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Kontrovers diskutiert: Thilo Sarrazin und Martin Walser - Zwei Feuilleton-Debatten im Vergleich

Title: Kontrovers diskutiert: Thilo Sarrazin und Martin Walser - Zwei Feuilleton-Debatten im Vergleich

Term Paper , 2011 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: B.A. Farina Fontaine (Author)

German Studies - Miscellaneous

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„Unerträglich“, „menschenverachtend“, „dumm und nicht weiterführend“, „diffamierend und verletzend“, „polemisch“ und „dämlich“, sind nur einige der Bezeichnungen für die Aussagen Thilo Sarrazins in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“. Sarrazin hat im Jahre 2010 wochenlang die Feuilletons der Zeitungen beherrscht und wurde in Deutschland kontrovers diskutiert. Doch auch schon vor dem Erscheinen seines Buches ist Sarrazin mit polarisierenden Aussagen in den Medien präsent. Zwölf Jahre zuvor hielt der Schriftsteller Martin Walser in der Frankfurter Paulskirche eine Rede bei der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels, in der er sich kritisch zum Umgang mit der Holocaust-Erinnerung äußerte. Diese Rede löste ebenfalls eine Debatte aus, die in den Feuilletons der deutschen Zeitungen ausgetragen wurde, in der Ignatz Bubis, damaliger Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland, sein härtester Gegner war.
Die aktuellere Debatte um Thilo Sarrazin soll in dieser Arbeit im Vordergrund stehen.
Bereits vor Sarrazin wiesen andere auf integrationspolitische Probleme in Deutschland hin, zum Beispiel Giovanni die Lorenzo, der Herausgeber der Wochenzeitung DIE ZEIT, im Jahre 2004, Rolf Stolz in „Deutschland, deine Zuwanderer“ aus dem Jahr 2002 oder Hans-Hermann Gockel 2006 in „Die überstrapazierte Nation“. Allerdings lösten sie nicht annähernd die gleichen Reaktionen in Öffentlichkeit und Politik aus, wie Thilo Sarrazin. Warum waren die Reaktionen bei ihm anders? Wieso wurde er gehört und seine Vorredner nicht? Im Verlauf dieser Arbeit soll die Kontroverse rund um Thilo Sarrazin dargelegt und analysiert werden.
Die Walser-Bubis Debatte aus dem Jahr 1998 ist etwas kompakter und wird in einem nächsten Schritt zum Vergleich mit der Sarrazin-Debatte herangezogen. In beiden Debatten wird die Position des ehemaligen Hamburger Bürgermeisters Klaus von Dohnanyi herausgestellt, da dieser zu den Positionen der Protagonisten der Debatten – Martin Walser, Ignatz Bubis und Thilo Sarrazin - Stellung bezogen hat und zumindest in der Walser-Debatte selbst in die öffentliche Kritik geraten ist. Nach der Analyse der Walser-Debatte werden beide Debatten miteinander verglichen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten werden herausgestellt. In einem Fazit wird abschließend ein Bezug der Debatten zur Öffentlichkeit und zu den Medien hergestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Sarrazin-Debatte

2.1 Der Inhalt von „Deutschland schafft sich ab“

2.2 Die Kontroverse um Thilo Sarrazin

2.2.1 Das Lettre International-Interview und seine Folgen

2.2.2 Die Debatte um das Buch

2.3 Die Position Klaus von Dohnanyis in der Sarrazin-Debatte

2.4 Analyse der Sarrazin-Debatte

2.4.1 Die Polarisierung der Person Thilo Sarrazin

2.4.2 Überprüfung der Fakten

2.4.3 Thilo Sarrazin: Ein geschickter Selbstvermarkter?

2.4.4 Konkretes Sprechen – konkretes Verstehen?

2.4.5 Meinungsfreiheit

3. Die Walser-Bubis-Debatte

3.1 „Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede“

3.2 Die Debatte

3.3 Klaus von Dohnanyi vs. Ignatz Bubis

3.4 Die Aussprache

3.5 Analyse der Debatte

4. Sarrazin und Walser im Vergleich

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die mediale Debatte um Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ mit der historischen Walser-Bubis-Kontroverse. Ziel ist es, die Rolle von Medialisierung, politischer Korrektheit und der Inszenierung von Provokation im deutschsprachigen Feuilleton seit der Wiedervereinigung zu analysieren.

  • Vergleich zweier prominenter Feuilleton-Debatten
  • Die Rolle des medialen „Katalysators“ und die Politisierung von Literatur
  • Analyse der rhetorischen Strategien und der Rolle von Klaus von Dohnanyi
  • Spannungsfeld zwischen Meinungsfreiheit, Tabubruch und gesellschaftlicher Ächtung
  • Die Kluft zwischen medialem Diskurs und öffentlicher Wahrnehmung

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Die Polarisierung der Person Thilo Sarrazin

Das Institut für Staatspolitik bezeichnet das Lettre-Interview als „Testballon“, den Sarrazin steigen ließ. Es kann festgehalten werden, dass dieses Interview und die darauf folgende Kontroverse um seine Äußerungen den Weg für den Erfolg seines Buches geebnet hat und seine Person schon vor der Veröffentlichung von „Deutschland schafft sich ab“ in die Kritik geriet. Es stellt sich die Frage, ob er die Aufmerksamkeit für das sich vermeintlich abschaffende Deutschland oder für seine Person erlangen möchte. Tatsache ist, dass er es geschafft hat, wochenlang die Medien zu beschäftigen und ihm somit Zweites auf jeden Fall gelungen ist.

