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Die Bewertung von F&E-Projekten - Realoptionen oder DCF-Ansatz?

Titel: Die Bewertung von F&E-Projekten - Realoptionen oder DCF-Ansatz?

Bachelorarbeit , 2011 , 34 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christian Zaia (Autor:in)

BWL - Controlling

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Für ein forschendes Unternehmen ist die Frage, ob ein neues Projekt durchgeführt werden soll, von herausragender Bedeutung. Um diese Frage beantworten zu können, bedarf es eines Prozesses der Entscheidungsfindung, bei dem die positiven und negativen Aspekte des ange- dachten Projekts in Betracht gezogen werden. Zur Erleichterung dieser Entscheidung wird in der Regel der DCF-Ansatz für die Bewertung des Projekts herangezogen. Es gilt jedoch zu untersuchen, ob dieser Ansatz die speziellen Eigenschaften eines F&E-Projekts ausreichend berücksichtigt oder ob andere Ansätze diese Eigenschaften besser abbilden können, um da- durch eine bessere Grundlage für die nötige Entscheidung zu erhalten. Ein wesentlicher Nach- teil des DCF-Ansatzes ist, dass die zu bewertenden Projekte aus einer statischen Sichtweise betrachtet werden und somit Handlungs- und Reaktionsmöglichkeiten des Managements wäh- rend der Projektlaufzeit nicht beachtet werden. Das Management kann jedoch während des Projekts auf positive und negative Entwicklungen reagieren (Ausweitung des Projekts, Pro- jektabbruch, verschiedene Änderungen etc.) und so den Projektwert – auch nach der Ent- scheidung für die Durchführung des Projekts – beeinflussen.1 Eine Alternative zum DCF- Ansatz stellt der Realoptionsansatz zur Bewertung von Investitionsprojekten dar, der die Fle- xibilität des Management im Projektwert berücksichtigt. Der Realoptionsansatz beruht auf der Optionspreistheorie und den darin verwendeten Modellen und Annahmen. Hieraus leitet sich die Frage ab, ob es möglich ist, die Ansätze zur Bewertung von Optionen, die ursprünglich für Aktienoptionen entwickelt worden sind, auf die Bewertung von F&E-Projekten und die darin enthaltene Flexibilität zu übertragen. Darüber hinaus muss betrachtet werden, inwiefern die Anwendung der Optionsmodelle sinnvoll ist, um eine bessere Antwort darauf zu geben, ob ein F&E-Projekt durchgeführt werden soll oder nicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Spezifische Eigenschaften von F&E-Projekten

2.1 Unsicherheiten

2.2 Unternehmerische Flexibilität während des F&E-Prozesses

3. Bewertung eines F&E-Projekts anhand des DCF-Ansatzes

3.1 Methodik

3.2 Probleme

4. Bewertung unter Verwendung des Realoptionsansatzes

4.1 Grundidee des Realoptionsansatzes

4.2 Inputvariablen

4.3 Binomialmodell

4.4 Black-Scholes Modell

4.5 Geske-Modell zur Bewertung von Compound Optionen

4.6 Einfluss mehrerer Realoptionen auf den Wert eines F&E-Projekts

5. Vergleich der dargestellten Bewertungsansätze

5.1 Beispiel: DCF-Ansatz vs. Binomialmodell

5.2 Beispiel: DCF-Ansatz vs. Black-Scholes Modell

6. Kritische Würdigung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob klassische Bewertungsverfahren wie der Discounted Cash Flow (DCF)-Ansatz geeignet sind, den Wert von Forschungs- und Entwicklungsprojekten (F&E) adäquat abzubilden, und inwiefern der Realoptionsansatz eine bessere Entscheidungsgrundlage bietet, indem er die unternehmerische Flexibilität während der Projektlaufzeit explizit berücksichtigt.

  • Spezifische Risiken und Unsicherheiten von F&E-Projekten
  • Analyse der Grenzen des DCF-Ansatzes bei Investitionen
  • Anwendung von Realoptionsmodellen (Binomialmodell, Black-Scholes) zur Bewertung von Managementflexibilität
  • Vergleich von DCF-Ansatz und Realoptionsansatz anhand praktischer Beispiele

Auszug aus dem Buch

2. Spezifische Eigenschaften von F&E-Projekten

Im Folgenden werden verschiedene Eigenschaften von F&E-Projekten dargestellt, aufgrund derer sich F&E-Projekte von anderen Investitionsprojekten unterscheiden. F&E-Projekte werden in verschiedene Phasen untergliedert. So wird beispielsweise die Entwicklung eines Impfstoffes häufig in fünf Phasen aufgeteilt: 1. Grundlagenforschung, 2. Ermittlung möglicher Impfstoffe und Untersuchung der Wirksamkeit in Tierversuchen, 3. Tests möglicher Impfstoffe an ausgewählten Personen, 4. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Testphase folgt der Ausbau der Produktion zur Erhöhung der Herstellungsmenge, 5. Markteinführung.

Die zeit- und kostenintensivste Phase stellt üblicherweise die Testphase dar. Der durch die Investition riskierte Betrag steigt mit jeder weiteren Phase des dargestellten Prozesses. In den beiden Phasen zu Beginn des F&E-Projektes ist das Unternehmen hauptsächlich dem finanziellen Risiko ausgesetzt, dass beispielsweise keine wirkungsvollen Impfstoffe gefunden werden und das Projekt mangels Erfolg abgebrochen wird. In der dritten Phase kommt mit den Tests des möglichen Impfstoffes an ausgewählten Personen zusätzlich noch das Risiko eines Imageschadens hinzu, falls bei den Tests nicht die erwünschten Ergebnisse erzielt werden.

