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Die rituelle Rückgabe der Macht durch Octavian im Jahre 27 v. Chr.

Ein Versuch zur Wiederherstellung der Republik oder eine Neukonstituierung der Alleinherrschaft?

Title: Die rituelle Rückgabe der Macht durch Octavian im Jahre 27 v. Chr.

Seminar Paper , 2011 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Philipp-Michael Hebel (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

Im Folgenden soll die, durch Octavian am 13. Januar des Jahres 27 v. Chr. erfolgte, rituelle Rückgabe der res publica an den römischen Senat sowohl auf ihre Auswirkungen für die politische Struktur Roms sowie für die an ihr Beteiligten Personen, wobei natürlich das Hauptaugenmerk auf Octavian selbst gerichtet sein soll, untersucht sowie einer kritischen Hinterfragung unterzogen werden. Dabei soll vor allem der Frage nach gegangen werden, ob es sich bei dieser Rückgabe um eine akribisch vorbereitete und aufwendig in Szene gesetzte Inszenierung mit dem Zwecke der Konstituierung der Macht Octavians oder, im Gegenteil, um einen aufrichtigen und ernst gemeinten Versuch der Restituierung der Republik handelte. Zur Beantwortung dieser Frage sollen sowohl eine nähere Betrachtung der von Octavian im Zusammenspiel mit Agrippa durchgeführten Revision der Senatsliste als auch der Vorbereitungen, die Octavian im Hinblick auf die Rückgabe getroffen hat, dienen. Abhängig von der Antwort auf die Frage nach dem Zweck der Rückgabe sollen dann die Beweggründe, welche Octavian zu diesem Schritte verleiteten, heraus gestellt werden.
Des Weiteren sind natürlich auch die beschlossenen Regelungen sowie die Verzichte, die Octavian bezüglich der Rückgabe sowie der eventuellen Neuordnung der Republik getätigt hat, Thema der Betrachtungen. Dazu zählen sowohl die Verwaltung der einzelnen Provinzen Roms als auch die religiösen bzw. staatlichen Ehrungen und Ämter, die Octavian im Zuge dessen entweder entzogen oder neu verliehen wurden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Lectio Senatus und ihre Gründe

III. Die rituelle Rückgabe der Macht und die Neukonstituierung der Herrschaft im Jahre 27 v. Chr.

1. Maßnahmen zur Neuordnung der res publica

2. Neuordnung der Herrschaft über die Provinzen

3. Zusammenfassung und Resultate der Neuordnungen

IV. Die Verzichte Octavians

V. Die Religiösen Ehrungen für Octavian und deren Funktion

VI. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, ob die rituelle Machtrückgabe Octavians im Jahr 27 v. Chr. als ernsthafter Versuch einer republikanischen Restitution oder als geschickte Inszenierung zur Etablierung seiner Alleinherrschaft zu werten ist.

  • Die Revision der Senatsliste durch Octavian und Agrippa
  • Die rechtlichen und machtpolitischen Rahmenbedingungen der "res publica restituta"
  • Die Neuordnung der Provinzverwaltung und deren militärische Implikationen
  • Die Funktion religiöser Ehrungen und Ehrentitel für die Legitimierung der Herrschaft
  • Das Spannungsfeld zwischen traditionellen republikanischen Strukturen und faktischer Autokratie

Auszug aus dem Buch

III. Die rituelle Rückgabe der Macht und die Neukonstituierung der Herrschaft im Jahre 27 v. Chr.

Nachdem sich nun eingehend mit der Lectio Senatus und ihrer Rolle für die Rückgabe der Republik beschäftigt wurde, sollen nun die eigentlichen Vorgänge rund um diese in den Fokus der Betrachtung rücken.

Bereits während des Perusinischen Krieges hatte Lucius Antonius die Wiederherstellung der res publica ins Spiel gebracht, um Propaganda gegen Octavian zu machen. Und Marcus Antonius hatte sogar angeboten auf seine außerordentlichen Gewalten zu verzichten, ebenfalls mit dem Ziel dadurch Stimmung gegen Octavian zu erzeugen.21 Dadurch sah sich Octavian dann auch selbst dazu gezwungen auf seine Vollmachten zu verzichten, da er ebenfalls des Öfteren seine Absicht dazu bekundet hatte. So z.B. im Jahre 32 v. Chr., als er unmittelbar vor dem Konflikt mit Antonius noch einmal untermauerte, dass er, im Falle eines für ihn positiven Ausganges der Auseinandersetzung, gewillt war die res publica wieder dem römischen Volk sowie dem Senat zu übertragen.22

Durch die innenpolitischen Maßnahmen, die er in den Jahren 29 und 28 v. Chr. durchgeführt hat, wie z.B. die im vorherigen Abschnitt erwähnte Revision der Senatsliste, versuchte Octavian seinen Großen Staatsakt, die restitutio rei publicae im Januar 27 v. Chr., vorzubereiten.23

Octavian war sich im Klaren darüber, dass er nicht ewig unter dem Notstandsrecht regieren konnte, schon gar nicht, wenn er sein Versprechen, die res publica nach einem erfolgreichen Abschluss der Scharmützel mit Antonius zurück zu geben, nicht eingehalten hätte und somit den consensus universorum, also die Zustimmung aller zu den ihm eingeräumten außerordentlichen Befugnissen, verletzt hätte.24 Er hatte aber zugleich durch seine, noch vorhandene, unbeschränkte Gewalt ausreichend Zeit, um den Wechsel zu einer neuartigen Ordnung des römischen Staates in aller Ruhe und zu seinem Vorteil zu planen.25

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel umreißt die Fragestellung, ob die Machtübergabe 27 v. Chr. eine Restitution der Republik oder eine Machtfestigung Octavians darstellte.

II. Die Lectio Senatus und ihre Gründe: Es wird die Revision der Senatsliste untersucht, die unter dem Vorwand der Säuberung des Senats primär zur Ausschaltung politischer Gegner diente.

III. Die rituelle Rückgabe der Macht und die Neukonstituierung der Herrschaft im Jahre 27 v. Chr.: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Maßnahmen der Machtrückgabe sowie die Neuregelung der Provinzverwaltung, die Octavians faktische Machtbasis festigten.

1. Maßnahmen zur Neuordnung der res publica: Fokus auf die formelle Niederlegung der außerordentlichen Befugnisse und die Übertragung neuer Privilegien an Octavian.

2. Neuordnung der Herrschaft über die Provinzen: Untersuchung der strategischen Verteilung der Provinzen zwischen Senat und Octavian und deren militärische Konsequenzen.

3. Zusammenfassung und Resultate der Neuordnungen: Fazit zu den Auswirkungen der Ämterhäufung und der Machtfülle Octavians trotz der proklamierten Wiederherstellung der Republik.

IV. Die Verzichte Octavians: Darstellung der tatsächlichen Verzichte und deren Instrumentalisierung zur Wahrung der Glaubwürdigkeit Octavians.

V. Die Religiösen Ehrungen für Octavian und deren Funktion: Analyse der sakralen Legitimation durch Ehrentitel wie "Augustus" und deren symbolische Bedeutung.

VI. Fazit: Abschließende Einordnung der Ereignisse als geschickte Übereinkunft, die trotz republikanischer Fassade zur Konstituierung der Alleinherrschaft führte.

Schlüsselwörter

Octavian, Augustus, Res publica, Senat, Machtrückgabe, Prinzipat, Lectio senatus, Provinzen, Autorität, Auctoritas, Römische Geschichte, Staatsakt, Restitutio, Politische Strukturen, Autokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Vorgänge um die sogenannte rituelle Rückgabe der Macht durch Octavian im Jahr 27 v. Chr. und bewertet diese kritisch.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Im Zentrum stehen die Umgestaltung des Senats, die Neuordnung der Provinzverwaltung, die Rolle der persönlichen auctoritas Octavians und die ideologische Untermauerung seiner Herrschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung der Frage, ob es sich bei der Machtrückgabe 27 v. Chr. um einen aufrichtigen Versuch zur Wiederherstellung der Republik oder um eine Inszenierung zur Absicherung der Alleinherrschaft handelte.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse unter Heranziehung zentraler antiker Quellen sowie einschlägiger moderner Fachliteratur zur römischen Innenpolitik.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil befasst sich mit der Revision der Senatsliste, der rechtlichen Neuordnung, der Verteilung der Provinzen und der religiösen Überhöhung Octavians.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse am besten?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Res publica, Prinzipat, Autokratie, Legitimierung und politische Strategie.

Warum war die "Lectio Senatus" für Octavians Macht entscheidend?

Sie ermöglichte ihm, politische Gegner (Antonianer) zu entfernen und den Senat unter dem Deckmantel der moralischen Reinigung neu zu strukturieren.

Welche Rolle spielte die Provinzverwaltung in der neuen Ordnung?

Durch die Übernahme der militärisch bedeutsamen Provinzen unter dem Deckmantel des Schutzes sicherte sich Octavian die faktische Kontrolle über das Heer, während er den Senat mit befriedeten Gebieten abspeiste.

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Details

Title
Die rituelle Rückgabe der Macht durch Octavian im Jahre 27 v. Chr.
Subtitle
Ein Versuch zur Wiederherstellung der Republik oder eine Neukonstituierung der Alleinherrschaft?
College
Ruhr-University of Bochum
Course
Tiberius
Grade
2,0
Author
Philipp-Michael Hebel (Author)
Publication Year
2011
Pages
18
Catalog Number
V179089
ISBN (eBook)
9783656014003
ISBN (Book)
9783656014355
Language
German
Tags
rückgabe macht octavian jahre versuch wiederherstellung republik neukonstituierung alleinherrschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp-Michael Hebel (Author), 2011, Die rituelle Rückgabe der Macht durch Octavian im Jahre 27 v. Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179089
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