Die einen unterstützen Sarrazin, beziehungsweise sind ihm in gewisser Weise dankbar, dass er eine, nach ihrer Ansicht, längst überfällige Debatte angestoßen hat – laut Statistischem Bundesamt kostete Migration den Staat im Jahre 2007 77,62 Milliarden Euro - die anderen gehen ihn auf das Schärfste an und werfen ihm Ausländerfeindlichkeit vor. Schirrmachers Bezeichnung Sarrazins, als „Ghostwriter einer verängstigten Gesellschaft“, impliziert, dass die Gesellschaft Sarrazins Ansichten teilt, sich nur nicht traut sie auszusprechen. Dieses Nicht-Aussprechen kann mit einer Angst vor der gesellschaftlichen Ächtung verbunden sein, der sich eben auch Sarrazin aussetzen musste und die durch die Medien forciert wurde. Dass aber laut Forsa-Umfrage 46 Prozent der deutschen Bürger Sarrazins Angst teilen, im eigenen Land fremd zu werden und 18 Prozent nach einer Umfrage tatsächlich eine Sarrazin-Partei wählen würden, spricht für eine Zustimmung zu Sarrazins Thesen in Teilen der Gesellschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt das mediale Echo auf Thilo Sarrazins Thesen dar und ordnet es in einen Kontext mit Martin Walsers Rede zur Holocaust-Erinnerung ein.

2. Die Sarrazin-Debatte: Dieses Kapitel rekonstruiert chronologisch die Ereignisse um Sarrazins Thesen, das Lettre-Interview und das nachfolgende Buch, einschließlich der medialen Reaktionen und der Position von Klaus von Dohnanyi.

3. Die Walser-Bubis-Debatte: Hier wird der Streit zwischen Martin Walser und Ignatz Bubis analysiert, der die Erinnerungskultur und den Vorwurf der „geistigen Brandstiftung“ ins Zentrum stellte.

4. Sarrazin und Walser im Vergleich: Dieser Abschnitt kontrastiert beide Debatten hinsichtlich der Strategien der Protagonisten, ihres Umgangs mit Medien und der Verschiebung von inhaltlicher Kritik hin zur persönlichen Diskreditierung.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Politisierung von Literatur durch Massenmedien und stellt fest, dass beide Protagonisten bewusst gesellschaftliche Tabus nutzten, um Aufmerksamkeit für ihre Anliegen zu erzeugen.

Schlüsselwörter

Thilo Sarrazin, Martin Walser, Ignatz Bubis, Klaus von Dohnanyi, Feuilleton-Debatte, Einwanderungspolitik, Erinnerungskultur, Holocaust, Medien, Politisierung, Meinungsfreiheit, Diskurs, Provokation, politische Korrektheit, Mediokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Mechanismen und Reaktionen zweier markanter Feuilleton-Kontroversen im deutschsprachigen Raum nach der Einheit: die Debatte um Thilo Sarrazins Thesen zu Migration und Integration sowie die Walser-Bubis-Debatte zur Holocaust-Erinnerung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Wandel der Erinnerungskultur, die Rolle der Massenmedien bei der Inszenierung von Skandalen und das Spannungsverhältnis zwischen politischer Korrektheit und provokantem Diskurs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der medialen Behandlung der beiden Protagonisten (Sarrazin und Walser) aufzuzeigen und zu untersuchen, wie diese durch gezielte Provokation ein großes Medienecho erzielen konnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse von Diskursen, indem sie Berichterstattungen, Reaktionen und die Debattenverläufe anhand von Zeitungsartikeln und Sekundärliteratur chronologisch und inhaltlich auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung und Analyse der Sarrazin-Debatte (Kapitel 2) und der Walser-Bubis-Debatte (Kapitel 3), gefolgt von einem direkten Vergleich in Kapitel 4.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Feuilleton-Debatte, Holocaust-Erinnerung, Mediokratie, Provokation, politische Korrektheit sowie der intersubjektive Vergleich zwischen Sarrazin und Walser.

Welche Bedeutung kommt der Person Klaus von Dohnanyi zu?

Klaus von Dohnanyi fungiert in beiden Debatten als Verteidiger der „Gedankenfreiheit“. Er versucht, die erhitzten Gemüter zu beruhigen, indem er die Kritik an Sarrazin und Walser relativiert und darauf hinweist, dass der Gebrauch bestimmter Begriffe (wie „Jude“ oder „Rasse“) nicht zwangsläufig antisemitisch oder rassistisch gemeint sein muss.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen dem Vorgehen von Sarrazin und Walser?

Während Sarrazin als Politiker und Buchautor eher polemisch und konkret gegen das „System“ agiert, nutzt der Schriftsteller Walser eine literarisch-abstrakte Sprache. Die Arbeit arbeitet heraus, dass beide jedoch geschickt die Massenmedien als Bühne für ihre Thesen nutzen, auch um wirtschaftliche oder publizistische Aufmerksamkeit zu generieren.

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Details

Title
Kontrovers diskutiert: Thilo Sarrazin und Martin Walser - Zwei Feuilleton-Debatten im Vergleich
College
University of Bonn
Grade
1,7
Author
B.A. Farina Fontaine (Author)
Publication Year
2011
Pages
31
Catalog Number
V173462
ISBN (eBook)
9783640936533
ISBN (Book)
9783640936823
Language
German
Tags
Sarrazin Walser Friedenspreisrede Migration Debatte Feuilleton Thilo Sarrazin Martin Walser Deutschland schafft sich ab Meinungsfreiheit Öffentlichkeit Medien Literatur Mediokratie SPD Nationalsozialismus Holocaust Gesellschaft Wie wir unser Land aufs Spiel setzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Farina Fontaine (Author), 2011, Kontrovers diskutiert: Thilo Sarrazin und Martin Walser - Zwei Feuilleton-Debatten im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173462
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