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Internationale Steuerarbitrage unter besonderer Berücksichtigung von Zinsabzugsbeschränkungen am Beispiel von Deutschland und USA

Titel: Internationale Steuerarbitrage unter besonderer Berücksichtigung von Zinsabzugsbeschränkungen am Beispiel von Deutschland und USA

Seminararbeit , 2009 , 39 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Philipp Adam (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die internationale Unternehmens- und damit auch Steuerplanung hat sich im Zuge der fortschreitenden Globalisierung und Internationalisierung zu einem wichtigen Aspekt und zur gängigen Praxis für multinationale Unternehmen entwickelt. Einen wesentlichen Grund dafür stellt das völkerrechtliche Souve-ränitätsprinzip dar, das jedem Staat die inhaltliche Ausgestaltung seines Steuer-systems nach eigenen Vorstellungen gewährleistet und trotz der erheblichen Ausweitung grenzüberschreitender unternehmerischer Aktivitäten weiterhin seine Geltung hat. Infolgedessen konkurrieren die Staaten mit verschiedensten Maßnahmen um die unternehmerische Geschäftstätigkeit. Zu diesen Maßnah-men gehört auch der Steuerwettbewerb, der einerseits ein internationales Steu-ergefälle indiziert, andererseits bei jedem international mobilen Unternehmen zum Standardproblem der Erkennung dieser steuerlichen Rahmenbedingungen führt. Im Interesse der Minimierung des relativen Steuerbarwerts oder der Optimierung der KSQ spielt die steuerrechtliche Abzugsfähigkeit der Fremd-finanzierungskosten des jeweiligen Standorts eine gewichtige strategische Rolle bei der internationalen Steuerplanung eines Konzerns. Das internationale Steuergefälle erzeugt also einen erheblichen Anreiz zur grenzüberschreitenden Gesellschafter-Fremdfinanzierung. Aus fiskalischer Sicht führt dies zur Not-wendigkeit sogenannter Unterkapitalisierungsregeln. Solche Maßnahmen - in der Literatur auch als thin cap-Regelungen bekannt - sind das letzte Mittel der Gesetzgebung die drohende Erosion des Steuersubstrats zu vermeiden. Im Jahr 1972 führte Kanada als erstes Land Regelungen zur Unterkapitalisierung ein, woraufhin ab 1987 eine Vielzahl anderer Staaten diesem Vorbild folgte. Heute, 37 Jahre nach Einführung der ersten Maßnahmen, stellt man im interna-tionalen Vergleich deutlich divergierende Vorgehensweisen bezüglich der spe-zialgesetzlichen Zinsabzugsbeschränkungen fest. Aktuell sind zwei Entwick-lungen international erkennbar: Einerseits die erhebliche Ausweitung der An-wendungsbereiche beim Tatbestandskonzept, andererseits der „fatale Trend“ der Abkehr von der Umqualifizierung in vGA zugunsten des Betriebsausga-benabzugsverbots beim Rechtsfolgenkonzept. Während 1997 nur etwa ein Drittel der Unterkapitalisierungsvorschriften das Betriebsausgabenabzugsver-bot als Rechtsfolge enthielt, findet diese Methode heute bereits in knapp 75 % der EU-Unterkapitalisierungsnormen Anwendung.

...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriff der internationalen Steuerarbitrage

3 Rechtsvergleich der Unterkapitalisierungsregeln Deutschland - USA

3.1 Hintergrund und geschichtliche Entwicklung

3.1.1 Deutschland

3.1.2 USA

3.2 Grundkonzeption und Rechtsfolgen

3.2.1 Deutschland: Die Zinsschranke

3.2.2 USA: Earnings Stripping Rules

4 Gestaltungsmöglichkeiten zur Ausnutzung der internationalen Steuerarbitrage

5 Beurteilung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten der internationalen Steuerarbitrage, mit besonderem Fokus auf die Unterkapitalisierungsregeln in Deutschland und den USA sowie deren Einfluss auf die grenzüberschreitende Gesellschafter-Fremdfinanzierung.

