Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Business economics - Controlling

Kritische Würdigung des IFRS for Small and Medium-sized Entities (IFRS for SME) aus nationaler Sicht

Title: Kritische Würdigung des IFRS for Small and Medium-sized Entities (IFRS for SME) aus nationaler Sicht

Seminar Paper , 2010 , 43 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lukas Schymura (Author)

Business economics - Controlling

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Rechnungslegung für mittelständische Unternehmen in Deutschland befindet sich im Wandel. Mit der Verabschiedung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) im Mai 2009 wurde das deutsche Handelsrecht modernisiert und internationalisiert. Zweck der Modernisierung war es, eine vollwertige, aber kostengünstigere und einfachere Alternative zu den International Financial Reporting Standards (IFRS), insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, zu schaffen. Parallel zu dieser nationalen Entwicklung gab es auch Neuerungen auf internationaler Ebene. Im Juli 2009 veröffentliche das International Accounting Standards Board (IASB) den „International Financial Reporting Standard for Small and Medium-sized Entities“ (IFRS for SMEs) in seiner endgültigen Fassung und beendete damit nach fast einem Jahrzehnt einen der umfangreichsten Standardisierungsprozesse seiner Geschichte. Die Motivation hierbei war, die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen in Hinblick auf eine international vergleichbare Rechnungslegung zu befriedigen. Begleitet wurde die lange Entstehungszeit des IFRS for SMEs besonders im deutschen Schrifttum von kontroversen Diskussionen. Während Befürworter einst schon den Standardentwurf als einen „wichtigen Schritt in die richtige Richtung“ begrüßten, verurteilten die Gegner das Projekt als „gescheitert“ und sahen in ihm ein „unsinniges Unterfangen“ oder gar einen „Schildbürgerstreich“. Dieser Dialog besteht heute weiterhin und wird vor allen in Deutschland kritisch geführt. Doch wie gut ist der IFRS for SMEs wirklich oder ist womöglich das Handelsgesetzbuch (HGB) ein „Auslaufmodell“? Bei dieser Überlegung spielt auch die aktuelle Diskussion um die Einbindung des IFRS for SMEs in europäisches Bilanzrecht eine Rolle. Denn im Fall einer Annahme des Standards durch die EU und einer dadurch möglichen Übertragung in nationales Recht stünden beide Rechnungslegungsnormen in unmittelbarer Konkurrenz zueinander. Diese Wettbewerbssituation zwischen dem IFRS for SMEs und dem aktuellen HGB nach dem BilMoG impliziert einen Vergleich beider Rechnungslegungssysteme. Es müssen also die Eignung bzw. die Stärken und Schwächen des IFRS for SMEs insbesondere für den deutschen Mittelstand unter Einbezug der Argumente von Befürwortern und Gegnern ausgemacht werden, wobei diese Untersuchung keine technische ist, sondern vor allem wertend erfolgt.Das bedeutet, es werden primär Nützlichkeitsaussagen erörtert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Grundlagen

2.1 Charakterisierung des Mittelstandes

2.2 Harmonisierung der europäischen Rechnungslegung

2.3 Hintergrund des IFRS for SMEs

2.3.1 Zielgedanke und Konzeption

2.3.2 Allgemeine Rechnungslegungsgrundsätze

2.3.3 Bestandteile des Jahresabschlusses

3 Kritische Würdigung des IFRS for SMEs

3.1 Relevanz des Standards für deutsche Unternehmen

3.2 Relevanz des Standards in andern Ländern

3.3 Würdigung ausgewählter Bilanzierungssachverhalte

3.3.1 Immaterielle Vermögenswerte

3.3.2 Sachanlagen

3.3.3 Finanzinstrumente

3.4 Gesamtwürdigung

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem "International Financial Reporting Standard for Small and Medium-sized Entities" (IFRS for SMEs) auseinander. Das primäre Ziel ist es, aus deutscher Sicht zu bewerten, inwieweit dieser internationale Standard für den Mittelstand geeignet ist, insbesondere unter Berücksichtigung der Konkurrenz zum modernisierten Handelsgesetzbuch (HGB) nach dem BilMoG.

  • Charakterisierung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im internationalen Vergleich.
  • Analyse der Harmonisierung der europäischen Rechnungslegung.
  • Kritische Würdigung spezifischer Bilanzierungssachverhalte wie immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzinstrumente.
  • Bewertung der Relevanz und Anwendbarkeit des Standards für deutsche Unternehmen im Vergleich zum HGB.
  • Diskussion über die internationale Verbreitung und zukünftige Akzeptanz des Standards.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte sind nach den Vorschriften von Section 18 zu bilanzieren. Sie sind anzusetzen, wenn es zum einen wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird, zum anderen die Anschaffungskosten zuverlässig bestimmt werden können und es sich nicht um Aufwendungen für die Entwicklung eines selbst erstellten immateriellen Postens handelt. Somit schließen die IFRS for SMEs – anders als die full IFRS (IAS 38,57) – die Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten aus. Dies ist eine wichtiger Unterschied zu den full IFRS und sogar zum HGB n.F., welcher ein Aktivierungswahlrecht für originäre immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beinhaltet, sofern diese keine Forschungskosten darstellen. Dieses Aktivierungsverbot ist als Rückschritt in der internationalen Rechnungslegung zu sehen und wird der aktuellen Situation von SMEs nicht gerecht, da Forschungs- und Entwicklungsprojekte bei SMEs sehr häufig durchgeführt werden. Hier hätten statt des Aktivierungsverbots wenigstens Erleichterungen für SMEs Einzug in den IFRS for SMEs halten müssen, welche diesen Unternehmen die Aktivierung von Entwicklungskosten ermöglichen.

