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Reflexionen und konzeptionelle Überlegungen zur Förderung „störender“ Schüler durch erlebnispädagogische Aktivitäten

Title: Reflexionen und konzeptionelle Überlegungen zur Förderung „störender“ Schüler durch erlebnispädagogische Aktivitäten

Term Paper , 2011 , 72 Pages

Autor:in: Gesine Timmer (Author)

Pedagogy - Reform Pedagogics

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Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit wird im Zusammenhang mit dem Seminar „Erlebnispädagogische Aktivitäten mit störenden Schülern“ geschrieben. Die Aufgabe unseres Seminars war es, zwei erlebnispädagogische Wochen in verschiedenen Schulen in Mönchengladbach mit störenden Schülern durchzuführen.
Diese Hausarbeit ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil beinhaltet den theoretischen Teil der Erlebnispädagogik. Hier wird zunächst der Begriff der Erlebnispädagogik erläutert und kurz beschrieben, warum wir uns in unseren Trainings gerade für diese Methode der Erlebnispädagogik entschieden haben.
Anschließend wird über die Geschichte der Erlebnispädagogik berichtet. Wo kommt Erlebnispädagogik her, wer hat sie erfunden? In den darauf folgenden Kapiteln wird auf die Didaktik, Methodik und die Wissensvermittlung sowie die rechtlichen Bedingungen und die Sicherheit in der Erlebnispädagogik eingegangen. Am Ende des ersten Teils wird noch beschrieben, welche Kompetenzen ein Erlebnispädagoge mitbringen sollte.
Der zweite Teil dieser Hausarbeit befasst sich mit den zwei durchgeführten Projektwochen. Hier wird über die Planung und Durchführung der Projektwochen berichtet sowie über die Ziele und Reflexionen informiert. Es wird auf den genauen Ablaufplan der Wochen eingegangen, in denen auch beschrieben wird, welche Ziele wir uns für die jeweiligen Wochen gesetzt haben und in wie weit wir diese Ziele mit den Schülern zusammen erreichen können.
Beide Teile fließen an einigen Stellen zusammen. In dem ersten Teil wird die Theorie an einigen Stellen mit unseren Projektwochen in Zusammenhang gebracht und im zweiten Teil werden in den Reflexionen die entstehenden Veränderungen und Entwicklungen oder auftretenden Probleme mit Hilfe der zuvor besprochenen Theorie verdeutlicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Teil: Was ist Erlebnispädagogik

1. Einleitung

2. Definitionen und Begriffe

3. Geschichte

3.1 Jean-Jacques Rousseau

3.2 Henry David Thoreau

3.3 Kurt Hahn

4. Ziele erlebnispädagogischer Maßnahmen

5. Die Gruppe in der Erlebnispädagogik

5.1 Definitionen von dem Begriff Gruppe

5.2. Wofür brauchen wir Gruppen?

5.3 Die Phasen des Gruppenprozesses

5.4 Rollenverteilungen in Gruppen

6. Kooperatives Lernen

6.1 Schwierigkeiten beim kooperativen Lernen

7. Wirkungsmodelle

7.1 The mountain speak for themselves

7.2 Outward Bound plus Modell

7.3 Metaphorisches Modell

8. Lernen mit Erlebnispädagogik

8.1 Kommunikationsebenen

8.2 Die Waage der Erlebnispädagogik

8.3 Die E- Kette

8.4 Das Johari Fenster

8.5 Lernen zwischen Komfort und Panikzone

8.6 Das Flow Erlebnis

9. Grenzerfahrungen

10. Selbstkonzept

11. Sicherheit

12. Rechtliche Bedingungen in der Erlebnispädagogik

13. Kompetenzprofil eines Erlebnispädagogen

14. Trainingsraum Programm

2. Teil: Durchführung und Reflexion der zwei Projektwochen in Mönchengladbach

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, wie durch erlebnispädagogische Maßnahmen störendes Verhalten von Schülern im Unterricht reflektiert und positiv beeinflusst werden kann, wobei die Forschungsfrage darauf fokussiert, inwieweit kooperative Trainings die soziale Kompetenz und das Verständnis für Gruppenprozesse fördern.

