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Webzines einer Fußballfangruppe: die „Ultras“

Eine diskursanalytische Untersuchung

Title: Webzines einer Fußballfangruppe: die „Ultras“

Thesis (M.A.) , 2006 , 83 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Verena Blankenstein (geb. Jäckel) (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

„Holt euch das Spiel zurück!“
– so titelte erst vor kurzem das deutschlandweite, vereinsungebundene
Fanzine 11 Freunde in seiner Juni/Juli-Ausgabe 2005. Die Herausgeber,
Reinaldo Coddou H. und Phillip Köster, dieses Fußballfanmagazines
haben die Schlagzeile gewählt, wie sie in ihrer Ansprache schreiben, weil es das Leitmotiv des Kampfes (beginnend in den 1990er Jahren) der Fußballfans gegen die Vernichtung der Stehplätze und gegen den
„überbordenen Kommerz“ in den Stadien war und immer noch ist.

Trotz der Erfolge, die Fans im Zuge eines gemeinschaftlichen Widerstands und Protests errungen haben, herrscht in den Stadionkurven ein Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber den Entwicklungen, die den Profifußball zum Showbetrieb machen. Das (Fußball-)Spiel wurde der traditionellen Fankultur entfremdet. Die Einschnitte in die Fankultur hatten für die Anhänger nicht nur Konsequenzen in Bezug auf „ihren“ Sport, sondern auch auf ihr Leben.

Aufgrund der Veränderungen, die die Fankultur im Fußball Mitte der 1990er Jahre fast lahm legte, kam es zu einem Aufbäumen der Fußballfans. Es entstanden neue Strömungen, die übergreifend als das "Neue Kritische Fantum" bezeichnet werden. Diese Arbeit beschäftigt sich mit einer dieser neuen Tendenzen innerhalb der Fußballfankultur – mit den Ultras.

Es gilt im Folgenden den Diskurs dieser besonderen Anhängerschaft im Fußballsport, mit Hilfe so genannter "Webzines", zu ermitteln und zu diskutieren. Im zweiten Teil widme ich mich der Diskursanalyse an sich und verfolge die methodischen Schritte, die
mich zum Erfassen des Diskurses führen, damit im letzten Teil ein Fazit gezogen werden kann. Zunächst werde ich mich in den anschließenden einleitenden Kapiteln mit der Bedeutung des Fußballsports und seinen Fans für unsere deutsche, westlich-demokratische Gesellschaft und Kultur befassen. Außerdem werde ich, neben der Funktion der Fankultur für Fans und Gesellschaft, die Fangruppierung der Ultras genauer erläutern.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

1. Fußballsport als Kultur und seine Entwicklung

2. Die Bedeutung der Fans im Fußballdiskurs

3. Tendenzen der deutschen Fußballfanszene: Das Neue Kritische Fantum

3.1 Die Ultras und die Selbstdarstellung einer Jugendsubkultur

II. DISKURSANALYSE

4. Die Methode

5. Das Material: Die Webzines

6. Der Kontext

6.1 Lagebesprechung: die Situation der Ultras

6.2. Die Institution: Sport

6.3. Das Medium: Internet

6.4 Die Betrachtung der gesellschaftlichen Gesamtsituation in Deutschland

7. Die Makrostruktur der Webzines

8. Die Aussagen

8.1 Der Subkultur-Aspekt

8. 2 Der Performanz-Aspekt

III. DER DISKURS – DIE SCHLUSSFOLGERUNG

IV. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht mittels einer diskursanalytischen Untersuchung die Webzines verschiedener Ultra-Gruppierungen, um deren Selbstverständnis, ihr Verhältnis zum kommerzialisierten Fußballsport und ihre Funktion als Jugendsubkultur im gesellschaftlichen Kontext zu ermitteln.

