Die vorliegende Hausarbeit wird im Studiengang B. A. Bildungswissenschaft im Profilstudienjahr (hier 5. Semester) innerhalb des Pflichtmoduls 3B verfasst. Aufgrund der beruflichen Tätigkeit der Autorin als Lehrerin für Pflegeberufe am Universitätsklinikum A. wurde ihre berufliche Tätigkeit als Praktikum anerkannt. Circa 8,4% der erwerbstätigen, universitär ausgebildeten Diplom-PädagogInnen1 arbeiten im Bereich der betrieblichen Aus- und Weiterbildung (Grunert, 2006, S. 78).
Ziel des Praktikums in Kombination mit einer Reflektierenden Dokumentation ist es, eine Verbindung von wissenschaftlich fundiertem theoretischem Wissen und praktischem Handeln herzustellen und diese Verbindung kritisch, hier auch auf die eigene Professionalität bezogen, zu evaluieren (Modulhandbuch BaBw, 2011, S. 14).
Unter dieser Prämisse wird sich die vorliegende Hausarbeit inhaltlich mit der Planung, Durchführung und Evaluation einer Lerneinheit innerhalb der theoretischen Ausbildung zur/m Gesundheits-, Kinderkranken- und KrankenpflegerIn beschäftigen. Diese Ausbildung ist in einen praktischen (2500 Stundenumfang) und einen theoretischen Teil (2100 Stunden) gegliedert (Schule für GKK, 2011). Grundlage ist das Krankenpflegegesetz vom 16. Juli 2003, zuletzt geändert am 24. Juli 2010 (KrPflG, 2011, S. 1).
Um die Reflektierende Dokumentation erstellen zu können, auch unter Berücksichtigung der Vorgaben des Lehrgebietes, z. B. durch die Begrenzung der Seitenanzahl, wurde eine Auswahl und Festlegung auf eine Lerneinheit aus dem Aufgabenspektrum der Verfasserin erforderlich.
Konkret handelt es sich hierbei um die Lerneinheit I. 27: Mit anderen Berufsgruppen zusammen arbeiten, welche innerhalb dieser Hausarbeit detaillierter vorgestellt werden wird.
Zur Struktur der vorliegenden Hausarbeit: zu Beginn wird die Praktikumsstelle skizziert, daran schließt sich eine Darstellung des Handlungsablaufs an, der dann im weiteren in den theoretischen Kontext des Projektmanagements eingebettet wird. Darüber hinaus wird ein Bezug zu den Themenfeldern der Qualitätssicherung und der Evaluation hergestellt. Die vorliegende Hausarbeit schließt mit einem Fazit inklusive eines Ausblicks ab. ----- In der vorliegenden Hausarbeit findet das sogenannte Binnen- I Anwendung, als geschlechtsneutrale Schreibweise, wenn von beiden Geschlechtern die Rede ist, um sowohl die weibliche als auch die männliche Schreibform zu repräsentieren unter Beibehaltung einer flüssigen Lesbarkeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Praktikumsstelle
2.1 Das Arbeits- und Aufgabenfeld
2.2 Eine Übersicht des Unternehmens
2.3 Die Rahmenbedingungen des Praktikums
2.4 Die Analyse der Zielgruppe
3. Der Handlungsablauf des Projekts
3.1 Die Projektziele
3.1.1 Die Kompetenzen
3.1.2 Die Lernziele
3.2 Der zeitliche Ablauf
3.2.1 Die Planungsphase
3.2.2 Die Durchführungsphase
3.2.3 Die Auswertung
4. Das Projektmanagement
4.1 Theoretische Grundannahmen
4.2 Stellenwert innerhalb des Projekts
5. Die Qualitätssicherung
5.1 Theoretische Grundlagen
5.2 Maßnahmen innerhalb des Projekts
6. Die Evaluation
6.1 Theoretische Grundlagen
6.2 Evaluierung im Projekt
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit reflektiert die Planung, Durchführung und Evaluation einer Lerneinheit in der Ausbildung zur/m Gesundheits-, Kinderkranken- und KrankenpflegerIn. Ziel ist es, wissenschaftlich fundiertes theoretisches Wissen mit praktischem Handeln zu verknüpfen und die eigene berufliche Professionalität kritisch zu evaluieren.
- Methodische Gestaltung von Lerneinheiten in der Pflegeausbildung
- Einsatz von Projektarbeit zur Förderung von Handlungskompetenz
- Anwendung des „Berliner Modells“ der Didaktik
- Stellenwert von Projektmanagement und Qualitätssicherung in der Lehre
- Evaluationsmethoden im pädagogischen Kontext
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Die Durchführungsphase
Die Gestaltung von Unterricht betont drei zentrale Elemente:
1. den Charakter der SchülerInnen als aktiv und eigenständig,
2. das situierte Lernen in konkreten Erfahrungskontexten und
3. die communities of practice (Terhart, 2010, S. 24f.).
Zu Beginn werden 4 UE gestaltet, um das Projekt mit den SchülerInnen zu entwickeln, zu besprechen und am Ende zu starten. Der Einstieg in die Lerneinheit wird in Form eines informierenden Unterrichtseinstiegs im Bezug auf die Zielsetzung, den Inhalt und die Methodik gewählt (Meyer, 1987b, S. 136f.).