  • Grundlagen der Erlebnispädagogik und deren geschichtliche Entwicklung.
  • Dynamiken und Phasen innerhalb von Gruppenprozessen.
  • Einsatz von Kooperationsspielen als methodisches Instrument.
  • Reflexionsmodelle und deren Bedeutung für den Transfer in den Schulalltag.
  • Implementierung und kritische Würdigung des Trainingsraum-Programms.

Auszug aus dem Buch

3.3 Kurt Hahn

Kurt Hahn (*5. Juni 1886 Berlin; †14. Dezember 1974 in Salem) gilt ebenfalls als entscheidender Wegbereiter der Erlebnispädagogik. Oft wird er als der „Urvater der Erlebnispädagogik bezeichnet. Er fasste die Theorien seiner Vordenker zu einem handlungs und erlebnispädagogischen Konzept zusammen.

1920 gründete er am Bodensee das Internat Schloss Salem. Bis zum Jahre 1933 war er Leiter dieser Schule. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung floh er 1933 ins britische Exil. Dort gründete und leitete er die „British Salem School“ in Gordonstoun. 1941 gründete er die erste Outward Bound Schule woraus sich die Kurzschulbewegung entwickelte.7 Hahns Ziel war es die Charakterbildung der jungen Menschen zu unterstützen und zu fördern.

Er kritisierte an der Jugend vier Verfallserscheinungen:

1. Verfall der körperlichen Tauglichkeit

Kurt Hahn beabsichtigt die positiven Auswirkungen von körperlichem Training auf Körper und Seele wieder herzustellen. Heute ist empirisch bewiesen, dass Bewegungsmangel sich negativ auf die geistige Entwicklung und auf das Selbstwertgefühl auswirkt.

2. Mangel an Initiative und Spontaneität

Dies soll durch Expeditionen behoben werden. Eine Expedition erfordert von der Gruppe höchste Planungs- und Vorbereitungsbereitschaft. Dies führt zu hoher Selbstverantwortlichkeit und bringt dazu noch die Verantwortlichkeit für die Gruppe mit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit dokumentiert den theoretischen Hintergrund der Erlebnispädagogik und deren praktische Anwendung in zwei Projektwochen mit störenden Schülern.

2. Definitionen und Begriffe: Es wird erörtert, dass Erlebnispädagogik als handlungsorientierte Methode fungiert, die ganzheitlich auf Kopf, Hand, Herz und Geist abzielt.

3. Geschichte: Der Abschnitt beleuchtet die einflussreichen Wegbereiter Rousseau, Thoreau und Hahn, deren Ansätze die heutige Erlebnispädagogik maßgeblich prägten.

4. Ziele erlebnispädagogischer Maßnahmen: Hier werden fachliche, individuelle, soziale und ökologische Ziele definiert, die zur Förderung von Lebenskompetenz beitragen sollen.

5. Die Gruppe in der Erlebnispädagogik: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Gruppendynamik, die Phasen des Gruppenprozesses sowie die Auswirkungen unterschiedlicher Rollenverteilungen.

6. Kooperatives Lernen: Der Fokus liegt auf der Vermittlung von Sozialkompetenz durch Gruppenarbeit und dem Umgang mit typischen Schwierigkeiten wie dem "Matthäus-Effekt".

7. Wirkungsmodelle: Es werden Konzepte wie "The mountain speak for themselves" und das Outward Bound Plus Modell zur Reflexion erlebter Erfahrungen vorgestellt.

8. Lernen mit Erlebnispädagogik: Dieses Kapitel behandelt zentrale pädagogische Wirkfaktoren wie Kommunikation, das Johari-Fenster, die Komfortzone und das Flow-Erlebnis.

