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Fokalisierungskonzept von Gérard Genette im Kontext der Erzähltheorie

Title: Fokalisierungskonzept von Gérard Genette im Kontext der Erzähltheorie

Term Paper , 2009 , 20 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Ievgeniia Bogomolova (Karashchuk) (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous

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Gérard Genette ist einer der einflussreichsten Erzähltheoretiker, der zur Entwicklung der Erzähltheorie sehr viel beitrug. Er ergänzte und bearbeitete frühere narratologische Methoden. Dabei erarbeitete er ein begriffliches Instrumentarium, welches heute von den meisten Erzähltheoretikern und Literaturwissenschaftlern bevorzugt verwendet wird.

In dieser Hausarbeit werden zunächst die allgemeinen Prämissen der erzähltheoretischen Entwicklung betrachtet, sowie Gérard Genettes Modell in wenigen Worten dargestellt. Danach wird näher mit seinem Fokalisierungskonzept gearbeitet, welches im Kontext der erzähltheoretischen Forschung betrachtet wird. Zu diesem Zweck werden das point of view-Modell und das Modell der narrativen Optik als Vorläufer von Genettes Fokalisierungskonzept dargestellt und im Anschluss daran die Perspektive und Fokalisierungen nach Genette erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick über die erzähltheoretische Entwicklung

3. Vom point of view zur Fokalisierung

3.1. Das point of view-Modell

3.2. Modell der narrativen Optik (Jean Pouillon)

3.3. Perspektive und Fokalisierungen nach Gérard Genette

4. Rezeption von Genettes Fokalisierungsmodell

4.1. Konzept der Fokalisierung nach Mieke Bal

4.2. Genettes Reaktion auf die Kritik an seinem Modell (Neuer Diskurs der Erzählung)

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das narratologische Konzept der Fokalisierung von Gérard Genette im Kontext der erzähltheoretischen Forschung. Dabei wird die zentrale Fragestellung verfolgt, wie Genettes Modell theoretisch einzuordnen ist, welche Schwachstellen es aufweist und wie diese durch die Kritik sowie die Modifikationen von Mieke Bal adressiert werden.

  • Erzähltheoretische Entwicklung und der Übergang vom point of view-Konzept zur Fokalisierung.
  • Darstellung der Vorläufermodelle (point of view-Modell, Modell der narrativen Optik nach Jean Pouillon).
  • Kritische Analyse von Genettes Fokalisierungskonzept (Nullfokalisierung, interne und externe Fokalisierung).
  • Rezeption und Weiterentwicklung des Modells durch Mieke Bal.
  • Genettes eigene kritische Reflexion und Selbstverteidigung im Neuer Diskurs der Erzählung.

Auszug aus dem Buch

3.1. Das point of view-Modell

Der Begriff der Fokalisierung wurde von Gérard Genette eingeführt und „bezeichnet die prinzipiellen Möglichkeiten des Wahrnehmens und Wissens, die dem Erzähler als Beobachter des erzählten Geschehens zur Verfügung stehen – das heißt, seine epistemologische Position“16. Die Erzähltheorien, die sich vor Genette entwickelt hatten, „[beschreiben] die Möglichkeiten des Wahrnehmens im Sinne von Möglichkeiten des ‚Sehens‘“17, was von ihm angegriffen wird. Zu diesen gehört unter anderem der Begriff point of view, welcher auf Englisch für Blickwinkel steht und den Genett zu präzisieren versucht.

Dieser Begriff stammt aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum, und zwar von dem Schrifsteller Henry James und dem Literaturkritiker Percy Lubbock. Percy Lubbock erklärt in seinem Buch The craft of fiction von 1921 „die Frage nach dem point of view [...] zur Leitfrage für das Handwerk der Romankunst“18. Wenn wir darüber im Rahmen der Erzähltheorie sprechen, so verknüpft er den „Perspektivenbegriff[] mit dem Begriff des Erzählers“19. In seinem Buch The craft of fiction spricht er davon, welche Vorteile die „Erzählweise [hat], bei der alle Informationen durch ein Wahrnehmungszentrum laufen, das in Form des Protagonisten angelegt ist“20.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Erzähltheorie ein, stellt Gérard Genettes Werk als zentrales Instrumentarium vor und umreißt die kritische Auseinandersetzung mit dem Fokalisierungskonzept.