Im weiteren Verlauf der UE erhalten die SchülerInnen nun von der Lehrerin eine Definition des Begriffs „Multiprofessionelles Team“. In Form eines Brainstormings werden anschließend Berufe des Sozial- und Gesundheitswesens ermittelt und an der Tafel gesammelt. Aus diesen speziellen Berufen werden fünf bis sechs, je nach Kursgröße und Interesse der SchülerInnen, ausgewählt, die im Rahmen der Aufgabenstellung interviewt werden sollen.
Es folgt die Gruppenbildung: konkret sollen mindestens drei, aber maximal fünf SchülerInnen eine Berufsgruppe bearbeiten. Die Erarbeitung der Interviewleitfragen (siehe Anhang Nr. 5) in Anlehnung an die Vorgaben des Curriculums und die konkrete Zeitplanung am Präsentationstag schließen sich an.
Am Ende der UE besteht die Möglichkeit offene Fragen zu klären. Die Lehrerin teilt den SchülerInnen ihre beruflichen Kontaktdaten explizit mit, um ihnen die Möglichkeit zu geben sie bei Problemen oder nachträglich auftretenden Fragen kontaktieren zu können. Die Autorin möchte in diesem Kontext darauf hinweisen, dass es in der Autonomie der SchülerInnen liegt, die Angebote der Lehrerin wahrzunehmen (Koring zitiert in Dewe, Ferchhoff & Radtke, 1992, S. 187). Mit einer Verabschiedung schließt der Unterricht und das Projekt ist gestartet (siehe Abb. 2, PS).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Zielsetzung der reflektierenden Dokumentation und ordnet die Lerneinheit in den Kontext der Ausbildung zur/m Gesundheits-, Kinderkranken- und KrankenpflegerIn ein.
2. Die Praktikumsstelle: Es werden der Arbeitsplatz der Autorin, die institutionellen Rahmenbedingungen sowie die Zielgruppe der Lernenden detailliert beschrieben.
3. Der Handlungsablauf des Projekts: Dieses Kapitel stellt die Planung, Durchführung und Auswertung der Lerneinheit sowie die zugrunde liegenden Projektziele und Lernziele vor.
4. Das Projektmanagement: Hier werden theoretische Grundlagen des Projektmanagements auf den Ablauf des beschriebenen Projekts transformiert und deren Stellenwert diskutiert.
5. Die Qualitätssicherung: Es wird das Konzept der Qualitätssicherung im Bildungsbereich dargelegt und die im Projekt vorgenommenen Maßnahmen reflektiert.
6. Die Evaluation: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen schulischer Evaluation und beschreibt die im Projekt durchgeführte Inhouse-Evaluation.
7. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der eigenen Professionalität und einem Ausblick auf zukünftige Veränderungen in der Konzeption der Lerneinheit.
Schlüsselwörter
Pflegeausbildung, Mediendidaktik, Projektarbeit, Berliner Modell, Unterrichtsplanung, Qualitätssicherung, Evaluation, Handlungskompetenz, Berufspädagogik, Multiprofessionelles Team, Lehrerrolle, Selbstgesteuertes Lernen, Reflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?
Die Arbeit dokumentiert und reflektiert eine Lerneinheit zum Thema „Mit anderen Berufsgruppen zusammen arbeiten“, die im Rahmen der Ausbildung zur/m Gesundheits-, Kinderkranken- und KrankenpflegerIn durchgeführt wurde.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der didaktischen Planung von Unterricht, der Methode der Projektarbeit, dem Projektmanagement, der Qualitätssicherung sowie der Evaluation von Lehrprozessen im schulischen Umfeld.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, eine wissenschaftlich fundierte Verbindung zwischen theoretischem Wissen und praktischem Handeln herzustellen und diese Verbindung sowie die eigene Professionalität kritisch zu evaluieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird für das Projekt verwendet?
Das Projekt nutzt die Methode der Projektarbeit unter Anwendung des didaktischen „Berliner Modells“. Die Evaluation erfolgt als Inhouse-Selbstevaluation durch halbstrukturierte Interviews.
Welche Themen behandelt der Hauptteil?
Der Hauptteil analysiert die Praktikumsstelle, den konkreten Handlungsablauf des Projekts, die Anwendung von Projektmanagement-Prinzipien, Maßnahmen der Qualitätssicherung sowie die theoretische und praktische Durchführung der Evaluation.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Pflegeausbildung, Projektarbeit, didaktische Reflexion, Evaluation und Qualitätssicherung charakterisieren.
Warum wurde das „Berliner Modell“ als theoretische Grundlage gewählt?
Das Berliner Modell dient als Strukturhilfe für die Planungsphase, um die verschiedenen Entscheidungs- und Bedingungsfelder des Unterrichts systematisch zu erfassen und zu reflektieren.
Wie werden die Interviews mit den Berufsgruppen innerhalb des Projekts genutzt?
Die SchülerInnen führen halbstrukturierte Interviews mit Vertretern verschiedener Berufsgruppen des Gesundheitswesens durch, um deren Rollen, Kompetenzen und Schnittstellen zur Pflege praxisnah zu erkunden.
Welche Erkenntnis gewinnt die Autorin hinsichtlich der Evaluation?
Die Autorin stellt fest, dass die bisherige Evaluation zu rudimentär war und plant für die Zukunft eine intensivere Gestaltung, etwa durch den Einsatz von Projekttagebüchern oder Feldnotizen.
- Quote paper
- Sabine Frings (Author), 2011, Unterricht innerhalb der Ausbildung zur/m Gesundheits-, Kinderkranken- und KrankenpflegerIn Lerneinheit I. 27: Mit anderen Berufsgruppen zusammen arbeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/176461