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Die sorbische Minderheit und ihre Sprachen

Situation, Schutz und Förderung

Title: Die sorbische Minderheit und ihre Sprachen

Term Paper , 2011 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anja Szibalski (Author)

Russian / Slavic Languages

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Summary Excerpt Details

Heute sind die Sorben – neben den Dänen in Schleswig-Holstein, den Friesen und den Sinti und Roma – als nationale Minderheit in der Bundesrepublik Deutschland anerkannt und werden gefördert. Da das von Deutschland 1995 unterzeichnete und 1997 ratifizierte Rahmenübereinkommen des Europarates zum Schutz nationaler Minderheiten keine Definition des Begriffes „Minderheiten“ enthält, hat die Bundesrepublik folgende Kriterien für die Minderheiten in Deutschland aufgestellt:
- ihre Angehörigen sind deutsche Staatsangehörige,
- sie sind traditionell in Deutschland heimisch,
- sie leben hier in angestammten Siedlungsgebieten,
- sie unterscheiden sich vom Mehrheitsvolk durch eigene Sprache, Kultur und Geschichte, also eigene Identität, welche sie bewahren möchten .
Besonders für die Sorben ist der Erhalt ihrer Sprache, ihrer Kultur und Geschichte eminent wichtig für die Bewahrung ihrer Identität, da sie kein eigenes Mutterland besitzen, das identitätsstiftend wirken könnte. Daher soll sich die nachfolgende Arbeit mit den Besonderheiten und der Entwicklung beider sorbischen Sprachen befassen, sowie mit Institutionen und Projekten, welche im besonderen Maße dem Erhalt und auch der Weiterentwicklung der selbigen dienen. Dabei soll auch begrenzt auf die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für den Schutz und die Förderung der sorbischen Minderheit eingegangen und ein Eindruck von der heutigen Situation der Sorben und ihrer Sprache in Deutschland vermittelt werden.
Am Ende der nachfolgenden Ausführungen wird ein kurzes Fazit stehen, in welchem auch einige Problembereiche, wie z.B. das Sorbische im Schulunterricht und in der Verwaltung, aber auch die mangelnde Sensibilisierung der Mehrheitsbevölkerung gegenüber „sorbischen Themen“ , wie sie bereits zu Beginn dieser Einleitung deutlich geworden ist, kritisch betrachtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: „Sorben, wo liegt das denn?“

2. Die sorbische(n) Sprache(n)

2.1. Obersorbisch

2.2. Niedersorbisch

2.3. Gegenwärtige Sprachsituation

3. Gesetzliche Anerkennung, Schutz und Förderung

3.1. Europa- und Völkerrecht

3.2. Nationale Gesetzgebung

3.3. Ländergesetzgebung

4. Spracherhalt und Sprachförderung: Institutionen und Projekte

5. Fazit: „Sie“ und „Wir“ – Die Mauer soll weg

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation, den gesetzlichen Schutz sowie die Förderungsmaßnahmen der sorbischen Minderheit in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie die sorbische Sprache und Kultur trotz historischer Unterdrückung und dem Fehlen eines eigenen Mutterlandes bewahrt werden können und welche Rolle dabei politische Rahmenbedingungen sowie institutionelle Initiativen spielen.

  • Historische Entwicklung und Einordnung des sorbischen Volkes
  • Differenzierung zwischen ober- und niedersorbischer Sprache
  • Rechtliche Grundlagen auf europäischer, nationaler und Länderebene
  • Bedeutung von Institutionen wie der Domowina und dem Sorbischen Institut
  • Sprachförderung durch innovative Konzepte wie das WITAJ-Projekt

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung: „Sorben, wo liegt das denn?“

„Sorben, wo liegt das denn?“ – Diese und andere Reaktionen erhielt die Zeitung „Die Welt“ bei ihrer Umfrage zum Thema Sorben im Juni 2008. So waren einige Befragte der Meinung, bei „Sorben“ handele es sich um ein Land in der Nähe von Polen, andere wiederum konnten sich zumindest an sorbische Traditionen wie das Hahnrupfen, Fastnacht und das Osterreiten erinnern. Auch eine Feldstudie aus dem Jahre 2008 zur Wahrnehmung der Sorben/Wenden in der Niederlausitz, durchgeführt in Cottbus, dem sorbischen/wendischen Zentrum Brandenburgs, bestätigt den Eindruck einer mangelnden Wahrnehmung der Sorben/Wenden in der Öffentlichkeit: so gab beispielweise die Hälfte aller Befragten an, im vorangegangenen Jahr die Sorben/Wenden nicht in der öffentlichen Diskussion wahrgenommen zu haben, bzw. nur 3 der 16 Befragten unter 20 Jahren ordneten sie als Minderheit ein.

