Die 90.000 als arm geltenden Menschen im Kanton Bern sind ein Problem, für dass ich zwei Lösungsansätze untersuchen werde.
Auf der einen Seite steht die konventionelle Idee von der verbesserten Integration der Betroffenen in den Arbeitsmarkt. Hier wird das Verdienen von Geld durch Arbeit, als Lösung angesehen.
Die andere Möglichkeit, die ich untersuchen werde, ist die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens, das die nicht nur alle Betroffenen, sondern grundsätzlich alle Bürger mit einem ausreichenden monatlichen Geldbetrag versorgt von dem der Mensch leben kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Vorgehen
1.3. Vergleich mit Robert E. Leu
2. Hauptteil
2.1. Integration in den Arbeitsmarkt als Lösung für Armut
2.2. Bedingungslose Grundeinkommen als Lösung für Armut
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Problem der Armut im Kanton Bern basierend auf Daten des ersten Sozialberichts und analysiert die Vor- und Nachteile von zwei gegensätzlichen Lösungsansätzen: der verstärkten Integration in den Arbeitsmarkt sowie der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens.
- Armutsdefinitionen und aktuelle Sozialdaten im Kanton Bern
- Die Rolle der Erwerbstätigkeit bei der Armutsbekämpfung
- Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Konzept und Finanzierungsmodelle des bedingungslosen Grundeinkommens
- Vergleich der Umsetzbarkeit und Realisierbarkeit beider Ansätze
Auszug aus dem Buch
2.2. Bedingungslose Grundeinkommen als Lösung für Armut
An dieser Stelle setzt eine andere Möglichkeit der Armut zu begegnen ein. Das bedingungslose Grundeinkommen, dass jedem Bürger vom Staat ausgezahlt werden und ein Überleben mit einer bestimmten Menge Geld sichern soll, kann das Problem lösen, an dem die Integration in den Arbeitsmarkt scheitern könnte.
Bei einem bedingungslosen Grundeinkommen ist eine Arbeit oder eine Gegenleistung nicht vonnöten und wird Jedem zugesprochen unabhängig davon ob er es braucht oder nicht. Das „Basic Income Earth Network“ (B.I.E.N.) ist ein weltweiter Verbund von den verschiedensten Gruppierungen und Institutionen, der versucht das „Basic Income“ also das bedingungslose Grundeinkommen durchzusetzen.
Auf der Webseite des B.I.E.N. ist eine Definition veröffentlicht: „Ein Grundeinkommen ist ein bedingungslos jedem menschliche Wesen, ohne Überprüfung der Einkommenslage, sowie ohne die Voraussetzung, eine angebotene Erwerbsarbeit anzunehmen, auf individueller Basis gewährtes Einkommen.“ (http://www.bien-ch.ch/de/node/9; 2008)
Da das Grundeinkommen bedingungslos an alle ausgezahlt wird, bleibt keiner in Armut oder Armutsgefährdung, da jeder ein bestimmtes Kontingent zu Verfügung hat, mit dem er überleben kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die aktuelle Armutssituation im Kanton Bern dar und erläutert das methodische Vorgehen der Arbeit, einschließlich eines theoretischen Vergleichs mit Definitionen von Robert E. Leu.
2. Hauptteil: Der Hauptteil vergleicht die Integration in den Arbeitsmarkt als konventionellen Lösungsansatz mit der systemischen Alternative des bedingungslosen Grundeinkommens.
3. Fazit: Das Kapitel schließt mit einer begründeten Entscheidung für die Arbeitsmarktintegration als realistischeren und umsetzbaren Ansatz zur Armutsbekämpfung.
Schlüsselwörter
Armut, Kanton Bern, Sozialbericht, Arbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit, Bedingungsloses Grundeinkommen, Vollzeitbeschäftigung, Soziale Ausgrenzung, Finanzierung, Sozialhilfe, Integration, Relative Armut, Dienstleistungsgesellschaft, Familienpolitik, Existenzsicherung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Armutssituation im Kanton Bern und diskutiert kritisch zwei verschiedene Ansätze, um dieses soziale Problem zu bewältigen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die Wirksamkeit von Erwerbsarbeit als Armutsprävention sowie die theoretischen und finanziellen Konzepte eines bedingungslosen Grundeinkommens.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu bewerten, welcher der beiden Lösungsansätze – Integration in den Arbeitsmarkt oder bedingungsloses Grundeinkommen – realistischer und effektiver ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine auf Literaturrecherche und Sekundärdaten basierende analytische Hausarbeit, die aktuelle Sozialberichte und theoretische Konzepte einbezieht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Arbeitsmarktintegration und die Erörterung des bedingungslosen Grundeinkommens sowie dessen Finanzierungsmöglichkeiten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Armut, Kanton Bern, Arbeitsmarktintegration, Grundeinkommen und Sozialhilfe charakterisieren.
Warum wird die Vollzeitbeschäftigung für Alleinerziehende als problematisch angesehen?
Die Autorin hebt hervor, dass die Kinderbetreuung häufig nicht finanziert ist und Alleinerziehende bei einer Vollzeittätigkeit kaum Zeit für das soziale Umfeld oder die Erziehung finden.
Welche Herausforderung sieht der Autor bei der Einführung eines Grundeinkommens?
Das größte Problem bei der Umsetzung des Grundeinkommens wird in der Finanzierung gesehen, wofür verschiedene Steuermodelle, wie die progressive Einkommenssteuer oder eine Verbrauchssteuer, diskutiert werden.
Warum entscheidet sich der Verfasser am Ende für die Arbeitsmarktintegration?
Das Fazit begründet diese Entscheidung mit der höheren Realisierbarkeit und der Sorge, dass eine Bedingungslosigkeit die Eigenmotivation sowie die wirtschaftliche Stabilität des Staates gefährden könnte.
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- Jan Heemann (Author), 2009, Armut im Kanton Bern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/177449