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Die Autonomie der Städte und Siedlungen im Lykischen Bund

Title: Die Autonomie der Städte und Siedlungen im Lykischen Bund

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martin Finkenhäuser (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

Die Lykier haben sich trotz ständiger und ständig wechselnder Vorherrschaft durch andere stets weitestgehend selbst verwaltet, dabei schwankte zwar das Maß an Eigenständigkeit gerade zwischen der rhodischen Vorherrschaft und der Zeit danach beträchtlich, aber spätestens ab dem dritten Jahrhundert v. Chr. ist die πόλις in Lykien die entscheidende Institution. Zweitens kann man konstatieren, dass die πόλις die entscheidende Mittelebene in einer weitreichenden Verwaltungshierarchie, die ab 167 v. Chr. vom Gemeindevorsteher über
Stadt und Bund bis nach Rom reichte, war. In dieser Arbeit geht es um die Geschichte des Koinons der Lykier.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Λυκίων τὸ κοινὸν – Zur Struktur des Bundes

1. Die Vorgeschichte: Lykien bis zum 3. Jahrhundert

2. Gründung und Frühphase in hellenistischer Zeit

3. Lykien in der Kaiserzeit

4. Die Verfassung des Bundes

3. Gewahrte Autonomie?

1. Lykische Städte unter rhodischer Vorherrschaft

2. Lykische Städte in der römischen Provinz

4. Fazit

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Quellen

2. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen dem Streben nach autonomer Selbstverwaltung der lykischen Städte und der Einbindung in die föderalen Strukturen des Lykischen Bundes. Dabei wird analysiert, wie sich das Verhältnis zwischen dem Bund und seinen Mitgliedern über die Zeit veränderte, welche verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen existierten und in welchem Maße die Autonomie durch übergeordnete Mächte wie Rhodos oder Rom beeinflusst wurde.

  • Entwicklung und Struktur des Lykischen Bundes
  • Verfassungsrechtliche Institutionen und Ämter
  • Autonomie lykischer Städte unter wechselnden äußeren Einflüssen
  • Siedlungsstrukturen und das Verhältnis von Stadt und Land
  • Übergang von der hellenistischen Periode zur römischen Kaiserzeit

Auszug aus dem Buch

2.4. Die Verfassung des Bundes

Die Lykier galten für ihre Zeitgenossen und für die unmittelbar folgenden Generationen offenbar als sehr vorbildlich und zivilisiert. So werden sie von Cicero als Graeci homines charakterisiert und damit von den barbarischen Kilikern abgegrenzt. Ein ähnliches positives Urteil fällt Strabon, der uns ein Bild des κοινόν der Lykier in hellenistischer Zeit liefert, indem er Artemidor wiedergibt. Darin heißt es, dass Lykien

„von wohlgesitteten Menschen bewohnt wird. Die Natur des Landes nämlich ist der von Pamphylien und dem Rauhen Cilicien ähnlich; allein jene Völker bedienen sich ihrer Häfen zu Sammelplätzen für den Seeraub, indem sie teils selbst Seeräuberei trieben, teils den Seeräubern Märkte für ihre Beute und Ankerplätze gewährten; [...] Die Lycier dagegen lebten fortwährend so bürgerlich und wohlgesittet, daß sie [...] bei der urväterlichen Verfassung des Lycischen Bundes treu verharrten.

