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Neoutopien sozialen Ausgleichs

Bürgergeld und Grundeinkommen

Title: Neoutopien sozialen Ausgleichs

Seminar Paper , 2010 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sara Salimi (Author)

Economics - Monetary theory and policy

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Summary Excerpt Details

Nie zuvor, gab es derart viele Beitragserhöhungen in fast allen Bereichen des sozialen Lebens, wie heute. Gleichzeitig verringert sich der Nutzen, den der Einzelne aus sozialen Leistungen generiert beständig. Beispielhaft für diese Entwicklung ist die gesetzliche Renten- oder Krankenversicherung. Die Beiträge werden zwar regelmäßig erhöht, gleichzeitig sinken aber die überwiesenen Rentenzahlungen. Auch muss der, der gesetzlich Krankenversichert ist - trotz steigender Versicherungsbeiträge, immer häufiger Leistungen oder Medikamente aus eigener Tasche bezahlen. Seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts hat sich sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich sehr viel verändert, sodass die Eckpfeiler des damals errichteten Sozialsystems, gut 60 Jahre später, immer häufiger ihre eigentliche Intention verfehlen. Damals folgen den Kriegsjahren Jahrzehnte in denen die Wirtschaft floriert und nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Genau aus dieser Zeit stammen die sozialgesellschaftlichen Sicherungssysteme. Heute dagegen ist unsere Umwelt eine völlig Andere. Weit über drei Millionen Arbeitslose, eine Wirtschaft, die nur sehr langsam wächst und einem zunehmend echten demographischen Problem. Nicht nur, dass die pyramidale Form auf das unser Rentensystem fußt, sich mittlerweile umgekehrt hat. Wir sind - was die Bevölkerungsentwicklung anbelangt, eine verfallende Gesellschaft, da viel mehr Leute heute alt werden, als junge Menschen nachkommen. Kurz gesagt befinden wir uns aktuell in der Situation, dass wir mit einem vollkommen veralteten sozialen Netz, die sozialwirtschaftlichen Probleme von Heute angehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Hauptteil

Einkommen als Bürgerrecht

Arbeit und Einkommen

Grundeinkommen statt Antrags- und Schnüffeleibürokratie

Auch für Millionäre?

Haben sie das schon durchgerechnet?

Grundeinkommen und Erwerbseinkommen

Finanzierung: Das Straubhaar-Modell

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens als zeitgemäße Antwort auf die Defizite des bestehenden Sozialsystems und analysiert insbesondere die Ansätze des Unternehmers Götz Werner hinsichtlich der gesellschaftlichen und ökonomischen Machbarkeit.

  • Kritische Analyse des aktuellen Sozialsystems und bürokratischer Hürden
  • Konzept des Grundeinkommens als individuelles Bürgerrecht
  • Veränderung des Verhältnisses von Erwerbsarbeit und unbezahlten Tätigkeiten
  • Finanzierungsmodelle wie die Konsumsteuer und das Straubhaar-Modell
  • Diskussion über soziale Anreize, Gerechtigkeit und individuelle Freiheit

Auszug aus dem Buch

Einkommen als Bürgerrecht

„Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein das soziokulturelle Existenzminimum gewährleistender Sozialtransfer, der jedem Mitglied der Gesellschaft als individueller Rechtsanspruch ohne eingeforderte Gegenleistung gewährt wird. Es funktioniert ohne bürokratischen Berechtigungsprüfungs-, Ermittlungs- und Kontrollaufwand. Jede und jeder bekommt das Grundeinkommen ohne Antrag, ohne Bedürftigkeitsprüfung, unabhängig von Erwerbstätigkeit, von persönlichen Verhältnissen, Beziehungen oder Einstellungen. Niemand prüft mehr, ob es gute oder schlechte Gründe für die Gewährung einer Mindestsicherung gibt.“ Aus dieser Definition gehen die Vorteile eindeutig hervor. Es würde unheimlich viel Bürokratie abgebaut werden, da das Grundeinkommen für alle keinerlei Bedürftigkeitsprüfung mehr unterzogen werden muss. Jemand der ein bedingungsloses Grundeinkommen erhält, unabhängig von Erwerbstätigkeit, persönlichen Verhältnissen, Beziehungen oder seiner Einstellung, der muss sich nicht vor Ämtern offenbaren. Der braucht sich möglicherweise nicht zu schämen, aufgrund persönlicher und privater Sachverhalte. Letztlich kann so eine Stigmatisierung aufgrund von Arbeitslosigkeit oder was auch immer, ausgeschlossen werden, da das Grundeinkommen ungefragt jeder, auch Vermögende erhalten. Der vielleicht wichtigste Aspekt, den die Definition aufgreift ist, dass der Mensch einen rechtlichen Anspruch darauf hat. Dem schließt sich auch Götz Werner an, indem er auf das Grundgesetz, Artikel 1 und 2 verweist. Ersterer besagt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Jeder Mensch kann sich in etwa vorstellen, wie es sein muss, wenn man als Antragsteller für beispielsweise Sozialhilfe oder Hartz IV, fast sein gesamtes Leben vor einem Beamten auspacken muss. Dann wird der Antrag eventuell noch zurückgeschickt, weil noch einige Nachweise erforderlich sind. Als sei es nicht schon entwürdigend genug, dass man staatliche Hilfen in Anspruch nehmen muss, müssen die Antragsteller oft Monate warten. Monate in denen die Betroffenen nicht wissen wie es weiter geht, ob ihr Antrag bewilligt oder abgelehnt wird. Mit Wahrung der Würde hat das nicht mehr viel zu tun, wenn man als Teil einer Warteschleife nur geduldig abwarten und sich immer wieder von neuem rechtfertigen muss, warum man staatliche Hilfen benötigt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einkommen als Bürgerrecht: Dieses Kapitel definiert das Grundeinkommen als existenzsichernden Rechtsanspruch ohne Bedürftigkeitsprüfung, um Bürokratie abzubauen und die Würde des Individuums zu wahren.

