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Der Georgien-Krieg und seine Auswirkungen

Title: Der Georgien-Krieg und seine Auswirkungen

Seminar Paper , 2010 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Mehran Zolfagharieh (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification

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Summary Excerpt Details

Der Kaukasus war, historisch betrachtet, schon immer ein Konfliktherd mit enormem Eskalationspotential. Ein Gebiet, das mehrere Eroberungen ertragen musste und sowohl ethnisches, wie auch religiöses Konfliktpotential beheimatete und immer noch beheimatet. Nach mehrmaligen erfolglosen Versuchen die Unabhängigkeit zu erlangen, wurde Georgien erst mit dem Zerfall der Sowjetunion ein eigenständiger, unabhängiger Staat und trat der, kurze Zeit später gegründeten, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) bei. Durch die willkürlichen Grenzziehungen in der sowjetischen Ära, nahm das Konfliktpotential allerdings nicht ab. Georgien beheimatet, ähnlich wie andere post-sowjetische Staaten, Minderheiten mit Unabhängigkeitsdrang.
Georgien wird von seinen Bewohnern als Balkon Europas bezeichnet und liegt an der Nahtstelle Eurasiens. Oftmals wird Georgien, die russische Bezeichnung lautet Grusija, auch als Perle des Kaukasus bezeichnet. Im Norden wird es von Russland, im Süden von der Türkei und Armenien und im Osten von Aserbaidschan begrenzt.
Die Konfliktzonen Georgiens sind Süd-Ossetien und Abchasien. Beide Gebiete grenzen an Russland und stehen nicht (mehr) unter Kontrolle der georgischen Regierung.
Für Russland gilt die gesamte Kaukasusregion als „Nahes Ausland“, ganz nach den „Primakow-Doktrin“ als Bezeichnung für die ehemaligen sowjetischen Teilrepubliken, und reklamiert somit Sicherheitsinteressen für sich. Während in anderen Teilen der ehemaligen Sowjetunion Unabhängigkeitsbewegungen durch Russland bekämpft werden, wie es in Tschetschenien, Inguschetien und Dagestan der Fall ist, unterstützt Russland die Unabhängigkeitsbewegungen in Süd-Ossetien und Abchasien finanziell, militärisch und auch personell. Dennoch vermied es Russland immer die Regionen formell als unabhängig anzuerkennen.
„In der zweiten Augustwoche 2008 entwickelte sich ein lokaler Konflikt in Süd-Ossetien unversehens zu einem Brandherd internationalen Maßstabs.“
In dieser Seminararbeit sollen die Fragen beantwortet werden, welche Auswirkungen der Georgien-Konflikt 2008 auf die Beziehungen der Konfliktparteien zum Westen hat und warum Russland im Kaukasus so hart durchgegriffen hatte. Warum erhielt der Konflikt im Kaukasus diese Brisanz und internationale Dimension?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Georgien während des Verfalls der UdSSR

3. Der Georgien-Krieg 2008

3.1. Der Kriegsverlauf

3.2. Das Ende der Kampfhandlungen und der Rückzug

4. Die Hintergründe zum Konflikt

5. Die Auswirkungen des Georgien-Krieges

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Seminararbeit untersucht die Hintergründe und Folgen des Georgien-Krieges von 2008 unter besonderer Berücksichtigung der russisch-georgischen Beziehungen sowie der internationalen Dimension des Konflikts. Es wird analysiert, warum der Konflikt eskalierte, wie Russland intervenierte und welche Auswirkungen dies auf die Stabilität im Kaukasus sowie die diplomatischen Verhältnisse hatte.

  • Historische Entwicklung Georgiens zum unabhängigen Staat nach dem Zerfall der Sowjetunion
  • Militärischer Verlauf und Hintergründe des Georgien-Krieges 2008
  • Analyse der russischen Beweggründe und der Rolle der Nato
  • Bewertung der innenpolitischen Folgen für Georgien und Präsident Saakaschwili
  • Internationale Auswirkungen und die geopolitische Lage im Kaukasus

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Kriegsverlauf

Der Konflikt zwischen Georgiern und Süd-Osseten eskalierte im August 2008 erneut. Es kam aber schon im Juli zu offenen Kampfhandlungen zwischen der georgischen Armee und süd-ossetischen Milizen. In der Nacht zum 8. August jedoch begann die georgische Armee mit einer Offensive zur Rückgewinnung der Kontrolle über Süd-Ossetien.

Die Georgier hatten die süd-ossetische Hauptstadt Zchinwali mit schweren Waffen beschossen und für kurze Zeit eingenommen. Die Begründung für diesen Akt war, „man habe georgische Landsleute in Dörfern schützen müssen, die in Süd-Ossetien liegen und von süd-ossetischen Milizen unter Beschuss genommen worden seien.“

Russland schien darauf vorbereitet zu sein, denn bereits am 7. August 2008 stießen starke russische Verbände der 58. Armee, die in Nord-Ossetien stationiert ist, in Richtung Zchinwali vor. Moskau führte für diesen militärischen Eingriff zwei Gründe an:

1. Die Georgier hätten die mit einem internationalen Mandat versehenen russischen Friedenstruppen angegriffen und

2. außerdem habe Russland seine eigenen Bürger vor einem „Völkermord“ schützen müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Kaukasusregion als historischer Konfliktherd und Darlegung der zentralen Forschungsfragen zur Eskalation des Konflikts 2008.

2. Georgien während des Verfalls der UdSSR: Überblick über die historische Identität Georgiens, den Prozess der Unabhängigkeit sowie die frühen innerstaatlichen Konflikte mit Minderheiten.

3. Der Georgien-Krieg 2008: Detaillierte Rekonstruktion des militärischen Verlaufes sowie der politischen Umstände bis zum Waffenstillstand und Rückzug der Truppen.

4. Die Hintergründe zum Konflikt: Analyse der russischen Interessen, der NATO-Osterweiterung und der Rolle der Großmachtpolitik im postsowjetischen Raum.

5. Die Auswirkungen des Georgien-Krieges: Untersuchung der Folgen für die Region, der Anerkennung von Separatistengebieten und der innenpolitischen Schwächung der Regierung Saakaschwili.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Konfliktursachen, des Kriegsverlaufs und der geopolitischen Konsequenzen für die Zukunft des Südkaukasus.

Schlüsselwörter

Georgien, Russland, Kaukasus, Süd-Ossetien, Abchasien, Krieg 2008, NATO, Unabhängigkeit, Konfliktpotenzial, Geopolitik, Minderheiten, Sowjetunion, Friedenstruppen, Außenpolitik, Eduard Schewardnadse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entstehung, den Verlauf und die Konsequenzen des Georgien-Krieges im Jahr 2008 zwischen Georgien und Russland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die post-sowjetische Geschichte Georgiens, die Rolle der abtrünnigen Provinzen Süd-Ossetien und Abchasien, russische Sicherheitsinteressen sowie die geopolitische Bedeutung der Region.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen des Konflikts auf die Beziehungen der beteiligten Parteien sowie auf den Westen zu analysieren und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Studien und Dokumenten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung Georgiens nach 1991, den konkreten militärischen Ablauf des Krieges 2008, die Hintergründe der russischen Intervention und die langfristigen Folgen für Georgiens Innen- und Außenpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Georgien, Russland, Kaukasus, NATO, Süd-Ossetien und Geopolitik maßgeblich geprägt.

Welche Rolle spielt die "Primakow-Doktrin" für das Verständnis des Konflikts?

Die Doktrin definiert die ehemalige Sowjetunion als "Nahes Ausland" und rechtfertigt russische Sicherheitsinteressen in dieser Region, was das harte Vorgehen Moskaus maßgeblich erklärt.

Warum wird Saakaschwili im Fazit kritisiert?

Dem Präsidenten werden gravierende Fehler vorgeworfen, insbesondere der militärische Beschuss Zchinwalis und die falsche Einschätzung über eine direkte militärische Unterstützung durch die NATO oder die USA.

Welche Bedeutung hat der Sechs-Punkte-Plan?

Er bildete die Grundlage für den Waffenstillstand und den Rückzug russischer Truppen aus dem georgischen Kernland, festigte jedoch faktisch Russlands Einfluss in den abtrünnigen Gebieten.

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Details

Title
Der Georgien-Krieg und seine Auswirkungen
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
Demokratische Tendenzen in der politischen Entwicklung Russlands seit 1991
Grade
1,3
Author
Mehran Zolfagharieh (Author)
Publication Year
2010
Pages
23
Catalog Number
V171876
ISBN (eBook)
9783640915538
ISBN (Book)
9783640915989
Language
German
Tags
Zolfagharieh Putin Medwedew Georgien Russland Ossetien Krieg Saakashwili Konflikt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mehran Zolfagharieh (Author), 2010, Der Georgien-Krieg und seine Auswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171876
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