2. Überblick über die erzähltheoretische Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert die Genese der Erzähltheorie als methodische Disziplin und ihren Aufschwung durch den Strukturalismus.

3. Vom point of view zur Fokalisierung: Hier werden die Vorläufermodelle wie der point of view und die narrative Optik nach Pouillon besprochen, um Genettes Abgrenzung und seinen Fokalisierungsbegriff zu kontextualisieren.

4. Rezeption von Genettes Fokalisierungsmodell: In diesem Teil werden kritische Stimmen am Genette-Modell analysiert, insbesondere der Ansatz von Mieke Bal zur Re-Konzeptualisierung und Genettes eigene kritische Stellungnahme.

5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die wissenschaftliche Bedeutung von Genettes Arbeit und betont den Stellenwert der Modifikationen von Mieke Bal für eine präzisere Narratologie.

Schlüsselwörter

Erzähltheorie, Narratologie, Fokalisierung, Gérard Genette, point of view, Mieke Bal, narrative Optik, Erzählperspektive, Modus, Stimme, Nullfokalisierung, Interne Fokalisierung, Externe Fokalisierung, Strukturalismus, Erzählanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert kritisch das narratologische Fokalisierungskonzept von Gérard Genette innerhalb der Erzähltheorie.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Themen sind die erzähltheoretische Entwicklung, die Geschichte des Begriffs point of view, Genettes Fokalisierungskategorien und die anschließende Rezeption bzw. Kritik durch Forscher wie Mieke Bal.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Genettes Fokalisierungskonzept in den Kontext der Forschung einzuordnen, seine theoretischen Schwächen aufzuzeigen und die notwendigen Ergänzungen durch Mieke Bal darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der zentrale theoretische Werke der Narratologie (insbesondere Genettes Diskurs der Erzählung) verglichen und kritisch reflektiert werden.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Herleitung der Fokalisierung, eine Gegenüberstellung mit älteren Konzepten wie dem point of view und die explizite Auseinandersetzung mit der Kritik am Genette-Modell.

Was charakterisiert diese Arbeit inhaltlich?

Die Arbeit ist durch den Vergleich von Genettes ursprünglicher Terminologie mit den präzisierten, subjektorientierten Ansätzen von Mieke Bal gekennzeichnet.

Wie unterscheidet sich die Nullfokalisierung bei Genette von der Kritik?

Während Genette die Nullfokalisierung als unbeschränkte Wissensvergabe durch den auktorialen Erzähler definiert, bemängeln Kritiker wie Mieke Bal eine unlogische Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt des Erzählvorgangs.

Warum ist der "Neuer Diskurs der Erzählung" für diese Analyse relevant?

Dieses Werk dient als primäre Quelle für Genettes eigene Reaktion auf die Kritik an seinem Modell, in der er einige Punkte präzisiert und Missverständnisse klärt, ohne sein Grundkonzept jedoch grundlegend zu revidieren.

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Details

Title
Fokalisierungskonzept von Gérard Genette im Kontext der Erzähltheorie
College
University of Freiburg
Course
Narratologie
Grade
1.0
Author
Ievgeniia Bogomolova (Karashchuk) (Author)
Publication Year
2009
Pages
20
Catalog Number
V173132
ISBN (eBook)
9783640932443
ISBN (Book)
9783640932665
Language
German
Tags
Narratoligie Fokalisierungskonzept Gérard Genette
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ievgeniia Bogomolova (Karashchuk) (Author), 2009, Fokalisierungskonzept von Gérard Genette im Kontext der Erzähltheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173132
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