Da die Investition in ein F&E-Projekt Kosten mit sich bringt, die nicht rückgängig gemacht werden können („Sunk Costs“), sind die meisten F&E-Projekte zumindest teilweise unumkehrbar, wodurch sie sensibel für die Auswirkungen von Unsicherheiten werden. Wenn sämtliche Kosten eines Projekts rückgängig gemacht werden könnten und somit keine „Sunk Costs“ vorliegen würden, müssten die mit einem F&E-Projekt verbundenen Unsicherheiten nicht in die Bewertungsüberlegungen miteinbezogen werden.

Der dargestellte phasenweise Aufbau eines F&E-Projektes bietet somit in jeder Phase verschiedene Risiken, aber auch Möglichkeiten, um auf neue Begebenheiten reagieren zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz der Bewertung von F&E-Projekten heraus und erläutert die Defizite des klassischen DCF-Ansatzes bei der Abbildung unternehmerischer Flexibilität.

2. Spezifische Eigenschaften von F&E-Projekten: Dieses Kapitel erläutert den phasenweisen Aufbau von F&E-Projekten sowie die zentralen Unsicherheiten und die Bedeutung der unternehmerischen Flexibilität.

3. Bewertung eines F&E-Projekts anhand des DCF-Ansatzes: Es wird die Methodik des DCF-Ansatzes dargelegt und aufgezeigt, warum dieser bei der Bewertung von F&E-Projekten oft zu Fehlentscheidungen führt.

4. Bewertung unter Verwendung des Realoptionsansatzes: Die Grundlagen des Realoptionsansatzes werden erläutert und verschiedene Modelle wie das Binomial- oder Black-Scholes-Modell zur Bewertung der Projektflexibilität vorgestellt.

5. Vergleich der dargestellten Bewertungsansätze: Anhand zweier Praxisbeispiele wird verdeutlicht, wie die Einbeziehung von Realoptionen zu einer anderen Investitionsbewertung als bei der reinen DCF-Betrachtung führen kann.

6. Kritische Würdigung und Fazit: Das Fazit fasst die Vorteile des Realoptionsansatzes zusammen, mahnt aber gleichzeitig zu einem kritischen Umgang mit den zugrunde liegenden Schätzungen und Annahmen.

Schlüsselwörter

F&E-Projekte, Realoptionen, DCF-Ansatz, Investitionsbewertung, unternehmerische Flexibilität, Kapitalwert, Binomialmodell, Black-Scholes Modell, Compound Optionen, Investitionsrisiko, Unsicherheit, Projektbewertung, Entscheidungsbaum, Sunk Costs, Markteinführung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bewertung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten (F&E) und der Frage, wie Unternehmen diese Investitionen unter Berücksichtigung von Risiken und Flexibilität optimal bewerten können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf den Vergleich zwischen der statischen Discounted Cash Flow (DCF)-Methodik und dem dynamischen Realoptionsansatz, der Handlungsspielräume des Managements quantifizierbar macht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob der Realoptionsansatz eine bessere Entscheidungsgrundlage für F&E-Investitionen darstellt als der verbreitete DCF-Ansatz, insbesondere da F&E-Projekte oft in Phasen unterteilt sind und Flexibilität bieten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt die Kapitalmarkttheorie und überträgt klassische Optionspreismodelle wie das Binomialmodell, das Black-Scholes-Modell und das Geske-Modell auf reale Investitionsvorhaben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen DCF- und Realoptionsgrundlagen, die Erläuterung der spezifischen Bewertungsmodelle und die Anwendung dieser Methoden auf praxisorientierte Fallbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören unter anderem F&E-Projekte, Realoptionen, DCF-Ansatz, Investitionsrisiko sowie Begriffe wie Binomialmodell, Volatilität und strategische Flexibilität.

Warum schneiden Projekte beim klassischen DCF-Ansatz oft schlechter ab?

Der DCF-Ansatz betrachtet das Projekt meist statisch und unterschätzt den Wert des "Management-Handlungsspielraums". Er vernachlässigt die Möglichkeit, Projekte bei negativen Verläufen abzubrechen oder bei positiven Entwicklungen auszuweiten.

Welche Bedeutung haben "Sunk Costs" in dieser Arbeit?

Sunk Costs sind Kosten, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Sie machen F&E-Projekte zumindest teilweise unumkehrbar und erhöhen damit die Sensibilität des Projekts gegenüber Unsicherheiten.

Was versteht man unter einer "Compound Option"?

Eine Compound Option bezeichnet eine Option auf eine andere Option. Bei F&E-Projekten entspricht dies oft dem Durchlaufen mehrerer Phasen, bei denen nach jeder Phase entschieden wird, ob die nächste Stufe erreicht werden soll.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bewertung von F&E-Projekten - Realoptionen oder DCF-Ansatz?
Hochschule
Universität Hohenheim  (Institut für Financial Management, Lehrstuhl für Risikomanagement und Derivate)
Note
1,7
Autor
Christian Zaia (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
34
Katalognummer
V179307
ISBN (eBook)
9783656016960
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Realoptionen BWL F&E DCF Discounted Cash Flow Optionen Forschung Entwicklung Real Option Bewertung Projekt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Zaia (Autor:in), 2011, Die Bewertung von F&E-Projekten - Realoptionen oder DCF-Ansatz?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179307
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Leseprobe aus  34  Seiten
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