubschrauberträgern geht, und betrachtet dies im Kontext der europäischen Integrationspolitik.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die französische Rüstungsexportpolitik, der russische Bedarf an modernen Militärtechnologien sowie die theoretische Debatte über die europäische Integration unter dem Aspekt des Intergouvernementalismus.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Beweggründe Frankreichs für diesen Alleingang zu identifizieren und zu untersuchen, inwieweit der Intergouvernementalismus das Verhalten Frankreichs als Akteur innerhalb der EU erklären kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt den Intergouvernementalismus nach Stanley Hoffmann als theoretisches Analysetool, um politisches Akteursverhalten und Integrationsprozesse zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine technische Beschreibung der Mistral-Klasse, eine Darstellung der Verhandlungen, eine Analyse der EU-Rüstungsexportregeln und die theoretische Reflektion des Waffendeals.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mistral-Hubschrauberträger, Rüstungspolitik, Intergouvernementalismus, europäische Integration und bilaterale Kooperation.
Warum ist der Verkauf der Schiffe politisch so brisant?
Der Verkauf ist brisant, da er ein hochmodernes westliches Militärsystem an Russland liefert, was auf Kritik innerhalb der NATO und der baltischen Staaten stößt und die Frage nach der europäischen Einigkeit aufwirft.
Inwiefern beeinflusst der "Code of Conduct" das Geschäft?
Der „Code of Conduct“ dient als ethischer Leitfaden für Rüstungsexporte, ist jedoch rechtlich nicht bindend, weshalb Frankreich als nationaler Entscheidungsträger weiterhin souverän über das Geschäft entscheiden kann.
- Quote paper
- Tim Bohle (Author), 2010, Die Rüstungspolitik Frankreichs, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179394