  • Diskurs der Ultras als subkulturelle Gegenbewegung
  • Bedeutung der Selbstdarstellung (Performance) in Stadion und Internet
  • Zusammenhang zwischen Fankultur, Identitätsfindung und Gesellschaft
  • Strukturen, Rituale und Gemeinschaftsformen innerhalb der Ultra-Szene

Auszug aus dem Buch

6.1 Lagebesprechung: die Situation der Ultras

Unter den verschiedenen Ultra-Gruppierungen gibt es zwar eine Basis, die das neue kritische Fantum ausmacht, aber es gibt auch viele Unterschiede, die von den Ultras immer wieder betont werden. Manche Gruppierungen, die viele Merkmale dieser Fankultur besitzen, distanzieren sich von dem Label „Ultra“, weil sie nicht wieder in eine bestimmte Schublade gesteckt werden wollen. Es gibt allerdings auch keine genaue Definition des Ultra-Tums. Der Ultra-Gedanke schließt wohl Widerstand, Mitbestimmung und aktive Teilhabe am Fußballdiskurs und spektakulären Support ein, aber dennoch gibt es verschiedene Auffassungen. Viele wollen nicht nur auf das Schwenken von Fahnen reduziert werden. Sie denken, dass viele Leute ausschließlich die Kurven-Shows mit dem Ultrasein in Zusammenhang bringen. Aber es zählt auch die „geistige Seite“. Die einzelnen Gruppierungen wollen sich, trotz Übereinstimmungen, auch untereinander abgrenzen. Sie pflegen und betonen ihren eigenen Stil: „Wer sich mal etwas näher mit der Ultraszene der [sic] Vorbilder aus dem Ausland, allen voran Italien, beschäftigt, wird schnell auf jede Menge verschiedener Charakteristiken, Eigenarten und Merkmale der verschiedenen Ultragruppen treffen, sowie einen ganz persönlichen, eigenen Stil bei so gut wie jeder Gruppe finden“.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Einführung in das Thema, Vorstellung der Fankultur der Ultras als Reaktion auf die Kommerzialisierung des Fußballsports und Erläuterung des Untersuchungsgegenstandes.

1. Fußballsport als Kultur und seine Entwicklung: Analyse der sozioökonomischen und kulturellen Bedeutung des Fußballs vom populären Zuschauersport zum modernen Event- und Wirtschaftsprodukt.

2. Die Bedeutung der Fans im Fußballdiskurs: Erörterung der Rolle der Fans als Basis des Sports sowie deren ambivalentem Status zwischen Medienwirksamkeit und Repression.

3. Tendenzen der deutschen Fußballfanszene: Das Neue Kritische Fantum: Definition und Merkmale des Neuen Kritischen Fantums als kritische Gegenbewegung innerhalb der Fanszene.

3.1 Die Ultras und die Selbstdarstellung einer Jugendsubkultur: Vorstellung der Ultras als spezielle Form der kritischen Fankultur mit Fokus auf Selbstdarstellung und aktiver Teilhabe.

II. DISKURSANALYSE: Methodische Herleitung und Begründung der historischen Diskursanalyse als Forschungsansatz.

4. Die Methode: Darstellung des methodischen Verfahrens der Diskursanalyse nach Achim Landwehr und deren Relevanz für die Untersuchung.

5. Das Material: Die Webzines: Beschreibung der Webzines als primäres Forschungsmaterial und deren Funktion als digitale Ausdrucksform der Ultras.

6. Der Kontext: Einordnung der Ultra-Gruppierungen in ihr situatives, historisches, institutionelles und mediales Umfeld.

6.1 Lagebesprechung: die Situation der Ultras: Detaillierte Betrachtung der Binnenstruktur, Heterogenität und Identitätsfindung innerhalb der Ultra-Gruppen.

6.2. Die Institution: Sport: Theoretische Verortung des Sports als soziale Institution und Austragungsort von gesellschaftlichen Konflikten.

6.3. Das Medium: Internet: Untersuchung der Rolle des Internets als effektives Mittel zur Selbstmediatisierung und Vernetzung.

6.4 Die Betrachtung der gesellschaftlichen Gesamtsituation in Deutschland: Analyse der gesellschaftlichen Bedingungen (Globalisierung, Identitätskrisen), die die Entstehung der Ultra-Subkultur begünstigen.

7. Die Makrostruktur der Webzines: Analyse der technischen und inhaltlichen Gestaltung der untersuchten Ultra-Websites.

8. Die Aussagen: Zusammenfassende Betrachtung der zentralen Kernpunkte des Ultra-Diskurses.

8.1 Der Subkultur-Aspekt: Untersuchung der Ultras als subkulturelle Vereinigungen, die Stil als Mittel des Widerstands einsetzen.

