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Lehren und Lernen im Sportunterricht am Beispiel des Gymnastik/Tanz-Unterrichts bei Schülerinnen und Schülern mit Körperbehinderung

Title: Lehren und Lernen im Sportunterricht am Beispiel des Gymnastik/Tanz-Unterrichts bei Schülerinnen und Schülern mit Körperbehinderung

Examination Thesis , 2009 , 91 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Victoria Bettzüge (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy

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Summary Excerpt Details

Das Bedürfnis, sich nach Musik zu bewegen, besteht in allen Epochen und Kulturen. Im Tanz versucht der Mensch das auszudrücken, was ihn in seiner Umwelt bewegt. Tanz ist ein Ausdrucksmittel für Gefühle, welches dem menschlichen Bedürfnis nach Darstellung, Kommunikation und Relation nachkommt (vgl. QUINCKHARDT 1984, S.89). Langjährige Erfahrungen im Bereich Tanz sowie dem Studium Lehramt an Grundschulen im Fach Sport, insbesondere im Bereich Gymnastik/Tanz, führten mich zu der Erkenntnis, dass tänzerische Bewegungen für Schüler unabdingbar sind. Der Lehrbereich Gymnastik/Tanz ist im Sportunterricht eine große Bedeutung zuzuschreiben. Mit Hilfe motivationsfördernder Momente im Gymnastik/Tanz-Unterricht sollen die Schüler intensive und spielerische Momente des eigenen Körpers erfahren. Diese Momente werden vor allem durch das Medium Musik geschaffen. Musik kann eine stark stimulierende Wirkung auf die Tanzbewegung und die Tanzgestaltung ausüben. Musik und Bewegung treten in eine enge Wechselbeziehung. Die Schüler können im Tanz ihrer Bewegungsfreude Ausdruck verleihen. Durch Körper- und Materialerfahrungen erlangen sie Anregungen im sensomotorischen Bereich. Des Weiteren kann der Gymnastik/Tanz-Unterricht zahlreiche Möglichkeiten der Partner- und Gruppendynamik anbieten, wodurch kommunikatives Handeln und soziales Lernen entwickelt werden können.
Meiner Meinung nach fällt die tänzerische Bewegung oftmals durch das Raster der Sportlehrer. Viele Lehrer haben keine oder eine ungenügende tänzerische Ausbildung während ihres Studiums, wodurch Gymnastik/Tanz im Schulunterricht kaum eine Berücksichtigung findet.
Aufgrund meiner Erfahrungen wird Gymnastik/Tanz wird oftmals mit „Ballett“, „Sport für Mädchen“ oder „Turnen mit Musik“ assoziiert. Doch hinter dem Begriff verbirgt sich viel mehr. Das tänzerische und kreative Potential, welches bei den Schülern vorhanden ist, und die Lust auf Tanzen werden oftmals nicht ausgeschöpft. Dadurch werden pädagogische Wirkungsmechanismen lediglich oberflächlich tangiert. „Das bisschen tanzen“ nach Musik wird zu häufig ohne zielgerichtete Anwendungen durchgeführt. Diese Arbeit stellt einen Versuch dar, die pädagogischen Vorteile des Gymnastik/Tanz-Unterrichts herauszustellen. Was ist Gymnastik/Tanz? Was kennzeichnet diesen Lehrbereich? Welche Bedeutung hat dieser Bereich für Schüler mit Körperbehinderung? Welche pädagogischen Nutzungsmöglichkeiten hat Gymnastik/Tanz für die Schülerschaft?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bewegung und Motorik

2.1 Begriffsklärung

2.2 Die motorische Entwicklung im frühen Schulkindalter

2.3 Bedeutung der Bewegung

2.4 Motorisches Lernen

3 Die Zielgruppe Schüler mit Körperbehinderung

3.1 Begriffsklärung

3.2 Sonderpädagogischer Förderbedarf bei motorischen Behinderungen

3.3 Pädagogische Möglichkeiten der Förderung

4 Geschichtlicher Abriss über die Entstehung des Gymnastik/Tanz-Unterrichts

4.1 Geschichte der Gymnastikbewegung

4.2 Geschichte des Tanzes aus pädagogischer Sichtweise

5 Lehren und Lernen

5.1 Lehren und Lernen an der Schule für Körperbehinderte

5.2 Lehren und Lernen im Gymnastik/Tanz-Unterricht

5.2.1 Die Situation des Tanzes im Primarbereich

5.2.2 Entwurf des schulinternen Lehrplanes im Fach Sport für den Grundschulbereich des Landesbildungszentrums für Körperbehinderte Halle

