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Venus von Urbino

Eine Psychoanalyse des Gemäldes

Titel: Venus von Urbino

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 39 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Laura Näder (Autor:in)

Kunst - Malerei

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung
Es ist die Quintessenz der Kunstgeschichte genau hinzusehen, was in einem Gemälde verborgen ist, welche Details, Symbole oder Allegorien es enthält. Doch ebenso ist es ein weitverbreitetes Problem der Kunsthistoriker, sich des unvoreingenommenen Blickes durch das Lesen & Recherchieren zu einem Werk selbst zu berauben oder schlicht anhand des eigenen Vorwissens manipuliert zu sein. Es ist ein schmaler Grat zwischen dem Erfassen impliziter Aussagen eines Gemäldes & der Überinterpretation. So birgt die Arbeit in einem Seminar, welches unter dem Titel Kunstgeschichte & Psychoanalyse zwei hochgradig induktive, hermeneutische Disziplinen vereint, die Tücke, genau diesem Rausch des wilden Deutens, Verbindens & Schlussfolgerns zu verfallen & ein Werk seines genuinen Sinnes zu entfremden.
Um jener Problematik zumindest teilweise vorzubeugen, habe ich beschlossen, mich dieser Arbeit auf etwas andere Weise zu näheren, als es den üblichen Methoden der Kunstgeschichte entspricht: mittels eines kurzen Probandenbefragung.
Mit Hilfe dieser Kurzinterviews erhoffe ich mir, ein breites Meinungsspektrum zum allgemeinen Primäreindruck des Bildes selbst, speziell aber zur Wahrnehmung der eroti-schen Wirkung der Venus von Urbino zu erhalten & damit meine Forschungsthese zu überprüfen. Diese statuiert, dass sich das vorliegende Gemälde durch eine Vielzahl an Dopplungen auszeichnet und diese wiederum mit der Wahrnehmung, Verarbeitung & Interpretation des Gemäldes beim Betrachter korrelieren.
Mein Vorgehen wird nach der Arass´schen Methode der Detailbetrachtung, jedoch auf Basis psychoanalytischer sowie wahrnehmungs- & allgemeinpsychologischer Erkenntnisse erfolgen. Im Anschluss daran werde ich zudem einen knappen Einblick in die Untersuchung des Gemäldes nach der psychoanalytischen Bildtheorie Lacans geben, was aber aus Gründen des begrenzten Umfangs der vorliegenden Arbeit nur einem knappen Exkurs gleichen soll.
Ziel dieser Untersuchung ist es, eine Bild- & Psychoanalyse der Venus von Urbino vor-zunehmen, meine Argumente dabei in größtmöglichem Maße selbst zu generieren & schließlich die Dopplungen im Werk aufzudecken, kritisch zu hinterfragen & psycho-analytisch zu verknüpfen. Dabei beschäftigt sich das anschließende Kapitel vornehmlich mit perzeptiven Prozessen; nachfolgend werden eindeutige & inhärente sexuelle An-spielungen & Komponenten im Gemälde diskutiert, um schlussendlich Konjekturen über emotionale & psychische Prozesse beim Betrachter treffen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die zwei Bilder in der Venus von Urbino

3 Die zwei erotischen Avancen in der Venus von Urbino

4 Die zwei Betrachter der Venus von Urbino

4.1 Interner und externer Betrachter

4.2 Der Betrachter und das Objekt klein a

5 Fazit

8 Abbildungen

9 Studie „Der erste Eindruck der Venus von Urbino“

9.1 Versuchsdesign

9.2 Befragungsergebnisse

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Tizians Venus von Urbino durch eine Kombination aus bildanalytischen Verfahren und psychoanalytischen Theorien, um die Dopplungen im Werk und deren Wirkung auf den Betrachter zu ergründen. Ziel ist es, die räumliche und psychologische Ambivalenz des Gemäldes offenzulegen und die Rolle des Betrachters innerhalb der Bildlogik zu hinterfragen.

  • Psychoanalytische Bildanalyse von Tizians Venus von Urbino.
  • Untersuchung der räumlichen Trennung in zwei Bedeutungssphären.
  • Analyse der Betrachterrollen (interner vs. externer Teilnehmer).
  • Erforschung der psychologischen Mechanismen von Voyeurismus und Fetischisierung.
  • Empirische Einordnung durch eine qualitative Probandenbefragung.

Auszug aus dem Buch

4 Die zwei Betrachter der Venus von Urbino

Obwohl im Zuge der vorangegangenen Ausführungen die Position des Betrachters schon fragmentarisch diskutiert wurde, soll diese nun dennoch eingehender erörtert werden. Wie bereits hinreichend erwähnt, bildet die im Vordergrund liegende Venus das attraktivste optische Perzept und adressiert damit insbesondere den flüchtigen, womöglich vorübergehenden Betrachter, welcher das Gemälde nur mit nachlässigem Blick erfasst. Wird dieser durch ihren Blick oder die ungewohnte Haltung der rechten Hand infolgedessen auf die donna ignuda aufmerksam und verweilt vor dem Bild, offenbaren sich ihm also zwei Möglichkeiten der Betrachtung der Venus von Urbino: Entweder sein Fokus bleibt auch im Folgenden bei der, sich ihm offerierenden Venus und es entsteht ein Wechselspiel des Blickkontaktes und der Betrachtungsperspektive oder er geht schon bald zur Beobachtung der knienden Dienerin im zweiten Bild über.

Im ersten Falle genießt der Betrachter eine gewisse Passivität: Er lässt sich anlocken, verführen und anblicken. Dennoch evoziert die Aktivität der Venus in Verbindung mit der räumlichen Nähe den Eindruck von Authentizität und lässt ihre Handlungen für den Betrachter erfahrbar erscheinen, sodass nach längerem Hinsehen das Bewusstsein dafür, dass es sich „nur“ um ein Gemälde handelt, verloren geht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die kunsthistorische Problematik der Vorinterpretation und stellt eine methodische Neuerung durch Kurzinterviews mit Laien vor, um den Primäreindruck des Gemäldes zu erfassen.

2 Die zwei Bilder in der Venus von Urbino: Dieses Kapitel analysiert die raumkompositorische Trennung des Werkes in das Vordergrundbild der Venus und den Hintergrundbereich der Kammerzofen.

3 Die zwei erotischen Avancen in der Venus von Urbino: Es wird untersucht, wie die beiden dargestellten Frauen (Venus und die Kniende) jeweils unterschiedliche, geschlechtsspezifische Reize auf den Betrachter ausüben.

4 Die zwei Betrachter der Venus von Urbino: Das Kapitel differenziert zwischen dem internen, am Geschehen teilnehmenden Betrachter und dem externen Voyeur, der das Bild distanziert beobachtet.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass die Venus von Urbino durch die psychologische Spaltung des Betrachters wie ein Vexierbild fungiert.

8 Abbildungen: Eine Sammlung der für die Analyse relevanten Bildvorlagen.

9 Studie „Der erste Eindruck der Venus von Urbino“: Diese Sektion dokumentiert das methodische Vorgehen der Befragung sowie die Rohdaten der Probandenstatements.

Schlüsselwörter

Venus von Urbino, Tizian, Psychoanalyse, Bildanalyse, Betrachterrolle, Voyeurismus, Lacan, Objekt klein a, Kunstgeschichte, Wahrnehmungspsychologie, Erotik, Renaissance, Bild im Bild, Dopplungen, Kammerzofen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht Tizians berühmtes Gemälde Venus von Urbino unter Einbeziehung psychoanalytischer Ansätze, um die Wirkung der dargestellten Bildelemente auf den Betrachter zu deuten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die visuelle Wahrnehmung, die Identifikation von Betrachterrollen, der Mechanismus des Voyeurismus und die symbolische Bedeutung von Bilddetails.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es, die Annahme zu stützen, dass das Gemälde eine Vielzahl an Dopplungen enthält, die spezifische psychologische Prozesse bei der Betrachtung auslösen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird die Arasse’sche Methode der Detailbetrachtung angewandt, ergänzt durch psychoanalytische Theorien von Jacques Lacan und eine begleitende qualitative Befragung von 15 Laien.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der räumlichen Aufteilung, die Untersuchung der erotischen Avancen der Protagonistinnen und die Definition des Betrachters als internes oder externes Subjekt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Venus von Urbino, Voyeurismus, Betrachterrolle, psychoanalytische Bildtheorie und die Lacansche Theorie des Objekt klein a.

Warum spielt die Kammerzofe eine so große Rolle in der Analyse?

Sie fungiert als Kontrahentin zur Venus und spricht, aufgrund ihrer verhüllten Erscheinung und ihrer Handlung, das voyeuristische Begehren des Betrachters auf einer anderen Ebene an als der nackte Hauptakt.

Welche Bedeutung hat das Lacansche „Objekt klein a“ für das Bild?

Das „Objekt klein a“ wird hier als der unerreichbare, rätselhafte Inhalt der Truhe gedeutet, auf den die Kammerzofe blickt, und der den Wunsch des Betrachters nach Enthüllung des Verborgenen symbolisiert.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Venus von Urbino
Untertitel
Eine Psychoanalyse des Gemäldes
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (ZEGK-Institut für Europäische Kunstgeschichte)
Veranstaltung
Kunstgeschichte und Psychoanalyse
Note
1,0
Autor
Laura Näder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
39
Katalognummer
V175608
ISBN (eBook)
9783640966059
ISBN (Buch)
9783640966318
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kunst Tizian Venus von Urbino Venus Akt Psychoanalyse Renaissance Malerei Kunstgeschichte Freud Lacan
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Näder (Autor:in), 2011, Venus von Urbino , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/175608
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  39  Seiten
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