9. Grenzerfahrungen: Es wird analysiert, wie das bewusste Aufsuchen von persönlichen Grenzen zur positiven Entwicklung des Selbstbildes beitragen kann.

10. Selbstkonzept: Dieser Teil definiert das Selbstbild und dessen Dimensionen, um die Wirkung erlebnispädagogischer Interventionen auf Jugendliche messbar zu machen.

11. Sicherheit: Hier werden notwendige Voraussetzungen und Sicherheitskriterien für die Durchführung erlebnispädagogischer Aktionen dargelegt.

12. Rechtliche Bedingungen in der Erlebnispädagogik: Ein Überblick über die juristischen Aspekte und Verantwortlichkeiten bei Unfällen sowie die Pflichten des Trainers.

13. Kompetenzprofil eines Erlebnispädagogen: Dieses Kapitel beschreibt die erforderlichen Hard Skills, Soft Skills und Metaskills für eine professionelle Trainingsleitung.

14. Trainingsraum Programm: Das Konzept des Trainingsraum-Programms zur Reduktion von Unterrichtsstörungen wird theoretisch erläutert.

Schlüsselwörter

Erlebnispädagogik, Sozialtraining, Gruppenprozesse, Persönlichkeitsentwicklung, Kooperatives Lernen, Reflexion, Selbstkonzept, Kommunikation, Grenzerfahrungen, Trainingsraum-Programm, Sozialverhalten, Handlungsorientierung, Teamwork, Sicherheit, Kompetenzprofil

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Erlebnispädagogik und deren praktischer Anwendung durch Sozialtrainings bei störenden Schülern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen Gruppendynamik, Kommunikation, Reflexionsmethoden, Sicherheitsaspekte und die Förderung von Selbstkonzept und sozialer Kompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Schülern durch erlebnisorientierte Aufgaben die Konsequenzen ihres störenden Verhaltens zu verdeutlichen und ihnen Strategien für ein kooperativeres Miteinander zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu erlebnispädagogischen Konzepten sowie der begleitenden Reflexion zweier selbst durchgeführter Projektwochen in Schulen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil mit Modellen der Erlebnispädagogik und einen praktischen Teil, der die Durchführung und Reflexion der Projektwochen beschreibt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erlebnispädagogik, Gruppendynamik, Sozialtraining, Reflexion und Verhaltensmodifikation geprägt.

Wie unterscheidet sich die "Komfortzone" von der "Wachstumszone"?

Die Komfortzone ist geprägt von Vertrautheit und Sicherheit, während die Wachstumszone (Lernzone) bewusst neue, unbekannte Anforderungen stellt, um eine persönliche Entwicklung zu ermöglichen.

Welchen Zweck erfüllt das Johari-Fenster in diesem Kontext?

Es dient dazu, die Wahrnehmung des Selbst- und Fremdbildes zu visualisieren und zu verdeutlichen, wie durch soziales Feedback der "blinde Fleck" verkleinert werden kann.

Warum spielt die Reflexion eine so große Rolle?

Ohne Reflexion bleibt das Erlebte oft nur eine flüchtige Aktivität. Erst durch die Aufarbeitung werden Erkenntnisse gewonnen und ein nachhaltiger Transfer in den Schulalltag ermöglicht.

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Details

Title
Reflexionen und konzeptionelle Überlegungen zur Förderung „störender“ Schüler durch erlebnispädagogische Aktivitäten
College
Niederrhein University of Applied Sciences Mönchengladbach
Author
Gesine Timmer (Author)
Publication Year
2011
Pages
72
Catalog Number
V176100
ISBN (Book)
9783640973262
ISBN (eBook)
9783640973590
Language
German
Tags
reflexionen förderung schüler aktivitäten Erlebnispädagogik Grenzerfahrungen soziales Lernen kooperative Abenteuerspiele
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gesine Timmer (Author), 2011, Reflexionen und konzeptionelle Überlegungen zur Förderung „störender“ Schüler durch erlebnispädagogische Aktivitäten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/176100
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