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Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und Europäische Atomgemeinschaft (Euratom)

Anfänge und Umsetzung

Title: Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und Europäische Atomgemeinschaft (Euratom)

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Inka Hemmerich (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification

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Summary Excerpt Details

Im März 2007 jährte sich die Unterzeichnung der so genannten „Römischen Verträge“ zum fünfzigsten Mal. Aus diesem Anlass sollen im Rahmen dieser Arbeit die Gründungsverträge zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) sowie der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom bzw. EAG) untersucht werden. Zusammen mit den Verträgen der Montanunion begründeten sie die Europäische Gemeinschaft (EG), den Vorläufer der Europäischen Union (EU). Es stellt sich die Frage, inwieweit diese wirtschaftliche Integration die politische Einigung Europas bedingt hat und insofern auch, welche Bedeutung den Römischen Verträgen damit für die europäische Einigung zukommt. In diesem Zusammenhang ist weiterhin interessant, wie es überhaupt zur Gründung von EWG und Euratom kam, also welche politischen und wirtschaftlichen Faktoren der 1950er die Akteure der Gründungsstaaten bewegten, ebenso die Kräfte, die auf die Vertragsgestaltung selbst einwirkten. Naturgemäß können diese Fragen hier nicht erschöpfend behandelt werden, die Arbeit beschränkt sich zeitlich und thematisch nur auf einen kurzen Abschnitt der europäischen Integrationsgeschichte. Nach einer kurzen Darstellung der chronologischen Geschehnisse von den ersten Momenten der „relance européene“ über die Konferenz von Messina bis zur Arbeit der Spaak-Kommission folgt eine eingehende Untersuchung besonders problematischer Fragen, die sich im Laufe der Verhandlungen ergaben. Dabei soll vor allem die Rolle Frankreichs mitsamt den Handlungsmotiven einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. In diesem Zusammenhang sollen auch kritische Fragen der institutionellen und personellen Umsetzung der Verträge geklärt werden sowie die deutsche Position. Anschließend werden die Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) sowie Euratom vorgestellt. Der Fokus liegt dabei neben ihren Organen auf den Aufgaben und Zielen beider Institutionen. Davon ausgehend wird die Entwicklung von EWG und Euratom in ihren ersten Jahren skizziert und beurteilt, ob und inwiefern man dabei von einer Erfolgsgeschichte sprechen kann. Den Abschluss der Arbeit bildet eine kurze Analyse der Bedeutung der beiden Institutionen für den europäischen Integrationsprozess.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorgeschichte der römischen Verträge

2.1 Die Relance européene

2.2 Die Konferenz von Messina und die Spaak-Kommission

3 Implementierung der Verträge

3.1 Kontroversen im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung

3.2 Die Klärung institutioneller und personeller Fragen

3.3 Ratifizierung der Verträge in Deutschland

4 Die Römischen Verträge - Ziele, Aufgaben und Organe der Gemeinschaften

4.1 Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)

4.2 Europäische Atomgemeinschaft (Euratom)

5 Weitere Entwicklung von Euratom und EWG

5.1 Das Scheitern der Europäischen Atomgemeinschaft

5.2 Wirtschaftlicher Erfolg der EWG als Integrationsmoment

6 Bedeutung der Römischen Verträge für die europäische Einigung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte und Umsetzung der Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) sowie der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom). Dabei wird analysiert, inwieweit wirtschaftliche Integration als treibende Kraft für die politische Einigung Europas fungierte und welche politischen sowie wirtschaftlichen Faktoren die Akteure der Gründungsstaaten in den 1950er Jahren beeinflussten.

  • Analyse der chronologischen Entwicklung von der „relance européene“ bis zur Unterzeichnung der Verträge.
  • Untersuchung der kontroversen Verhandlungspunkte, insbesondere der Rolle Frankreichs und der deutschen Position.
  • Vorstellung der institutionellen Struktur, Ziele und Aufgaben von EWG und Euratom.
  • Beurteilung der Entwicklung beider Institutionen in ihren ersten Jahren und deren Erfolgspotenzial.
  • Bewertung der historischen Bedeutung der Römischen Verträge für den europäischen Integrationsprozess.

Auszug aus dem Buch

3.1 Kontroversen im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung

Ein Streitpunkt war die generelle Gestaltung der weiteren Integration. Die bereits vor Messina begonnene Auseinandersetzung zwischen den Anhängern einer sektoralen und denen einer horizontalen Integration zog sich durch den gesamten Verhandlungsprozess. Während die Verfechter eines Gemeinsamen Marktes die Schwachpunkte, die sich bei der sektoralen Integration im Rahmen der Montanunion aufzeigten, nutzten und auf die positiven Auswirkungen einer Zollunion auf den Binnenmarkt aufmerksam machten, hatte vor allem Frankreich Angst vor zu weit gehenden Konzessionen. Es ging also darum, einen Kompromiss zu finden, hier wie in der Gestaltung des Außentarifs, wo die exportorientierten Beneluxländer und Deutschland einen niedrigen Außenzoll forderten, Italien und Frankreich aus protektionistischen Gründen einen hohen.

Auch die Gestaltung der Wettbewerbsordnung wurde kontrovers diskutiert, Frankreich stellte dabei dem marktwirtschaftlichen Konzept der BRD eines mit deutlich mehr Elementen der Planwirtschaft gegenüber. Die drei ökonomischen Konzepte, die nach Küster den EWG Vertrag wesentlich beeinflussten waren dementsprechend:

das liberalistisch-freihändlerische Konzept mit dem Ziel einer Öffnung der Märkte,

das marktwirtschaftliche Konzept mit dem Ziel binnenmarktähnlicher Verhältnisse auf einem Gemeinsamen Markt, auf dem die Kräfte des Wettbewerbs unverfälscht miteinander interagieren,

das marktwirtschaftliche Konzept französischer Vorstellung mit einem stark planungstechnischen Charakter mit nationalstaatlichen Interventionsmöglichkeiten des Gemeinsamen Marktes.

Insgesamt kann man sagen, dass der EWG schließlich ein weitgehend marktwirtschaftliches System zu Grunde lag. Auseinandersetzungen gab es auch zwischen den Vertretern supranationaler und intergouvermentaler Integration, da die Regierungen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht bereit waren, ihre nationalen Entscheidungsbefugnisse an die Organe der Gemeinschaft abzugeben, zumindest nicht in den Kernbereichen der Wirtschafts- und Währungspolitik.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Römischen Verträge als Fundament der europäischen Einigung ein und skizziert die methodische Vorgehensweise der Untersuchung.

2 Vorgeschichte der römischen Verträge: Das Kapitel beleuchtet die Initialzündungen für die europäische Einigung nach dem Scheitern der EVG, insbesondere durch die Bemühungen von Jean Monnet und Paul-Henri Spaak.

3 Implementierung der Verträge: Hier werden die schwierigen Verhandlungsprozesse, die kontroversen Standpunkte der beteiligten Staaten und die abschließende Ratifizierung in der Bundesrepublik Deutschland analysiert.

4 Die Römischen Verträge - Ziele, Aufgaben und Organe der Gemeinschaften: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die institutionellen Strukturen, Ziele und Kompetenzbereiche der EWG und der Euratom.

5 Weitere Entwicklung von Euratom und EWG: Die Analyse zeigt das Scheitern von Euratom bei der Erfüllung seiner ehrgeizigen Ziele gegenüber dem großen wirtschaftlichen Erfolg und der Integrationskraft der EWG.

6 Bedeutung der Römischen Verträge für die europäische Einigung: Den Abschluss bildet eine Würdigung der Verträge als historischer Durchbruch, der die wirtschaftliche Grundlage für die spätere politische Einigung Europas legte.

Schlüsselwörter

Römische Verträge, Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, EWG, Euratom, europäische Einigung, Integrationsgeschichte, Gemeinsamer Markt, Zollunion, Spaak-Kommission, Frankreich, Bundesrepublik Deutschland, politische Integration, wirtschaftliche Integration, supranationale Institutionen, Montanunion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Gründung, die institutionelle Umsetzung und die frühe Entwicklungsphase der Römischen Verträge, welche die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) begründeten.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die politischen und wirtschaftlichen Hintergründe der europäischen Integrationsbemühungen in den 1950er Jahren, die Verhandlungsprozesse zwischen den sechs Gründerstaaten sowie der Vergleich zwischen der ökonomischen Entwicklung von EWG und Euratom.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist es zu klären, inwieweit die wirtschaftliche Integration als notwendiges Instrument und treibende Kraft für die politische Einigung Europas diente und welche Faktoren dabei den größten Einfluss ausübten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Untersuchung basiert auf einer quellenorientierten historischen Analyse, bei der neben der wissenschaftlichen Fachliteratur insbesondere die Vertragstexte selbst und Dokumente der damaligen Akteure herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Vorgeschichte (Messina-Prozess), die detaillierte Analyse der Vertragsimplementierung unter Berücksichtigung nationaler Interessen sowie die Vorstellung der institutionellen Organe und die kritische Würdigung der frühen Erfolge und Misserfolge beider Gemeinschaften.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Römische Verträge, EWG, Euratom, wirtschaftliche Integration, supranationale Steuerung und der historische Prozess der europäischen Westintegration.

Warum wird die Rolle Frankreichs in den Verhandlungen so hervorgehoben?

Frankreich agierte während der Verhandlungen einerseits als wichtiger Initiator, andererseits jedoch als bremsender Faktor, der seine Zustimmung von spezifischen Bedingungen wie dem Agrarprotektionismus und der Einbeziehung überseeischer Gebiete abhängig machte.

Welche Bedeutung kommt der „Krise des leeren Stuhls“ in diesem Kontext zu?

Die Arbeit erwähnt diese Krise als eine der künftigen Bewährungsproben, die sich aus der Dynamik der Institutionen und der ungeklärten Eventualitäten in den Römischen Verträgen ergab, auch wenn die Verträge selbst bereits den Grundstein für den Erfolg legten.

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Details

Title
Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und Europäische Atomgemeinschaft (Euratom)
Subtitle
Anfänge und Umsetzung
College
University of Würzburg  (Institut für Geschichte - Neueste Geschicte)
Course
Vorgeschichte und Anfänge europäischer Einigung im 20. Jahrhundert
Grade
1,7
Author
Inka Hemmerich (Author)
Publication Year
2007
Pages
27
Catalog Number
V172647
ISBN (eBook)
9783640926183
Language
German
Tags
Europäische Einigung Wirtschaftsunion EWG Gemeinsamer Markt Binnenmarkt Euratom Atomenergie Europa Monnet Konferenz von Messina Spaak-Kommission
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Inka Hemmerich (Author), 2007, Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und Europäische Atomgemeinschaft (Euratom), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172647
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