Wer die Zeit von 1933 bis 1945 im kirchlichen Kontext betrachtet, wird immer wieder auf den Namen Dietrich Bonhoeffer stoßen. Dietrich Bonhoeffer ist für viele Christen ein Begriff und wird weltweit als Märtyrer verehrt. Dies bestätigte sich ebenfalls in meiner unternommenen Umfrage zum Thema „Glaube und Dietrich Bonhoeffer“. Auch in der Literatur findet man viel über Dietrich Bonhoeffer. Zu dem einen Gebiet mehr, zu dem anderen weniger. Vor allem Eberhard Bethge hat sich intensiv mit Dietrich Bonhoeffer beschäftigt. Doch nur wenige setzten Schwerpunkte in ihren Auseinandersetzungen mit Dietrich Bonhoeffer. Zu diesen Wenigen gehören Jürgen Henkys, welcher die Gefängnisgedichte interpretierte und Roland Biewald, der dem Adressaten seine Überlegungen zum besseren Verständnis Bonhoeffers näher bringt.Die Fragen, die mich bewegten wurden nirgends ausführlich thematisiert: Was verstand man in dieser Zeit eigentlich unter Glauben? War Glaube überhaupt möglich? Was war Glaube für Dietrich Bonhoeffer?
Ziel dieser Arbeit ist es, diese Fragen zu beleuchten und Antworten zu finden.
INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung
2. Kurzbiografie von Dietrich Bonhoeffer
3. Die Zeit von 1933-1945
3.1 Stellung der Kirche im Dritten Reich
3.2 Christen und Kirche im Zwiespalt zwischen Anpassung und Widerstand
3.3 Kirche und Staat vor der Judenfrage
4. Glaube ist
4.1 Kirche
4.2 Christus
4.3 Nachfolge
5. Interpretation des Gedichts „Christen und Heiden“ im Kontext
6. Schluss
7. Literaturverzeichnis
7.1 Quellen
7.2 Hilfsmittel
7.3 Sekundärliteratur
8. Anhang
Häufig gestellte Fragen
Wie verstand Dietrich Bonhoeffer den Glauben während der NS-Diktatur?
Für Bonhoeffer war Glaube untrennbar mit der Nachfolge Christi, dem Widerstand gegen Unrecht und der Rolle der Kirche in der Welt verbunden.
Welche Rolle spielte Bonhoeffer im Kirchenkampf?
Er befand sich im Zwiespalt zwischen Anpassung und Widerstand und positionierte sich klar gegen die staatliche Einmischung in kirchliche Belange, insbesondere in der Judenfrage.
Welches Gedicht Bonhoeffers wird in der Arbeit analysiert?
Die Arbeit interpretiert das Gedicht „Christen und Heiden“ im Kontext seiner Entstehungszeit und Bonhoeffers theologischer Überzeugungen.
Warum wird Dietrich Bonhoeffer heute als Märtyrer verehrt?
Aufgrund seines mutigen Widerstands gegen das NS-Regime und seines konsequenten Festhaltens an seinen christlichen Werten bis zu seiner Hinrichtung.
Wer sind wichtige Biografen Bonhoeffers, die in der Literatur genannt werden?
Besonders Eberhard Bethge hat sich intensiv mit Bonhoeffer beschäftigt; weitere genannte Autoren sind Jürgen Henkys und Roland Biewald.
- Arbeit zitieren
- Madeleine Kunze (Autor:in), 2010, Das Verständnis des Glaubens bei Dietrich Bonhoeffer unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Diktatur, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173429