Die Zugangsbewertung von erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt gem. IFRS-SME 18.9 zu den Anschaffungskosten. In den Folgeperioden beseht – im Gegensatz full IFRS (IAS 38.72) – kein Wahlrecht zwischen dem Kosten- und Neubewertungsmodell. Immaterielle Vermögenswerte sind stets zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich aller kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen, zu bewerten. Ein weiterer wesentlicher Unterschied zu den full IFRS sowie teilweise zum HGB n.F. ist, dass IFRS-SME 18.19 stets eine zeitlich begrenzte Nutzungsdauer unterstellt. Falls eine Schätzung der Nutzungsdauer nicht möglich sein sollte, sind gem. IFRS-SME 18.20 fiktiv zehn Jahre anzunehmen. Planmäßige Abschreibung ist somit für immaterielle Vermögenswerte – inklusive Goodwill – Pflicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Rechnungslegung in Deutschland durch das BilMoG und stellt den IFRS for SMEs in den Kontext der internationalen Harmonisierungsbemühungen.

2 Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Mittelstands, erläutert die Bestrebungen zur Harmonisierung der europäischen Rechnungslegung und beschreibt den konzeptionellen Hintergrund des IFRS for SMEs.

3 Kritische Würdigung des IFRS for SMEs: Der Hauptteil analysiert die Relevanz des Standards für Deutschland und andere Länder und führt einen wertenden Vergleich zu spezifischen Bilanzierungssachverhalten durch.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der IFRS for SMEs zwar einen Meilenstein darstellt, aber für den deutschen Mittelstand gegenüber dem HGB nur schwer vorteilhaft ist.

Schlüsselwörter

IFRS for SMEs, Mittelstand, Rechnungslegung, Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG, IASB, Handelsgesetzbuch, HGB, Harmonisierung, KMU, immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Finanzinstrumente, Bilanzierung, internationale Rechnungslegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer kritischen Würdigung des IFRS for SMEs aus der Perspektive des deutschen Mittelstands und vergleicht diesen mit dem nationalen HGB.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Abgrenzung von KMU, die Harmonisierung der Rechnungslegung in Europa sowie ein detaillierter Bilanzierungsvergleich in den Bereichen immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzinstrumente.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Evaluierung, ob der IFRS for SMEs für mittelständische Unternehmen einen Mehrwert gegenüber den bewährten HGB-Regelungen bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen wertenden Analyseansatz, bei dem die Stärken und Schwächen des IFRS for SMEs unter Einbeziehung von Fachdiskussionen und empirischen Untersuchungen erörtert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Relevanz des Standards für Deutschland und das Ausland sowie ausgewählte Bilanzierungssachverhalte detailliert mit dem HGB n.F. und den full IFRS verglichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

IFRS for SMEs, Mittelstand, BilMoG, Rechnungslegung und Harmonisierung sind die prägenden Begriffe.

Warum wird die Bewertung zum "fair value" bei Finanzinstrumenten kritisch gesehen?

Die Bewertung zum fair value wird kritisch betrachtet, da sie eine Abkehr vom HGB-Vorsichtsprinzip bedeutet und für KMU mit unverhältnismäßig hohen Marktwertermittlungskosten verbunden ist.

Welche Herausforderungen bestehen beim Komponentenansatz für Sachanlagen?

Der Komponentenansatz erfordert einen hohen administrativen Aufwand, der viele kleine Unternehmen aufgrund ihrer begrenzten Ressourcen überfordert und daher im Vergleich zur handelsrechtlichen Praxis als weniger vorteilhaft angesehen wird.

Excerpt out of 43 pages  - scroll top

Details

Title
Kritische Würdigung des IFRS for Small and Medium-sized Entities (IFRS for SME) aus nationaler Sicht
College
University of Hamburg
Course
Seminar im Modul „Auditing and Control“ - Wirtschaftsprüfung und Steuern
Grade
1,3
Author
Lukas Schymura (Author)
Publication Year
2010
Pages
43
Catalog Number
V173403
ISBN (eBook)
9783640936403
Language
German
Tags
IFRS for SME IFRS for Small and Medium-sized Entities Kritische Würdigung Rechnungslegung Wirtschaftsprüfung Controlling Audit und Control BilMoG IFRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas Schymura (Author), 2010, Kritische Würdigung des IFRS for Small and Medium-sized Entities (IFRS for SME) aus nationaler Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173403
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  43  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint