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Das Königreich Böhmen unter Karl IV.

Züge eines modernen Staates im Staate?

Title: Das Königreich Böhmen unter Karl IV.

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Studierender Arian Sahitolli (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Böhmen. Ein Land, das geographisch inmitten Europas liegt und als das ,,Herz Europas“ bezeichnet wird. Ein Territorium, das sein ,,kraftvolle[s] Eigengewicht“ vor allem durch dessen Geschichte und seinem Verhältnis zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation offenbart. Ein Reich, das Schauplatz der ,,erste[n] europäischen Revolution“ und zugleich der ,,erste[n] Reformation“ wurde. Ein gewaltiges Königtum, das von 1346 bis 1378 die Hausmacht eines Herrschers war, der nicht nur Prag bzw. Böhmen mit seinen architektonischen Hinterlassenschaften (u.a. die Karls- Brücke oder die Prager Karls-Universität), sondern zugleich durch die Ausarbeitung eines bedeutenden Verfassungswerkes dem Heiligen Römischen Reich und Europa seinen zeitübergreifenden und unverwischbaren Stempel aufdrückte.
Gerade im Hinblick auf das Verhältnis von Karl IV. und seiner Hausmacht gleicht ,,die Geschichte Böhmens […] ein[em] Höhen- und Ruhmesweg“ , ja sie gleicht förmlich einer hollywoodreifen Romanze . Diese Propaganda mittels hymnischer Aussagen, die Karl IV. zum beliebtesten und zugleich populärsten böhmischen König im heutigen Tschechien machen, kommen, wie nicht anders zu erwarten, vor allem aus den Schreibfedern der tschechischen Historiker. Der Verfasser dieser Arbeit hat diese Liebesbeziehung zum Anlass der näheren und vor allem differenzierten Betrachtung genommen, denn was einen guten Historiker ausmacht, ist es den zu untersuchenden Gegenstand genauer auf den Zahn zu fühlen und sich dabei nicht von Emotionen leiten zu lassen. Der Dreh- und Angelpunkt dieser Arbeit wird dabei die Fragestellung sein, inwiefern das Königreich Böhmen in der zweiunddreißigjährigen Regierungszeit Karls IV. Züge eines modernen ,,Staates im Staate“ hatte. Dabei wird dem Leser eine Vielzahl von Literatur begegnen und viele Thematiken (Bohemozentrismus, Hausmachtpoltik, Sonderrolle Böhmens in seiner Historie vom 9. bis 14. Jahrhundert) beschrieben und erörtert. Eigene Thesenbildungen sollen das Bild einer thematisch breitgefächerten wissenschaftlichen Arbeit umrunden und den Leser zum kritischen Diskurs verleiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung: Das Königreich Böhmen: Eine divergierende Kraft im Herzen Europas

II. Karl IV. – Eine Herrscherpersönlichkeit voller Widersprüche

II.I Böhmens historischer Sonderweg im Heiligen Römischen Reich

III. Karl IV. als pater bohemiae

III.I ,,Bohemozentrismus“ und böhmische Hausmachtpolitik Karls IV.

III.II Karls Hausmachtpolitik- Auf ein hegemoniales Königtum ausgerichtet?

IV. Das ,,Kaiserliche Rechtbuch“ Karls IV.

IV.I Das Königreich Böhmen in der Goldenen Bulle- Eine Ansammlung von Vorrechten und Privilegien

V. Schlusswort: Böhmen als ,,Kronleuchter“ und ,,edelstes Glied“ des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Regierungszeit Karls IV. und analysiert kritisch, inwieweit das Königreich Böhmen in dieser Periode Züge eines modernen "Staates im Staate" aufwies. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Karl IV. seine Hausmachtpolitik mit seiner Rolle als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches in Einklang brachte und ob Böhmen tatsächlich eine Sonderrolle innerhalb des Reiches einnahm.

  • Persönlichkeitsanalyse Karls IV. im Kontext der mittelalterlichen Geschichtsschreibung
  • Untersuchung des "Bohemozentrismus" und der böhmischen Hausmachtpolitik
  • Analyse der Goldenen Bulle von 1356 als wichtigem Verfassungsdokument
  • Evaluation der "Sonderstellung" Böhmens durch rechtliche Privilegien
  • Diskussion des Begriffs "Staat im Staate" für das spätmittelalterliche Böhmen

Auszug aus dem Buch

III.I ,,Bohemozentrismus“ und böhmische Hausmachtpolitik Karls IV.

,,Er [Karl IV.] war einer der großen Könige Böhmens“53, heißt es bei Peter Moraw. Der Historiker schlägt damit einen Weg ein, den Kaiser Maximilian wohl entscheidend geprägt hat.54 Es ist in diesem Zitat keine Rede vom König und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, keine Rede von den möglichen Errungenschaften des Kaisers Karl für das Römische Reich und kein Wort darüber, welchen Verdienst Karl mit der Erarbeitung und schriftlichen Niederschrift der Goldenen Bulle von 1356 (die Thema des IV. Gliederungspunktes sein wird) innerhalb der Geschichtsschreibung erlangt hat. Dieses Zitat lässt nur eine Schlussfolgerung bestehen, nämlich einzig und allein die ,,Lobpreisung Karls als Vater Böhmens […]“55.Gerade wegen seiner Errungenschaften für das Königreich Böhmen und seinem lebenslangen Kampf für das Wohlergehen dieses Reiches56 umgibt Karl eine ,,strahlende […] Gloriole“57, die ihm- wie in unserem gewählten Zitat- in seinen anderen Wirkungsbereichen vollkommen fehlt.58 Dieses Wirken wird gemeinhin unter dem Begriff des ,,Bohemozentrismus“59 gefasst, dabei werden jedoch nur die positiven Wirkungsmechanismen im Hinblick auf Böhmen60 als Karls kognitives Profil ausgegeben.61 Um diese Verherrlichung Karls zu verstehen, bedarf es der Belege mittels historischen Fakten. Dies wollen wir nun in Angriff nehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Das Königreich Böhmen: Eine divergierende Kraft im Herzen Europas: Einführung in die Forschungsfrage und Darstellung des Verhältnisses von Karl IV. zu seiner böhmischen Hausmacht im Kontext der modernen Geschichtsschreibung.

