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Vergleichende Analyse der Elternvorgeschichten im 'Tristan' Gotffrieds von Straßburg und im 'Tristrant' Eilharts von Oberg

Title: Vergleichende Analyse der Elternvorgeschichten im 'Tristan' Gotffrieds von Straßburg und im 'Tristrant' Eilharts von Oberg

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Cornelia Johnen (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Die Geschichte von Tristan und Isolde faszinierte seit ihrem Entstehen, wofür die zahlreichen Fassungen und die Rezeptionen ein sicheres Indiz sind. Auch heutzutage ist die Beschäftigung mit dem Tristanstoff eine spannende Herausforderung. Deshalb soll in dieser Arbeit versuch werden, die Wertung der Forschung über zwei Fassungen des Tristanstoffes anhand der Elternvorgeschichte Tristans zu überprüfen. Der Vergleich zwischen Gottfrieds Tristan und Eilharts Tristrant lässt hier eine starke Tendenz erkennen. Der Tristan Gottfrieds stelle „einen Höhepunkt der künstlerischen Gestaltung des Tristan-Stoffes überhaupt dar“ , er wird gesehen „als der erste Text des Mittelalters, ja vielleicht des Abendlandes, der die Idee einer tragischen, romantischen Liebe bis in seine interne Semantik hinein voll ergreift“ . Eilhart von Oberge „mangele es [hingegen] an »Gottfrieds Innerlichkeitsbewältigung«, der Dichter habe zum »geistigen Kern des modernen Liebesromans« kein »inneres Verhältnis gehabt, die »Liebe als oberstes Handlungsmovens« des Helden sei ihm ungeläufig und neu“ . Diese Zitate seien nur exemplarisch als einige unter vielen genannt. In dieser Arbeit werde ich versuchen, diese negative Bewertung Eilharts und die umso positivere Bewertung Gottfrieds anhand der Elternvorgeschichte zu überprüfen. Mit Hilfe einer an die Textstellen nahe angelegten Analyse, bemühe ich mich herauszufinden, ob sich bereits in der Elternvorgeschichte Unterschiede zwischen der Tristan-Fassung Eilharts und Gottfrieds feststellen lassen. Hierbei werde ich sowohl auf die sprachliche Ausgestaltung eingehen, als mich auch mit der Entwicklung des Liebes-Konzeptes beschäftigen.

Durch einen kurzen Überblick über die Stofftradition sollen grundlegende Schwierigkeiten mit dem Tristanstoff erläutert werden. Im Hauptteil der Arbeit mache ich zuerst den Versuch, die Stellung der Elternvorgeschichte für den Roman ersichtlich zu machen. Unter 2.2 wird die Riwalin-Figur Gottfrieds der Figur Eilharts vergleichend gegenübergestellt. Ebenso wird die Blanschflur- bzw. Blanschefleur analysiert. In einem abschließenden Fazit werden die wesentlichen Unterschiede zusammengefasst und abschließend bewertet. Dabei hoffe ich, eine Antwort auf folgende Frage zu finden:
Lässt sich bereits in der Elternvorgeschichte der beiden Tristan-Fassungen die Meinung der Forschung bestätigen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zu dieser Arbeit

1.2 Zur Stoffgeschichte des Tristan

2. Vergleichende Analyse

2.1 Einordnung der Elternvorgeschichten in das Gesamtkonzept

2.2 Die Riwalin-Figur bei Eilhart und Gottfried

2.2.1 Die Riwalin-Figur bei Eilhart von Oberg

2.2.2. Die Riwalin-Figur Gottfried von Straßburgs

2.2.3 Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Riwalin-Figuren

2.3 Die Blanscheflur-Figur bei Eilhart und Gottfried

2.3.1 Die Blancheflur-Figur bei Eilhart von Oberg

2.3.2 Die Blancheflur-Figur bei Gottfried von Straßburg

2.3.3 Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Blanscheflur-Figuren

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die in der Forschung verbreitete negative Bewertung der Tristan-Fassung Eilharts von Oberg im Vergleich zur positiven Bewertung Gottfrieds von Straßburg kritisch zu überprüfen. Hierzu wird die Elternvorgeschichte Tristans einer vergleichenden Analyse unterzogen, um zu klären, ob sich bereits hier Unterschiede in der sprachlichen Ausgestaltung und der Entwicklung des Liebeskonzepts feststellen lassen, die die Einordnung in "version commune" bzw. "version courtoise" stützen.

  • Vergleichende Analyse der Elternvorgeschichten bei Eilhart von Oberg und Gottfried von Straßburg
  • Charakterisierung der Figuren Riwalin und Blanscheflur in beiden Fassungen
  • Untersuchung der Bedeutung der Elternvorgeschichte für das Gesamtkonzept des jeweiligen Romans
  • Überprüfung der literaturwissenschaftlichen Einordnung in "spielmännische" vs. "höfische" Fassung