5.2.3 Ziele, Inhalte, Organisation, Methoden und Medien

5.2.4 Kompetenzen der Lehrkraft

5.2.5 Besonderheiten der Schülerschaft

6 Bedeutung und Möglichkeiten des Gymnastik/Tanz-Unterrichts für Schüler mit Körperbehinderung

6.1 Charakteristik des Tanzens für Schüler mit Körperbehinderung

6.2 Körpererfahrung

6.3 Materialerfahrung

6.4 Sozialerfahrung

7 Grundelemente des Tanzens

7.1 Körper

7.2 Raum

7.3 Zeit/Rhythmus

7.4 Kraft/Dynamik

7.5 Beziehung

8 Tänze

8.1 Hinführung zum Tanzen

8.2 Auswahl von Tänzen

8.3 Das Konzept `Kreativer Kindertanz´

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die pädagogischen Vorteile des Gymnastik/Tanz-Unterrichts für Schüler mit Körperbehinderung herauszustellen und die Möglichkeiten einer zielgerichteten Umsetzung in der Schulpraxis zu untersuchen. Im Zentrum der Forschungsfrage steht, wie dieser Lehrbereich konkret zur Persönlichkeitsentwicklung, Bewegungsförderung und sozialen Integration beitragen kann.

  • Grundlagen von Bewegung, Motorik und motorischem Lernen bei Kindern
  • Sonderpädagogischer Förderbedarf und Möglichkeiten der Förderung bei motorischen Beeinträchtigungen
  • Geschichtliche Entwicklung und pädagogische Einordnung des Gymnastik/Tanz-Unterrichts
  • Didaktische Konzepte, Ziele, Methoden und Medieneinsatz im Sportunterricht
  • Integration tänzerischer Elemente zur Förderung der Körper-, Material- und Sozialerfahrung

Auszug aus dem Buch

6.2 Körpererfahrung

Von Anfang an hat der Mensch das Bedürfnis sich zu bewegen. Der Mensch lernt seinen eigenen Körper kennen. Die Kenntnis über den eigenen Körper und seine individuellen Bewegungsmöglichkeiten stellen den Antrieb für das Tanzen dar (vgl. FALLAK 1988, S.21).

Den eigenen Körper bewusst wahrnehmen, die Signale verstehen, die körperlichen Fähigkeiten und Reaktionen kennen und die körperlichen Möglichkeiten einschätzen, stellen das Ziel einer körperlich sinnlichen Erfahrung dar. Körpererfahrungen sind sowohl instrumentell, d.h. den eigenen Körper bei sensorischen und motorischen Anforderungen erfahren, als auch eigenständig, d.h. jeder erfährt sich selbst mit seinem Körper, bedeutsam (vgl. ZIMMER/CICURS 1987, S.62f.).

„Körpererfahrung: die Gesamtheit aller im Verlaufe der individuellen wie gesellschaftlichen Entwicklung erworbenen Erfahrungen mit dem eigenen Körper, sowohl kognitiv wie affektiv, bewusst wie unbewusst sein können“ (ebd., S.64).

Die Förderung und Ausprägung der Körpererfahrung stellt eine pädagogische Aufgabe dar, die vor allem im Gymnastik/Tanz-Unterricht verwirklicht werden kann. Der Aufbau des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens, aber auch Erfahrungen mit und über den Körper, sollten im Mittelpunkt stehen.

Dazu zählt z.B.:

das Erleben von Erschöpfung und Ermüdung

das Wahrnehmen der körperlichen Leistungsfähigkeit und ihrer Veränderung

das psycho-physische Befinden nach körperlicher Beanspruchung (Zufriedenheit, Entlastung, Unwohlsein)

das Erleben der körperlichen Grenzen (z.B. Ausdauer und Kraft)

das Erfahren von Anspannung und aktiver Entspannung

(vgl. ZIMMER/CICURS 1987, S.65)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Bewegung und des Tanzes ein und begründet die Relevanz der Arbeit für den Schulsport.

2 Bewegung und Motorik: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe der Motorik sowie deren Bedeutung und Entwicklung im frühen Schulkindalter dargelegt.

