Immer häufiger wird in den Medien über das Thema Klimawandel und der damit einhergehenden globalen Erwärmung berichtet. Aufforderungen zum nachhaltigen Handeln werden immer lauter.
In diesem Zusammenhang wird zunehmend vom „Carbon Footprint“ gesprochen, welcher die Menge an CO2 beziffert, die eine Person oder ein Unternehmen ausstößt.
Die Transportlogistik gilt als einer der größten CO2-Emittenten überhaupt. In Anlehnung an das CEFIC –„Responsible Care“ Programm wird mit dieser Ausarbeitung die Frage behandelt, wie ein Transportlogistikunternehmen die Leistungen für den Umweltschutz mit der Kennzahl Carbon Footprint verbessern kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Betriebliche Aufgabenstellung
1.2 Thema
1.3 Gliederung
2 Begriffliche Abgrenzungen
2.1 Nachhaltigkeit
2.2 Transportlogistik
2.3 Carbon Footprint
2.4 Kennzahlen
3 Die Berechnung des Carbon Footprint
3.1 Berechnungsmethoden
3.2 Festlegung des Ziels und des Untersuchungsrahmens
3.3 Sachbilanz
3.4 Wirkungsabschätzung
3.5 Auswertung
4 Einsatzfelder der Kennzahl Carbon Footprint
4.1 Interne Verwendung
4.2 Externe Verwendung
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, wie das Unternehmen Bertschi Transporte AG durch die Einführung und Nutzung des Carbon Footprints als Kennzahl seine Leistungen im Bereich Umweltschutz optimieren und transparent gestalten kann.
- Grundlagen der Nachhaltigkeit und Transportlogistik
- Definition und Bedeutung des Carbon Footprints
- Methodik zur Berechnung von CO2-Emissionen in der Logistik
- Interne Steuerungsmöglichkeiten durch Benchmarking
- Externe Kommunikation und Wettbewerbsvorteile
Auszug aus dem Buch
3.1 Berechnungsmethoden
Zurzeit gibt es noch keine allgemeingültige Methode der Carbon Footprint-Berechnung. Allerdings gelten drei Veröffentlichungen als richtungweisend:26
Das BSI hat am 29.01.2008 die PAS 2050 „Specification for the assessment of the life cycle greenhouse gas emissions of goods and services“ herausgegeben.
Der WBCSD hat in Zusammenarbeit mit dem WRI im Rahmen der “Greenhouse Gas Protocol”-Initiative den „Product and Supply Chain Accounting and Reporting Standard“ entwickelt. Dieser soll Ende 2010 veröffentlicht werden.
Durch die ISO wird im Frühjahr 2011 die Norm ISO TC 207 „Carbon Footprints of Products“ veröffentlicht.
Als Grundlage dieser drei Carbon Footprint-Berechnungsmethoden dient der Life Cycle Assessment (LCA). 27 Der LCA ist international durch den DIN EN ISO14040 standardisiert und in Deutschland unter dem Begriff „Ökobilanz“ bekannt.
Die Berechnung des Carbon Footprints wird äquivalent zur Berechnung der Ökobilanz in vier Phasen durchgeführt:28
1. Festlegung des Ziels und des Untersuchungsrahmens
2. Sachbilanz
3. Wirkungsabschätzung
4. Auswertung
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die betriebliche Aufgabenstellung bei Bertschi ein und erläutert die Relevanz des Themas Klimawandel für die Transportlogistik.
2 Begriffliche Abgrenzungen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen zu Nachhaltigkeit, Transportlogistik, Carbon Footprint und Kennzahlen geschaffen.
3 Die Berechnung des Carbon Footprint: Hier wird der methodische Ansatz zur Bestimmung des Carbon Footprints basierend auf den Phasen der Ökobilanz detailliert beschrieben.
4 Einsatzfelder der Kennzahl Carbon Footprint: Das Kapitel analysiert, wie die Kennzahl intern zur Steuerung und extern zur Wettbewerbspositionierung genutzt werden kann.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt den Nutzen der Kennzahl für die kontinuierliche Verbesserung der Umweltschutzleistungen bei Bertschi.
Schlüsselwörter
Carbon Footprint, Transportlogistik, Nachhaltigkeit, CO2-Emissionen, Kennzahlen, Ökobilanz, Umweltmanagement, Bertschi Transporte AG, Intermodalverkehr, Treibhausgase, Supply Chain, Benchmarking, Umweltschutz, Klimawandel, Prozessoptimierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie ein Transportlogistikunternehmen wie Bertschi den "Carbon Footprint" als Kennzahl einsetzen kann, um ökologische Nachhaltigkeit messbar zu machen und zu verbessern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Einordnung von Nachhaltigkeit und Logistik, der methodischen Vorgehensweise zur CO2-Berechnung sowie den praktischen Einsatzfeldern der Kennzahl im Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch die Anwendung des Carbon Footprints die Umweltbelastung bei Transporten reduziert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit orientiert sich an der international standardisierten Methodik des "Life Cycle Assessment" (LCA) bzw. der Ökobilanz nach DIN EN ISO 14040.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der strukturierten vierstufigen Berechnung des Carbon Footprints und der Frage, wie man gewonnene Daten intern für Benchmarks und extern für eine transparente Unternehmenskommunikation nutzt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Carbon Footprint, Transportlogistik, Nachhaltigkeit, CO2-Äquivalente und Ökobilanzierung.
Warum ist die Unterscheidung zwischen intermodalem Verkehr und Straßentransport so wichtig?
Der intermodale Verkehr gilt als emissionsärmer, und der Carbon Footprint hilft dabei, diese ökologischen Vorteile gegenüber dem reinen Straßentransport quantifizierbar zu belegen.
Welche Rolle spielt die Prioritätenmatrix in diesem Zusammenhang?
Sie unterstützt das Management dabei, Maßnahmen zur CO2-Reduktion hinsichtlich ihrer Wirkungskraft und der damit verbundenen Investitionskosten effizient zu priorisieren.
Warum wird der Product Carbon Footprint empfohlen?
Er ermöglicht eine differenzierte Auswertung der Emissionen pro Dienstleistung oder Produkt, anstatt nur eine pauschale Gesamtemissionszahl für das gesamte Unternehmen auszuweisen.
Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit?
Durch eine transparente Ausweisung des Carbon Footprints kann sich das Unternehmen eine Vorreiterrolle in der Chemietransporte-Branche erarbeiten und innovative, klimafreundliche Transportprodukte anbieten.
- Quote paper
- Patrick Rizzon (Author), 2010, Der Carbon Footprint als Kennzahl für Nachhaltigkeit in der Transportlogistik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179255