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CoCo-Bonds. Ein geeignetes Instrument zur Krisenprävention?

Title: CoCo-Bonds. Ein geeignetes Instrument zur Krisenprävention?

Bachelor Thesis , 2011 , 108 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Johannes Höllerich (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

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Summary Excerpt Details

Entscheidend für eine Stabilisierung des Finanzsektors ist die Kapitalausstattung
der Banken und damit verbunden die Fähigkeit zur Verlustabsorbation. In der Krise
erwies sich indes die bisherige quantitative und qualitative Kapitalausstattung
der Banken als ungenügend. Die Aufsicht ist daher bestrebt durch neue strengere
Auflagen (siehe Basel III) der dargestellten Problematik zu begegnen. Auch die
bisherigen Instrumente der Kapitalstruktur werden hinterfragt, da diese Schwächen
offenbarten. Ein neuer, besonders in der Schweiz verfolgter Ansatz sind sogenannte
Contingent Convertibles Bonds (kurz: CoCo-Bonds). Zunächst stellt die Form der
Anleihe Fremdkapital dar. Kommt es jedoch zu einem definierten Krisenereignis,
findet eine Wandlung in Eigenkapital statt. Infolgedessen verbessert sich die Kapitalausstattung
der Bank. Die Logik des Refinanzierungsvehikels und der damit erreichten
Krisenprävention erscheint zunächst bestechend, allerdings gestaltet sich
die Konstruktion, ausgehend von der Fragestellung nach einem adäquaten, quantifizierbaren
Krisenereignis als Auslöser zur Wandlung, äußerst komplex.
Die große Hoffnung, die auf dieses Instrument gesetzt wird, gibt Anlass, CoCo-
Bonds im Zuge der vorliegenden Arbeit hinsichtlich Funktionsweise, Praktikabilität
und Marktfähigkeit einer genaueren Untersuchung zu unterziehen. Ist in den Co-
Co-Bonds also ein geeignetes Instrument zur Krisenprävention zu sehen?
Um diese Fragestellung beantworten zu können, soll in Kapitel 2 zunächst auf die
Hintergründe der Finanzkrise und Entwicklungen seitens der Regulierung eingegangen
werden. Kapitel 3 beschäftigt sich im Folgenden mit dem Instrument der
CoCo-Bonds. Beschrieben werden dabei die Funktionsweise und die Ausgestaltungsformen.
Anhand eines Beispiels soll ferner aufgezeigt werden, welche Auswirkungen
die Wandlung eines CoCo-Bonds für das emittierende Institut hat. Anschließend
wird in Kapitel 4 ein Modell zur Bepreisung dieser neuen Anleiheform
beschrieben. In Kapitel 5 erfolgen eine Abschätzung des potentiellen Marktes anhand
eines Szenarios für Europa sowie eine Untersuchung der Marktfähigkeit. Eine
Zusammenfassung der erlangten Erkenntnisse in Kapitel 6 soll eine Antwort
auf die aufgeworfene Fragestellung ermöglichen und die zukünftige Entwicklung
für dieses Instrument abschätzen. Die Arbeit bezieht sich dabei auf einen potentiellen
europäischen Markt und untersucht insbesondere die Situation für die
Schweiz und Deutschland.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit

2 Grundlagen und Hintergründe

2.1 Finanzkrise

2.2 TBTF-Diskussion

2.3 Maßnahmen zur Stabilisierung des Bankensektors

2.3.1 Stresstests

2.3.2 Eigenkapitalanforderungen

2.3.2.1 Anforderungen durch Basel III

2.3.2.1.1 Verbesserung der regulatorischen Eigenkapitalbasis

2.3.2.1.2 Aufschlag für SIFIs

2.3.2.1.3 Leverage Ratio

2.3.2.1.4 Kritik an Basel III

2.3.2.2 Eigenkapitalvorschriften für Schweizer Banken

2.3.2.2.1 Eigenkapitalanforderungen

2.3.2.2.2 Vergleich mit Basel III

2.3.2.3 Kosten durch höhere Eigenkapitalanforderungen

3 Das Instrument der CoCo-Bonds

3.1 Funktionsweise von CoCo-Bonds

3.1.1 Abgrenzung

3.1.2 Beispiel einer Wandlung

3.2 Definition des Wandlungsauslösers

3.2.1 Institutsspezifische Trigger

3.2.1.1 Marktpreise als Trigger

3.2.1.1.1 Möglichkeiten der Manipulation

3.2.1.1.2 Kombination zweier marktbasierter Trigger

3.2.1.2 Kernkapitalquote und Bilanzkennzahlen als Auslöser

3.2.1.3 Regulatorischer Trigger

3.2.2 Systembedingter Trigger

3.2.3 Binärer Trigger

3.2.4 Beurteilung

3.3 Ausmaß der Wandlung

3.4 Umwandlungsverhältnis

3.4.1 Fixes Wandlungsverhältnis

3.4.2 Variables Wandlungsverhältnis

3.4.3 Potentielle Risiken

3.4.4 Beurteilung

3.5 Laufzeit

3.6 Gesetzliche Grundlage für CoCo-Bonds in Deutschland

3.7 Kritik und potentielle Gefahren von CoCo-Bonds

4 Bewertungsmodelle für CoCo-Bonds

4.1 Vergleich zur Wandelanleihe

4.2 Modell zur Bewertung basierend auf Optionen

4.2.1 Bewertung eines Zero CoCo-Bond

4.2.2 Bewertung eines CoCo-Bonds mit Kupons

4.2.3 Beispiel einer Bewertung

5 Potentielle Marktgröße und Markfähigkeit

5.1 Szenario für einen potentiellen CoCo-Bonds Markt in Europa

5.2 Marktfähigkeit von CoCo-Bonds

5.2.1 Ratingagenturen

5.2.2 Investoren

5.2.3 Banken als Emittenten

5.2.4 Mitarbeiter

5.2.5 Beurteilung der Marktfähigkeit

5.3 Bisherige bedeutende Emissionen

6 Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob sogenannte Contingent Convertible Bonds (CoCo-Bonds) ein geeignetes Instrument zur Krisenprävention im Bankensektor darstellen, um die Kapitalausstattung bei Krisenereignissen automatisch zu verbessern und staatliche Rettungsmaßnahmen zu vermeiden.

  • Funktionsweise und Ausgestaltungsformen von CoCo-Bonds
  • Analyse verschiedener Wandlungsauslöser (Trigger)
  • Bewertungsmodelle für die neue Anleiheform
  • Abschätzung des Marktpotenzials in Europa
  • Untersuchung der Marktfähigkeit und Akzeptanz bei Investoren

Auszug aus dem Buch

3.1 Funktionsweise von CoCo-Bonds

Die Finanzkrise hat gezeigt, dass die Kapitalausstattung vieler Finanzinstitute nicht ausreichend war und viele Eigenkapitalbestandteile ihre angedachte Funktion nicht erfüllen konnten. Zunehmend werden daher Contingent Convertible Bonds als Möglichkeit zur Verbesserung der Kapitalbasis – und somit zur Vermeidung von staatlichen Rettungsmaßnahmen – gesehen.108

Man versteht unter Contingent Convertible Bonds (CoCo-Bonds)109 eine spezielle Anleiheform, die bei Eintreffen eines vorher definierten Ereignisses zu einem bestimmten Wandlungsverhältnis in Eigenkapital gewandelt wird.110 Der Investor eines CoCo-Bonds erhält also im Fall der Wandlung Aktien des betreffenden Kreditinstitutes. Erfolgt während der Laufzeit keine Wandlung, werden die CoCo-Bonds, wie gewöhnliche Bonds, am Ende der Laufzeit getilgt. Bei CoCo-Bonds handelt es sich wie bei klassischen Wandelanleihen um ein hybrides Finanzierungsinstrument.111

Entgegen einer herkömmlichen Wandelanleihe, bei welcher der Inhaber und somit Anleihegläubiger das Recht hat, gemäß festgelegten Bedingungen die Anleihen in Aktien des Emittenten umzuwandeln, erfolgt die Wandlung eines CoCo-Bonds automatisch durch ein vorher festgelegtes Ereignis. Der Investor muss also ggf. einen Umtausch bzw. Debt-Equity-Swap hinnehmen.112 Dies hat zur Folge, dass auch die Gläubiger im Falle einer Schieflage der Bank zur Verantwortung gezogen werden können und abhängig von der konkreten Ausgestaltung Verluste erleiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die Problematik der Finanzkrise und die Rolle der Eigenkapitalausstattung sowie Zielsetzung der Untersuchung von CoCo-Bonds.