Auszug aus dem Buch

2.2.2. Die Riwalin-Figur Gottfried von Straßburgs

„Gottfried greift, als er [von Riwalin] zu erzählen beginnt, zum höfischen Tugendkatalog“ („getriuwe, küene, milte, rîch“ Vers 252). Es ist jedoch nicht lediglich die Ritterlichkeit, die Riwalin auszeichnet, sondern auch sein Charakter selbst, der ihn über diese Herrschertugenden hinaus rühmt („den er vröude sollte tragen, den was der hêrre in sînen tagen ein vröude berndiu sunne“ Vers 253-255). Riwalin wird somit unmittelbar zu Beginn als ein Herrscher eingeführt, der zunächst alle erstrebenswerten Eigenschaften zu vereinen scheint. Allerdings wird dieser Beschreibung eine Einschränkung hinzugefügt: „an ime brast al der tugende niht, der hêrre haben sollte, wan daz er ze verre wolte in sînes herzen luften sweben und niwan nâch sînem willen leben.“ (Vers 260-264). In diesem Satz markiert „wan“, dass es sich um einen Gegenpol zu den positiven Wesensarten handelt. Deutlich wird auch, dass „in sînes herzen luften sweben und niwan nâch sînem willen leben“ nicht grundsätzlich fehlerhaft ist. Dieser Charakterzug wird erst dann nachteilig, wenn er in zu großem Umfang erkennbar wird („wan daz er ze verre wolte“). Dies ist bei Riwalin der Fall. Mit diesem Nachteil wird noch ein weiterer verbunden: Riwalin ist nicht in der Lage, gegenüber anderen Menschen nachsichtig zu sein („vertragen […] dar an gedâhte er selten. Übel mit übele gelten, craft erzeigen wider craft: dar zuo was er gedanchaft.“ Vers 271-274). Er handelt nicht überlegt, wägt seine Taten nicht ab, sondern reagiert unbesonnen und emotional. Dieser Wesenszug ist es, der ihn schließlich ins Verderben stürzt. Dieser Verlauf wird dem Leser bereits zu Beginn der Erzählung aufgezeigt („daz ime ouch sît ze leide ergie“ Vers 265). Aufgrund seines Lasters wird Riwalin mit einem Bären verglichen, der in eine Falle gerät („und ist ein veiclîcher site, hie vâhet man den bern mite: der richet einzelne schaden, unz er mit schaden wirt beladen. Ich waene, ouch ime alsam geschach“ Vers 283-287). „Dies spielt an auf eine mittelalterliche Technik der Bärenjagd“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, begründet das Interesse am Tristan-Stoff und legt die Forschungsfrage dar, ob die differenzierte Bewertung der Fassungen von Gottfried und Eilhart anhand der Elternvorgeschichte nachvollziehbar ist.

2. Vergleichende Analyse: In diesem Hauptteil werden die Elternvorgeschichten sowie die Figuren Riwalin und Blanscheflur bei beiden Dichtern detailliert analysiert, miteinander verglichen und ihre Bedeutung für das jeweilige Gesamtkonzept untersucht.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch, inwieweit die traditionelle Zuordnung der beiden Werke zum höfischen Epos bzw. zur "version commune" durch die Analyse der Elternvorgeschichte gerechtfertigt ist.

Schlüsselwörter

Tristan, Eilhart von Oberg, Gottfried von Straßburg, Elternvorgeschichte, Riwalin, Blanscheflur, höfisches Epos, version commune, version courtoise, Liebeskonzept, Charakterdarstellung, Literaturvergleich, mittelalterliche Literatur, Tristan-Stoff, Minne

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden Literaturvergleich der Tristan-Fassungen von Gottfried von Straßburg und Eilhart von Oberg, wobei der Fokus gezielt auf der Elternvorgeschichte liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die literarische Charakterisierung der Figuren Riwalin und Blanscheflur, die sprachliche Gestaltung der Texte sowie die Entwicklung des Liebesverständnisses in den jeweiligen Fassungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die in der Forschung übliche, meist positive Einschätzung von Gottfrieds Werk und die negativere Beurteilung von Eilharts Werk durch eine Analyse der Elternvorgeschichte bestätigt oder differenziert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende literaturwissenschaftliche Textanalyse angewandt, die sich eng an den Originaltextstellen orientiert und diese im Kontext der jeweiligen Fassungen interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Riwalin- und Blanscheflur-Figuren bei beiden Autoren, stellt diese einander gegenüber und setzt sie in Bezug zum Gesamtkonzept der jeweiligen Erzählungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Tristan, Elternvorgeschichte, höfisches Epos, Literaturvergleich, Minne und der Gegenüberstellung von Gottfried von Straßburg und Eilhart von Oberg beschreiben.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Riwalin als Figur und als Charakter bei Gottfried von Straßburg so wichtig?

Die Analyse zeigt, dass Gottfrieds Riwalin eine tiefere psychologische Dimension besitzt – er wird als Charakter mit Innenleben gezeichnet, während er bei Eilhart eher funktional als literarische Figur für den Handlungsverlauf agiert.

Inwiefern beeinflusst der Tod der Mutter die Einordnung der jeweiligen Fassungen?

Bei Gottfried dient der Tod der Mutter als Motiv zur Verdeutlichung ihres "edelen herzens", was die höfische Konzeption unterstreicht, wohingegen der Tod bei Eilhart primär zur Markierung der Heldenrolle des Sohnes beiträgt.

Warum kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass die Zuordnung Eilharts zur "version commune" problematisch ist?

Die Analyse legt dar, dass Eilharts Text durchaus höfische Züge aufweist und die Abgrenzung zum höfischen Epos aufgrund der vagen Definition des "Spielmännischen" empirisch schwer zu halten ist.

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Details

Title
Vergleichende Analyse der Elternvorgeschichten im 'Tristan' Gotffrieds von Straßburg und im 'Tristrant' Eilharts von Oberg
College
Ruhr-University of Bochum  (Germanistisches Institut)
Course
Hauptseminar
Grade
1,3
Author
B.A. Cornelia Johnen (Author)
Publication Year
2008
Pages
29
Catalog Number
V172888
ISBN (eBook)
9783640929351
ISBN (Book)
9783640929450
Language
German
Tags
Elternvorgeschichte Tristan Tristrant Gottfried von Straßburg Eilhart von Oberg Oberge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Cornelia Johnen (Author), 2008, Vergleichende Analyse der Elternvorgeschichten im 'Tristan' Gotffrieds von Straßburg und im 'Tristrant' Eilharts von Oberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172888
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