Wie kann die Vielfalt von kulturellen Veranstaltungen systematisiert werden? In Anbetracht der großen Bandbreite von kleinen Poertryslams bis hin zu riesigen Festivals, ist eine Systematisierung nach dem Zweck aus Sicht der Verantalter und Besucher ein Ansatz, der dieses Feld auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede hin, untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1. Aufgabenstellung
2. Systematisierung von Kulturevents (Michaela Strobel)
2.1. Ein Wort zur Kultur
2.2. SYSTEMATISIERUNG NACH DEM ZWECKE
2.2.1. Identifizierung nach Haupt-Stakeholdern
2.2.2. Bündelung nach Zwecken
2.3. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht darin, Kulturevents im betriebswirtschaftlichen Kontext anhand ihres spezifischen Zweckes zu systematisieren und die Beweggründe der beteiligten Akteure zu analysieren.
- Systematisierung von Kulturevents nach ihrem funktionalen Zweck
- Identifikation der Haupt-Stakeholder (Veranstalter, Kulturschaffende, Publikum)
- Analyse der persönlichen/inneren sowie sozialen/äußeren Motivationsfaktoren
- Untersuchung der ökonomischen und strategischen Hintergründe von Eventformaten
- Reflexion des Kulturbegriffs und dessen Bedeutung für moderne Veranstaltungsformate
Auszug aus dem Buch
2.2.1. Identifizierung nach Haupt-Stakeholdern
Unabhängig von der Art des Events gibt es immer drei Beteiligte, die zwangsläufig involviert sind, und ohne die es keine Kulturevents gäbe: Die Veranstalter, die Kulturschaffenden und das Publikum.
Alle haben sie ihre eigenen Gründe weshalb sie an Kulturevents partizipieren, welche das sind, möchte ich im Folgenden umreißen. Die Liste möglicher Kulturevents ist lang, und die der potentiellen Veranstaltern noch länger, doch der Umfang dieser Arbeit lässt nicht zu, auf jeden Teilnehmer einzeln einzugehen, so dass die nun genannten Beispiele als exemplarisch zu betrachten sind.
Kommunen, Länder und der Staat fördern Kultur und entdecken immer neue Wege ihr zu Beliebtheit zu verhelfen. Seien es Weinfeste, eine Lange Nacht der Museen, Konzerte oder Messen. Was auf den ersten Blick nach einem Verlustgeschäft im Namen der Volksbildung aussieht, hat aber im Endeffekt ein bestimmtes Ziel: die Generierung von Einnahmen. Ein Stadtfest kurbelt die lokale Gastronomie an, Besucher der Kulturnacht mieten sich in örtlichen Hotels ein, Konzerte und andere Angebote machen die Stadt attraktiv für potentielle – steuerzahlende – Einwohner. Doch selbstverständlich darf nun nicht voreilig darauf geschlossen werden, die Politik wolle nur Standortmarketing betreiben. In vielen Verfassungen steht die Kulturförderung und Ermöglichung von kultureller Bildung festgeschrieben woraus sich auch ideologische Beweggründe ergeben, womit die öffentliche Hand eine Sonderstellung unter den Veranstaltern einnimmt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aufgabenstellung: Dieses Kapitel erläutert den Anlass der Arbeit im Rahmen der Vorlesung und definiert den Untersuchungsgegenstand sowie die methodische Herangehensweise.
2. Systematisierung von Kulturevents (Michaela Strobel): In diesem Hauptteil wird eine Definition von Kultur hergeleitet und die Kulturevents nach ihrem Zweck sowie den Bedürfnissen der beteiligten Stakeholder systematisiert.
2.1. Ein Wort zur Kultur: Hier wird der Kulturbegriff diskutiert und in einen betriebswirtschaftlichen Kontext für die weitere Analyse der Arbeit eingeordnet.
2.2. SYSTEMATISIERUNG NACH DEM ZWECKE: Dieses Kapitel bildet den analytischen Kern, indem es die Logik hinter der Eventgestaltung und die Beweggründe der Akteure untersucht.
2.2.1. Identifizierung nach Haupt-Stakeholdern: Der Abschnitt betrachtet die Rollen und Motivationen von Veranstaltern, Kulturschaffenden und Publikum im Detail.
2.2.2. Bündelung nach Zwecken: Hier erfolgt die Einordnung der Beweggründe in innere (persönliche) und äußere (soziale) Kategorien zur Systematisierung.
2.3. FAZIT: Das Kapitel schließt mit einer zusammenfassenden Betrachtung über die elitäre oder populistische Natur von Kultur und deren Umsetzung in Eventformaten.
Schlüsselwörter
Kulturevents, Systematisierung, Kulturbegriff, Stakeholder, Veranstalter, Kulturschaffende, Publikum, Eventmarketing, Motivationsfaktoren, Kulturindustrie, Kultursponsoring, Standortmarketing, Erlebnisbedürfnis, Kulturkonsum, Gesellschaftskritik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Untersuchung von Kulturevents unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Kultur, der Identifikation von Stakeholdern und der Analyse von Motivationsfaktoren für die Teilnahme an Kulturevents.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Kulturevents anhand ihres Zweckes zu systematisieren, um die zugrunde liegenden strategischen Absichten besser zu verstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine begriffliche Herleitung und eine strukturierte Analyse der verschiedenen Akteurs-Perspektiven, unterstützt durch Literatur zur Kulturvermittlung und zum Sponsoring.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Kulturbegriffs sowie die detaillierte Klassifizierung der Beweggründe von Veranstaltern, Künstlern und Besuchern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Kulturevents, Stakeholder-Analyse, Motivationsfaktoren und der ökonomische Zweck kultureller Veranstaltungen.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen inneren und äußeren Faktoren eine Rolle?
Diese Differenzierung hilft zu verstehen, ob das Bedürfnis zur Teilnahme aus dem Individuum selbst oder durch gesellschaftlichen Druck entsteht.
Welche Rolle spielen Veranstalter wie die öffentliche Hand oder Unternehmen?
Veranstalter verfolgen unterschiedliche Interessen, die von der Kulturförderung und Standortmarketing bis zur reinen Gewinnmaximierung oder Profilierung reichen.
- Quote paper
- Michaela Strobel (Author), 2011, Systematisierung von Sport-, Kultur- und TV-Events, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172916