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Der literarische Ehebruch

Dargestellt anhand Clarins "La Regenta"

Title: Der literarische Ehebruch

Term Paper , 2011 , 19 Pages

Autor:in: Moritz Jan Schütze (Author)

Romance Studies - Spanish Studies

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Summary Excerpt Details

Die europäischen Nationalliteraturen des 19. Jahrhunderts sind durch die Beschreibung von Gesellschaft und Zeit charakterisiert. Soziale Diskriminierung, moralische Wertvorstellungen und psychologische Aspekte werden beleuchtet. Eine prägnante Ausprägung stellt in dieser Epoche die literarische Thematik Ehebruch dar, bei dem sowohl soziale und konventionelle Hindernisse als auch soziopsychologische von prägender Gestalt sind. Zur Etablierung dieses Genres trägt auch Clarins La Regenta bei. Die vorliegende Arbeit bietet zunächst einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung bezüglich der Frage nach der Verführbarkeit und Willfährigkeit der Frau im Ehebruchroman und möglichen literaturwissenschaftlichen Gründen, bevor in einem nächsten Schritt theoretische Aspekte des Mythos Don Juan beleuchtet werden. Die Darstellung der Verarbeitung der Don-Juan-Thematik bei verschiedenen Autoren; seit Tirso de Molina (17.Jahrhundert) bis in das 20. Jahrhundert, dient als Wegbereitung für die Vorstellung der etablierten Definitionsversuche des typischen Don Juans, bevor im Hauptteil unter Rückbezug auf Clarins Charakter Don Álvaro in La Regenta mögliche Demontagefaktoren dieses Mythos thematisiert werden. In einem letzten Teil wird der Bogen zum Topos der verführten Frau geschlagen und deren Position im Lichte ihrer gesellschaftlichen Zwänge erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Inhalt

3 Theorie des Ehebruchromans des 19.Jahrhunderts am Beispiel von Claríns La Regenta

4 Mythos Don Juan; theoretische Aspekte

5 Demontage eines Mythos: Don Álvaro

6 Die Verführte: Ana Ozores

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Darstellung des Ehebruchs im Roman La Regenta von Clarín, mit besonderem Fokus auf die Demontage des Don-Juan-Mythos durch die Figur des Don Álvaro sowie die Analyse der Verführbarkeit der Protagonistin Ana Ozores unter den gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen des 19. Jahrhunderts.

  • Analyse des Ehebruchromans und der Verführbarkeit der Frau im 19. Jahrhundert
  • Theoretische Grundlagen und Transformationen des Don-Juan-Mythos
  • Demontage-Mechanismen der Don-Juan-Figur am Beispiel von Don Álvaro
  • Psychologische und soziale Faktoren der Verführbarkeit von Ana Ozores

Auszug aus dem Buch

Demontage eines Mythos: Don Álvaro

Mieszkowksi stellt die These auf, dass die Attribute des klassischen Verführers sich auf die drei männlichen Protagonisten Víctor Quintanar, Álvaro und Fermín aufteilen. Sie argumentiert, dass „…einerseits jeder in unterschiedlichen Graden als Don-Juan Parodie lesbar ist und sich andererseits als Figur keiner von ihnen in seinem Don-Juan-Aspekt erschöpft.“ (Mieszkowski 2003, 76).

Don Víctor tritt als Bühnen-Don Juan auf, der eine Leidenschaft für das Theater des Siglo de Oro hat und als verfehlter Schauspieler heimlich Verse rezitiert (vgl. Alas 1997, 451) und Duelle inszeniert. Er begeistert sich des Weiteren für die Jagd und zeichnet sich durch einen Sammeltrieb aus, woraufhin Mieszkowski in diesen Punkten eine Parallele zum Don Juan zieht.

Ein Opfer seiner Obsessionen ist Fermín, manifestiert durch seinen kirchlich unterdrückten Sexualtrieb (Zölibat), von dem er ebenso geplagt ist, wie der mythische Don Juan von seinem „zwanghaften sexuellen Exzess“ (ebd., 77). Mieszkowski argumentiert, dass der Priester den mangelnden metaphysischen Bezug Don Álvaros ersetzt.

Don Álvaro, auf den sich diese Arbeit fokussiert, erscheint als attraktiver und erfahrener Schürzenjäger Vetustas - er verführt Ana tatsächlich sexuell - , der oberflächlich den Don Juan am besten inkarniert. Jedoch stellt sich heraus, dass er die Rolle des Don Juan nicht vollständig ausfüllen kann, da er nur Teilaspekte des klassischen Verführers aufweist. Der relative Misserfolg des Don Álvaro liegt darin begründet, dass er immer wieder vor der Tugendhaftigkeit und vermeintlichen Standhaftigkeit seines Verführungsobjekts zurückschreckt und die Eroberung sich zeitlich in die Länge zieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die literarische Thematik des Ehebruchs im 19. Jahrhundert und umreißt die Untersuchung der Verführbarkeit sowie die Don-Juan-Thematik in La Regenta.

2 Inhalt: Dieses Kapitel fasst die Handlung des Romans zusammen, in der die unglücklich verheiratete Ana Ozores zwischen ihrem Ehemann, dem Beichtvater Don Fermín und dem Verführer Don Álvaro steht.

3 Theorie des Ehebruchromans des 19.Jahrhunderts am Beispiel von Claríns La Regenta: Hier wird der Forschungsstand diskutiert, der traditionelle Erklärungsmodelle hinterfragt und neue Ansätze wie die "Verführbarkeit" der Frau in den Mittelpunkt stellt.

4 Mythos Don Juan; theoretische Aspekte: Das Kapitel beleuchtet die literarische Typologie des Don Juan und die verschiedenen Interpretationsweisen der Figur über die Jahrhunderte hinweg.

5 Demontage eines Mythos: Don Álvaro: Es wird analysiert, wie die Figur des Don Álvaro den klassischen Don-Juan-Mythos durch Unzulänglichkeiten, Parodie und den sozialen Kontext im Roman demontiert.

6 Die Verführte: Ana Ozores: Der Fokus liegt auf der psychologischen und sozialen Situation von Ana Ozores sowie den Faktoren, die sie in die Affäre mit Don Álvaro treiben.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie La Regenta durch die Demontage des Don Juan den Pessimismus des fin de siècle widerspiegelt.

Schlüsselwörter

La Regenta, Clarín, Ehebruch, Don Juan, Demontage, Ana Ozores, Verführbarkeit, 19. Jahrhundert, Realismus, Don Álvaro, Literaturanalyse, Mythos, Gesellschaftskritik, Moral, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Roman La Regenta von Clarín hinsichtlich der Darstellung des Ehebruchs und der kritischen Auseinandersetzung mit dem literarischen Don-Juan-Mythos im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Verführbarkeit der Frau in der bürgerlichen Gesellschaft, die psychologische Charakterisierung der Hauptfiguren und die literaturwissenschaftliche Demontage traditioneller Männlichkeitsmythen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Clarín durch die Konstruktion der Figur Don Álvaro den Don-Juan-Mythos als veraltet oder "demontiert" darstellt und welche sozialen Gründe zur Verführbarkeit der Ana Ozores führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Rückgriff auf einschlägige Forschungsliteratur, um Figurenkonstellationen und literarische Motive im Kontext des Realismus zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Theorie des Ehebruchromans, der theoretischen Einordnung des Don-Juan-Typs, der spezifischen Demontage von Don Álvaro und einer psychologischen Untersuchung der Ana Ozores.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören La Regenta, Ehebruch, Don-Juan-Mythos, Demontage, Verführbarkeit, Realismus und soziale Rollenerwartungen.

Warum wird Don Álvaro im Roman als eine "Demontage" des Don Juan bezeichnet?

Er wird als Demontage bezeichnet, da er nicht die Souveränität des klassischen Helden besitzt, sondern oft durch Unsicherheit, sexuelle Erschöpfung und lächerliche Posen auffällt, die seinen Status als Verführer ironisch brechen.

Welche Rolle spielen die gesellschaftlichen Zwänge für Ana Ozores?

Ana Ozores ist durch strenge Konventionen, eine unglückliche Ehe und mangelnde gesellschaftliche Perspektiven gefangen, was ihre Empfänglichkeit für die Avancen Don Álvaros als Kompensationsversuch für ihre innere Leere steigert.

Wie geht Don Álvaro mit seiner Rolle als Verführer um?

Obwohl er stolz auf seinen Ruf ist, zeigt der Roman durch seine Handlungsunfähigkeit und Angst vor Anas Integrität, dass er der mythologischen Rolle des Don Juan nicht gewachsen ist.

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Details

Title
Der literarische Ehebruch
Subtitle
Dargestellt anhand Clarins "La Regenta"
College
University of Bonn
Author
Moritz Jan Schütze (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V172271
ISBN (Book)
9783640921331
ISBN (eBook)
9783640921515
Language
German
Tags
Verrat Ehebruch Parodisierung Spanien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Moritz Jan Schütze (Author), 2011, Der literarische Ehebruch, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172271
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