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Der Führer und sein Gefolge: Hitler(karikaturen) in der deutschen Exillyrik

Titel: Der Führer und sein Gefolge: Hitler(karikaturen) in der deutschen Exillyrik

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2001 , 23 Seiten , Note: 2

Autor:in: Stefan Obendorfer (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit dem Begriff Exil assoziiert man Gewöhnlicherweise vertriebene, verbannte und
mehr oder weniger freiwillig ausgewanderte Menschen, die es wegen der aktuellen
gesellschaftlichen, politischen oder ökonomischen Situation in einem Land oder
einer Region nicht mehr aushielten und deshalb in eine andere Region oder ein
anderes Land emigrierten bzw. ins Exil gingen.
Eines dieser Phänomene trifft auch auf die Schriftsteller deren Werke im
Folgenden behandelt werden zu.
Sie wurden mit dem Aufkommen des Naziregimes zu verfolgten und vertriebenen
Menschen, die es wegen Ihres Denkens und Ihrer politischen Einstellung nicht
länger im Nazideutschland aushielten und dort aus oben genannten Gründen auch
nicht mehr geduldet wurden.
Um den Gedanken weiter zu spinnen, könnte man, wenn man an die Exilliteratur
denkt, an die beliebten Romane, die von bekannten Exilanten geschrieben wurden
denken. So könnte der Gedanke im speziellen auf Klaus Manns „Mephisto“ oder
auf Anna Seghers „Das siebte Kreuz“ fallen. Dies ist Wohl die bekannteste Gattung
die sich im Exil durchgesetzt hat, da sie die größten Chancen hatte gedruckt und
veröffentlicht zu werden.
Weit schlechter stand es da schon für das Exildrama, das wohl meistens für die
Schublade geschrieben wurde und an das man bei dem Thema Exilliteratur wohl
sehr oft überhaupt nicht denkt.
Besser hingegen sieht es da schon wieder bei der Exillyrik aus, die den Exilanten
als Mittel der Selbstreflexion diente, oft eine Art Aufbewahrungsort der im Exil
gemachten Erfahrungen war und nicht selten als Mittel politischer Aufklärung
diente.
Die Exillyrik taucht allerdings nur deshalb in unserer Assoziation auf, weil sie oft
nach Ende des Krieges in den Werksausgaben der Autoren veröffentlicht wurde
und speziell für einige sehr bekannte Exilanten als geradezu typisch erachtet
werden (z.B. Bertholt Brecht).
Der Vollständigkeit wegen muss an dieser Stelle auch noch der Exilfilm erwähnt
werden, der erst gegen Ende des Krieges an Bedeutung gewann und heute sehr
wichtig ist, da in einer Gesellschaft die immer weniger liest die bewegten Bilder wohl am ehesten zugänglich sind und wegen des geringeren Zeitaufwandes auch
dementsprechend genutzt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Exilliteratur

Exillyrik

Bertholt Brecht (Das Lied vom Anstreicher)

Erich Weinert (Landserbrief an Hitler)

Franz Werfel (Der größte Deutsche aller Zeiten)

Walter Mehring (Porträt nach der Natur)

Johannes R. Becher (Führerbildnis oder Fall)

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Karikierung Adolf Hitlers in der deutschen Exillyrik. Ziel ist es aufzuzeigen, wie bekannte Exilschriftsteller das NS-Regime sowie die Person Hitler in lyrischen Werken reflektierten, kritisierten und durch satirische sowie teils vulgäre Sprachmittel demontierten.

  • Analyse der Rolle der Exillyrik als Mittel zur politischen Aufklärung und Selbstreflexion.
  • Untersuchung der künstlerischen Strategien zur Entlarvung der NS-Propaganda.
  • Interpretation ausgewählter Gedichte von Brecht, Weinert, Werfel, Mehring und Becher.
  • Deutung der verwendeten Metaphorik und Symbolik in der Auseinandersetzung mit dem "Führerkult".

Auszug aus dem Buch

Bertholt Brecht (Das Lied vom Anstreicher)

Der wahrscheinlich bekannteste aller Exilanten ist wohl unumstritten Bertholt Brecht. Er wurde am 10.02.1898 in Augsburg geboren und ist für seine kommunistisch sozialistische Einstellung bekannt, obwohl er trotz seiner Überzeugung nie Mitglied der KPD (Kommunistischen Partei Deutschlands) war. Wegen seiner Gesinnung sieht er sich jedoch einen Tag nach dem Reichstagsbrand (28.03.1933) dazu gezwungen das Land zu verlassen.

Gemäß seiner Aussage, „Die großen politischen Verbrecher müssen durchaus preisgegeben werden, und vorzüglich der Lächerlichkeit!“, schrieb er seine Gedichte als eine Art Schmähgedichte auch auf bestimmte Personen bezogen. So karikierte er selbstverständlich auch den „obersten Deutschen“ der damaligen Zeit, Adolf Hitler, der für ihn auch der Drahtzieher des Unheils der Nazizeit war. So bezeichnete ihn Brecht in seinem Gedicht „Das Lied vom Anstreicher“ als Anstreicher, als einen Jemand der alles übertüncht, damit das Wahre ich und die vorliegenden Tatsachen nicht durchscheinen können.

