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Der Friedenspozess im Nahen Osten unter Jitzhak Rabin

Titel: Der Friedenspozess im Nahen Osten unter Jitzhak Rabin

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 28 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Stephanie Schrön (Autor:in)

Weltgeschichte - Moderne Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit enthält den Versuch, den Friedensprozess im Nahen Osten in den Jahren 1993 bis 1995 unter dem damaligen Ministerpräsidenten Jitzhak Rabin darzulegen. Dabei ist die Zeit zwischen 1993 und 1995 nur eine, wenn auch entscheidende, Phase der Friedensbemühungen zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn. In diesen Jahren wurde die Prinzipienerklärung über eine vorübergehende Selbstverwaltung („Oslo I“) ausgehandelt, der Friede mit Jordanien getroffen und das Gaza-Jericho-Abkommen („Oslo II“) unterzeichnet.
Im Verlauf der Arbeit soll gezeigt werden, dass der Friedensprozess nicht einfach nur unter Jitzhak Rabin stattfand, sondern vor allem mit und durch ihn. Überprüft werden soll die These, dass der Friedensprozess ohne Jitzhak Rabin nicht funktioniert hätte. Natürlich haben auch der damalige Außenminister Shimon Peres, Palästinenserpräsident Yassir Arafat und König Hussein von Jordanien einen großen Anteil an der Entwicklung und Umsetzung des Friedensprozesses. Jitzhak Rabin war nicht nur einer der „Friedensmacher“, er wurde auch Opfer der Anstrengungen um einen dauerhaften Frieden: am 4. November 1995 wurde Rabin in Tel Aviv von dem jüdischen Fanatiker Yigal Amir auf einer Friedenskundgebung erschossen.
Im Jahr 1948 wurde der Staat Israel gegründet. [...] Ein Ende des Konflikts ist bis heute nicht in Sicht. Die bisherigen Bemühungen – sei es von Seiten der Israelis oder Palästinenser, aber auch von Seiten der EU, den USA oder den Vereinten Nationen – um einen dauerhaften Frieden sind gescheitert. Als hoffnungsvoller Weg in den Frieden galt Anfang der 1990er Jahre der Osloer Friedensprozess. Dieser sollte in mehreren Stufen und unter Berücksichtigung der Bedingungen beider Parteien eine dauerhafte Koexistenz von Palästinensern und Israelis ohne Gewalt und Krieg herstellen und sichern. [...]
Einleiten in das Hauptthema „Schritte in den Frieden?“ wird ein kurzer Rückblick auf den 4. November 1995. [...] Hierbei wird nicht chronologisch vorgegangen, sondern es werden Themenschwerpunkte gesetzt und erörtert. [...] In der vorliegenden Arbeit soll nicht primär auf detaillierte Inhalte der Abkommen eingegangen werden, sondern der Fokus soll auf die Art und Weise, wie Rabin agierte, gerichtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der 4. November 1995

3. Schritte in den Frieden?

3.1 Rabin als Botschafter in Washington

3.2 „Land für Frieden“ - Rabin und die Siedlungspolitik

3.3 Rabins Rücktritt als Ministerpräsident

3.4 Die Nahostfriedenskonferenz

3.4.1 Rabins Annäherung an die PLO und an Yassir Arafat

3.4.2 Die Gegenseitige Anerkennung und die Unterzeichnung von Oslo I

3.4.3 Die unmittelbaren Reaktionen auf die Prinzipienerklärung

3.4.4 Der Frieden mit Jordanien und die Verleihung des Friedensnobelpreises

3.4.5 Die Unterzeichnung von Oslo II

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

5.1 Monographien

5.2 Aufsätze

5.3 Zeitungsartikel

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Friedensprozess im Nahen Osten zwischen 1993 und 1995 unter besonderer Berücksichtigung der Rolle von Jitzhak Rabin. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, ob der Friedensprozess ohne das Wirken und die Person Jitzhak Rabins in dieser Form möglich gewesen wäre oder ob er untrennbar mit seiner individuellen politischen Haltung und seinem Handeln verbunden war.

  • Analyse von Jitzhak Rabins politischer Wandlung vom Militär zum Friedensstifter.
  • Untersuchung der diplomatischen Meilensteine wie Oslo I, Oslo II und der Friedensvertrag mit Jordanien.
  • Bewertung des Einflusses der israelischen Siedlungspolitik auf den Friedensprozess.
  • Darstellung der innerisraelischen Spannungen und der Reaktionen auf die Annäherung an die PLO.