II. Karl IV. – Eine Herrscherpersönlichkeit voller Widersprüche: Analyse der widersprüchlichen Charakterzüge Karls IV. und Einordnung seiner Doppelfunktion als böhmischer König und römischer Kaiser.

II.I Böhmens historischer Sonderweg im Heiligen Römischen Reich: Untersuchung der historischen Eigenart Böhmens, insbesondere in Bezug auf das Kurrecht und die Abgrenzung zum Römischen Reich.

III. Karl IV. als pater bohemiae: Analyse des Begriffs "pater bohemiae" und der strategischen Überhöhung Karls in der tschechischen Geschichtsschreibung.

III.I ,,Bohemozentrismus“ und böhmische Hausmachtpolitik Karls IV.: Erläuterung der expansiven Hausmachtpolitik Karls IV. und ihrer Zielsetzung für das Königreich Böhmen.

III.II Karls Hausmachtpolitik- Auf ein hegemoniales Königtum ausgerichtet?: Diskussion der Frage, ob Karl IV. durch seine Hausmachtpolitik ein hegemoniales Königtum anstrebte und welche strukturellen Grenzen ihm dabei gesetzt waren.

IV. Das ,,Kaiserliche Rechtbuch“ Karls IV.: Historische Einordnung der Goldenen Bulle von 1356 als zentrales Verfassungsdokument und Initiativwerk Karls IV.

IV.I Das Königreich Böhmen in der Goldenen Bulle- Eine Ansammlung von Vorrechten und Privilegien: Untersuchung der in der Goldenen Bulle verankerten Privilegien Böhmens und deren symbolische Bedeutung für die Sonderstellung des Landes.

V. Schlusswort: Böhmen als ,,Kronleuchter“ und ,,edelstes Glied“ des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation: Fazit zur ambivalente Stellung Böhmens und abschließende Bewertung der historischen Leistung Karls IV. im Kontext der Reichseinigung.

Schlüsselwörter

Karl IV., Königreich Böhmen, Heiliges Römisches Reich, Hausmachtpolitik, Goldene Bulle, Bohemozentrismus, pater bohemiae, Corona Regni Bohemiae, Kurfürsten, Mittelalter, Verfassungsgeschichte, Herrschaftslegitimation, Sonderweg, Prager Hof, Reichspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Regierungszeit Karls IV. und dessen komplexem Verhältnis zum Königreich Böhmen sowie zum Heiligen Römischen Reich.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Persönlichkeit Karls IV., seine Hausmachtpolitik, die Bedeutung der Goldenen Bulle für Böhmen und die historische Einordnung Böhmens als "Sonderfall" innerhalb des Reiches.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwiefern das Königreich Böhmen unter Karl IV. Züge eines modernen "Staates im Staate" aufwies.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine kritische Analyse historischer Quellen und greift auf die breite Forschungsliteratur (unter anderem Ferdinand Seibt, Jiri Spevacek und Peter Moraw) zurück, um Thesen zu verifizieren oder zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Persönlichkeit Karls, sein Wirken als "pater bohemiae", die Hausmachtpolitik als Mittel zum hegemonialen Ausbau sowie die rechtliche Sonderstellung Böhmens durch die Goldene Bulle detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Hausmachtpolitik, der Bohemozentrismus, die Goldene Bulle, das Kurrecht und die Corona Regni Bohemiae.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Goldenen Bulle für Böhmen?

Der Autor sieht in der Goldenen Bulle ein Instrument, das Böhmen durch symbolische und rechtliche Privilegien eine Sonderstellung verlieh, ohne jedoch die lehnsrechtliche Bindung zum Reich aufzuheben.

Warum verwendet der Autor den Begriff "Bohemozentrismus" nur in Anführungszeichen?

Der Autor setzt den Begriff in Anführungszeichen, da er ihn als ein durch die tschechische Geschichtsforschung stark ideologisiertes Konzept ansieht, das kritisch betrachtet werden muss.

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Details

Title
Das Königreich Böhmen unter Karl IV.
Subtitle
Züge eines modernen Staates im Staate?
College
Technical University of Darmstadt  (Geschichtswissenschaft)
Course
Die Goldene Bulle Karls IV. 1356
Grade
1,0
Author
Studierender Arian Sahitolli (Author)
Publication Year
2011
Pages
28
Catalog Number
V172718
ISBN (Book)
9783640927449
ISBN (eBook)
9783640927586
Language
German
Tags
Karl IV. Königreich Böhmen und seine historische Eigenart Goldene Bulle 1356 Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation Bohemozentrismus Hausmachtpolitik Böhmen vom 9. bis 14.Jhdt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Studierender Arian Sahitolli (Author), 2011, Das Königreich Böhmen unter Karl IV., Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172718
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