In dem folgenden Bericht werde ich zunächst meine Praktikumsschule und die Schulform beschreiben, in der ich meinen Unterrichtsversuch absolviert habe. Anschließend wird eine von mir gehaltene Unterrichtsstunde beschrieben, meine Entscheidungen diesbezüglich werden erläutert und schließlich kritisch reflektiert. In dem darauf folgenden Part werde ich meine Forschungsfrage vorstellen, analysieren, erörtern und mich mit den Ergebnissen auseinandersetzen. Abschließend erfolgt eine kritische Stellungnahme zu dem Schulpraktikum, in dem ich meine Erfahrungen auswerte.
Im Rahmen der Veranstaltung „Schulpraktische Studien“ habe ich vom 28. Februar bis zum 18. März 2011 an der Berufsbildenden Schule X mein erstes Schulpraktikum absolviert.
Meine persönliche Zielsetzung war es, dabei meine Erfahrungen mit der Institution Schule, die ich innerhalb von 15,5 Jahren an der Grundschule, der Orientierungsstufe, dem Gymnasium und der berufsbildenden Schule aus der Sicht der Schülerin gesammelt habe, zu ergänzen und abzuändern. Ich wollte den Schulalltag aus der Sicht einer Lehrkraft erleben und somit alle Arbeitsabläufe, Probleme und Freuden eines Lehrers erfahren.
Allerdings war ich vor dem Praktikum in einigen Fragen auch noch recht unsicher, weshalb ich mir erhoffte, durch diese Erfahrung zu einer Art Erkenntnis zu gelangen. Ich hatte beispielsweise Zweifel, ob ich den Tausch in die Rolle des Lehrers überhaupt erfolgreich absolvieren würde und wenn ja, ob die Schüler mich akzeptieren und ich in dieser Rolle und mit dieser Arbeit Spaß haben würde.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Rahmenbedingungen
2.1 Die Berufsbildende Schule X
2.2 Die einjährige Berufsfachschule
3. Der Unterrichtsentwurf
3.1 Bedingungsfeldfaktoren
3.1.1 Die Schüler
3.1.2 Die Praktikantin
3.2 Entscheidungsfeldfaktoren
3.2.1 Stellung der Lektion im Unterricht
3.3 Inhalts- und Zielentscheidungen
3.3.1 Sachanalyse
3.3.2 Stoffauswahl/ Inhaltsentscheidungen
3.3.3 Groblernziel
3.4 Methodische Entscheidungen
3.4.1 Stoffanordnung
3.4.2 Methodik / Aktions- und Sozialformen
3.4.3 Medien
3.4.4 Lehr- und Lernzielkontrolle
3.5 Verlaufsplanung (tabellarisch)
3.6 Anlagen
3.6.1 Beispielsituation/ Ausgangstext
3.6.2 Informationsblatt der 1. Gruppe: Electronic Cash
3.6.3 Informationsblatt der 2. Gruppe: Elektonisches Lastschriftverfahren
3.6.4 Informationsblatt der 3. Gruppe: EC-Karte
3.6.5 Informationsblatt der 4. Gruppe: Kreditkarte
3.7 Kritische Stellungnahme zur Durchführung des Unterrichtsversuchs
4. Erkundungsabsicht/ Forschungsfrage
4.1 Zielsetzung
4.2 Analyse
4.2.1 Der Beobachtungsbogen (Kurzvorstellung)
4.2.2 Auswertung der Beobachtungsbögen
4.3 Erörterung
4.4 Reflexion
5. Kritische Stellungnahme zum Unterrichtspraktikum
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dokumentiert die Erfahrungen einer Praktikantin während ihrer ersten schulpraktischen Studien an einer Berufsbildenden Schule. Das Hauptziel besteht darin, den Schulalltag aus der Lehrerperspektive zu erleben, eine eigene Unterrichtseinheit zu planen, durchzuführen und kritisch zu reflektieren, sowie das Phänomen von Unterrichtsstörungen systematisch zu untersuchen.
- Berufliche Bildung und Schulorganisation an der BBS X
- Planung und didaktische Aufbereitung eines handlungsorientierten Unterrichtsentwurfs
- Methodik und Sozialformen im wirtschaftlichen Fachunterricht
- Analyse von Ursachen und Umgangsstrategien bei Unterrichtsstörungen
- Reflexion des Wandels vom Schüler- zum Lehrerbild
Auszug aus dem Buch
3.4.2 Methodik / Aktions- und Sozialformen
Zu Beginn der Stunde begrüße ich die Schüler und bitte sie, Namensschilder anzufertigen und diese aufzustellen, damit ich jederzeit in der Lage bin einzelne Schüler gezielt anzusprechen.