8. 2 Der Performanz-Aspekt: Analyse der Selbstinszenierung und Performance in Stadion und Webzines als zentrales Ausdruckselement.

III. DER DISKURS – DIE SCHLUSSFOLGERUNG: Synthese der Untersuchungsergebnisse und Darstellung der Ultras als Gegenwelt zur kommerzialisierten Gesellschaft.

IV. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ultras als widerständige, performative Jugendsubkultur und Ausblick auf zukünftige Forschungsperspektiven.

Schlüsselwörter

Fußball, Ultras, Fankultur, Diskursanalyse, Webzines, Subkultur, Identität, Kommerzialisierung, Widerstand, Performance, Stadion, Gemeinschaft, Online-Aktivitäten, Gruppendynamik, Selbstinszenierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Magisterarbeit?

Die Arbeit untersucht die Fankultur der sogenannten Ultras in Deutschland und deren Diskurs, der maßgeblich über ihre eigenen Internetseiten (Webzines) verbreitet wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Abgrenzung der Ultras vom kommerzialisierten Profifußball, die Bedeutung der Gruppenidentität, die Funktion der Selbstdarstellung (Performance) sowie die Rolle des Internets als Sprachrohr der Fans.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es, die Weltanschauung der Ultra-Gruppen zu entschlüsseln und zu verstehen, wie sie auf gesamtgesellschaftliche Prozesse und die Veränderungen im Fußballsport reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Methode der historischen Diskursanalyse, um auf empirischer Grundlage die Wirklichkeitsauffassungen und das Selbstverständnis der Ultras innerhalb der Fußballfankultur abzubilden.

Was bildet den Hauptteil der Untersuchung?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Kontextualisierung der Ultra-Bewegung (historisch, institutionell, medial) sowie eine detaillierte Analyse der von ihnen produzierten Texte, Aussagen und rituellen Handlungen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ultras, Subkultur, Performance, Identität, Kommerzialisierung, Widerstand und diskursanalytische Untersuchung.

Wie positionieren sich Ultras politisch?

Viele Ultra-Gruppen betonen nach außen hin eine politische Autonomie, distanzieren sich explizit von Rechtsextremismus und Rassismus und fordern Mitbestimmung, engagieren sich jedoch stark in gesellschaftlichen Fragen, die ihren Lebensraum betreffen.

Warum ist das Internet für die Ultras so bedeutsam?

Das Internet bietet den Ultras eine kostengünstige, unzensierte Plattform zur Selbstmediatisierung, Vernetzung und zur Schaffung einer Gegenöffentlichkeit abseits der etablierten Medien.

Welche Rolle spielt der „Stil“ für die Ultra-Gruppen?

Der Stil, manifestiert durch Kleidung (Groupwear), Symbole, Logos und Choreografien, dient als Ausdrucksmittel der Identität, als Mittel zur Abgrenzung von anderen Fangruppen und als Zeichen des Widerstands gegen die Eventkultur des modernen Fußballs.

Wie beurteilt die Arbeit die Rolle der Ultras im modernen Fußball?

Die Autorin sieht in den Ultras eine regressive, aber eigenständige Subkultur, die zwar in einem Paradoxon zwischen Widerstand und Anpassung (durch eigene Eventorientierung) steht, aber dennoch eine wichtige Funktion zur Sinnstiftung für ihre Mitglieder in einer modernen, individualisierten Gesellschaft erfüllt.

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Details

Title
Webzines einer Fußballfangruppe: die „Ultras“
Subtitle
Eine diskursanalytische Untersuchung
College
University of Bremen
Grade
sehr gut
Author
Verena Blankenstein (geb. Jäckel) (Author)
Publication Year
2006
Pages
83
Catalog Number
V173958
ISBN (eBook)
9783640964543
ISBN (Book)
9783640964840
Language
German
Tags
webzines fußballfangruppe eine untersuchung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Blankenstein (geb. Jäckel) (Author), 2006, Webzines einer Fußballfangruppe: die „Ultras“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173958
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