Auszug aus dem Buch

3.1 Rabin als Botschafter in Washington, 1968-1973

„Halten Sie mich fest, oder ich falle vom Stuhl.“ Auf dem Höhepunkt seiner militärischen Karriere mit 45 Jahren, sah Rabin die Zeit gekommen, um sich aus dem Amt des Generalstabschefs zu verabschieden und eine diplomatische Karriere einzuschlagen. Während seiner Zeit als israelischer Botschafter in Washington gewann Rabin die Überzeugung, die bis zum Ende seines Lebens Eckpfeiler seiner politischen Anschauung war, dass amerikanische und israelische Interessen identisch sind. „Da die Sicherheit Israels ganz von Amerikas finanzieller, militärischer und politischer Unterstützung abhängig ist, müsse Israel ein direktes Interesse am Erfolg der USA überall in der Welt haben.“ Allerdings stellte Rabin Israel nicht mehr nur als Bittsteller, sondern auch als strategisch wichtige Macht dar. Rabin knüpfte wichtige Kontakte und Verbindungen, die er auch als Ministerpräsident in seinen beiden Amtszeiten nutzen konnte. Die Beziehungen zu Amerika waren für die zukünftige Sicherheit Israels entscheidend.

Henry Kissinger, zu dem Rabin sein Verhältnis vertiefte, spielte eine große Rolle in den Friedensbemühungen zwischen Israel und den arabischen Ländern. Dieser erkannte unter Rabins Einfluss, dass „Israel eigenes Gewicht besaß und nicht nur als wichtige Schachfigur im globalen Spiel der Supermächte zu betrachten war.“ Rabin sah in Kissinger den einzigen amerikanischen Außenminister, der den arabisch-israelischen Konflikt verstand. Rabins Meinung nach „waren die USA die einzige Hoffnung auf einen möglichen Frieden im Nahen Osten“. Diese Einschätzung zwischen den Jahren 1968 bis 1973 sollte Rabin auf seinem Weg zu einem konkreten Friedensprozess in den 1990er Jahren weiterhelfen und unterstützen. Trotz Rabins eher schüchterner und kommunikationsscheuer Ausstrahlung, schien er für den Posten des Botschafters in Washington die geeignetste Person zu sein. Rabins undiplomatische Erscheinung erweckte in Wahrheit Vertrauen und Verehrung. Diesen Charaktereigenschaften ist es auch zu verdanken, dass Rabin, das in ihn gesetzte Vertrauen in politisches Kapital münzen konnte. Allerdings beruhte das Vertrauen nicht auf seine „undiplomatische Erscheinung“, sondern auch darauf, dass er ein „Sabre“ war: ein im Land geborener Israeli.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, inwieweit der Friedensprozess zwischen 1993 und 1995 von der Person Jitzhak Rabin abhing.

2. Der 4. November 1995: Dieses Kapitel thematisiert die große Friedenskundgebung in Tel Aviv und das Attentat auf Jitzhak Rabin, welches den Friedensprozess jäh erschütterte.

3. Schritte in den Frieden?: Der Hauptteil analysiert verschiedene Etappen und politische Hintergründe, die zum Friedensprozess führten, darunter die Zeit Rabins als Botschafter und seine veränderte Haltung zur Siedlungspolitik.

3.1 Rabin als Botschafter in Washington: Es wird die prägende Zeit Rabins in den USA und die Entwicklung seines Verständnisses für das strategische Bündnis zwischen Israel und Amerika beschrieben.

3.2 „Land für Frieden“ - Rabin und die Siedlungspolitik: Dieses Unterkapitel erörtert Rabins Entwicklung in der Siedlungsfrage und die strategische Abkehr von einer unbegrenzten Ausweitung jüdischer Siedlungen.

3.3 Rabins Rücktritt als Ministerpräsident: Die Hintergründe des Rücktritts 1977 aufgrund einer Bankkonto-Affäre werden beleuchtet und als lehrreich für Rabins Charakter und politisches Verantwortungsbewusstsein dargestellt.

3.4 Die Nahostfriedenskonferenz: Der Fokus liegt auf der Konferenz von Madrid 1991 als Ausgangspunkt für die parallelen Verhandlungsebenen.