In der ersten Strophe des „Anstreichers“ bezieht sich Brecht explizit auf den „Anstreicher Hitler“ (Anhang 1 Z. 1), der die Leute auffordert sie sollen ihn doch mal ranlassen um das „deutsche Haus neu“ (A. 1, Z. 4) anzustreichen. Diese Aussage ist in meinen Augen von Brecht sehr klug und gezielt gewählt, da man sie sehr schön auf die populistische Machtergreifung Hitlers umwälzen kann und er den „Führer“ auch von Anfang an Augenwischerei und Verblendung, in Form des Anstreichens und Übertünchens vorwirft.

Zusammenfassung der Kapitel

Exilliteratur: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Exils und gibt einen Überblick über die verschiedenen Gattungen, wobei der Fokus auf dem Stellenwert der Exillyrik als Mittel zur Aufklärung liegt.

Exillyrik: Der Hauptteil analysiert spezifische Gedichte bekannter Autoren, die sich kritisch mit Hitler auseinandersetzen, und deckt dabei die literarischen Mittel zur Demontage des Führerkults auf.

Bertholt Brecht (Das Lied vom Anstreicher): Analyse des Gedichts „Das Lied vom Anstreicher“, welches Hitlers populistische Machenschaften durch die Metapher des Überstreichens von Problemen und Lügen darstellt.

Erich Weinert (Landserbrief an Hitler): Untersuchung des ironischen „Landserbriefs an Hitler“, der den propagandistischen "Führerkult" mit der harten Realität des Schützengrabens kontrastiert.

Franz Werfel (Der größte Deutsche aller Zeiten): Interpretation von Werfels Abrechnung mit Hitler, die durch christliche Symbolik und die Demontage von Hitlers Biografie geprägt ist.

Walter Mehring (Porträt nach der Natur): Analyse des Gedichts „Porträt nach der Natur“, das durch lautmalerische Konstruktionen und eine skizzenhafte Beschreibung Hitlers dessen Ambitionen entlarvt.

Johannes R. Becher (Führerbildnis oder Fall): Interpretation des „Führerbildnisses“, welches Hitler als gescheiterte und zwiespältige Figur entlarvt, die Deutschland in den Untergang führt.

Schlüsselwörter

Exilliteratur, Exillyrik, Nationalsozialismus, Hitler, politische Dichtung, Widerstand, Satire, Bertholt Brecht, Erich Weinert, Franz Werfel, Walter Mehring, Johannes R. Becher, Antifaschismus, politische Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie deutsche Exillyriker den "Führerkult" um Adolf Hitler in ihren Gedichten thematisierten und kritisch hinterfragten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Emigration, der antifaschistische Widerstand durch Literatur sowie die satirische Entlarvung nationalsozialistischer Ideologie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die literarischen Strategien der Autoren aufzuzeigen, mit denen sie Hitler als Person und sein Wirken als „Anstreicher“, „Möchtegern“ oder „Unterweltsfigur“ diskreditierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine textanalytische Untersuchung, bei der die Gedichte vor dem Hintergrund der Exilsituation und der damaligen historischen Gegebenheiten interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert fünf repräsentative Gedichte von Brecht, Weinert, Werfel, Mehring und Becher hinsichtlich ihrer Rhetorik, Symbolik und politischen Aussagekraft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Exillyrik, Nationalsozialismus, Hitler-Karikatur, politischer Widerstand und literarische Satire.

Welche Rolle spielt die Sprache der Gedichte für die Analyse?

Die Analyse zeigt auf, dass Autoren wie Brecht und Becher bewusst vulgäre oder drastische Ausdrücke wählten, um den Kontrast zwischen dem propagandistischen Bild Hitlers und der Realität zu verdeutlichen.

Inwiefern beeinflusste die Biografie der Autoren ihre Texte?

Die eigene Emigrationserfahrung und die ideologische Einstellung der Autoren (z.B. KPD-Mitgliedschaften) prägten maßgeblich die Perspektive und die Schärfe ihrer Kritik an der nationalsozialistischen Führung.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Führer und sein Gefolge: Hitler(karikaturen) in der deutschen Exillyrik
Hochschule
Universität Regensburg  (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
HS Neuere Deutsche Literaturwissensschaft
Note
2
Autor
Stefan Obendorfer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
23
Katalognummer
V17739
ISBN (eBook)
9783638222334
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Führer Gefolge Hitler(karikaturen) Exillyrik Neuere Deutsche Literaturwissensschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Obendorfer (Autor:in), 2001, Der Führer und sein Gefolge: Hitler(karikaturen) in der deutschen Exillyrik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/17739
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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