Inhaltsverzeichnis:
1. Angst
1.1. Die 5 Grundemotionen
1.2. Grundeigenschaften von Emotionen
1.3. Definitionen von Angst
2. Emotionen und Verhalten (Angst) sind hormongesteuerte körperliche Prozesse
3. Formen der Angst
3.1. Drei große Gruppen nach Schwarzer (1978)
3.2. Definition von extremen Ausmaßen der Angst
4. Ursachen der Angst - Angstentstehung
4.1. Philosophischer Aspekt
4.2. Soziologischer Aspekt
4.3. Pädagogischer Aspekt
4.4. Psychologischer Aspekt
4.4.1. Lerntheoretischer Ansatz
4.4.2. Psychoanalytischer Ansatz
4.4.2.1. Angstentstehung nach Freud
4.4.2.2. Ängste in der frühesten Periode des Ich-Bewusstseins
4.4.3. Kognitionstheoretische Ansätze
4.4.3.1. Angstauslösung nach Lazarus
4.4.3.1.1. Kognitiv – emotionales – Prozessmodell
4.4.3.1.1.1. Erklärung des Modells
4.4.3.1.1.2. Beeinflussende Faktoren der Angst
5. Literatur
AUSZUG:
1.3. Definitionen von Angst
1.
„Ein mit Beengung, Erregung, Verzweiflung verknüpftes Lebensgefühl dessen besonderes Kennzeichen die Aufhebung der Willensmäßigen und Verstandesmäßigen „Steuerung“ der Persönlichkeit ist. Man sieht in der Angst auch einen aus dem Gefahrenschutzinstinkt erwachenden Affekt, der, teils in akutem Ausbruch (dem Schreck verwandt) teils in schleichend, quälender Form eine elementare Erschütterung bewirkt.“ (Dorsch 1987, 34)
2.
„Angst ist eine kognitive emotionale und körperliche Reaktion auf eine Gefahrensituation bzw. auf die Erwartung einer Gefahren- oder Bedrohungssituation. Als kognitive Merkmale sind subjektive Bewertungsprozesse und auf die eigene Person bezogene Gedanken anzuführen…. emotionales Merkmal ist die als unangenehm erlebte Erregung, die sich auch in physiologischen Veränderungen manifestieren und mit Verhaltensänderungen einhergehen kann.“ (Hackford und Schwenkmezger 1985,19)
3.
„Angst ist ein Spezialfall eines Erregungs- und Spannungszustandes mit spezifischen somatischen und psychischen Empfindungen und Reaktionen. Sie ist gekennzeichnet durch Vorwegnahme, aktuellen
Inhaltsverzeichnis
1. Angst
1.1. Die 5 Grundemotionen
1.2. Grundeigenschaften von Emotionen
1.3. Definitionen von Angst
2. Emotionen und Verhalten (Angst) sind hormongesteuerte körperliche Prozesse
3. Formen der Angst
3.1. Drei große Gruppen nach Schwarzer (1978)
3.2. Definition von extremen Ausmaßen der Angst
4. Ursachen der Angst - Angstentstehung
4.1. Philosophischer Aspekt
4.2. Soziologischer Aspekt
4.3. Pädagogischer Aspekt
4.4. Psychologischer Aspekt
4.4.1. Lerntheoretischer Ansatz
4.4.2. Psychoanalytischer Ansatz
4.4.2.1. Angstentstehung nach Freud
4.4.2.2. Ängste in der frühesten Periode des Ich-Bewusstseins
4.4.3. Kognitionstheoretische Ansätze
4.4.3.1. Angstauslösung nach Lazarus
4.4.3.1.1. Kognitiv – emotionales – Prozessmodell
4.4.3.1.1.1. Erklärung des Modells
4.4.3.1.1.2. Beeinflussende Faktoren der Angst
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung von Angst unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Perspektiven und legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf das kognitiv-emotionale Prozessmodell von Lazarus im schulischen Kontext.
- Grundlagen und Definitionen von Emotionen und Angst
- Physiologische Grundlagen der Angstentstehung
- Psychologische Erklärungsansätze (Lerntheorie, Psychoanalyse, Kognitionstheorie)
- Struktur des Prozessmodells nach Lazarus
- Pädagogische Relevanz und Einflussmöglichkeiten bei Schülern
Auszug aus dem Buch
4.4.3.1.1.1. Erklärung des Modells
Auslöser des Angstzustandes sind bewertete, interne oder externe Reize. Grundlage der Bewertungen bilden die antezedenten (vorausgehenden) Bedingungen, das sind vor allem Gefahrenreize, Stressauslöser oder Faktoren, wie zum Beispiel die Ängstlichkeit einer Person.
Phase 1: primäre Bewertung (Feststellung der Gefahrenrelevanz einer Situation)
Person schätzt ein, ob die gegebene Situation eine Bedrohung für sie darstellt.
Es sind drei Arten der Bewertung möglich.