3.4.1 Rabins Annäherung an die PLO und an Yassir Arafat: Es wird der mühsame Weg vom informellen Dialog bis zur Anerkennung der PLO als legitimer Verhandlungspartner aufgezeigt.

3.4.2 Die Gegenseitige Anerkennung und die Unterzeichnung von Oslo I: Dieses Kapitel behandelt den historischen Moment der gegenseitigen Anerkennung zwischen Israel und der PLO sowie die Unterzeichnung des Abkommens.

3.4.3 Die unmittelbaren Reaktionen auf die Prinzipienerklärung: Die innergesellschaftlichen Spannungen und gewaltsamen Widerstände in Israel und den Palästinensergebieten nach Oslo I werden analysiert.

3.4.4 Der Frieden mit Jordanien und die Verleihung des Friedensnobelpreises: Der Friedensschluss mit Jordanien und die internationale Würdigung durch den Friedensnobelpreis werden als Meilensteine gewürdigt.

3.4.5 Die Unterzeichnung von Oslo II: Das Kapitel schildert die Vertiefung des Friedensprozesses durch das Oslo II-Abkommen und die damit verbundenen politischen Kontroversen.

4. Schlussbetrachtung: Abschließend wird resümiert, dass der Friedensprozess maßgeblich mit der Person Rabin verknüpft war und durch seinen Tod sein politisches Herz verlor.

5. Literaturverzeichnis: Hier werden die verwendeten Monographien, Aufsätze und Zeitungsartikel aufgelistet.

Schlüsselwörter

Jitzhak Rabin, Nahostkonflikt, Osloer Friedensprozess, PLO, Yassir Arafat, Siedlungspolitik, Land für Frieden, Schimon Peres, Nahostfriedenskonferenz, Friedensnobelpreis, Israel, Palästinenser, Oslo I, Oslo II, Friedensbemühungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Friedensprozess im Nahen Osten in den Jahren 1993 bis 1995 und analysiert, inwiefern dieser Prozess untrennbar mit der Person und dem Handeln des damaligen israelischen Ministerpräsidenten Jitzhak Rabin verbunden war.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle Rabins, die Oslo-Abkommen (I und II), die Siedlungspolitik, die Annäherung an die PLO und die innenpolitischen Spannungen in Israel während dieser bewegten Zeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die These zu überprüfen, ob der Friedensprozess ohne Jitzhak Rabin nicht in der Weise hätte stattfinden können, wie er zwischen 1993 und 1995 umgesetzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine thematisch fokussierte, nicht rein chronologische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung zeitgenössischer Quellen basiert, um Rabins politisches Agieren zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet Rabins diplomatische Erfahrungen, seine Haltung zur Siedlungspolitik, den Weg zur Nahostfriedenskonferenz, die Annäherung an Arafat sowie die konkreten Schritte der Oslo-Abkommen und den Frieden mit Jordanien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Jitzhak Rabin, Friedensprozess, Osloer Abkommen, Siedlungspolitik, PLO, Friedensnobelpreis und der Konflikt im Nahen Osten.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Friedensnobelpreises für Rabin?

Der Friedensnobelpreis wird als eine internationale Anerkennung und Würdigung für die schwierige politische Arbeit und den persönlichen Verdienst Rabins, Peres' und Arafats um den Frieden im Nahen Osten dargestellt.

Welche Bedeutung wird dem Attentat auf Rabin für den Prozess beigemessen?

Das Attentat wird als katastrophaler Rückschlag gewertet; die Autorin argumentiert, dass der Friedensprozess nach Rabins Ermordung „sein Herz“ verlor und eine Fortsetzung in der ursprünglich geplanten Weise unmöglich wurde.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Friedenspozess im Nahen Osten unter Jitzhak Rabin
Hochschule
Universität zu Köln  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Die Geschichte des Nahostkonflikts
Note
1,5
Autor
Stephanie Schrön (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
28
Katalognummer
V177983
ISBN (eBook)
9783640997978
ISBN (Buch)
9783640998272
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Naher Osten Rabin Arafat Friedensprozess Nahostkonflikt Geschichte Israel Oslo Clinton Sechstage-Krieg Palästinenser
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephanie Schrön (Autor:in), 2010, Der Friedenspozess im Nahen Osten unter Jitzhak Rabin, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/177983
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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