  • Grundlagen der internationalen Steuerarbitrage
  • Vergleich der deutschen Zinsschranke mit den US-amerikanischen Earnings Stripping Rules
  • Analyse von Outbound-Finanzierungsmodellen
  • Untersuchung der steuerlichen Auswirkungen auf die Gesamtsteuerbelastung
  • Ausblick auf die zukünftige Entwicklung internationaler Steuergestaltungsnormen

Auszug aus dem Buch

2 Begriff der internationalen Steuerarbitrage

Der Begriff der internationalen Steuerarbitrage wird in der Literatur unterschiedlich interpretiert. In der gängigen Meinung entsteht sie als „natürliches Nebenprodukt“ einer nicht harmonisierten Globalwirtschaft und beschreibt den Vorteil eines Steuerpflichtigen, der aus der Ausnutzung der inkonsistenten steuerlichen Behandlung gleicher Transaktionen in unterschiedlichen Steuerrechtsordnungen resultiert. Auf diese Weise ist ein grenzüberschreitend tätiger „Arbitrageur“ in der Lage seine weltweite Steuerlast zu minimieren, indem er eine Transaktion so strukturiert, dass diese „in zwei oder mehr Steuerrechtsordnungen einer unterschiedlichen Besteuerung unterworfen wird.“

Nutzt ein Steuerpflichtiger die Divergenzen unterschiedlicher, nationaler Steuersysteme aus, wird ihm eine „Ausweichhandlung“ unterstellt. Diese unternehmerische Handlung, die auch als „aggressive Steuerplanung“ bezeichnet wird, ist jedoch ausdrücklich von missbräuchlichen Gestaltungen abzugrenzen. Schließlich stellt sie kein Naturereignis dar, vielmehr ist sie das Ergebnis falscher Politik. Trotz der Legalität sind einige Steuerplanungsstrukturen vom Gesetzgeber ungewollt, da sie die Gefahr weißer Einkünfte in sich tragen.

Ferner muss internationale Steuerarbitrage von wirtschaftlicher Arbitrage differenziert werden. Wirtschaftliche Arbitragegeschäfte verursachen eine Veränderung des Angebots oder der Nachfrage und damit auch eine Angleichung der Preise auf den verschiedenen Märkten. Bei internationaler Steuerarbitrage besteht die Preisstruktur in der Hauptsache aus Steuern. Darüber hinaus werden die Preise nicht durch Märkte gebildet. In der Konsequenz können die Marktkräfte internationale Steuerarbitrage – im Gegensatz zur wirtschaftlichen Arbitrage – nicht beseitigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der internationalen Steuerplanung ein und erläutert die Notwendigkeit von Unterkapitalisierungsregeln zur Sicherung des Steuersubstrats.

2 Begriff der internationalen Steuerarbitrage: Das Kapitel definiert den Begriff der Steuerarbitrage als Ausnutzung inkonsistenter Steuerrechtsordnungen und grenzt diesen von wirtschaftlicher Arbitrage sowie missbräuchlichen Gestaltungen ab.

3 Rechtsvergleich der Unterkapitalisierungsregeln Deutschland - USA: Es erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der historischen Entwicklung sowie der aktuellen Grundkonzeptionen der deutschen Zinsschranke und der US-amerikanischen Earnings Stripping Rules.

4 Gestaltungsmöglichkeiten zur Ausnutzung der internationalen Steuerarbitrage: Anhand einer Modellrechnung wird aufgezeigt, wie Unternehmen durch die Gesellschafter-Fremdfinanzierung ihre Gesamtsteuerbelastung im deutsch-amerikanischen Kontext optimieren können.

5 Beurteilung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Entwicklung sowie die Reformbedürftigkeit der komplexen Unterkapitalisierungsnormen.

