Demenzerkrankungen stellen angesichts des demografischen Wandels eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit dar. Durch die steigende Lebenserwartung und das Bevölkerungswachstum wächst die weltweite Zahl der von Demenz betroffenen Menschen kontinuierlich. Bis heute sind demenzielle Erkrankungen nicht heilbar, das Präventionspotential jedoch hoch. So identifizierte die internationale Lancet Kommission 2024 zwei weitere Risikofaktoren, um Demenzerkrankungen vorzubeugen. Durch das Vermeiden dieser 14 Risikofaktoren könnte nahezu jede zweite demenzielle Erkrankung vermieden werden. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für moderne Präventionsstrategien, insbesondere für sogenannte multimodale Interventionen. Diese verfolgen einen multidimensionalen Ansatz, indem sie mehrere Risikofaktoren gleichzeitig adressieren. Ein bedeutendes Beispiel hierfür ist die sogenannte FINGER-Studie und das daraus entstandene World-Wide-FINGERS Netzwerk (FINGERS® Brain Health Institute, 2026). Vor diesem Hintergrund stellt sich jedoch die Frage: Wie wirksam sind multimodale Interventionen, die sich am FINGER-Modell orientieren, zur Prävention bei erhöhtem Erkrankungsrisiko?
Um diese Frage zu beantworten, setzt sich diese Arbeit kritisch mit der FINGER-Studie und der aktuellen Studienlage innerhalb des WW-FINGERS Netzwerk auseinander. Zur Hinführung an das Thema und zum weiteren Verständnis werden in Kapitel 1 die Grundlagen demenzieller Erkrankungen dargestellt. Hierzu gehören eine Definition und Klassifikation, epidemiologische Aspekte sowie Risikofaktoren und Prävention. Das zweite Kapitel widmet sich der FINGER-Studie und ihrer internationalen Ausweitung im Rahmen des WW-FINGERS-Netzwerk. Im darauffolgenden Kapitel werden die zentralen Ergebnisse und Erkenntnisse aus den in Kapitel 2 vorgestellten Studien umfassend dargestellt. Diese Arbeit schliesst mit einem Fazit, in welchem mit Hilfe einer zusammenfassenden Betrachtung der gewonnenen Erkenntnisse die Forschungsfrage beantwortet werden soll und die Bedeutung multimodaler Präventionsansätze für die zukünftige Demenzprävention beleuchtet wird.
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- Yvonne Numberger (Author), 2026, Wirksamkeit multimodaler Interventionen bei erhöhtem Demenzrisiko. Evidenz aus der FINGER-Studie und dem World-Wide-FINGERS-Netzwerk, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1745071