[3.] Es sind aber dreiundzwanzig Städte, welche am Stimmrecht Anteil haben. Man kommt aus jeder Stadt zu einer allgemeinen Ratsversammlung zusammen, und wählt dazu eine Stadt nach Gutdünken. Von den größten Städten hat jede drei Stimmen, die mittleren zwei, die übrigen eine. Nach diesem Verhältnis tragen sie auch die Abgaben und übrigen Obliegenheiten. Als die sechs großen Städte nennt Artemidorus Xabthus, Patara, Pinara, Olympus, Myra und Tlos an dem Bergübergange nach Cibyra gelegen. In der Ratsversammlung wird zuvörderst ein Lykiarch gewählt, dann die übrigen Beamten des Bundes; auch die Richterstellen werden gemeinschaftlich besetzt. Vormals beratschlagten sie auch über Krieg, Frieden und Bündnisse, jetzt aber ist dies unstatthaft, weil diese Dinge in der Hand der Römer liegen müssen, es seien denn, daß diese es gestatten, oder wenn es diese selbst von Nutzen ist. Übrigens werden sowohl Richter als Staatsbeamte auf gleiche Weise nach Verhältnis der Stimmenzahl aus jeder Stadt erwählt. Bei einer so guten Staatsverfassung glückte es ihnen unter den Römern stets frei und im Genuß ihres väterlichen Besitztums zu bleiben[.]“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der föderalen Tradition Lykiens und der Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich des Spannungsfeldes zwischen Autonomie und übergeordneter Einbindung.

2. Λυκίων τὸ κοινὸν – Zur Struktur des Bundes: Analyse der historischen Entwicklung und verfassungsrechtlichen Organisation des Bundes von den Anfängen bis in die Kaiserzeit.

3. Gewahrte Autonomie?: Untersuchung der siedlungsstrukturellen Gegebenheiten und des Einflusses externer Mächte wie Rhodos und Rom auf die städtische Autonomie.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der dynamischen Systemstrukturen und der veränderten Verwaltungskompetenzen unter den verschiedenen Herrschaftsperioden.

5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten antiken Quellen und wissenschaftlichen Sekundärliteratur zur Fundierung der Analyse.

Schlüsselwörter

Lykischer Bund, Lykien, Föderalismus, antike Geschichte, Stadtstaaten, Autonomie, Polis, hellenistische Zeit, römische Kaiserzeit, Ratsversammlung, Verfassung, Lykiarch, Gemeinwesen, Siedlungsstruktur, Rhodos.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Lykischen Bund und der Frage, wie die beteiligten Städte ihre Autonomie innerhalb dieses föderalen Systems bewahren konnten.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die verfassungsrechtliche Struktur, die Entwicklung des Bundes von der hellenistischen Zeit bis zur römischen Herrschaft und das Verhältnis der Städte untereinander sowie zum Bund selbst.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, das Spannungsverhältnis zwischen dem Streben nach lokaler Selbstverwaltung und der notwendigen Einbindung in die föderalen Strukturen des Bundes sowie in die Verwaltung durch externe Mächte zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf der Auswertung epigraphischer Zeugnisse (Inschriften) und antiker literarischer Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Bundesstruktur, der historischen Entwicklung sowie der spezifischen Autonomie der Städte unter rhodischem Einfluss und innerhalb der römischen Provinzstruktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Föderalismus, Lykischer Bund, Polis, Autonomie, Verfassungsgeschichte und hellenistische bzw. römische Verwaltung geprägt.

Welche Rolle spielt die "Araxa-Inschrift" in der Analyse?

Sie dient als wichtiges Zeugnis, um die Frühphase des Bundes und die Rolle des Lykiarchen sowie die Existenz eines Bundesheeres zu belegen.

Wie veränderte sich die Autonomie der Städte in der römischen Kaiserzeit?

Mit der Einrichtung der Provinz Lycia et Pamphylia kam es zu einem institutionellen Verdichtungsprozess, der die lokalen Befugnisse einschränkte und die Städte stärker in die römische Verwaltung einband.

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Details

Title
Die Autonomie der Städte und Siedlungen im Lykischen Bund
College
Technical University of Chemnitz  (Europäische Geschichte)
Course
Föderale Strukturen im antiken Griechenland
Grade
1,0
Author
Martin Finkenhäuser (Author)
Publication Year
2010
Pages
22
Catalog Number
V178546
ISBN (eBook)
9783656005919
ISBN (Book)
9783656006220
Language
German
Tags
autonomie städte siedlungen lykischen bund
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Finkenhäuser (Author), 2010, Die Autonomie der Städte und Siedlungen im Lykischen Bund, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/178546
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