Selbstverständlich sind die Sorben oder auch Wenden genannt – wobei der Begriff „sorbisch“ wissenschaftlich exakter, die Bezeichnung „wendisch“ volkstümlicher ist - kein Land, sondern ein westslawisches Volk ohne eigenen Staat, dessen Vorfahren im 6.Jahrhundert zur Zeit der Völkerwanderung in dem Gebiet östlich von Elbe und Saale siedelten. Unter den rund 20 sorbischen Stämmen befanden sich die Lusici, welche um Cottbus und im Spreewald in der Niederlausitz im heutigen Brandenburg sesshaft wurden, und die Milzener, die sich am Schnittpunkt von Spree und der Handelsstraße von Köln nach Kiew, im heutigen Sachsen niederließen. Sie gaben ihrem Siedlungsgebiet den Namen „Lausitz“, welcher slawischen Ursprungs ist, so viel wie „Wasserloch“ bedeutet und auf eine wasserreiche Gegend verweist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: „Sorben, wo liegt das denn?“: Der Einleitungsteil beleuchtet die mangelnde öffentliche Wahrnehmung der Sorben und führt in die Geschichte und Identität dieses westslawischen Volkes ein.

2. Die sorbische(n) Sprache(n): Dieses Kapitel analysiert die linguistischen Unterschiede und Entwicklungen des Ober- und Niedersorbischen sowie deren heutige Sprechersituation.

3. Gesetzliche Anerkennung, Schutz und Förderung: Hier werden die völkerrechtlichen und nationalen gesetzlichen Rahmenbedingungen diskutiert, die den Schutz der sorbischen Identität und Sprache in Deutschland sichern.

4. Spracherhalt und Sprachförderung: Institutionen und Projekte: Dieser Abschnitt beschreibt die Bedeutung zentraler Institutionen wie der Domowina, des Sorbischen Instituts und innovativer Ansätze wie dem WITAJ-Projekt für den Erhalt der Kultur.

5. Fazit: „Sie“ und „Wir“ – Die Mauer soll weg: Das Fazit fasst kritisch das Verhältnis zwischen der deutschen Mehrheitsgesellschaft und der sorbischen Minderheit zusammen und betont die Notwendigkeit aktiver Vermittlung.

Schlüsselwörter

Sorben, Wenden, Minderheitenrechte, Sprachförderung, Obersorbisch, Niedersorbisch, Lausitz, Domowina, kulturelle Identität, WITAJ-Projekt, Minderheitenpolitik, Sprachrevitalisierung, Minderheitenschutz, Sorbische Sprache, gesellschaftliche Integration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation der sorbischen Minderheit in Deutschland, insbesondere unter dem Aspekt der sprachlichen und kulturellen Erhaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte des sorbischen Volkes, die Unterscheidung der zwei sorbischen Sprachen, die gesetzlichen Schutzmechanismen und die Rolle sorbischer Institutionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Einblick in die aktuelle Lage der Sorben zu geben, die politischen Rahmenbedingungen zu analysieren und aufzuzeigen, wie durch Bildungs- und Förderprojekte Identität bewahrt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Autorin verwendet eine deskriptive und analytische Vorgehensweise, basierend auf Literaturstudien, soziologischen Untersuchungen und der Auswertung gesetzlicher Rahmenverträge.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die sorbischen Sprachen, die rechtlichen Grundlagen auf verschiedenen staatlichen Ebenen sowie die Arbeit wichtiger Institutionen und Bildungsprojekte erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die zentralen Begriffe sind Sorben, Wenden, Minderheitenschutz, Sorbische Sprache, Lausitz, Domowina und kulturelle Identität.

Wie unterscheidet sich die Sprachsituation zwischen Obersorbisch und Niedersorbisch?

Das Obersorbische gilt als stabiler und stärker gefördert, während das Niedersorbische durch eine stärkere historische Entfremdung und geringere Sprecherzahlen stärker unter Druck steht.

Warum ist das WITAJ-Projekt für die Minderheit von Bedeutung?

Das Projekt nutzt das Prinzip der Immersion, um Kindern bereits im frühen Alter das Sorbische als Zweitsprache zu vermitteln und so der Revitalisierung der Sprache entgegenzukommen.

Welche Rolle spielt die „Domowina“ heute für die Sorben?

Die Domowina fungiert als unabhängiger Dachverband, der die politischen Interessen der Sorben vertritt und durch einen eigenen Verlag und Pressearbeit maßgeblich zur Sprachkultivierung beiträgt.

Wie bewertet die Arbeit das aktuelle Verhältnis zwischen Sorben und Deutschen?

Die Arbeit stellt ein „einträchtiges Neben- statt Miteinander“ fest und betont, dass eine stärkere Sensibilisierung der Mehrheitsgesellschaft notwendig ist, um die „mentale Mauer“ abzubauen.

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Details

Title
Die sorbische Minderheit und ihre Sprachen
Subtitle
Situation, Schutz und Förderung
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für fremdsprachliche Philologien)
Course
Sprachsituation und Sprachenpolitik an ausgewählten Beispielen in Mittel- und Osteuropa
Grade
1,0
Author
Anja Szibalski (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V174030
ISBN (Book)
9783640943517
ISBN (eBook)
9783640943852
Language
German
Tags
minderheit sprachen situation schutz förderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Szibalski (Author), 2011, Die sorbische Minderheit und ihre Sprachen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/174030
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