Schlüsselwörter

Steuerarbitrage, Unterkapitalisierungsregeln, Zinsschranke, Earnings Stripping Rules, Gesellschafter-Fremdfinanzierung, Konzernsteuerquote, internationale Steuerplanung, Doppelbesteuerung, Steuerwettbewerb, Steuersubstrat, Finanzierungsneutralität, steuerliche Abzugsfähigkeit, Thin Cap, Steuersatz, Kapitalstrukturplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse internationaler Steuergestaltungsmodelle, insbesondere der Steuerarbitrage, die durch Unterschiede in der Besteuerung von Gesellschafter-Fremdfinanzierungen zwischen Deutschland und den USA ermöglicht wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind der Rechtsvergleich zwischen den deutschen Zinsschranken-Regelungen und den US-amerikanischen Earnings Stripping Rules sowie die quantitative Analyse ihrer Auswirkungen auf die Konzernsteuerquote.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Gegenüberstellung der steuerlichen Ecksätze beider Länder und die Verdeutlichung, wie multinationale Unternehmen durch gezielte Kapitalstrukturplanung Steuervorteile realisieren können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende Methode sowie eine betriebswirtschaftliche Modellrechnung, um die steuerlichen Konsequenzen von Eigenkapital- versus Fremdkapitalfinanzierung bei Tochtergesellschaften aufzuzeigen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Steuerarbitrage, den detaillierten Vergleich der nationalen Unterkapitalisierungsnormen und eine modellhafte Fallstudie zur Outbound-Finanzierung.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Zinsschranke, Earnings Stripping, Steuerarbitrage, Fremdfinanzierung und Steuerwettbewerb.

Wie unterscheidet sich die Zinsschranke von den Earnings Stripping Rules in Bezug auf den Anwendungsbereich?

Während beide Systeme eine ähnliche Rechtsfolgenkonzeption verfolgen, hebt sich die deutsche Zinsschranke durch einen deutlich breiteren Anwendungsbereich hervor, der auch Personengesellschaften und Bankdarlehen umfasst.

Welche Rolle spielt das DBA-USA in der Analyse?

Das Abkommen ist entscheidend für die Vermeidung der Quellensteuer, was im untersuchten Modell die steuerliche Attraktivität der Gewinnrepatriierung von den USA nach Deutschland maßgeblich beeinflusst.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Internationale Steuerarbitrage unter besonderer Berücksichtigung von Zinsabzugsbeschränkungen am Beispiel von Deutschland und USA
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre)
Veranstaltung
Seminar: Internationale Unternehmensbesteuerung: "Aktuelle Entwicklungen im Internationalen Steuerrecht"
Note
1,3
Autor
Philipp Adam (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
39
Katalognummer
V176094
ISBN (eBook)
9783640972029
ISBN (Buch)
9783640973033
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zinsschranke Steuerarbitrage Zinsabzugsbeschränkungen Steuerplanung Steuerwettbewerb Fremdfinanzierungskosten Konzernsteuerquote Gesellschafter-Fremdfinanzierung Gesellschafterfremdfinanzierung thin cap thin capitalization Unterkapitalisierung Internationale Steuerarbitrage Steuerharmonisierung Unternehmensteuern Unternehmenssteuern Arbitrage Standortsicherungsgesetz Lankhorst-Hohorst Lankhorst Fremdfinanzierung Earning Stripping Earnings Stripping Earnings Stripping Rule Earnings Stripping Rules Unterkapitalisierungsvorschriften Steueroptimierung Standortattraktivität Steuerbelastung Steuerlast USA Deutschland Adam Philipp Adam
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Adam (Autor:in), 2009, Internationale Steuerarbitrage unter besonderer Berücksichtigung von Zinsabzugsbeschränkungen am Beispiel von Deutschland und USA, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/176094
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Leseprobe aus  39  Seiten
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