Händel, Heine, Lord Byron, Rembrandt, Johnny Cash, Rossini. They all used it as an inspiration – the biblical story of unrighteous King Belshazzar and the writing on the wall. However, there are even older usages of this dramatic topic of the Old Testament. One of it is the liturgical drama Ludus Danielis (The Play of Daniel) from Beauvais. This essay will attempt to review the main literature centered on Ludus Danielis Belouacensis to gain an understanding of the importance of this liturgical drama considering particularly the claim to be a “medieval opera”. Furthermore it will give special attention to the problem of the dating with drawing Hilarius Historia de Daniel Representanda into account.
Inhaltsverzeichnis
1. Ludus Danielis – A Liturgical Drama and its Context
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das mittelalterliche liturgische Drama "Ludus Danielis" aus Beauvais, um dessen Bedeutung und den häufig erhobenen Anspruch, es handele sich um eine "mittelalterliche Oper", kritisch zu hinterfragen. Dabei stehen die Datierung des Manuskripts, die Identität der Schöpfer, die Aufführungspraxis sowie die literarische und musikalische Verwandtschaft zu anderen Werken, insbesondere dem "Historia de Daniel Representanda" von Hilarius, im Fokus der Analyse.
- Historische Einordnung und Datierung des Manuskripts Egerton 2615
- Analyse der Aufführungspraxis und der Instrumentierung
- Diskussion des Begriffs der "mittelalterlichen Oper"
- Kontextualisierung im Rahmen des liturgischen Dramas und zeitgenössischer Festivitäten
- Vergleich der dramaturgischen Ansätze zwischen dem Werk aus Beauvais und Hilarius
Auszug aus dem Buch
Ludus Danielis – A Liturgical Drama and its Context
Händel, Heine, Lord Byron, Rembrandt, Johnny Cash, Rossini. They all used it as an inspiration – the biblical story of unrighteous King Belshazzar and the writing on the wall. However, there are even older usages of this dramatic topic of the Old Testament. One of it is the liturgical drama Ludus Danielis (The Play of Daniel) from Beauvais. This essay will attempt to review the main literature centered on Ludus Danielis Belouacensis to gain an understanding of the importance of this liturgical drama considering particularly the claim to be a “medieval opera”. Furthermore it will give special attention to the problem of the dating with drawing Hilarius Historia de Daniel Representanda into account.
Before we can go into detail on our play I would first like to draw the attention on the term of a liturgical drama. As John Stevens and History of Western Music inform us the term coins all Latin dialogues, plays and ceremonies which draw most of their content from liturgical books and “are animated by the spirit of the liturgy” (Stevens). Our play which text and its monodic music setting is preserved in the British Library (The British Library; Ogden 89; Dronke 118) as “Egerton 2615” dates back to the “2nd quarter of the 13th century, probably between 1227 to 1234” (British Library). Ludus Danielis draws its main story about King Belshazzar and King Darius from chapter five and six from the book of Daniel of the bible but not its structure.
Zusammenfassung der Kapitel
Ludus Danielis – A Liturgical Drama and its Context: Diese Arbeit analysiert das mittelalterliche liturgische Drama aus Beauvais hinsichtlich seiner Einordnung als "mittelalterliche Oper", diskutiert die Entstehungsgeschichte, Aufführungskontexte sowie die wissenschaftlich umstrittene Beziehung zum Werk des Hilarius von Orléans.
Schlüsselwörter
Ludus Danielis, liturgisches Drama, Mittelalter, Beauvais, Egerton 2615, mittelalterliche Oper, Hilarius von Orléans, Aufführungspraxis, Musikgeschichte, geistliches Spiel, Belshazzar, Daniel, Kirchenmusik, Manuskriptanalyse, Theatergeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem liturgischen Drama "Ludus Danielis" aus Beauvais und untersucht dessen historische Relevanz und dramaturgische Struktur.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Datierung des Manuskripts, die Rolle der jugendlichen Schöpfer, die instrumentale Begleitung sowie die Frage nach der Klassifizierung als "mittelalterliche Oper".
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die bestehende Forschungsliteratur zu sichten, um ein fundiertes Verständnis der Bedeutung des Stücks zu erlangen und die "Opern-These" kritisch zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Literaturanalyse, die Quellen aus dem Mittelalter sowie moderne Forschungskritik miteinander vergleicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Identität der Akteure, die mögliche Aufführungsstätte in Beauvais, die musikalische Beschaffenheit und den Vergleich mit Hilarius' "Historia de Daniel Representanda".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ludus Danielis, liturgisches Drama, Manuskriptforschung und mittelalterliche Aufführungspraxis geprägt.
Warum wird der Begriff "mittelalterliche Oper" kritisch hinterfragt?
Der Begriff wird aufgrund der musikalischen Struktur und der dramatischen Darstellung diskutiert, wobei die Arbeit abwägt, ob das Stück eher einem Oratorium oder einer Oper ähnelt.
Welche Rolle spielt die Datierung des Manuskripts Egerton 2615?
Die Datierung ist entscheidend, um den historischen Kontext, etwa die Zerstörung der "Basse-Œuvre" durch ein Feuer im Jahr 1225, korrekt einordnen zu können.
Wie steht die Arbeit zur Verbindung mit dem "Fest der Narren"?
Die Autorin diskutiert die Hinweise auf das "Fest der Narren" kritisch und kommt zu dem Schluss, dass der ernste Inhalt des Stücks gegen eine direkte Verbindung als Parodie spricht.
Welche Bedeutung hat das Werk für die moderne Rezeption?
Die Arbeit hebt hervor, dass moderne Adaptionen von der besonderen dramaturgischen Spannung und der Diversität der Musik des Stücks profitieren, was seine Einzigartigkeit unterstreicht.
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- Nora Görne (Author), 2010, Ludus Danielis – A Liturgical Drama and its Context, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/177730