• Irrelevant (keine Auswirkung)
• Günstig (Wohlbefinden wird bewahrt oder gesteigert)
• Stressinduzierend (Schädigung, Bedrohung, Herausforderung)
Für die Feststellung einer „Gefahr“ sind Zeit und Einstufung der Ängstlichkeit einer Person von Bedeutung.
Phase 2: sekundäre Bewertung (Analyse der Möglichkeiten einer Gefahrenbeseitigung)
Dies ist ein Prozess der Einschätzung, der dem Individuum zur Verfügung stehenden Bewältigungsmaßnahmen, wobei auf ein als Bedrohung empfundenes Ereignisses eine adäquate Reaktion gesucht wird.
Die Reaktion kann sowohl direkte Handlung sein, als auch ein intrapsychischer Prozess (Aufmerksamkeitsveränderungen). In dieser Phase vollzieht sich die Angstentstehung als eine Begleitemotion. Stress entsteht nur dann, wenn die Person das Ereignis als relevant beurteilt und keine bzw. kaum Bewältigungskompetenz besitzt.
Ein ängstliches Kind steht angesichts einer Gefahrensituation eher unter einem relativ hohen Druck, als ein Nichtängstliches und wird daher, in seinen Handlungsmöglichkeiten zur Gefahrenbeseitigung meist deutlich eingeschränkt sein. Dies gilt sowohl für die Anzahl als auch für den Grad der Differenziertheit möglicher Handlungsalternativen. Dazu kommt, dass es seine einschlägigen Verhaltensmöglichkeiten eher geringer einschätzt, als ein seelisch stabiles, nichtängstliches Kind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Angst: Dieses Kapitel definiert Angst als eine der fünf Grundemotionen und erläutert deren grundlegende Eigenschaften sowie verschiedene wissenschaftliche Begriffsbestimmungen.
2. Emotionen und Verhalten (Angst) sind hormongesteuerte körperliche Prozesse: Hier werden die physiologischen Abläufe im Körper, insbesondere die Rolle von Hormonen wie Adrenalin und Noradrenalin bei Angst- und Stressreaktionen, beleuchtet.
3. Formen der Angst: Die Arbeit kategorisiert Angst in verschiedene Gruppen und definiert, ab wann Angst extreme, pathologische Ausmaße wie Phobien oder Panik annimmt.
4. Ursachen der Angst - Angstentstehung: Dieses zentrale Kapitel analysiert philosophische, soziologische, pädagogische und psychologische Aspekte, wobei der Schwerpunkt auf den lerntheoretischen, psychoanalytischen und kognitionstheoretischen Ansätzen liegt.
Schlüsselwörter
Angstentstehung, Lazarus, kognitiv-emotionales Prozessmodell, Stress, Coping, psychoanalytischer Ansatz, lerntheoretischer Ansatz, Leistungsangst, Sozialverhalten, Primäre Bewertung, Sekundäre Bewertung, Gefahrenreize, Ängstlichkeit, Urvertrauen, Persönlichkeitsvariablen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Angstentstehung und analysiert, wie Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, Angst erleben und bewältigen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Angst, die physiologischen Grundlagen, psychologische Theorien zur Entstehung von Angst sowie deren pädagogische Relevanz.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Angstentstehung unter besonderer Berücksichtigung der Theorie von Lazarus zu durchleuchten und zu verstehen, wie diese Erkenntnisse im schulischen Alltag genutzt werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener psychologischer und pädagogischer Ansätze, um ein umfassendes Bild der Angsttheorien zu zeichnen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine biologische Einordnung, eine Übersicht verschiedener Angstformen sowie eine vertiefende Darstellung psychologischer Modelle wie Freuds Psychoanalyse und Lazarus' Kognitionstheorie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind die Begriffe Angstentstehung, Lazarus, Stressbewältigung (Coping) und der pädagogische Bezug zu Verhaltensstörungen bei Kindern.
Wie definiert Lazarus den Zusammenhang zwischen Stress und Angst?
Lazarus sieht Angst primär als eine Begleitemotion, die entsteht, wenn eine Situation kognitiv als bedrohlich bewertet wird und keine ausreichenden Bewältigungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Welche Rolle spielt die „sekundäre Bewertung“ im Modell von Lazarus?
In der sekundären Bewertung analysiert das Individuum seine eigenen Handlungsspielräume und Ressourcen, um eine als bedrohlich eingestufte Situation zu meistern.
Warum ist das Urvertrauen für die Angstbewältigung laut pädagogischem Aspekt wichtig?
Ein fehlendes Urvertrauen kann laut Erikson zu sozial-emotionalen Störungen führen, welche die Fähigkeit des Kindes, mit Ängsten umzugehen, nachhaltig und irreversibel beeinträchtigen.
- Arbeit zitieren
- Katja Löscher (Autor:in), 2004, Angstentstehung unter besonderer Berücksichtigung der Angsttheorie von Lazarus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/177096