2 Grundlagen und Hintergründe: Analyse der Finanzkrise, der TBTF-Problematik sowie regulatorischer Maßnahmen wie Basel III und nationaler Anforderungen.

3 Das Instrument der CoCo-Bonds: Detaillierte Betrachtung der Funktionsweise, der verschiedenen Wandlungsauslöser (Trigger), des Wandlungsausmaßes und der rechtlichen Rahmenbedingungen.

4 Bewertungsmodelle für CoCo-Bonds: Darstellung theoretischer Ansätze zur Bepreisung dieser hybriden Instrumente basierend auf Optionen und Kreditderivaten.

5 Potentielle Marktgröße und Markfähigkeit: Abschätzung des europäischen Marktpotenzials und Analyse der Akzeptanz bei Ratingagenturen, Investoren und Emittenten.

6 Resümee und Ausblick: Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Eignung der CoCo-Bonds als Krisenpräventionsinstrument und Ausblick auf künftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

CoCo-Bonds, Finanzkrise, Bankenregulierung, Basel III, Eigenkapital, Wandlungsauslöser, Trigger, Krisenprävention, Systemrelevanz, TBTF, Wandelanleihen, Kapitalausstattung, Finanzmarkt, Bewertungsmodell, Risikomanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Instrument der sogenannten Contingent Convertible Bonds (CoCo-Bonds) hinsichtlich ihrer Eignung als Instrument zur Krisenprävention in der Bankenbranche.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Funktionsweise der CoCo-Bonds, deren regulatorische Einbettung, mathematische Bewertungsmodelle sowie die praktische Marktfähigkeit für Investoren und Emittenten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob CoCo-Bonds die Kapitalbasis von Banken in Krisenzeiten tatsächlich effektiv stärken können, um staatliche Rettungsmaßnahmen (Bail-outs) zu verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse der regulatorischen Rahmenbedingungen mit einem quantitativen Bewertungsmodell, das auf Finanzoptionen und mathematischen Modellen (Black & Scholes) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert intensiv die Gestaltung von Wandlungsauslösern (Trigger), das Wandlungsverhältnis, die rechtlichen Grundlagen (speziell in Deutschland) sowie die Risiken und Bewertungsmodelle für diese Anleiheform.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie CoCo-Bonds, Bankenregulierung, Krisenprävention, Basel III, Systemrelevanz (TBTF) und Eigenkapitalanforderungen definieren.

Wie unterscheidet sich ein CoCo-Bond von einer klassischen Wandelanleihe?

Der entscheidende Unterschied ist, dass die Wandlung bei einem CoCo-Bond automatisch bei Eintreffen eines vordefinierten, meist kritischen Ereignisses (Trigger) erfolgt, während bei der klassischen Wandelanleihe der Gläubiger das Wandlungsrecht aktiv ausübt.

Warum kritisieren manche Experten CoCo-Bonds als gefährlich?

Kritiker führen das Risiko der sogenannten "Death Spirals" an, bei denen die Ankündigung einer bevorstehenden Wandlung zu Kursverlusten bei den Aktien führt, was wiederum Vertrauen entzieht und die Krise des Instituts weiter verschärfen könnte.

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Details

Title
CoCo-Bonds. Ein geeignetes Instrument zur Krisenprävention?
College
University of Cooperative Education Villingen-Schwenningen
Grade
1,6
Author
Johannes Höllerich (Author)
Publication Year
2011
Pages
108
Catalog Number
V177602
ISBN (eBook)
9783640993963
ISBN (Book)
9783640995219
Language
German
Tags
coco-bonds instrument krisenprävention Börse contingent convertibles basel III eba stresstest Optionen Bewertung Hedgefonds exotische Optionen Barrier Optionen Bankenaufsicht Regulierung Anleihe Bonds Refinanzierung Banken Finanzkrise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Höllerich (Author), 2011, CoCo-Bonds. Ein geeignetes Instrument zur Krisenprävention?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/177602
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