Arbeit und Einkommen: Es wird erörtert, dass durch die kategorische Verknüpfung von Einkommen und Erwerbsarbeit wichtige gesellschaftliche Tätigkeiten wie Hausarbeit oder Ehrenamt entwertet werden.

Grundeinkommen statt Antrags- und Schnüffeleibürokratie: Hier wird die Kritik an der ineffizienten und teuren Sozialbürokratie sowie der Wunsch nach einem einfacheren, direkten Sozialtransfer thematisiert.

Auch für Millionäre?: Dieses Kapitel beleuchtet die radikale Änderung des Steuersystems hin zu einer Konsumsteuer und die kontroverse Frage der finanziellen Gleichbehandlung aller Bürger.

Haben sie das schon durchgerechnet?: Hier wird die stufenweise Einführung und die Untergrenze des Grundeinkommens sowie die Notwendigkeit von Abstufungen nach Alter und Bedürftigkeit diskutiert.

Grundeinkommen und Erwerbseinkommen: Es wird dargelegt, wie der Arbeitsmarkt durch das Grundeinkommen zu einem echten Markt werden könnte, in dem Arbeitgeber unattraktive Tätigkeiten besser entlohnen müssen.

Finanzierung: Das Straubhaar-Modell: Das Modell von Thomas Straubhaar wird vorgestellt, das ein steuerfreies Grundeinkommen bei gleichzeitiger Besteuerung von Zusatzeinkommen vorsieht.

Schlüsselwörter

Bedingungsloses Grundeinkommen, Sozialpolitik, Götz Werner, Sozialsystem, Erwerbsarbeit, Bürokratieabbau, Menschenwürde, Konsumsteuer, Bürgerrecht, Finanzierbarkeit, Umverteilung, Existenzminimum, Straubhaar-Modell, Arbeitsmarkt, Soziale Sicherheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich kritisch mit dem Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens als Alternative zum bestehenden deutschen Sozial- und Rentensystem.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition des Grundeinkommens, die Kritik an bürokratischen Sozialleistungen, Arbeitsmarktveränderungen und neue Finanzierungskonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Machbarkeit des Grundeinkommens, primär basierend auf den Thesen von Götz Werner, zu untersuchen und sowohl Chancen als auch Risiken zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die zentrale Thesen aus Fachbüchern und Publikationen zum Thema kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entbürokratisierung von Sozialleistungen, die Neubewertung von Arbeit, Steuerreformvorschläge und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Begriffe sind Grundeinkommen, Sozialtransfers, Existenzminimum, Bürokratie, Steuerreform, Bürgerrecht und Erwerbsanreize.

Wie unterscheidet sich das Modell von Götz Werner von anderen Ansätzen?

Werner zeichnet sich durch seinen provokanten Stil aus und verknüpft das Grundeinkommen radikal mit der Abschaffung der Einkommenssteuer zugunsten einer Konsumsteuer.

Welches Fazit zieht die Autorin in Bezug auf junge Familien?

Die Autorin äußert die Sorge, dass bei bildungsfernen jungen Familien das Grundeinkommen als „Fehlanreiz“ wirken könnte, statt echte Perspektiven zu schaffen.

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Details

Title
Neoutopien sozialen Ausgleichs
Subtitle
Bürgergeld und Grundeinkommen
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Course
Inhaltliche Vorbereitung Forschungspraktikum: Armut und Reichtum
Grade
2,0
Author
Sara Salimi (Author)
Publication Year
2010
Pages
12
Catalog Number
V172859
ISBN (eBook)
9783640932276
ISBN (Book)
9783640932580
Language
German
Tags
neoutopien ausgleichs bürgergeld grundeinkommen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sara Salimi (Author), 2010, Neoutopien sozialen Ausgleichs, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172859
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