Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Geschichte - Sonstiges

Die Versorgung Istanbuls mit Nahrungsmitteln in osmanischer Zeit. Ess- und Trinkkultur

Titel: Die Versorgung Istanbuls mit Nahrungsmitteln in osmanischer Zeit. Ess- und Trinkkultur

Hausarbeit , 2012 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Cem Köylüce (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Seminararbeit untersucht die Versorgung der osmanischen Hauptstadt Istanbul mit Nahrungsmitteln und analysiert die wirtschaftlichen sowie politischen Mechanismen, die diese sicherstellen sollten. Im Mittelpunkt stehen das Prinzip des Provisionismus, die staatliche Markt- und Preisregulierung durch das Narh-System sowie die Rolle von Handel, Getreideversorgung und staatlicher Kontrolle. Darüber hinaus wird die Konsum- und Esskultur der Bevölkerung betrachtet, insbesondere die Versorgung mit Fleisch, Getreide und weiteren Lebensmitteln. Die Arbeit zeigt, wie das Osmanische Reich durch umfangreiche Eingriffe in den Markt die Versorgung der Hauptstadt sichern wollte, dabei jedoch auch mit Problemen wie Spekulation, Schmuggel und Versorgungsengpässen konfrontiert war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Wirtschaft auf Metaebene

2.2. Istanbuls Wirtschaft (Markt und Handel)

2.3. Die Lebensmittelpolitik: „Provisionismus“

2.4. Marktregulierung (Steuerelement-narh)

2.5. Konsum / Verpflegung

3. Schlussteil

4. Literaturverzeichnis

4.1. Primär- und Sekundärquellen

4.2. Internetquellen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebensmittelversorgung Istanbuls in osmanischer Zeit. Zentrales Ziel ist es, das wirtschaftspolitische Prinzip des „Provisionismus“ und die Rolle staatlicher Marktregulierungen durch das sogenannte „Narh“-System in Bezug auf die Versorgung der Hauptstadt mit Nahrungsmitteln und Rohstoffen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.

  • Das Prinzip des „Provisionismus“ als staatliches Leitmodell
  • Mechanismen der Marktregulierung und Preiskontrolle (Narh)
  • Struktur der Lebensmittelversorgung Istanbuls
  • Konsumgewohnheiten und Fleischversorgung der hauptstädtischen Bevölkerung
  • Einfluss staatlicher Eingriffe auf Handel und Marktstabilität

Auszug aus dem Buch

2.4. Marktregulierung (Steuerelement-narh)

Das narh diente zur Ermittlung der Preise für eine Ware oder eine Leistung. Der Staat allein besaß auf alle Güter, Waren und Leistungen das Monopol. Weiter bezeichnet Kütükoğlu es als „amtlichen Höchstpreis“. Dieses Element war eine eigene Institution, zum Wohle des Volkes geschaffen. Es diente dazu, dass Verwaltungsangestellte Preise nicht willkürlich gestalteten.

Als ,Sachbearbeiter’ oder ‚Marktaufseher‘ unterstand der muhtesib dem kadı (Justizbeamter). Der kadı war für Recht und Ordnung zuständig. Er war verantwortlich für die Kontrolle des Handels und der Überprüfung der Preise und der Qualität der Waren. Es war seine Aufgabe, Betrug zu verhindern und die Bestimmung der richtigen Preise, Gewichte und Maße zu kontrollieren. Denn die Kontrolle der Maße und Gewichte war ein wichtiger Bestandteil seiner staatlichen Tätigkeiten.

Der muhtesib besaß die Befugnis, bei Kontrollgängen durch den Markt über die „offiziell festgelegten Preise“ (narh) nach seinem Ermessen zu verfügen. Im 18. Jahrhundert spielte er eine untergeordnetere Rolle. Möglicher Grund kann sein, dass (seine) Bedenken rein fiskalischer Natur waren.

Diebstahl, Profitgier, Spekulationen oder andere Mittel waren ein Verbrechen. Die Verbrechen, welche die Existenz anderer störten, wurden streng bestraft. Das Gesetz ermächtigte Richter (kadı) dazu, Zwang auf Horter und Spekulanten (muhtakir) ausüben zu dürfen. Ziel war es, dass diese Waren zu vorgegebener Zeit verkauft und an aktuelle Marktpreise angepasst werden mussten. Das Interesse an den ‚offiziellen Preisen‘ kann daran bemessen werden, dass Großwesire als Beispiel jede Woche auf den Basar gingen und die Getreidevorräte inspizierten. Aber auch die Preise und Qualität des Brotes kontrollierten. Der Sultan habe in Zeiten der Not ‚inkognito’ den Markt besucht, um Betrüger bestrafen zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Schwierigkeiten ein, das wirtschaftliche Thema der Lebensmittelversorgung historisch präzise einzuordnen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die wirtschaftlichen Prinzipien des Osmanischen Reiches, insbesondere die Rolle des Provisionismus, des Preiskontrollinstruments Narh sowie die Struktur der Warenversorgung und den Konsum in Istanbul.