3 Die Zielgruppe Schüler mit Körperbehinderung: Hier wird die heterogene Gruppe der Schüler mit Körperbehinderung analysiert sowie deren sonderpädagogischer Förderbedarf definiert.

4 Geschichtlicher Abriss über die Entstehung des Gymnastik/Tanz-Unterrichts: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung der Gymnastikbewegung und des Tanzes unter pädagogischen Aspekten.

5 Lehren und Lernen: Dieser Komplex beleuchtet die didaktischen Anforderungen, Ziele, Methoden und die Kompetenzen der Lehrkraft im Gymnastik/Tanz-Unterricht.

6 Bedeutung und Möglichkeiten des Gymnastik/Tanz-Unterrichts für Schüler mit Körperbehinderung: Dieses Kapitel verknüpft die tänzerische Arbeit mit den zentralen Erfahrungen der Körper-, Material- und Sozialwahrnehmung.

7 Grundelemente des Tanzens: Die zentralen Säulen des Tanzes – Körper, Raum, Zeit/Rhythmus, Kraft/Dynamik und Beziehung – werden hier theoretisch und praktisch erläutert.

8 Tänze: Abschließend werden praktische Möglichkeiten zur Hinführung, eine Auswahl an Tänzen und das Konzept des `Kreativen Kindertanzes´ vorgestellt.

Schlüsselwörter

Gymnastik, Tanz, Körperbehinderung, Sonderpädagogik, Sportunterricht, Motorik, Psychomotorik, Körpererfahrung, Materialerfahrung, Sozialerfahrung, Kreativer Kindertanz, Schulsport, Bewegungsförderung, Inklusion, Rhythmik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Fundierung von Gymnastik- und Tanzangeboten im Sportunterricht für Schüler an Schulen für Körperbehinderte.

Was sind die zentralen Themenfelder dieser Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die motorische Entwicklung, die spezifischen Bedürfnisse körperbehinderter Schüler, geschichtliche Aspekte der Tanzpädagogik sowie konkrete didaktisch-methodische Vorgehensweisen im Gymnastik/Tanz-Unterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die pädagogischen Potenziale von Gymnastik und Tanz zur ganzheitlichen Förderung von Schülern mit Körperbehinderungen aufzuzeigen und Strategien für eine gelungene Unterrichtsplanung zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Grundlagen aus der Sportpädagogik, Sonderpädagogik und Entwicklungspsychologie zusammenführt und in einen spezifischen schulischen Kontext überträgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen zu Motorik und Behinderung, eine historische Einordnung, die didaktische Aufbereitung (Ziele, Inhalte, Methoden) sowie die Analyse zentraler Tanz-Grundelemente und deren praktische Umsetzung im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gymnastik, Tanzpädagogik, Körperbehinderung, Psychomotorik und ganzheitliche Bewegungsförderung geprägt.

Welche Rolle spielt der Rollstuhl in diesem spezifischen Kontext?

Der Rollstuhl wird im Tanz nicht als Hindernis, sondern als Mittel zur Fortbewegung verstanden, das den Schülern Mobilität und Ausdrucksmöglichkeiten erweitert, sofern eine entsprechende Fahrtechnik beherrscht wird.

Warum betont die Autorin die Bedeutung des schulinternen Lehrplans?

Da allgemeine Lehrpläne für Regelschulen oft nicht ausreichen, wird die Notwendigkeit hervorgehoben, Kompetenzen individuell an die heterogenen Voraussetzungen der Schülerschaft am Landesbildungszentrum für Körperbehinderte anzupassen.

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Details

Title
Lehren und Lernen im Sportunterricht am Beispiel des Gymnastik/Tanz-Unterrichts bei Schülerinnen und Schülern mit Körperbehinderung
College
Martin Luther University
Course
Sport / Körperbehindertenpädagogik
Grade
2,0
Author
Victoria Bettzüge (Author)
Publication Year
2009
Pages
91
Catalog Number
V179324
ISBN (eBook)
9783656016953
ISBN (Book)
9783656017271
Language
German
Tags
Gymnsatik/Tanz-Unterricht Körperbehindertenpädagogik Sport
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Victoria Bettzüge (Author), 2009, Lehren und Lernen im Sportunterricht am Beispiel des Gymnastik/Tanz-Unterrichts bei Schülerinnen und Schülern mit Körperbehinderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179324
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