Daraufhin stelle ich den Ablaufplan der Stunde vor, indem ich ihn an die Tafel schreibe, während die Beispiel- /Ausgangssituation als Text von den Schülern verteilt wird. Nachdem der Plan für alle sichtbar an der Tafel steht, stelle ich ihn zudem noch kurz vor, damit die Schüler wissen, was sie von der Unterrichtsstunde erwarten können. Mir ist es allerdings wichtig, das genaue Thema der Stunde, sowie den Lernabschnitt nicht im Voraus zu benennen, da die Schüler selbstständig erarbeiten sollen, womit sie sich in der kommenden Stunde auseinander setzen werden. Auf diese Weise nehmen die Schüler das Thema meiner Meinung nach sehr viel schneller an und arbeiten engagierter mit, da es ihnen nicht vorgeschrieben wurde, sie selbst haben es erkannt. Der Ablaufplan beschränkt sich daher auf eine grobe Einteilung der Stunde in Phasen, die das Thema der Unterrichtsstunde keinesfalls „verraten“ (siehe Stundenverlaufsplan). Diese Übersicht hat viel eher die Funktion, die Stunde für die Schüler klar zu strukturieren.
Als Einstiegsmaterial habe ich einen Text verfasst, der, wie oben gesagt, zu Beginn der Stunde verteilt wurde. Ich habe die Ausgangssituation auf das Schülerunternehmen „Tintenklecks“ ausgerichtet, damit die Schüler einen direkten Zugang zu dem Thema finden und sich persönlich angesprochen fühlen. In diesem Text geht es um die Forderung nach unbaren Zahlungsmöglichkeiten. Die Situation endet mit der Frage, ob und wie es „Tintenklecks“ möglich ist, ihren Kunden diesen Service anzubieten. Der Text wird von einem Schüler vorgelesen, und ich frage, ob die Ausgangssituation für alle verständlich ist. Nachdem nun alle Schüler denselben Kenntnisstand haben, rege ich mit einer Fragestellung, welche Möglichkeiten die Schüler bereits kennen, um in einem Geschäft zu bezahlen, ein Brainstorming an.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Praktikums und der persönlichen Motivation sowie Zielsetzung beim Rollenwechsel von der Schülerin zur Lehrkraft.
2. Rahmenbedingungen: Darstellung der Struktur der BBS X sowie der spezifischen Anforderungen der einjährigen Berufsfachschule.
3. Der Unterrichtsentwurf: Detaillierte Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema Zahlungsarten, inklusive Bedingungsanalyse, methodischer Entscheidungen und Verlaufsplanung.
4. Erkundungsabsicht/ Forschungsfrage: Untersuchung der Ursachen und des Umgangs mit Unterrichtsstörungen mittels Beobachtungsbögen sowie eine kritische Reflexion des Lehrerverhaltens.
5. Kritische Stellungnahme zum Unterrichtspraktikum: Auswertung der persönlichen Entwicklung und der Erkenntnisse über den Lehrerberuf nach Abschluss des Praktikums.
Schlüsselwörter
Unterrichtsentwurf, Schulpraktikum, Berufsfachschule, Unterrichtsstörungen, Handlungsorientierung, Lehrerrolle, Zahlungsarten, Berufsbildende Schule, Reflexion, Didaktik, Gruppenarbeit, Schülermotivation, Unterrichtsplanung, Pädagogik, Lernfeld.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dient als Praktikumsbericht, der sowohl einen konkreten Unterrichtsversuch in einem wirtschaftlichen Lernfeld dokumentiert als auch eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Unterrichtsstörungen darstellt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die didaktische Unterrichtsplanung, methodische Entscheidungsfindung, Analyse von Klassenkonstellationen und die Untersuchung pädagogischer Interaktionen bei Störungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist der Rollenwechsel von der ehemaligen Schülerin zur angehenden Lehrkraft sowie die methodische Planung und Reflexion von Unterricht unter Berücksichtigung der eigenen Forschungsfrage zu Störungen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Untersuchung der Forschungsfrage wurden Beobachtungsbögen entwickelt und eingesetzt, um Störungen, Lehrerreaktionen und Schülerverhalten in verschiedenen Unterrichtskontexten systematisch auszuwerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen ausführlichen Unterrichtsentwurf (Bedingungsanalyse, Stoffauswahl, Verlaufsplanung) und die forschungsorientierte Auswertung der Beobachtungsergebnisse zu Unterrichtsstörungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Unterrichtsentwurf, Schulpraktikum, Unterrichtsstörungen, Lehrerrolle, Handlungsorientierung und Didaktik.
Warum wurde das Schülerunternehmen "Tintenklecks" für den Unterricht gewählt?
Die Einbindung der schuleigenen Firma diente als praxisnahe Beispielsituation, um den Schülern einen direkten Alltagsbezug zum Thema "Zahlungsarten" zu ermöglichen und sie persönlich anzusprechen.
Zu welchem Ergebnis kommt die Autorin hinsichtlich der Unterrichtsstörungen?
Die Autorin stellt fest, dass Störungen von vielen Faktoren abhängen, darunter die Lehrkraft selbst, die Unterrichtsstruktur, die Beziehungsqualität zwischen Lehrer und Schüler sowie die Konstellation der Klassengemeinschaft.
- Arbeit zitieren
- Sarah Bastemeyer (Autor:in), 2011, Unbar bezahlen mit Electronic Cash, ELV, EC- und Kreditkarte. Schulpraktikum an einer Berufsbildenden Schule, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/176487