2.1. Wirtschaft auf Metaebene: Dieses Kapitel erläutert das politische und wirtschaftliche Prinzip des „Provisionismus“ und die daraus resultierende staatliche Steuerung der Binnenmarktversorgung.

2.2. Istanbuls Wirtschaft (Markt und Handel): Hier wird untersucht, wie der Staat über Marktregulierungen wie das „Narh“ versuchte, Preise zu kontrollieren und den Handel, insbesondere mit Fleisch, zu beeinflussen.

2.3. Die Lebensmittelpolitik: „Provisionismus“: Das Kapitel diskutiert die staatlichen Eingriffe zur Sicherstellung angemessener Getreidepreise und die ethische Pflicht des Sultans zur Untertanenversorgung.

2.4. Marktregulierung (Steuerelement-narh): Es wird die Institution des „Narh“ zur Ermittlung von Höchstpreisen sowie die Kontrollfunktion der Beamten (Muhtesib und Kadı) detailliert beschrieben.

2.5. Konsum / Verpflegung: Dieses Kapitel beleuchtet die Warenströme, die Istanbul versorgten, sowie den spezifischen Fleischkonsum der städtischen Elite im Vergleich zur Unterschicht.

3. Schlussteil: Der Schlussteil fasst zusammen, dass das Osmanische Reich zwar fortschrittliche Instrumente wie das „Narh“ besaß, diese aber aufgrund inkonsequenter Umsetzung langfristig nicht erfolgreich etablieren konnte.

Schlüsselwörter

Osmanisches Reich, Istanbul, Lebensmittelversorgung, Provisionismus, Narh, Marktregulierung, Handel, Konsum, Wirtschaftspolitik, Preiskontrolle, Getreidemarkt, Stadtentwicklung, Muhtesib, Kadı, Fleischkonsum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Analyse der Lebensmittelversorgung Istanbuls während der osmanischen Zeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das wirtschaftspolitische Leitmodell des „Provisionismus“, die staatliche Preisregulierung durch das „Narh“-System sowie die Strukturen des Handels und des Konsums in der osmanischen Hauptstadt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die staatlichen Bemühungen und Mechanismen zur Sicherstellung der Versorgung Istanbuls mit Grundgütern sowie deren Erfolg bzw. Scheitern zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer gründlichen Selektion und Auswertung vorhandener geschichtswissenschaftlicher Fachliteratur und Quellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die wirtschaftlichen Meta-Prinzipien, das System der Preisregulierung durch „Narh“, die Rolle der „Provisionismus“-Politik sowie die Versorgungslogistik und Konsumgewohnheiten der hauptstädtischen Bevölkerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Osmanisches Reich, Provisionismus, Narh, Marktregulierung, Lebensmittelversorgung und Wirtschaftspolitik.

Welche Rolle spielte der „Muhtesib“ bei der Preiskontrolle?

Der „Muhtesib“ fungierte als Marktaufseher, der dem Richter (Kadı) unterstand und für die Einhaltung der offiziellen „Narh“-Preise sowie die Überprüfung von Warenqualität, Gewichten und Maßen verantwortlich war.

Warum galt das Osmanische Reich dem Handel gegenüber laut Hahn als „feindlich gesinnt“?

Diese Einschätzung resultiert aus der Beobachtung, dass der Staat den Handel durch strenge Kontrollen und Preisregulierungen eher behinderte oder stocken ließ, anstatt den „freien Handel“ zu fördern, der die Händler entlastet hätte.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Versorgung Istanbuls mit Nahrungsmitteln in osmanischer Zeit. Ess- und Trinkkultur
Hochschule
Universität Hamburg  (Asien-Afrika-Institut)
Veranstaltung
Ess- und Trinkkultur
Note
1,7
Autor
Cem Köylüce (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V1736512
ISBN (eBook)
9783389196090
ISBN (Buch)
9783389196106
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Istanbul (Konstantinopel), Osmanisches Reich, Lebensmittelversorgung, Provisionismus, narh (amtliche Preisregulierung), Marktregulierung, Getreidehandel, Nahrungsmittelpolitik, Staatliche Zwangswirtschaft, Konsum- und Esskultur,
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cem Köylüce (Autor:in), 2012, Die Versorgung Istanbuls mit Nahrungsmitteln in osmanischer Zeit. Ess- und Trinkkultur, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1736512
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  14  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum
  • Vertrag widerrufen