Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus

Urbanisierung und kommunale Daseinsvorsorge im Deutschen Kaiserreich

Titel: Urbanisierung und kommunale Daseinsvorsorge im Deutschen Kaiserreich

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Martin Finkenhäuser (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Was den Urbaniserungsprozess im deutschen Kaiserreich von anderen tiefgreifenden Wandlungen in der Wirtschafts- und Sozialstruktur einer Gesellschaft unterscheidet, ist möglicherweise die Geschwindigkeit, mit der die Entwicklung verlaufen ist, die nahezu alle Lebensbereiche betraf. Die verschiedenen Faktoren, darunter sollten Bevölkerungswachstum, Städtewachstum, Migration, Mobilität sowie die Entstehung urbaner Lebensformen als wesentlich gelten, waren einander alle gegenseitig Ursache und Folge. Der Wandel von der Agrar- zur Industriegesellschaft und der damit verbundene Verstädterungsprozess
können vor dem Hintergrund der „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“
als die Bühne verstanden werden, auf der die Moderne entsteht. In dieser Arbeit geht es um den Urbanisierungsprozess im Deutschen Kaisserreich und die Rolle der Kommunen in selbigem.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Städtewachstum

2.1. Das Bevölkerungswachstum

2.2. Migration und Mobilität

2.3. Eingemeindungen

3. Leben in der Stadt

4. Kommunale Daseinsvorsorge

4.1. Verwaltungsstruktur der Kommunen

4.2. Kommunale Maßnahmen

4.3. Kommunale Betriebe

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den tiefgreifenden Urbanisierungsprozess im Deutschen Kaiserreich und analysiert, wie die Kommunalpolitik auf die daraus resultierenden sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen reagierte. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwieweit die Stadtentwicklung neue Lebensformen hervorbrachte und den Grundstein für moderne Interventions- und Wohlfahrtsstrukturen legte.

  • Wandel von der Agrar- zur Industriegesellschaft und die damit verbundene Urbanisierung.
  • Demografische Entwicklung, Migrationsbewegungen und deren Auswirkungen auf städtische Strukturen.
  • Soziokultureller Wandel und die Auswirkungen des Großstadtlebens auf die Bevölkerung.
  • Rolle der Kommunalverwaltung bei der Bewältigung städtischer Probleme durch Daseinsvorsorge.
  • Bedeutung kommunaler Betriebe und Maßnahmen für die Entwicklung des modernen Wohlfahrtsstaates.

Auszug aus dem Buch

2.2. Migration und Mobilität

Die wesentliche Ursache für den Verstädterungsprozess waren jedoch die riesigen Wanderungsbewegungen. Man kann dabei drei Verlaufstypen von Mobilität unterscheiden. Zum einen die regionale Mobilität und die Fernwanderung: 1907 lebten von 60,4 Mio Menschen im Reich 29 Mio, also 48%, nicht mehr in ihrer Geburtsgemeinde. Zum anderen war die innerstädtische Mobilität rapide gestiegen, da Wohnung und Arbeitsplatz mitunter mehrere Kilometer entfernt lagen, eine Strecke, die anfangs noch zu Fuß zurückgelegt werden musste und erst nach und nach per Nahverkehr bewältigt werden konnte. Durch das selbe Problem wuchs auch die innerstädtische Umzugsmobilität. Ständig auf der Suche nach einer preiswerten Wohnung in günstiger Lage zogen vor allem die Zugewanderten häufig um.

Die Binnenwanderung, eine in Ausmaß und Wirkung neuartige Erscheinung, ermöglichte erst die Bereitstellung des industriellen Arbeitskräftepotentials. Bei der Fernwanderung zeigt sich ein deutliches zahlenmäßiges Ost-West-Gefälle. Es waren vor allem Menschen aus den ostelbischen Gebieten, die in die Industriezentren zogen, also hauptsächlich ins Ruhrgebiet, aber auch nach Berlin und Sachsen. Vorwiegend brachen junge, ledige Männer auf. Es kam zwar häufig zum Nachzug der Familie, wenn die Existenz einigermaßen schien, aber der Anteil der männlichen Bevölkerung in den Großstädten stieg deutlich an. Viele Bergbau- und Schwerindustrieunternehmen unterhielten Werbeagenturen, deren „Schlepper“ gezielt Wanderungslustige in den Ostgebieten suchten, die dann in den Industriegebieten in sogenannten „Zechenkolonien“ untergebracht wurden. In die Ostgebiete kamen wiederum russisch-polnische und galizische Wanderarbeiter, da hier in der Landwirtschaft saisonal großer Arbeitskräftemangel herrschte. Diese wurden auf ähnliche Weise in „Schnitterkasernen“ untergebracht. Zu Migranten gehörten jedoch nicht nur Industriearbeiter, sondern auch viele, deren Ausbildung in den rasant wachsenden Städten dringend benötigt wurde, zum Beispiel Lehrer, Beamte oder Verwaltungsangestellte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel erläutert den Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft und definiert das Ziel der Arbeit, die Rolle der Kommunalpolitik bei der Bewältigung urbaner Probleme zu untersuchen.

2. Städtewachstum: Hier werden das Bevölkerungswachstum, die maßgeblichen Migrationsbewegungen sowie die Bedeutung von Eingemeindungen für die Flächenexpansion der Städte analysiert.

3. Leben in der Stadt: Dieser Abschnitt beschreibt den soziokulturellen Wandel und die Auswirkungen der Urbanisierung auf die Mentalität, die soziale Segregation und die Lebensverhältnisse der Großstadtbevölkerung.

4. Kommunale Daseinsvorsorge: Das Kapitel befasst sich mit der Verwaltungsstruktur, kommunalen Maßnahmen in Bereichen wie Gesundheit und Stadtplanung sowie der Entwicklung kommunaler Betriebe zur Bewältigung der Daseinsvorsorge.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese, in der die Rolle der Politik und Verwaltung als fundamental für die Vermeidung städtischer Katastrophen und als Grundstein des Wohlfahrtsstaates hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Urbanisierung, Deutsches Kaiserreich, Kommunalpolitik, Daseinsvorsorge, Bevölkerungswachstum, Migration, Binnenwanderung, Stadtentwicklung, Industrialisierung, Lebensformen, Sozialstruktur, Kommunalverwaltung, Wohlfahrtsstaat, Infrastruktur, Segregation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen, demografischen und politischen Auswirkungen des Urbanisierungsprozesses im Deutschen Kaiserreich.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind das rasante Städtewachstum, die Rolle der Migration, der Wandel des Stadtlebens sowie die Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu untersuchen, welche Probleme durch die Urbanisierung entstanden, wie die Kommunalpolitik darauf reagierte und inwieweit dies den Aufstieg des modernen Wohlfahrtsstaates begünstigte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung historischer Daten und Literatur zur Stadtgeschichte des späten 19. Jahrhunderts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die demografische Entwicklung, die soziale Mobilität, die Segregationsprozesse in Großstädten sowie die organisatorischen und infrastrukturellen Maßnahmen der Kommunalverwaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Urbanisierung, Kommunalpolitik, Daseinsvorsorge und industrieller Wandel charakterisiert.

Welche Rolle spielte die Migration bei der Urbanisierung?

Die Binnenwanderung, insbesondere das Ost-West-Gefälle, war die wesentliche Ursache für das Städtewachstum und ermöglichte das industrielle Arbeitskräftepotential.

Warum waren kommunale Betriebe so wichtig für die Städte?

Sie ermöglichten eine direkte Kontrolle über kritische Infrastrukturen, garantierten die Versorgung der Bevölkerung und dienten zudem als Einnahmequelle für klamme kommunale Kassen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Urbanisierung und kommunale Daseinsvorsorge im Deutschen Kaiserreich
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Europäische Geschichte)
Veranstaltung
Das Deutsche Kaiserreich
Note
1,0
Autor
Martin Finkenhäuser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
24
Katalognummer
V178547
ISBN (eBook)
9783656005902
ISBN (Buch)
9783656006213
Sprache
Deutsch
Schlagworte
urbanisierung daseinsvorsorge deutschen kaiserreich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Finkenhäuser (Autor:in), 2010, Urbanisierung und kommunale Daseinsvorsorge im Deutschen Kaiserreich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/178547
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  24  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum